Beiträge von SavoirVivre

    Ich mag Menschen die mich freundlich auf Herrn Hund ansprechen. Leider muss ich jedes Anfassen freundlich ablehnen, da ich da nicht den geeigneten Hund für habe.

    Die "doofen" Menschen, die ohne vorab zu fragen distanzlos daherkommen gibt es eher selten bis sehr selten. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ein großer, optisch wehrhafter Hund oft auch eher Ängste oder Unwohlsein auslöst als das Bedürfnis näher zu kommen.

    Aber der Großteil(!) aller Menschen die ohne Hund unterwegs sind, ignorieren Herrn Hund - und das ist mir auch am liebsten so, da am stressfreiesten.

    öhm.. ihr lieben, ich meinte eher meine alltagsbegegnungen als dass ich ausstellungen irgendwelcher art meine.

    heute sehe ich in einem höher frequenzierten auslaufgebiet gefühlt 20 verschiedene hunderassen auf 60 hunde. vor 20jahren waren es 10 hunderassen auf 60 hunde.

    ebenso wie ich vor 15 mit stolzgeschwellter brust gesagt hätte, ich kenne theoretisch fast alle hunderassen die in deutschland so vertreten sind. heute frage ich mich bei jeder dritten rasse.. bitte was ist das denn für eine rasse?

    ich habe respekt vor allen großen hunden die rassebedingt einen gewissen schutztrieb mitbringen. das geht soweit, dass ich auf einem schmaleren weg stehenbleibe und mich etwas seitlich abwende, wenn mir ein hh mit einem entsprechenden hund entgegenkommt.

    dabei gab es in meinem leben noch keinen negativ-vorfall, bis auf mit dem rauhaardackel des nachbarn. der hat mich mal in die wade gezwickt.

    mein hund hat eher sympathiebedingt akzeptanzprobleme mit unkastrierten größeren rüden, als dass dies rassebedingt ist.

    ich hoffe ich klinge jetzt nicht (be)wertend, denn so ist es nicht gemeint. es ist eher ein verständnis-appell für den vermieter. wenn sich ein anderer mieter über deine hunde beschwert, wird ein "guter" vermieter immer in irgendeiner form reagieren. wenn du ihm umgekehrt dein leid klagst, wegen was auch immer, dann erhoffst du ja auch eine reaktion von ihm.

    ich denke hier hilft ein offenes, freundliches, persönliches gespräch oder telefonat, mit anschliessendem schriftlichen protokoll, bevor man den gang zum anwalt macht. das ergibt meist nur verhärtete fronten. davon unabhängig ist eine beratung im mietschutzverein sicherlich sinnvoll.

    da du eh ausziehen möchtest, geht es ja jetzt in erster linie darum zeit rauszuholen.

    Vor 15-20 Jahren war die Hundehaltung insgesamt entspannter. Ich sage nicht dass sie besser war, denn sie war auch unwissender und irgendwie härter. Aber die Hundehalter untereinander gingen entspannter miteinander um, die Erwartungshaltung aneinander war niedriger.

    Und die Gesellschaft ist untoleranter geworden gegenüber "Führungsfehler" der HH und "Verhaltensauffälligkeiten" der Hunde.

    Ein Mittel zwischen damals und heute wäre schön.

    Das ist natürlich nur eine subjektive Empfindung von mir.

    Der Ansatz ist ja nicht falsch. Die Richtung dass alle Hunde - unabhängig von der Rasse - gleich behandelt werden sollen wenn sie "unverantwortlich geführt" werden, ist schon nicht schlecht.

    Auf die jetzige Liste blickend > es ist nunmal einfach ein Unding, dass ein Hund ab Geburt, einfach nur weil er einer bestimmten Rasse angehört, gefährlich sein soll. Wenn es um die potenzielle Gefahr geht - nun demnach ist nunmal jeder Hund gefährlich.

    Nichts des so trotz bin ich ebenfalls kein Fan des neuen Gesetzentwurfes. Eben weil damit aus einer kleinen Liste gefühlt eine sehr große wird. Aber die perfekte Lösung mit der alle HH und Nicht-HH gut leben können, wird es auch diesmal nicht geben - glaube ich zumindest nicht dran. Ich glaube allerdings daran, dass es besser und fairer werden kann als es aktuell ist.

    ich sehe es auch so, dass hier fast immer zunächst empfohlen wird das offene freundliche Gespräch zu suchen. Was meines Erachtens auch der richtige Weg ist. Allerdings würde ich immer Eskalationsstufen in Betracht ziehen, die aber auch im zweiten und dritten Step keine behördlichen Maßnahmen sein müssen.

    Das Einschalten von Behörden ist meiner Meinung nach eher der Ausdruck von verhärteten Fronten und Hilflosigkeit, so dass ich auch das nicht pauschal verurteilen mag.

    Ich bin in 36 Lebensjahren und 23 Hundehalterjahren nicht einmal in die Situation gekommen jemanden melden/anzeigen zu müssen, obwohl ich dies inmAufregungszustand verbal auch mal erwähnt habe. Wenn das Gemüt erstmal abgekühlt ist, sieht man auch wieder klarer.

    Ich finde keine Hundeschule optimal, die nicht auf den einzelnen Hund eingeht. Was nicht für diese Hundeschule gelten muss, da du ja das diesbezügliche Gespräch noch nicht gesucht hast =)

    Eine Möglichkeit könnte es sein, dass du mit deinem Hund, anstatt ihn in den Spielpausen mitspielen zu lassen, in dieser Zeit eine ruhige Runde um den Block machst. Eine andere Möglichkeit wäre, diese Spielpause zu nutzen, zu bleiben ihn aber nicht (durchgängig) mitspielen zu lassen, um seine Frusttoleranz auszubauen.

    Oder du machst dir grundlegen gedanken ob eine Gruppenstunde das richtige für dich ist. vielleicht lieber einzelstunden, dafür seltener, und die zeit dazwischen nutzen um das gelernte im Alltag zu festigen.