Beiträge von SavoirVivre

    Das mit den Schadensersatz find ich jetzt sehr ähem...peinlich. Ich würde es auch unter "hat nicht sein sollen" abbuchen und mich nach einem neuen Welpen umschauen.

    nun ja, ich denke im ersten moment der enttäuschung hat auch sowas gewicht. urlaubstage sind für mich auch sehr kostbar, und es ist menschlich sich zunächst ein wenig "reinzusteigern". wenn das nach einer weile verfliegt und vielleicht ein anderer welpe einzieht, ist doch alles ok.

    ich hab gerade überlegt wie ich reagiert hätte, wenn ich meinen letzten DSH nach kennenlernen, trotz zusage, nicht bekommen hätte. ich hätte getobt und der vermittlungsstelle die pest an den hals gewünscht - einfach weil er es war! liebe auf dem ersten blick - zack!

    ich würde, schon alleine damit ich ruhig schlafen kann, vorsichtshalber den TA nochmal aufsuchen. schaden tuts ja nicht, und der zeitinvest ist nicht höher als hier rat einzuholen, nur dass der eines TAs in diesem falle immer der bessere ist :-)

    alles gute für den neu-kastraten :winken:

    gäbe es den hund schon zum zeitpunkt des kennenlernens mit dem mann - ganz klare entscheidung für den hund. sobald der punkt hundekompatibiltät abgeklopft wird - und das wird er sehr früh wenn hund vorhanden - und die ablehnungshaltung des mannes ist unverrückbar, wird es bei den paar dates bleiben, egal wie toll der mann ist.

    bin ich jedoch hundelos und lernen einen mann kennen und lieben, und er lehnt hundehaltung per se ab, wäre das für mich kein grund mich gegen den mann zu entscheiden. ein grundsätzlich nicht-hundekompatibler mensch ist für mich deswegen nicht automatisch ein schlechterer mensch und/oder partner. oder anders ausgedrückt, ich verzichte nicht für einen hund auf tolles beziehungsmaterial =)

    ich bin weder kastrationsgegner, noch befürworter.
    aktuell habe/führe ich jedoch meinen dritten rüden - und es ist der dritte kastrat. da alle drei aus dem tierschutz sind und bereits kastriert waren, stand ich nie vor dieser entscheidung, mache mir aber durchaus meine gedanken á la "was wäre wenn", da mein nächster hund idealerweise ein rüdiger welpe wird :herzen1:

    bisheriges fazit: ich für meinen teil stehe einer kastration eines rüden nicht negativ gegenüber und würde es immer ernsthaft in erwägung ziehen. fakt ist, ich möchte nicht züchten und mein zukünftiger rüde soll nicht decken. es gibt genügend tolle züchter auf der welt, ich muss meinen teil dazu nicht beisteuern. fakt ist auch, ich habe ausschliesslich gute erfahrungen mit meinen kastierten buben gemacht, so dass für mich keinerlei persönlich gemachten erfahrungen gegen eine kastration sprechen. statistiken berichte und erfahrungen anderer in allen ehren - ich habe ein engeres verhältnis zu meinen selbst gemachten erfahrungen :D . im gegenteil - im vergleich mit intakten rüden aus dem freundes- und bekanntenkreis muss ich sagen, dass meine kastrierten buben "ausgeglichener" und in vielen situationen "entstresster" wirken, da sie zu keinem zeitpunkt unter (teilweiser) fremdsteuerung/stress durch kumpel testosteron stehen.

    auch ist die "knallquote" mit anderen rüden ist gefühlt deutlich geringer. klar- wird dies über erziehung gesteuert, aber ein kastrierter rüde wird per se (und hinter dieser ausssage stehe ich) seltener von anderen rüden provoziert.

    ich habe wenig verständnis für alles "extreme" und dazu gehören auch extreme stellungsnahmen zum thema kastration. hingegen bin ich immer wieder dankbar wenn sich threads ergeben, in denen dieses kontroverse thema "sachlich-emotional" diskutiert werden kann.

    das einzige was ich ablehne sind frühkastrationen ohne medizinische indikation - für mich alles unter 12 Monaten. zu früh wäre für mich auch noch, wenn der rüde noch gar keine chance hatte körperlich und geistig aus dem pubertätsalter zu kommen.

    keine extremen spezialisten, wie bestimmte Jagd- oder Hütehunden, Schlittenhunde oder HSHs würden bei mir auch nicht einziehen...einfach weil ich mir nicht zutraue, sie entsprechend auszulasten und zu managen.
    Bisschen Wach- und schutztrieb ist okay, aber total extreme Fälle muss ich nicht habe.

    das unterschreibe ich so :-)
    ich kann noch hinzfügen, dass ich insbesondere HSH in deren verhaltensweisen sehr interessant und faszinierend finde, aber nicht willens wäre mich darauf einzustellen.

    ich hatte zwei Hunde aus dem Tierschutz. Einmal inländische und einmal ausländische Vermittlung.

    All die hier geschilderten Probleme hatten wir nicht. Beide Vermittlungen gingen angenehm und in einem absolut moderaten Rahmen von statten. Die Fragen waren zwischenmenschlich angenehm und die Gespräche empathisch. Auch die Folge-/Kontrolltermine waren zuverlässig abgesprochen und ein wirklich nettes miteinander.

    Was ich damit sagen will - es geht auch unkompliziert und nett :-).
    Wir gehören aber auch zu den Hundehaltern, die gerne alle Jahre einen längeren Bericht schreiben - einfach weil wir wissen dass die beteiligten Personen sich sehr darüber freuen.

    Die Vorwürfe und Erfahrungen die Einzelne gemacht haben, kenne ich von hörensagen und Beobachtungen aber auch - und glaube sie auch durchaus. Ich selbst habe mich von mehreren Bekannten gänzlich distanziert, weil sie mir tierschutztechnisch zu militant und blind gegenüber Zwischentönen, unterwegs waren.

    Ich denke das kommt auf den Hund an. Ich unterbinde das an der Leine sehr rigoros und wenn es sein muss auch unfreundlich/schroff, da ich einfach nicht den geeigneten Hund dafür habe. Es besteht immer ein Restrisiko dass er abmahnt indem er abschnappt. Also eher zum Schutze des Fremdmenschen.

    Im Freilauf rufe ich ihn rechtzeitig ab. Ich hab es eh nicht gerne wenn er sich zu weit von mir entfernt im Freilauf, und fordere seine Nähe ständig aktiv ab. Es ist jedoch auch schon vorgekommen, dass er zu anderen Menschen hin ist und sich hat streicheln lassen, weil ich geschlafen habe. Es ist halt wichtig dass er ausweichen kann, wenn er nicht (mehr) will. Dann wählt er diese Lösung auch.

    Ich denke je nachdem wie freundlich der eigene Hund ist, geht man auch anders damit um. Mit meinem letzten Schäferhundrüden, der jeden Menschen per se klasse fand, war ich auch deutlich entspannter und hab Fremdmenschenkontakte immer gerne zugelassen, sofern ich kein ungutes Gefühl dabei hatte. Er durfte sich auch weiter entfernen von mir, da er grundlegen souveräner war als Herr Hund jetzt, und ich ihm die Regelung von weit mehr Situationen zugetraut habe. Mir ist es halt nur wichtig dass mein Hund niemanden belästigt und aus kritischen Situationen rausrufbar ist - deswegen muss der Abruf einfach sitzen.

    Mir ist es in 24 Hundehalterjahren übrigens noch nie passiert, dass jemand Fremdes meinen Hund maßregeln wollte, daher rechne ich auch nicht damit. Also ich laufe nicht durch die Gegend und hab dabei im Hinterkopf, dass der nächste Mensch der meinen Hund freundlich zu sich lockt ihn gleich was böses tun will/wird. Würde dies passieren, wäre das eine Quote von 1:10.000 und ich würde zusehen, dass ich schnell drüber hinwegkomme und es nicht negativ manifestiere.

    Dass mein Hund ungewollt Leckerlies bekommt.. ja schon vorgekommen. Dass mein Hund ungwollt gestreichelt wird.. ja schon vorgekommen. Aber wisst ihr was? Wir haben immer die Möglickeit ein Drama draus zu machen, oder einfach mal fünf gerade sein zu lassen und es das nächste Mal besser zu managen.