Beiträge von SavoirVivre

    Hey Mary,

    ich werfe mal einen weiteren Lösungsansatz in den Raum.
    Es ist ganz offensichtlich so, dass der Großteil der Organisation und Zeitinvest rund um die Hunde bei Dir liegt. Daher liegt es nahe die Idee einzuwerfen, dass Dein Mann und Du ein wenig von der manifestierten Routine abweicht und eine neue einführt. Dies müssen keine großen Veränderungen sein, aber eine die Deinem Mann einen etwas größeren Part überträgt - im Rahmen eurer Möglichkeiten.

    Und mir stellt sich die Frage, ob Dein Mann eigentlich weiß wie Du das Ganze empfindest? Dass es Dich belastet trotz der "Mehrarbeit" die gefühlte Nummer Zwei für eure Hunde zu sein. Vielleicht kann auch er einiges aktiv dazu beitragen dies zu ändern. Dinge die Du vielleicht gar nicht siehst/in Betracht gezogen hast.

    Ich für meinen Teil sehe die Auflösung/Änderung der Gesamtsituation nicht allein bei Dir. Dafür ist meines Erachtens auch schon zuviel manifestiert und auch verhärtet, als dass Du ohne Unterstützung da gedanklich rauskommst.

    Ich denke jetzt mal menschlich. Es ist auch in Familienkonstallationen oft so, dass der Papa die "weiche" Rolle einnimmt und die Mama die "harte" Rolle. Mama kümmert sich um alles Alltägliche, Einhaltung Von Routinen und auch unangenehmen Dingen wie Hausaufgaben, Schlafen gehen, Einhaltung von Zeiten, Tadel, etc. - während Papa nur dann eingreift wenn es zwingend notwendig ist, und ansonsten wenn er zuhause ist den Job übernimmt die Kiddies eine Zeitlang liebevoll zu bespaßen. Rate mal wer in solchen Fällen cooler ist und dessen Nähe gesucht wird wenn denn zuhause ;-))).

    Auf euch gemünzt würde ich sagen, ist die Nähe zu Deinem Mann einfach "angenehmer" für eure Hunde, da er deutlich weniger von Ihnen will/fordert.

    LG

    Es steht Dir völlig frei das zu halten wie Du für richtig hältst. Ich bin da halt anders. Auch wenn ich zu einem Thema eine für mich feste Meinung habe, muss ich sie nicht immer kundtun. In akuten Situationen im Umfeld von Freunden, besseren Bekannten - ja, vielleicht, wenn ich direkt nach meiner Meinung gefragt werde. Aber sonst halte ich meine Klappe. Was ich damit meine - ich muss dem mir fremden Hundewiesenmenschen nicht erzählen wie unglücklich ich es finde, dass er sich einen Kofferraumwelpen gekauft hat.

    Gerade erlebt vor einigen Tagen in einem Hamburger Cafe. Ein Zuckerstück von Weimaraner-Welpen mit sympathischer Hundehalterin. Ein bissl ins Plaudern gekommen und sie erzählt mir sie hat ihn von der polnischen Grenze recht spontan gekauft von einem der da mehrere Welpen hatte. Klar, fand ich alles andere als toll - aber was soll ich das der Hundehalterin sagen? Damit ist doch niemandem geholfen. Sie wird im Laufe der gemeinsamen Jahre sicher oft genug darauf aufmerksam gemacht gwerden.

    so wie du es schildert - als persönliche meinungsäusserung ohne beinflussungsabsicht - ist es auch ideal. wie sich u.a. aber hier im thread aber zeigt, neigen viele zur tendenz von ihrer ansicht/meinung überzeugen zu wollen, womit man den fragenden einiges abspricht.

    es ist eine sache sein "statement" zu platzieren und die meinung anderer auch mal stehen zu lassen, selbst wenn man sie nicht teilt. eine andere widerrum, seine eigene meinung bishin zur provokation bei anderen platzieren zu wollen als "die richtige". das ist das einzige was ich eigentlich sagen will. es gibt sie nicht, die "eine richtige" lösung/weg zum hund.

    anders gefragt, was willst du als erfahrenerer hundehalter ihnen denn vermitteln? die drei kritierien die quebec bereits erwähnt hat sind meines erachtens die dinge die man sich bei der auswahl eines hundes zu herzen nehmen sollte.

    darüber hinaus finde ich es unangebracht jemanden der sich in der entscheidungsfindung befindet in die richtung beeinflussen zu wollen, die man selbst einschlagen würde. das ist kein "vorwurf/verdacht" in deine richtung. nicht dass das so aufgefasst wird ;-).

    Wenn ich das richtig in Erinnerung habe ist Bonadea Tierärztin. Ich kann mir vorstellen dass man da sensibler auf das Thema reagiert, wenn mal öfter mal so Pappenheimer hat, die nur auf den Preis und nicht auf die Leistung gucken. Denke dass das gar nicht soooo selten ist.

    mir ist es recht egal welchen beruf sie ausübt ;-). ich finde es unangebracht einen kostenvergleich abfällig als "geiz ist geil" motto zu deklarieren. das abfällig spreche ich bewusst aus, weil ich es so wahrgenommen habe. es war zu keinem zeitpunkt die rede von der threaderstellerin, dass sie die leistung ausser acht lässt bzw. diese nicht mit vergleicht. ich weiss nicht wie es anderen geht, aber ich emfinde es als unangenehm automatisch von einer negativen grundeinstellung auszugehen.

    Kenjada, ich glaube du missverstehst mich bzw. ich habe mich sehr missverständlich ausgedrückt. Ja, in dem Sinne gibt es ein "falsch". Aber dies wird der jeweilige Hundehalter im Laufe der gemeinsamen Jahre mit seinem vierbeinigen Freund hoffentlich durch eigene Erfahrung und Erkenntnis merken.

    Meine erste Schäferhündin habe ich achtwöchig aus dem östlichen Deutschland, im tiefsten Winter, aus einem Hinterhofzwinger gekauft für kleines Geld. Von einem Bauern der einen damaligen Mauernhund über seine Schäferhündin hat rüberrutschen lassen. Die beiden Welpen standen bis über den Pfoten im eigenen Kot und haben den Zwinger noch nie von aussen gesehen.
    Trotzdem war sie so toll toll toll und ein Hundelebenlang gesund, dass ich lange die Augen davor verschlossen habe, dass es falsch war sich auf diesem Wege einen Hund zu holen. Selbst heute weigere ich mich es als "falsch" zu betrachten. Zu schwarz, denn sie war ein großartiger Hund der mich 13,5Jahre lang durchs Leben begleitet hat. Würde ich aber diesen Weg zum Hund nochmal einschlagen? Defintiv NEIN! Würde ich von diesem Weg abraten? JA!

    immer wieder schön dieses thema und die kontroversen meinungen dazu.

    wollen wir doch erstmal festhalten, dass wir alle unsere hunde toll finden und lieben so wie sie sind. klar.. der eine hat 3 baustellen, der andere 1.455. bei "wünsch dir was" würden wir vielleicht details anpassen (würde ich aber auch an mir selber und meiner figur :o), aber unterm strich würden wir unsere hunde nicht mehr missen wollen.

    ich stelle also fest, hier ist "alles" vertreten. vom wildwurf, übern rassehund, auslandsnotfalltier, inlandsnotfalltier, vermehrerhund, etc. idealerweise lernen wir aus unseren fehlern und wissen gleichzeitig zu schätzen was wir haben.
    die person mit dem vermehrerhund ist heute, nach x-tausend euro TA-kosten, aufgeklärter und würde eher nicht nochmal an der grenze zum ausland einen kofferraumwelpen mitnehmen, und spekuliert als nächstes auf einen rassehund mit vernünftigen papieren.
    der mit dem rassehund vom züchter, der festgestellt hat dass das 2.000€ Tier trotzdem HD hat und kein hochleistungssport machen kann, überlegt beim nächsten mal einem wildwurf eine chance zu geben.
    der gutmensch der einem notfalltier ein zuhause gegeben hat sehnt sich nach welpen den er von anfang an begleiten darf, anstatt die fehlprägung und vorhandenen baustellen eines erwachsenenen notfalltiers zu korrigieren.

    aber was haben all diese hundehalter gemeinsam? was haben wir alle hier gemeinsam? wir lieben unsere hunde und wollen sie nicht mehr missen! aber würden wir es immer wieder genauso machen - also diesen weg zu unseren nächsten hund wieder gehen? jein, je nachdem welche erfahrungen und erkenntnisse wir mit den vergangenen jahren gemacht haben und folgenden jahren machen werden.

    was ich damit sagen will - es gibt kein pauschales falsch oder richtig. keinen idealen weg seinen besten vierbeinigen freund zu finden. ich finde es sehr schade wenn sich hundehalter gegenseitig "beschiessen", weil ihrer meinungen nach ihr weg zum hund der richtige ist. dazu kann ich nur sagen - nein, weder dein noch mein weg zum hund war der einzig richtige.

    mein nächster hund ist idealerweise übrigens einer vom züchter :-)