Beiträge von SavoirVivre

    Ist es bei euch wirklich so, dass ihr merkt, wenn ihr die Regeln schleifen lasst, dass sich der Hund mehr heraus nimmt?

    Bei uns ist das eigentlich gar nicht der Fall. Nur weil ich mal ein Sitz (was ich eh aus Rücksicht selten nutze) nicht durchsetze, merke ich an Eros Verhalten keine Änderung.

    Bei meinem Hund nimmt die Distanzlosigkeit und Frechheit mir gegenüber auf jeden Fall zu wenn ich zu weich und Larifari werde.

    ExtremBeispiel: Ich setze ihn zuhause bewusst einige Tage keine Grenzen oder achte nicht auf die Einhaltung von Hausregeln = am Tag vier trampelt er dann auf dem Sofa über mich rüber und auf mich drauf als wäre ich Luft. 35kg Boxer mit Pfote auf dem Magen ist scheisse.

    Er bekommt dann einen Freiflug vom Sofa und per ernsten Mitarbeitergespräch dann erstmal viele Privilegien entzogen die er sich wieder erarbeiten muss. Ich frische dann auch die Raumverwaltung wieder konsequent auf.

    Wenn ich 1-2Tage weg war, merke ich sofort an der schlechteren Leinenführigkeit das mein Mann „fünfe grade“ hat sein lassen an der Leine.

    Wenn ich ein Kommando gebe und lasse es mehrmals durchgehen wenn er es nicht umsetzt, weiß ich, der wird sich auch überlegen ob das nächste, andere Kommando umsetzungswürdig ist.

    Er muss an der Wohnungstür IMMER stehenbleiben und bekommt die Pfoten gewaschen. Ich brauche da nix sagen. Er betritt die Wohnung nicht ohne Freigabe. Aber ich korrigiere seine Position. Täte ich das nicht, stünde er nach einer Woche drin im Flur anstatt draußen auf der Matte.

    Ich habe einen Hund der es ausnutzt wenn ich krank bin oder gehandicapte. Keiner der Sorte die dann gaaaanz brav bleiben.

    Sowas halt.

    Auch wir Menschen ticken im Grunde ähnlich, wobei Hunde vermutlich leichter gestrickt sind. Wenn die Analyse des Problems und die Lösung trivial wären, würden einige Trainer und Verhaltensberater nicht so oft an ihrem 08/15 Wissen scheitern. Ich hole prophylaktisch den Bauhelm raus. :beaming_face_with_smiling_eyes:

    Wahrscheinlich scheitert es in 85 % der Fälle an den Haltern.

    So, jetzt setz ich mir auch den Bauhelm auf.

    sehe ich auch so. ist aber wertfrei gemeint. ich bin sicher, mein eigener hund wäre bei so einigen anderen hundehaltern schon viel weiter als er es ist - und das liegt ganz klar an mir.

    ich finde es überhaupt nicht schlimm wenn jemand sagt, es liegt am hundehalter/hundeführer. es ist nur immer der kontext der der ton auf den es ankommt.

    ich mein, beim pferd ist doch auch keiner gekränkt wenn es besser geht bei einem anderen reiter. man kann nur lernen und sich verbessern - wenn überhaupt notwendig. manchmal ist es so wie es ist auch völlig ok. keiner muss perfekt sein - ist eh nicht erreichbar.

    Elba fanden wir auch gut! Da waren wir letztes Jahr September auch auf unserer Tour - für vier Tage

    Auch an dich die Frage? War es da nicht mehr zu voll?

    doch es war "zu" voll. und dennoch hat es uns gefallen und das will was heissen :D

    Aber ehrlich gesagt war es vorangig die Hitze die uns schachmatt gesetzt hat. Wir sind in der Toskana von Ort zu Ort geflohen, immer auf der Flucht vor Temperaturen über 30°C im Schatten. No way.

    Elba war eine Spontanentscheidung und es war uns vorab klar das es voll sein wird - war es dann auch. Aber auch auf der Insel war es so heiß, das unsere Tage drin bestanden im Schatten zu hocken und uns so wenig wie möglich zu bewegen. Am frühen Abend dann mal ins Meer und das wars. Dh. An grössere Runden war aufgrund der Hitze nicht mal zu denken. Unser Hund war schon platt wenn wir abends mit ihm 2km in den Ort in Restaurants gegangen sind.

    Optimalfall wäre so letzte Septemberwoche/erste Oktoberwoche Elba. Ich glaube dann ist es richtig schön mit Hund und man kann auch was machen.

    Wer hat hier denn Non-Stop Maentel? Ich suche (fuer den Fall der Faelle) was wirklich warmes fuer einen Hund, der im Zweifel fast nackt ist.

    Non-Stop wuerd mir wegen den Rabatten passen :pfeif:

    öhm, wo gibts denn gerade rabatte? :D

    Ich habe den Glacier und den Glacier Wool 2.0 für Gustaf. Keine Unterwolle existent bei meinem Hund und der Bauch ist ganzjährig praktisch nackig.

    Aber er ist keine Frostbeule :klugscheisser: . Will sagen, Glacier kam 2x zum Einsatz und Glacier Wool 2.0 bisher null Mal. Grund, bereits mit Glacier ist es dem Hund zu warm, selbst bei -3C (allerdings bewegt er sich). Aber lieber haben als brauchen :lol:. Sollten wir jemals in Verlegenheit geraten, bei -10C unsere LeinenRunden drehen zu müssen, wird er dankbar sein die Mäntel zu haben :headbash:

    Der Fjord (Regenmantel) liegt hier auch. Der ist einfach super und hat sich schon mehrmals bei Starkregen mit starken Böen bewährt.

    Vorab, ich habe keine Erfahrung mit ängstlichen, sehr sensiblen Hunden. Ich war auch eine von denen mit dem eher "handfesten" Rat, wenn sie sitzenbleibt oder sich hinlegt (ich glaube bei Hundesichtung war das) emotionslos den Fuss unter den Popo zu schieben und hoch mit ihr, anstatt zu ziehen

    Ich hab das auch gesagt und hatte bisher immer sensible Hunde.

    Grundsätzlich bin ich kein Freund von "hinterher ziehen", denn da würde ich idR den Kürzeren ziehen

    Ich kann das schwer beschreiben, ich war da mal auf einem Seminar, woher ich das habe. Ich glaube das war sogar beim Baumann. An viel kann ich mich nicht mehr erinnern, ist schon viele Jahre her, aber was mir im Gedächtnis geblieben ist und was uns wirklich auch genutzt hat, ist dieses "nicht Nachgeben" und dass der Hund lernt, an der Leine bei dir ist es sicher. Dabei war das nicht grob, also es wurde keinem Hund weh getan. Aber man lässt damit dieses Reinsteigern nicht zu.

    Ja, deswegen schrieb ich, "ich war einen von denen..". Hatte jetzt nicht im Kopf wer das noch so gehandhabt hätte. Aber da fühle ich mich doch direkt mal bestätigt, insbesondere weil du Erfahrung mit dem Typ Hund hast :bindafür: .

    Ich finde es immer schwierig Tipps zu geben wenn man einen ganz anderen Typ Hund führt.

    Ich bin mit der konkreten Suche nach einen Boxer aus VDH Zucht explosionsartig gestartet. Das bin so typisch ich. Sehr zielorientiert und wie ein Bulldozer auf meinem Weg. Das der nächste Hund ein Boxer wird, war schon länger klar.

    Erstmal eingelesen auf der Boxer Klub Seite um sich mit so einigen Dingen vertraut zu machen (erster Hund vom Züchter, davor nur TS).

    Dann die Wurfplanungen durchgegangen und die zeitlich passenden (ich hatte ein bestimmtes Zeitfenster und hätte ich für dieses keine Verpaarung gefunden die mir gefallen hätte, dann wäre der Einzug eines Boxers um 6Monate nach hinten verschoben worden, dann aber ohne jeden Zeitdruck) Würfe markiert.

    Bei den geplanten Würfen dann Informationen über die jeweiligen Elterntiere recherchiert.

    Dann mir bei den verbliebenen Würfen die Grosseltern Generation angesehen.

    Dann die Züchter angerufen/angeschrieben mit recht ausführlicher Vorstellung.

    Dann viele Gespräche mit den Züchtern mit Fragen die mir wichtig waren und umgekehrt.

    Daraus resultierend dann entschieden ob der Wurf weiterhin in Frage kommt bzw. wir für den Züchter*

    Und dann final zwischen zwei Züchterinnen und deren Würfe entschieden.

    Das Ganze hat ab "wir haben die Vermietererlaubnis, Suche kann starten" bis "Boxerwelpe zieht ein" hat es 4,5 Monate gedauert.

    Aber es gibt auch recht viele Boxerzüchter und Würfe. Fast alle Züchter haben eher abgewunken nach dem Motto, dann melde Dich doch gerne nächstes Jahr wieder (es war März 2021) also ich meinte, das ich auch gerne warten kann auf Wurfplanung 2022.

    Vorab, ich habe keine Erfahrung mit ängstlichen, sehr sensiblen Hunden. Ich war auch eine von denen mit dem eher "handfesten" Rat, wenn sie sitzenbleibt oder sich hinlegt (ich glaube bei Hundesichtung war das) emotionslos den Fuss unter den Popo zu schieben und hoch mit ihr, anstatt zu ziehen :pfeif:

    Grundsätzlich bin ich kein Freund von "hinterher ziehen", denn da würde ich idR den Kürzeren ziehen. Meine Hunde hatten alle > 35kg. Und man verliert die Kontrolle über die Situation. Wenn also weitgehend sichergestellt ist das es aus objektiver Sicht keinen guten Grund gibt das gesamte Gassigebiet zu meiden (Du hast es ja von mehreren Seiten ausprobiert), würde ich - völlig unaufgeregt und ohne ihr irgendeine besondere Aufmerksamkeit zu schenken - wieder hinfahren mit ihr, sie ausladen und wenn sie wieder blockiert sie körperlich ruhig aber klar vor mir hertreiben - nicht hektisch werden dabei! Wie aversiv man da wirklich einwirken muss kann ich bei Deinem Hund natürlich nicht einschätzen. Aber ich würde ihr körpersprachlich Beine machen. Muss nicht gleich in eine bestimmte Richtung sein, hauptsache sie bleibt in Bewegung(!). In Bewegung lässt sich die Richtung dann auch steuern. Weil gelernt hat sie bisher, wenn sie sich weigert, brecht ihr das ab was sie nicht möchte.

    Ein Tipp am Rande, wenn Du meinst Du schenkst ihr automatisch zu viel Aufmerksamkeit und gehst unbewusst auf ihr zaudern kein, dann mach Kopfhörer ins Ohr und hör Hörbuch. Versuch Dich auf das Hörbuch zu konzentrieren (natürlich leise Lautstärke, oder nur einseitig im Ohr, damit Umgebungsgeräusche nicht verpasst). Dann ist das Handling mit dem Hund "natürlicher" weil die Aufmerksamkeit nicht voll bei ihm ist.

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    PS. Halter mit selbstbwussten, umweltsicheren Hunden werden wohl eher auf ihren Hund vertrauen wenn der Hund blockt. Denn dann hat es idR einen Grund den man nicht ignorieren sollte. Ich bin z.B. mal umgedreht und habe eine Rundtour nach 3/4 Wegstrecke wieder zurückgegangen, weil mein junger Boxer starkes Meideverhalten gezeigt hat. Für mich war absolut nicht ersichtlich warum. Es hat auch nicht nach Wildschwein gerochen, bzw. läuft er normalerweise sogar an frischen Suhlstellen vorbei. Im Nachhinein schätze ich es war kurz vorher ein Wolf vor Ort der markiert hat o.ä.

    Weil es ein komplett untypisches Verhalten für meinen Hund ist, hat mir irgendwas gesagt, das ich auf ihn "hören" sollte wenn er da nicht entlang will.

    Fast alle die ich langjährig kenne, kennen mich mit DSH an meiner Seite. Und überhaupt mit optisch durchaus eindrucksvollen Hunden, insbesondere im Kontrast zu meinen 1,58m und 48kg.

    Aber abgeleitet von meiner „Art und Weise“ wird es Richtung DSH und ähnliches gehen.

    Ich habe mal im Form eines einjährigen High Potential Programms analysiert bekommen, dass ich im Job der Typ „Commander“ bin. Ich war geschockt, habe mich eher als Moderator gesehen. Aber es stand 13 zu 1. 1 war ich 🤪