Beiträge von SavoirVivre

    Soo, wir sind vorgestern gestartet, durch Frankreich nach Spanien gefahren und sind jetzt in San Sebastian.

    Leider regnet es seit gestern wie aus Eimern. Aber naja, wird wieder besser.

    Die Stellplätze und auch Campingplätze sind wohl alle rappelvoll. Haben nichts mehr im Umkreis der Stadt gekriegt…jetzt stehen wir notdürftig am Straßenrand und hoffen, dass es geduldet wird.

    Oh ist es echt immernoch so voll? Wir starten in vier Tagen aber behalten die Wetterlage im Auge.

    Ich drücke die Daumen dass das Wetter bald besser wird und die Stellplätze leerer 👍🏻

    . In einer reizarmen Umgebung wie einen wenig frequentierten Wald morgens

    Genau das ist für meinen Hund der absolute Aufreger und alles andere als reizarm.

    Hier vor der Haustür und Umgebung kennt er sich aus, da isser entspannt (außer, es kommt uns ein Hund entgegen), obwohl um die Ecke eine große Hauptstraße ist mit entsprechendem Trubel. Aber ich kann mit ihm nicht ins Grüne fahren, ohne dass er völlig ausflippt.

    Falls es Dich beruhigt, das war bei uns einige Monate lang auch so wenn wir mit dem Auto irgendwo hingefahren sind um eine große Runde im Grünen zu gehen mit Gustaf. Ich habe mich mehr als einmal gefragt, wann und ob ich ihn jemals einfach ins Auto laden, irgendwo hinfahren wo es für ihn nett ist, ausladen und entspannt (also er und ich) eine große Runde gehen kann. Da hat nur mentales Durchhaltevermögen, viel Geduld, Ruhe, Konsequenz und auch viel Abbruch (also im Sinnen von Hund einpacken und wieder nach Hause fahren) geholfen. Ich habe da auch gar keine konkreten Tipps, weil ich alles intuitiv und situativ gehändelt habe. Die Zeit hat hier aber auch wirklich viel gerichtet.

    Ich will nicht sagen alle junge Boxerbuben sind so (bollerig, aussenfokussiert, sehr hoher Aufregungslevel, kopflos, usw.). Aber durch viel Austausch habe ich gelernt, viele junge Boxerbuben sind so :dizzy_face:. Ich rede vom Alter 9 - 18 Monate. Wenn man sich so austauscht, merkt man, die erfahrenen Boxerhalter nehmen es im positven Sinne als "die gehören so" hin und haben die Gewissheit "es wird alles besser bis es gut ist" und behalten damit recht :lol: . Andere kommen mehrmals temporär an ihre Belastungsgrenze.

    Ja die können schon richtig Nerven kosten, wobei ich mit Gustaf echt Glück haber. Er war nie "schlimm", zumindest habe ich es nicht so empfunden. Sein ganzes Reportoire gehört für mich dazu auf dem Weg vom Welpen zum Adult dieser Rasse.

    Ehrlich gesagt kann ich das gar nicht definieren, weil es für mich auch situativ und relativ ist.

    Der "Entspannungszustand" meines Junghundes ist zuhause auf dem Sofa ein anderer als auf einem übervollen Campingplatz mit Dutzenden Fremdhunden um uns herum und noch viel mehr Menschen. Mein Hund schläft im Camper tiefer als vorm Camper.

    Dennoch ist er in den vier genannten Situationen entspannt.

    Hierauf liegt die Betonung, gilt auch für die Leinenführigkeit. Da sind die Erwartungen und Vorstellungen einfach unterschiedlich und das ist auch gut so, einfach weil jeder einen anderen Typ Hund hat und ein anderes Wohnumfeld.. plus weiteres Dutzend externer Faktoren.

    Wo ich sage mein Boxer ist inzwischen ganz passabel leinenführig, schlagen andere vielleicht die Hände über den Kopf zusammen und widerrum andere sagen er läuft richtig gut an der Leine.

    Wenn ich sage, für seine Rasse, Alter und unserem Leben, ist er inzwischen echt entspannt, rollen sich bei anderen womöglich die Fußnägel hoch angesichts seiner temporären Energieausbrüche und seines Hochfahr-Levels, wenn er hochfährt. Andere Hundehalter erzählen mir hingegen das es schön wäre wenn ihr Hund so entspannt wäre.

    Ich brauche keine Perfektion. Das er temporär hochfährt ist für mich kein Problem, aber ich möchte meinen Hund in jeder Situation händeln können und wünsche mir das er rasch in den Normalzustand kommt, wenn eine anspruchsvolle Situation vorbei ist.

    Also ich habe heute gleich mal wieder Leinenführigkeit geübt :ugly: |)

    Angeregt durch den Thread, hatte es in der letzten Zeit tatsächlich schleifen lassen. Anstatt Flexi, hatte ich die Schleppleine dran, erst beim NSDW Geschirr an der Bauchschlaufe befestigt, wollte das mal testen, geht ja nur mit Schlepp. Ergebnis: Hund zweimal bisschen reingerannt, anschließend war der Radius drin (sind eben 5 anstatt 8 m), habe wieder am Rücken befestigt.

    Rückzu habe ich auf feste Leine und Halsband umgeschnallt, dabei habe ich die Leine meist umhängen. Ergebnis, Hund ist brav ca 500 m neben mir bis zum Haus getrottet, obwohl wir es ewig nicht mehr geübt haben. Habe ich natürlich immer wieder gelobt und bestätigt. Jetzt kommt das große ABER: es war halt auch null Ablenkung. Keine Fußgänger, keine Hunde oder Katzen, nur paar Autos, aber das juckt ihn nicht. Ich bin in dem Fall zufrieden, weil er sich überhaupt noch erinnert hat und nehme mir nun fest vor, dass alle paar Tage mal wieder aufzufrischen und auch die Ablenkung zu steigern.

    Was mir nicht so gefiel: das er schon auch nach Leckerchen gefragt hat. Entspannt gelaufen ist er zwar, aber ne wirkliche Entspannung ist es ja nicht, wenn er was erwartet. Wie löse ich das? Nur noch verbal bestätigen und auf Gewöhnung hoffen?

    Ich würde es abbauen indem ich Leckerli durch verbales Lob ersetze.. allerdings nicht abrupt sondern nach und nach. Im Prinzip klassischer Abbau. Ob du irgendwann auch gänzlich auf verbale Bestätigung verzichten willst, musst du für dich selbst entscheiden.

    Gustaf läuft inzwischen recht passabel an der Leine, aber er bekommt noch immer zwischendurch Leckerlies und regelmässig verbale Bestätigung. Aber hier sind auch recht viele Aussenreize.

    als baby hat Gustaf das mit der Leinenführigkeit richtig gut gemacht. Die Herausforderung kam erst mit der Pubertät

    War hier genau so, ich weiß noch als Juro so drei-vier Monate alt war habe ich ihn mal abends von der Sitterin abgeholt und mir ist erst nach zwei-drei Straßenecken aufgefallen, dass mir die Leine aus der Hand gerutscht war, weil er einfach weiter so brav neben mir lief. Das waren noch Zeiten xD

    Wobei Juro nie richtig viel gezogen hat, aber er ist halt Meister darin, mich in aufregenden Situationen trotz neben mir laufen komplett auszublenden und mit dem Kopf überall zu sein statt bei mir. Bei Richtungswechseln etc merkt man es dann oder beim Stehenbleiben. Oder halt auch an dem irren Blick nebst Wendehals und dem Dauerfiepen, je nachdem was eher kommt :dead: (Und ehe das jemand schnippisch kommentiert: das ist natürlich der Status Quo, nicht irgendwas worauf ich stolz bin oder was ich empfehlen möchte.)

    Ich hatte auch mal einen.. äh.. sehr gesprächigen Hund. Einen 8kg Mittelspitz. Grossartiger Hund!!! Aber nein, es wird nicht wieder eine gesprächige Rasse einziehen. Ich ziehe meinen Hut vor euch, denn das hat mich wirklich wahnsinnig gemacht. Wobei mein Mittelspitz Belllaute - und gott sei dank in nicht ohrschreddernen Tönen - bevorzugt hat.

    also als baby hat Gustaf das mit der Leinenführigkeit richtig gut gemacht. Die Herausforderung kam erst mit der Pubertät, so ab 7 Monaten

    Aber vorher :herzen1:

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    Was ist nur mit ihnen passiert :loudly_crying_face: :woozy_face:

    Bitte teile es unbedingt mit mir wenn du es herausgefunden hast!!!

    also als baby hat Gustaf das mit der Leinenführigkeit richtig gut gemacht. Die Herausforderung kam erst mit der Pubertät, so ab 7 Monaten

    Aber vorher :herzen1:

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    Hier war er 18Monate alt und hat noch viel verbale Bestätigung bekommen wenn er nicht in der Leine hing wenn er vorne einen Hund gesehen hat (letztes Drittel als ich einige Male gelobt habe.. den Hund der aus der Querstrasse rausguckt und dann wieder zurück in diese geht sieht man nicht)

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    So sieht eine "normale" Löserunde bei uns aus. Wenig Aussenreize (heisst für uns, wenig Fremdhundsichtung) und alles ist tutti.

    Ganz anders sahes aus wenn er aufgeregt und/oder gestresst war. Ziehen bis er blau anläuft trifft es ganz gut und natürlich wünscht sich das keiner für seinen Hund. Aber in solchen Situationen hilft halt nur durch diese durch zu managen und den Hund möglichst ruhig gestellt zu bekommen. Und es hilft null wenn dann der Spruch kommt "das ist aber grausam". Äh ja.. ich habe vorhin ganz bestimmt die Haustür verlassen mit dem Ziel das mein Hund so in der Leine hängt das er nur noch röchelt.

    bekommen eure Hunde nach dem Fressen auch noch so 10minütige "Energieschübe" ?

    Mein Hund hat eben gefressen und hüpfte im Anschluss erstmal wie eine Gazelle durchs hohe Steppengras durch die Wohnung. Die Akustik ist auch interessant. Wildes Spielknurren und sein Spieli wirft er sich dabei selbstverständlich selbst um es im Anschluss zu erlegen :see_no_evil_monkey:

    6-7min später hat Frau Spielverderberin (meine Wenigkeit) das abgebrochen und ihn in die Zwangspause geschickt :lol:

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