Beiträge von SavoirVivre

    Nunja, bei uns ist extreme Hundedichte. Ich kann mir schon vorstellen das Rassen wie Labradore da die ersten, sagen wir zwei Jahre, vielleicht nicht so gut damit klarkommen wie Rassen die generell nicht so.. äh.. kontaktfreudig sind wie der Labrador. Da wird Frust eine große Rolle spielen.

    Bei uns ist die Hundedichte nicht wirklich geringer als bei euch.

    ja und? was willst du mir im kontext damit sagen?

    Krass, was kennt ihr für SL Labbis :lepra:

    Hier laufen nur nette SL Labbis rum. Also hin und wieder eher unmotiviert oder das Gegenteil: fiddelig aufgeregt, aber ansonsten keine nennenswerten negativen Eindrücke. Die größten Probleme sind da: der sagt halt gern mal hallo oder isst irgendwas im Busch.

    Nunja, bei uns ist extreme Hundedichte. Ich kann mir schon vorstellen das Rassen wie Labradore da die ersten, sagen wir zwei Jahre, vielleicht nicht so gut damit klarkommen wie Rassen die generell nicht so.. äh.. kontaktfreudig sind wie der Labrador. Da wird Frust eine große Rolle spielen. Die adulten Labradore, von denen hier ja wirklich zahlreiche unterwegs sind, empfinde ich allesamt als sehr unauffällig.

    Ich muss gestehen ich achte wenig auf andere Camper. Bin da einfach nicht so der Beobachter, sondern will einfach meine Ruhe haben. Und da wir so viel campen, überrascht mich eigentlich nicht mehr viel.

    Aber ich finde mich/uns in vielen der von Dir aufgeführten Punkte wieder :lol:

    - Bei Schlechtwetter machen ich oft gegen 8Uhr eine schnelle Löserunde mit Gustaf und lege mich dann wieder hin für 1-2Stündchen hin

    - isch abe gar keinen Fernseher, aber abends hängen wir beide stundenlang vor unseren Kindle oder iPad

    - auf Supermarktparkplätzen hat man nachts oft himmlische Ruhe. Ebenso in Industriegebieten an Wochenenden. Natürlich ausschliesslich für die Durchreise. Ja, also auch schon gemacht und für nicht schlecht befunden. 23Uhr ankommen, pennen, 7-8Uhr wieder los.

    - Kochen, hier! Ich! Darf auch länger dauern. Jaaaa, ich koche auch beim campen teilweise stundenlang den Fond für eine reichhaltige vietnamesischen Suppe aus. Oder Gulasch, oder oder oder.. :nicken:

    Erfahrungswerte. Aktuell habe ich wieder einen enorm dünnhäutigen Golden FTler im Training aber das ist auch bei den Labbis nun wirklich keine Seltenheit und szenebekannt. Oder wie es hier überspitzt aber kongruent zu meinen Erfahrungen beschrieben wird https://www.keinkoeter.de/darueber-will-…rador-retriever

    Ja dass einige deutsche Linien nicht gerade stressresistent sind, ist bekannt. Deswegen suchen sich viele Züchter ja Deckrüden in GB oder Dänemark. Aber dass die "häufig" so drüber sind, dass sie als Familienhunde nicht mehr geeignet sind... Die allermeisten die ich kenne, sind wirklich coole Hunde. Wir sagen im Verein immer, dass wir uns in der Szene mal bewusst machen sollten, dass es ein Luxus ist, wenn das größte Problem der Sport ist. Weil die meisten im Alltag einfach unauffällig sind. Dass es die überdrehten gibt, dass ist mir auch bewusst, aber ich gehe nicht mit, dass das die meisten betrifft und vor allem nicht, dass die "grob gehemmt" werden müssen, um unauffällig zu sein.

    Definitiv nur subjektive Eindrücke, aber in der nahen Nachbarschaft haben wir vier junge Labrador-Rüden in Gustafs Alter +/- 2 Monate. Labradore generell habe ich in einem Radius von 2km von unserer Haustür wohnend geschätzt 10-15 Labradore.

    Aber zu den vier jungen Rüden, mit deren Halter ich mich in unregelmässigen Abständen gerne mal unterhalte.

    Einen AL in foxred. Der Foxred ist meiner Vorstellung nach genau so ist wie ein Labrador sein sollte. Vom Wesen, Charakter, Eigenschaften und Verhalten ist er für mich der perfekte Labrador. Leichtführig, gut mit Futter zu motivieren, kein großes Interesse an anderen Hunden oder Menschen - dabei aber neutral und verträglich. WTP, WTW, toller Hund und dabei auch noch wunderschön. Hochbeinig, sehr schlank, tolles Exterieur.

    Ein DP in braun. Läuft fast nur frei, orientiert sich zuverlässig an seiner Halterin, macht einen total positiven Eindruck wann immer ich die beiden sehe - wenn ich OHNE Gustaf unterwegs bin. Leider ist er nicht so richtig verträglich und der erste Hund der Gustaf direkt massiv angegangen ist (Frauchen hat ihn rechtzeitig gegriffen bekommen und Gustaf war eh angeleint). Sie musste sich auf ihn werfen, mit Armen und Beinen umklammern, so hat er getobt und sich gewunden um wieder auf Gustaf loszugehen. Er hat sich schwer beruhigen lassen, Komplettausfall. So stelle ich mir einen Anfall von "Cockerwut" vor. Interessant ist, das er mal gar nicht auf Gustaf reagiert und mal komplett austickt. Kommt er uns nochmal zu nahe im Freilauf, denn er läuft fast ausschliesslich frei, wäre das der erste Hund auf den ich körperlich massiv einwirken würde um zu verhindern das er Gustaf löchert. Aber es kommt halt auch vor das er einfach ignorant an Gustaf vorbei läuft :ka: . Gustaf kann ihn nicht einschätzen und ist recht angespannt wenn er ihn sichtet, aber steht inzwischen zumindest so gut im Gehorsam das wir gut vorbeikommen, in dem ich ihn scharf weiterschicke wenn er das starren anfängt.

    Zwei SL in schwarz & braun. Beide waren die die ersten 18Monate komplett out of order und die Halter regelmässig nahe an der Grenze zur Verzweiflung. Echte Bomber, null kooperativ und komplett in ihrer eigenen Hormonwelt versunken.

    Inzwischen läuft es bei einem deutlich besser, die Halter haben da einen Fuss in die Tür bekommen (nach drei Trainerwechsel und inzwischer sehr enger, konsequenter und auch regelmässig aversiver Führung). Ich bin denen die letzten drei Tage täglich begegnet und bissl mit ihnen gequatscht. Jetzt wird es wohl kontinuierlich besser und sie sind zufrieden mit der Entwicklung.

    Den anderen sehe ich nur noch von Weiten, weil der Halter sich bei jedem Sichtkontakt mit anderen Hunden in die hinterletzte Nische klemmt mit Hund, die er finden kann. Ob es nun parkende Autos, Mülleimer, Büsche, etc. sind. Von dort hört man den Labbi dann toben.

    Also Labradore sind eh nicht meine Rasse, aber ich verstehe schon wie schwierig es ist, da die richtige "Zucht" zu finden.

    Ich traue es mich fast nicht zu sagen. Gustaf toppt es! 🙈

    Hier in der City gibt es ja doch recht oft unerwartet laute Geräusche. Getränkelieferant stapelt Wasserkiste laut.. DHL Lieferant lässt schweres Paket fallen.. hupender Bus.. sowas halt.

    Gustaf ist ein Gaffer. Ihr wisst schon, son asozialer Unfallgaffer der nicht weggucken kann, nur das er dabei nicht langsamer wird. Also gafft er. Gefühlt mehrfach täglich und trabt dabei aber weiter uuuuund.. BOING. Wie oft der schon gegen was vorgerannt ist könnt ihr euch nicht vorstellen. Und gegen was er schon alles vorgerannt ist :skeptisch2:.

    Naja, vielleicht ist er aufgrund der häufigen BOINGS mich so schlau :ka:

    Gustaf nimmt eigentlich nichts was ich nicht freigebe

    Habt ihr das gezielt trainiert? Falls nein, finde ich das irgendwie weird, also nicht auf ne negative Weise aber so ... irritierend-nett treudoof. Wenn man so einen egozentrischen Banditen zuhause sitzen hat wie ich, kommt man gar nicht darauf, dass sowas möglich ist :lol:

    Gott ja, Hundebegegnungen sind bei uns auch immer noch Thema. Das wird bei uns aber denke ich bis zu einem gewissen Grad leider auch bleiben, mir wurde jetzt schon mehrfach von kompetenter Seite aus bestätigt, dass Juro da wirklich ein ungewöhnlich herausragend hohes Interesse mitbringt. Hurra. Ich settle mittlerweile für "aufgeregt, aber nicht durchstarten". Realistische(re) Ziele und so.

    Jein, Outdoor (wegen Gift, etc.) habe ich es gezielt trainiert und indoor hat er es dann beibehalten. War aber kein großer Aufwand. Er ist in der Hinsicht einfach sehr brav.. und ja, er ist in der Tat lieb-doof. Hat beim denken nicht so viel Glück der arme Kerl :ka:

    Feel you, versteh es nicht falsch aber es tut irgendwie auch gut wenn ich von Juro und Nevio lese das sie da sehr ähnlich sind wie Gustaf. Es ist auch bei uns ein kontinuierliches dranbleiben. Von selbst schafft er das nicht. Natürlich freue ich mich umso mehr wenn ich von Erfolgen in der Richtung von euch lese.

    Würde Nevio an Leckerlies gehen die Du großzügig auf dem Boden verteilst und Dich dann gemütlich, ohne ihn weiter zu beachten, auf die Couch lümmelst?

    Es gibt Hunde, die das nicht machen würden? :shocked:

    Hm.. ich kann nicht sagen für wie lange, aber Gustaf nimmt eigentlich nichts was ich nicht freigebe. Also auch wenn ich mal Leckerlies verliere zuhause aus der Hosentasche oder so. Gebe ich es nicht frei, trete ich irgendwann später drauf wenn ich nicht aufpasse. Schon mehrfach erlebt, deswegen weiß ich es. Seinen Futternapf muss ich auch freigeben, sonst steht er nach 10min noch bedröppelt davor.

    Dafür ist er bei Hundebegegnungen immernoch unverhältnismässig aufgeregt. Ich habe da echt noch nicht den Dreh raus um ihn konstant zuverlässig zu helfen. Andere Hunde sind so unsere ständig wiederkehrende Herausforderung.