Beiträge von SavoirVivre

    @MayaMütze
    Ich werde aus der Ferne nicht nach einem Wesenstest schreien. Zumal ich immer für eine individuelle Sicht und Einschätzung eines jeden Beissvorfalls plädiere.

    Indiskutabel ist für mich jedoch, dass der besagte Labbi besser gesichert gehört. Sprich, mindestens Leine da nicht abrufbar und evtl Maulkorb da seine Halterin ihn wohl auch schwerlich halten kann. Das sind aber Dinge die ich völlig unabhängig von einem Wesenstestes sehe.


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    Erstmal - es tut mir sehr leid dass eurer Mutter so etwas passiert ist.
    Es macht mich immer traurig und betroffen, wenn Hunde mit Menschen auf die Strasse geschickt werden die nicht in der Lage sind diese zu kontrollieren oder sich "richtig" zu verhalten.

    Trotzdem - ihr geht, noch bevor es überhaupt ein Erstgespräch gegeben hat, davon aus dass die Familie jegliche Schuld von sich weisen wird. Das ist nicht fair.

    Ihr habt soweit das Richtige getan, sprich seid beim Arzt und bei der Polizei gewesen.
    Nun würde ich als nächstes das direkte Gespräch suchen und schauen wie die Halter des Labbies reagieren.

    Die Frage die sich mir stellt ist auch, was wollt ihr erreichen?
    Wollt ihr das die Halter oder der Hund "bestraft" wird?
    Wollt ihr "nur" Einsicht und eine Entschuldigung mit entsprechender Übernahme der Verantwortung (Versicherung, etc.)?

    Dem ersten Anschein nach ist der Labbi ja nicht per se aggressiv, sondern unverträglich mit speziell eurem Hund. Das kommt vor und daraus resultieren dann leider Unfälle wenn der Hund "unfachkunding" geführt wird. Allerdings müsste er dann auch entsprechend gesichert werden bei Sichtung mit eurem Hund. Und dies sollte wenn nötig auch mit entsprechenden abgesprochenen Mitteln durchgesetzt werden, damit nicht wieder jemand verletzt wird.

    Bambi irgnoriert Fremdhunde eigentlich weitgehend da er kein Interesse an ihnen hat.
    Was er gar nicht mag ist wenn am Poschi geschnüffelt wird wenn er an der Leine ist. Überhaupt kann er auf Fremdhundkontakte an der Leine sehr gut verzichten. Er akzeptiert die Daseinsberechtigung anderer Hunde recht gut solange sie ihn in Ruhe lassen.
    In der Regel gelingt mir das blocken und wegschicken von Freilauf-Hunde gut, aber wenn ich ihm zu langsam agiere oder der böse Fremdhund zu nahe kommt, gibts eine Attacke die nur sehr sehr kurz vorher durch ein tiefes Knurren angekündigt wird.

    "Passiert" ist noch nie etwas da ich ihn in solchen Situatonen an der Leine habe und selbst wenn er rankommt an den Fremdhund, er auch nicht beschädigend beisst, sondern "nur" ringt. Aber die Krönung sind dann immer die empörten Blicke der anderen Hundehalter, weil deren Liebling ja nur freundlich Hallo sagen wollte.

    Die echten "Tut-nix-und-hört-auch-nix" Hunde gehen dann ihres Weges - manchmal etwas irritert vom meinem unfreundlichen Grobmotoriker. Richtig blöd wird es, wenn es kein "Tut-Nix-und-hört-auch-nix", sondern ein "Willste-Ärger-kriegste-Ärger-und-hört-auch-nix" Kandidat ist. Dann hab ich 36kg tobende Muskelmasse an der Leine + Fremdhund im Freilauf, der ebenfalls auf Krawall gebürstet ist.

    Leinenfrei lässt er sich zuverlässig von allen Hunden abrufen und auch in kritischen Situationen rausholen. Ja, leider gibt es unter Jungs auch mal Raufereien - aber die sind bisher sehr selten, laut, heftig, kurz und verletzungsfrei ausgegangen für die anderen Hunde. Er selbst hatte schon den ein oder anderen Kratzer oder auch Loch, aber kein Mitleid von meiner Seite. Meist dann wenn er von einer Hündin vermöbelt wird, weil sie ihn per se doof fand.

    @Buddy-Boots
    es gibt sie halt, die hunde nunmal artgenossen unvertäglich sind - und zwar gänzlich.
    deswegen ja auch dieser thread hier. gründe gibts viele. unangemessene aufzucht, schlechte erfahrungen, rassebedingte veranlagerungen mit denen falsch umgegangen wurde, etc.

    das ziel bei solchen hunden sollte nicht sein, dass sie irgendwann mal unbefangen in jeder hundegruppe mitlaufen können und mit anderen hunden tollen, sondern ein alltag leben zu können in dem es nicht jede minute ausserhalb der eigenen vier wände/grundstücke darum geht aufpassen zu müssen dass sie einen anderen hund belästigen, bedrohen oder gar schreddern.

    ich denke einem solchen hund kann man mit viel liebe, konsequenz, geduld und training beibringen andere hunde zu tolerieren und zu ignorieren - aber selbst das ist schon viel.
    ich kann nach vollziehen dass es für jemanden der nur freundliche hunde hatte, oder sich selbst noch nie einer solchen aufgabe gestellt hat, nur schwer vorstellbar ist. für hundehalter mit unverträglichen hunden jedoch, sind hundehalter "der tut nix rufer" wie du das nackte grauen. nichts für ungut - aber wir leben nunmal nicht in einer welt in der sich alle lieb und gerne haben. weder hunde und schon gar nicht menschen - leider.

    same here - schwerer BSV mit Hinterhandlähmung. Erstrechnung für drei Tage Klinik und alle notwendigen Untersuchungen für Diagnose ohne OP = ca. 2.000€.
    Danach ein Jahr konservative Schmerztherapie und regelmässige Folgeuntersuchungen weitere ca. 800€. Begleitend (mobile) Physiotherapie 10er Karte 350€. Monatliche Kosten für Schmerzmittel ca. 60€.

    Paar Jahre davor umfangreiche Untersuchungen bei Tierärztlichen Fachärzten. Kosten ca. 450€. Rausgekommen ist die Diagnose Lupus, die sich durch regelmässige Einnahme einer niedrigen Dosierung Cortison gut kontrollieren liess.

    Alle Kosten selbst getragen.