meine erste schäferhündin war aus einer ddr-linie. ok, sie war in der tat kerngesund und wurde auch 13,5jahre alt.. aber ihre leistungsbereitschaft, trieb, etc. war sehr hoch.
sie hatte keine papiere - war wildwurf - aber von ihren veranlagungen her definitiv LZ und nur aufgrund ihres wundervollen charakters/wesenstärke ist es mit ihr als ersthund nicht "schiefgelaufen". wenn ich daran denke was für fehler wir bei ihr alles gemacht haben. ich könnte ein buch schreiben über "wie-macht-man-es-nicht-in-der-hundeerziehung", denn ich hab ihr gefühlt alles zugemutet wofür ich heute schreikrämpfe kriegen würde, würde ich das bei anderen hundehaltern beobachten.
was ich bestätigen kann ist die (veraltete aber noch immer oft vertretene) dsh-halter mentalität, dass es normal ist wenn ihre hunde sich "raufen". solange kein erwähnenswertes blut fliesst und genügend platz zum ausweichen ist, besteht kein grund zum eingreifen oder gar hysterie. ich habe das lange so mitgelebt und es war ok für mich, da nie fremdhunde betroffen waren sondern es in einer recht festen gruppe von 6-14 schäferhunden stattfand mit denen wir praktisch täglich gemeinsam unterwegs waren.
heute sehe ich das gänzlich anders, muss aber auch sagen, dass ich sehr viele (!) hundehalter übertrieben empfindlich finde. oftmals die mit hunderassen die sehr verträglich und freundlich sind, und daher dies auch von allen anderen hunden für eine voraussetzung halten. ich für meinen teil finde "aggressionen" beim hund völlig normal, nur muss diese gesteuert und gelenkt werden - und darf nicht unkontolliert an anderen lebenwesen ausgelebt werden. die werkzeuge hierfür sind gehorsam, leine und ggfs. maulkorb.