Wir kommen gerade aus einem dreiwöchigen Urlaub der für den Hund recht anspruchsvoll war. 12 Ortswechsel in 22 Tagen (Camping Tour). Der Camper ist zwar sein zweites Zuhause, aber so eine Tour ist halt aufregend, spannend und abgesehen von den vielen neuen Eindrücken/Reizen/Gerüchen ist es auch körperlich anspruchsvoll gewesen (für uns drei), weil wir fast jeden Tag bei relativ hohen Temperaturen deutlich grössere Runden, mit teilweise paar hundert Höhenmetern, gemacht haben als zuhause. Da kam vieles zusammen für den Junghund-Kopf.
Was soll ich sagen, er hat es wie erwartet und gewohnt grossartig gemacht. Er ist genau so wie wir ihn uns gewünscht und erhofft haben. Ein wahnsinnig toller Reisebegleiter und auch im Alltag einfach angenehm. Und woah.. er ist im Freilauf so zuverlässig geworden das er richtig viel freilaufen konnte. Knapp 2,5Jahre ist er jetzt und natürlich merke ich das junge Alter und das was seine Rasse so mitbringt/mitbringen soll jeden Tag, aber wir reden hier von pillepalle. Ich bin einfach sehr zufrieden.
Aaaaber jetzt zuhause merke ich durchaus das ich drei Wochen lang geschludert habe mit der Konsequenz. Wir diskutieren gerade einige eigentlich verinnerlichte Dinge neu aus und er musste u.a. nochmal Distanzlosigkeit nachschlagen
. Und ich habe das Gefühl er ist seit wir zurück sind bissl unsicher. Ne Phase denke ich, die dazu führt das er extrem viel Nähe und Körperkontakt braucht und draussen schneller ins Frustverhalten kippt als ich es von ihm kenne. Mein Mann ist blöderweise direkt am Folgetag auch noch wieder los auf eine mehrtägige Geschäftsreise. Gustaf hatte seit Urlaubstart keine Alltagsroutine und er muss sich (so wie ich auch, ich bin tatsächlich total platt von der Reise die wunderschön aber auch anstrengend war) erstmal erholen, Schlaf nachholen und Eindrücke verarbeiten. Ich kenne aber Grund, Auslöser und Lösung, deswegen alles fein. Kostet nur bissl Zeit, Spucke und Timing
. Heute kommt auch der Mann wieder zurück. Ich denke in paar Tagen sind wir wieder im alten Trott
.