Beiträge von SavoirVivre

    Hola ihr Lieben,

    es wird laaangsam wieder etwas kühler und die Menschenmassen die sonst draussen anzufinden sind und es schwierig machen entspannte Wanderungen zu planen, nehmen wieder ab.
    Die Zeit der Hundehalter kommt zurück ;-))).

    Also.. wer ausser mir hat noch Lust auf eine Wanderung?
    Terminvorschläge von mir:

    - 3.10. oder 4.10.
    10.10. oder 11.10.

    LG

    Also, ich möchte mal eine Lanze für Hundehalter brechen die ihre Hunde viel und gerne an der Leine führen. Dazu zähle ich mich selbst. Ich habe Bambi gerne an der Leine. Sie gibt mir Sicherheit, Bambi Sicherheit und fremden Menschen ebenfalls.

    Versteht sich von selbst, dass das viele An-der-Leine gehen keinen Freilauf - wann immer möglich - ausschliesst. Nichts des so trotz finde ich Leine toll. Ich gehöre auch zu den Hundeführern, die einen Kontakt an der Leine ablehnen und dies auch artikulieren. Ein klares "ich möchte nicht das mein Hund an der Leine Fremdhundkontakt hat" gehört bei mir zum Standard-Repertoire.

    Da Bambi an der Leine aber gerne mal grummelt, und insgesamt kein zartes Reh ist, hab ich eher selten Probleme das meiner Bitte nachgekommen wird.

    öhm, ich finde fixieren immer doof. eben weil nicht immer sauber ableitbar ist was der hund damit sagen/erreichen/als nächstes tun will.
    gerade bei "fremden" hunden, würde ich stets lieber vorsichtig als nachsichtig sein.

    bambi fixiert auch gerne (fremde menschen) und das ist meistens nicht nett gemeint. in der regel geht es mit gewünschter ausübung von kontrolle und maßregelung einher, daher unterbreche ich jegliches fixieren im ansatz durch alternative beschäftigung.

    Ich würde da mit offenen Karten spielen. Sprich, der Dame telefonisch mitteilen dass Dir ihr Gebaren nicht ganz geheuer ist, und Du nicht nachvollziehen kannst warum sie nicht mit dem Kind zum Arzt geht, aber ein Trauma vermutet das groß genug ist um mit Schmerzensgeld zu liebäugeln. Vielleicht noch das Angebot mit Deinen Hunden vorbei zu kommen, um ein positives Bild zu hinterlassen bei den Kindern.

    Ich bin da nicht so entgegenkommend und freundlich, sondern würde klar adressieren wie merkwürdig und widersprüchlich ich ihr Verhalten finde und dass ich mich aus reinem Selbstschutz mit meiner Anwältin beraten habe. Bei weiteren Forderungen dieser Art, geht jegliche weitere Kommunikation über die Anwälte - die werden dann schon für beide Parteien das Richtige rausholen :hust:

    Ich denke auch, dass die meisten Hunde nicht ernsthaft verteidigen würden. Damit meine ich bei einem Angriff nicht nur nach vorne gehen, sondern auch vorne bleiben.

    Ich denke aber auch, dass das rassenspezifisch verschieden stark ausgeprägt ist. Wenn ich jetzt einfach mal, ungestützt, Zahlen in den Raum werfen müsste würde ich sagen:

    90% der Hunde verteidigen nicht ernsthaft
    demnach verteidigen 10% ernsthaft
    Von diesen 10% wiederum gehören meines Erachtens nach 90% zu einer Rasse (oder deren Mixe) die Rasseziel-bedingt einen gewollten Schutztrieb haben.

    Aus eigener Erfahrung und Einschätzung nach würde ich sagen:
    - meine erste DSHündin hat ernsthaft verteidigt und würde bis zum eigenen Tod vor mir stehen
    - mein Kleinspitz kläfft nur hysterisch empört
    - mein DSH Rüde verteidigte nur im ersten Anlauf und halbherzig, würde aber zurückweichen bei energischer Gegenwehr
    - mein Bambi jetzt ist nur sehr schwer einzuschätzen, ist aber aufgrund seiner körperlichen Präsenz eine 1a Abschreckung. Ich glaube aber bei hoher Reizlage blendet er Schmerzen und Ängste aus, und packt richtig zu um mich zu verteidigen.

    Nichts deso trotz wünsche ich mir niemals wieder in eine Situation zu kommen, in der meine Hunde glauben mich körperlich verteidigen zu müssen.

    Richtige Fachlektüre, die sich angenehm liest, ist mir zu dem Thema nicht bekannt.

    Etwas genereller, aber vielleicht in die Richtung die du suchst, könnten die Baumann-Bücher gehen.
    Bereits in "Was Hündchen nicht lernt..."geht es in vielen Kapiteln darum, dass Aggression und Durchsetzungsvermögen eben je nach Rasse unterschiedlich stark ausgeprägt ist und die Beurteilung oft auch sehr viel mit der Erwartungshaltung des Hundebesitzers zu tun hat.
    "Ich lauf dann mal vor..." behandelt - neben anderen Dingen - dann auch das einschätzen, managen und trainieren von Aggressionsverhalten.

    Daaaanke, ich guck mir die Baumann-Bücher gleich mal bei Amazon an.

    Ja genau, sowas in die Richtung wäre schön toll.

    Ich sag mal so...das gibt es nicht^^

    Entweder handelt es sich um Fachliteratur oder ganz allgemein gehaltene Bücher, welche die ganze Thematik nicht annähernd ausreichend behandeln, um eine Verbesserung bei einer Aggressionsproblematik zu erzielen.

    Außerdem gibt es zum Thema Aggression keine eindeutigen Aussagen.
    Die genaue Funktion, genause Wissen um Beteiligung der Neurotransmitter, das externe Aufrechterhalten des Verhaltens, Prädispositionen und die effektives Modifikation von als unerwünscht empfundenem Aggressionsverhalten sind je nach Literatur sehr unterschiedlich.

    Darf ich fragen, warum sich die Person nicht an einen "Fachmenschen" wendet?


    Danke für Deine rasche Antwort :winken: .

    Ich denke das liegt daran, dass es keinen "akuten Bedarf" gibt sich an einen Fachmenschen zu wenden. Nur damit es nicht missverstanden wird . Es steht im Hintergrund kein Hund der Aggressionen zeigt, die in irgendeiner Form erwähnenswert bedenklich wären.

    Es ist nur so, dass ihr Hund sich bei mir vielen Umweltreizen gegenüber souveräner und entspannter verhält, als bei ihr. Das heißt aber nicht, dass er bei ihr zum Problemhund mutiert oder so :smile: .

    Wir tauschen uns einfach sehr viel aus, da ihr Hund mein Sharinghund ist. Sie führt ihn gänzlich anders als ich, was absolut ihre Sache ist, aber sie freut sich halt auch sehr über unsere tolle Kommunikation und gutes Verhältnis (also das Verhältnis zwischen ihr und mir).

    "Unser" Hund hat einige Baustellen die sich im letzten Jahr signifikant verbessert haben, und heute kaum noch erwähnenswert sind. Trotzdem interessiert sie sich aktiv dafür, warum er sich in einigen Situationen so verhält wie er es tut und warum er sich bei mir anders verhält. Allein das finde ich schon großartig und möchte das natürlich unterstützen.

    Gleichzeitig möchte ich es unbedingt vermeiden in die "Belehrer-Schublade" zu rutschen. Daher dachte ich, ist gut geschriebene Lektüre eine gute Sache.