Ist es bei euch wirklich so, dass ihr merkt, wenn ihr die Regeln schleifen lasst, dass sich der Hund mehr heraus nimmt?
Bei uns ist das eigentlich gar nicht der Fall. Nur weil ich mal ein Sitz (was ich eh aus Rücksicht selten nutze) nicht durchsetze, merke ich an Eros Verhalten keine Änderung.
Bei meinem Hund nimmt die Distanzlosigkeit und Frechheit mir gegenüber auf jeden Fall zu wenn ich zu weich und Larifari werde.
ExtremBeispiel: Ich setze ihn zuhause bewusst einige Tage keine Grenzen oder achte nicht auf die Einhaltung von Hausregeln = am Tag vier trampelt er dann auf dem Sofa über mich rüber und auf mich drauf als wäre ich Luft. 35kg Boxer mit Pfote auf dem Magen ist scheisse.
Er bekommt dann einen Freiflug vom Sofa und per ernsten Mitarbeitergespräch dann erstmal viele Privilegien entzogen die er sich wieder erarbeiten muss. Ich frische dann auch die Raumverwaltung wieder konsequent auf.
Wenn ich 1-2Tage weg war, merke ich sofort an der schlechteren Leinenführigkeit das mein Mann „fünfe grade“ hat sein lassen an der Leine.
Wenn ich ein Kommando gebe und lasse es mehrmals durchgehen wenn er es nicht umsetzt, weiß ich, der wird sich auch überlegen ob das nächste, andere Kommando umsetzungswürdig ist.
Er muss an der Wohnungstür IMMER stehenbleiben und bekommt die Pfoten gewaschen. Ich brauche da nix sagen. Er betritt die Wohnung nicht ohne Freigabe. Aber ich korrigiere seine Position. Täte ich das nicht, stünde er nach einer Woche drin im Flur anstatt draußen auf der Matte.
Ich habe einen Hund der es ausnutzt wenn ich krank bin oder gehandicapte. Keiner der Sorte die dann gaaaanz brav bleiben.
Sowas halt.