Beiträge von SavoirVivre

    es mag schadenfroh/gehässig sein, aber ich bin auch nur ein mensch und empfinde es nunmal so.

    ich bin mir sicher und empfinde es als genugtuung, dass dieser mensch sicher auch innerhalb seines kollegenkreise paar freunde wenige und paar feinde mehr hat.

    zunächst einmal - herzlichen glückwunsch, das hört sich wirklich super an :bindafür: . schön dass dieser hund bei euch ein zuhause gefunden hat, bei dem er scheinbar verantwortung abgeben kann und sich auf euch / euer management verlässt.

    aber bei dem lila markierten absatz haben sich meine fussnägel hochgerollt. das ein kind die möglichkeit hatte seine finger durch die gitterstäbe zu stecken - sorry, ohne es böse zu meinen - aber das ist in meinen augen grobe fahrlässigkeit eurerseits gewesen. gut dass es gut ausgegangen ist.

    im grunde ist es mir völlig wurscht, ob andere hundehalter die leinenpflicht einhalten oder nicht. vorausgesetzt sie händeln dies vorausschauend und rücksichtsvoll gegenüber anderen - egal ob diese anderen mit oder ohne hund unterwegs sind. es geht mir aber ordentlich gegen den strich, wenn jemand seine hunde ohne jegliche rücksichtsnahme laufen lässt - völlig unabhängig davon wie freundlich sie sind.

    obwohl ich sehr zentral (trotzdem sehr grün und wassernah) in einer großstadt lebe, ist hier eine relativ hohe hundedichte vorhanden. daraus resultierend ergeben sich in meinem alltag leider regelmässig situationen in denen ich mich für andere hundehalter fremdschäme, oder mich über diese ärgere.
    ich bin kein konfliktscheuer typ und ich bin durchaus in der lage sehr energisch für mich selbst/meinen hund einzustehen. allerdings bin ich nicht der typ, der andere ungefragt belehrt oder kritisiert - auch in situationen nicht, in denen ich mich als beobachter ärgere.

    eine regelmässig wiederkehrende situation ist folgende:
    bei uns in einer kleinen parkanlage/grünflächenanlage mitten in der city, in der hundefreilauf ausgeschildert erlaubt ist, laufen zwei für ihre rasse verhältnismässig große, kräftige deutsch kurzhaar rum. eine hündin und ein rüde, stets und immer leinenfrei und gänzlich nackig (kein halsband/geschirr).
    bisher war es ausnahmslos so, dass ich die hunde rumrennen/-stöbern sehe und der HH erscheint erst 2-3 minuten später im sichtfeld. das muss man sich mal vorstellen - der sieht seine hunde minutenlang nicht und hat nur eine vage vorstellung wo sie sich gerade befinden. zwar ruft er seine hunde alle paar minuten mal, aber deren einzige reaktion darauf ist stehenbleiben und warten bis er auf sichtweite rangekommen ist, bevor sie wieder losrennen.

    man muss den hunden lassen, dass sie (meiner bisherigen beobachtung nach) allen menschen und auch anderen hunden konsequent aus dem weg gehen. aber beide hunde sind ganz schöne kaliber und selbst ich hatte ordentlich bammel, als ich sie die ersten male (mit meinem an der leine) gesehen habe - so gefühlt halterlos umherstreunend.
    ich lasse es noch immer nicht darauf ankommen und weiche ihnen möglichst weiträumig aus, ärgere mich dabei aber gleichzeitig, weil sie meinen bewegungsradius dadurch stark beeinfussen bzw. einschränken. mag sein dass ich mich anstelle aber mir ist das risiko einfach zu gross, dass sie sich doch mal mit meinem in die haare kriegen und deren halter ist 100m weiter weg.

    eine freundliche anfrage beim HH ob er seine hunde nicht etwas näher bei sich behalten kann hat nichts gebracht. er hat ebenso freundlich geantwortet, dass freilauf hier erlaubt ist und wenn ich mich belästigt fühle wäre das nicht sein problem, seine hunde tun keiner fliege was zuleide. tja, was soll man da machen ohne päpstlicher als der papst zu werden? es ärgert mich einfach - auch weil ich mitbekomme wie einige menschen (mit und ohne hund) wirklich angst vor diesen rumstöbernden grossen hunden angst haben.

    das ist für mich ein hundehalter der aufgrund seines egoismuses, die abneigung anderer gegen freilaufende hunde schnürt. zumal seine hunde auch ihr großes geschäft verrichten und er bekommt es nicht mit. abgesehen davon glaube ich nicht, dass er aufsammeln würde - aber das ist reine spekulation meinerseits.

    Um einen anderen Thread (Hund in Berlin erschossen) nicht ins OT zu ziehen, eröffne ich mal einen neuen Thread zu diesem Thema :-).


    Mich würde es interessieren wie ihr die allgemeine Anleinpflicht handhabt.

    U
    nd wie ihr reagiert wenn andere Menschen unfreundlich/ungehalten darauf reagieren, dass ihr euren Hund (unerlaubt) offline laufen lasst?


    Ich wohne in Hamburg – hier herrscht generelle Leinenpflicht. Man muss sich als Hundeführer durch Ablegen einer entsprechenden Gehorsamsprüfung von dieser befreien lassen, und auch dann darf nur auf ausgewiesenen Flächen abgeleint werden.Ein Nicht-Einhalten gilt als Ordnungswidrigkeit und kann, je nach Tageslaune des Ordnungshüters, mit einer verbalen Abmahnung oder aber einen Bußgeld sanktioniert werden.


    Ich für meinen Teil bin ein großer Freund der Leine. Ich hatte bisher immer große Hunde und es war mir stets ein Bedürfnis, diese so zu führen dass sie und ihr Verhalten bei anderen Menschen kein Unbehagen oder gar Angst auslösen. Dies ist nicht immer machbar, und schon gar nicht um jeden Preis, aber nach Möglichkeit wähle ich diesen Weg.

    Dazu gehört für mich auch einen grundsätzlich gut gehorchenden, zuverlässig abrufbaren Hund trotzdem überwiegend an der Leine zu führen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine Leine anderen Menschen Sicherheit gibt. Ein angeleinter Hund wird mit „Hund unter Kontrolle“ assoziiert. Mich stört die Leine nicht, Hund stört die Leine auch nicht – ergo, läuft er überwiegend an der Leine.


    Trotzdem leine ich auch viel (ausreichend viel für körperliche Auslastung aber ungerne darüber hinaus) ab, trotz allgemeiner Anleinpflicht. Nämlich immer dann, wenn wir weitgehend alleine sind und die Umgebung überschaubar. Diese Situationen/Umgebungen lassen sich recht einfach aufsuchen, selbst in einer Großstadt wie Hamburg.


    Wenn ich das Gefühl habe mein Hund wird trotzdem von jemanden als belästigend oder gar bedrohend empfunden (was total subjektiv ist und ich daher versuche wertfrei zu betrachten) rufe ich ihn sofort ans Bein und/oder leine ihn wieder an. Ich versuche gar nicht erst dagegen zu argumentieren, denn die Angst anderer Menschen ist für mich nicht beurteilbar. Meist bedanken sich andere Menschen freundlich dafür.

    Auch unfreundlichen Aufforderungen meinen Hund anzuleinen komme ich sofort nach – denn ich bin meist im „Unrecht“. Ich dürfte meinen Hund in vielen Situationen in denen er offline läuft eigentlich gar nicht offline laufen lassen. Aber alles hat seine Grenzen - Pöbler werden ignoriert sofern sie nicht ausfallend werden – dann werde ich auch böse.


    Diese weitverbreitete Ansicht, dass die Erwartungshaltung anderer oft ist man hat sich als Hundehalter am besten samt Hund in Luft aufzulösen, teile ich nicht. Fast alle Begegnungen ließen sich bisher mit einen freundlichen Lächeln und paar freundlichen Worten, auch wenn der Gegenüber eher auf Krawall gebürstet ist, friedlich auflösen. Richtige Streithammel gibt es halt immer mal wieder, und solche unangenehmen Begegnungen lassen sich nicht 100% vermeiden. Das gilt aber für alle Bereiche des Lebens, daher fühle ich mir da nicht explizit als Hundeführerin auf den Schlips getreten.


    Demnach halte ich mich nicht an die allgemeine Anleinpflicht, sondern lege sie nach eigenem Ermessen aus. Allerdings halte ich mich hierbei für sehr umsichtig und bin lieber dreimal zu rücksichtsvoll als einmal zu ignorant.

    Wie ist es bei euch?

    da keiner von uns dabei war bleibt nur die hoffnung, dass diese entscheidung irgendwo seine richtigkeit hat.

    ich denke der polizeibeamte um den es geht, wird es auch so die nächsten wochen und monate sehr sehr sehr schwer haben. auch unter seinen kollegen wird es kritische stimmen geben, eben so im freundes-, familien- und bekanntenkreis. ganz zu schweigen was los ist, wenn seine identität herauskommt. bleibt zu hoffen dass die gemüter jetzt nicht überkochen.

    Ich werde morgen mal weiter suchen, ob ich was finde.

    Hier mal ein Link zu Polizeihunden und Hunde als "unkontrollierbare Waffe". Passt zwar nicht ganz, zeigt aber, dass es den Begriff in den Behörden gibt.

    http://www.tackenberg.de/extras/Gebrauc…Der-Polizeihund

    Wie wäre es wenn Du einfach aufhörst Dinge aus dem Kontext zu reissen?
    Jetzt zitierst Du einen redaktionellen Artikel von Tackenberg - einen (guten) Haustier-Frischfutterlieferanten. Das sind Deine Quellen?
    Sorry, aber eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Das eine ist die Thematik bezüglich entsprechend ausgebildeter Wach- und Schutzhunde mit entsprechenden, gewünschten Anlagen die in die richtige Richtung gelenkt werden aber stetiger Kontrolle bedürfen. Das andere ist der Otto-Normal-Hund der leinenlos mit seinem Halter Gassi geht. Und Du bringst mal so pauschal den Einwurf "unkontrollierte Waffe" um dann auf gezielte Nachfrage zu schwimmen.

    Deine Beiträge sind mir zu unqualifiziert um sie ernst zu nehmen. Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen um nicht noch mehr off topic zu werden. Das Thema ist emotional genug. Da kann ich auch gut auf gefährliches Halbwissen verzichten.

    Ich denke, das der Hund erschossen wurde geht wohl auf das Konto vom Hundesitter und der Landesregierung. Und wie die das Leben von Hunden bewerten sieht man in folgendem Link. In Sachsen-Anhalt kann sogar ein allein im Wald schlafender Hund erschossen werden.

    http://www.t-online.de/lifestyle/tier…236/si_0/-.html

    Traurige Grüße
    Sammelfix

    Sammelfix, weisst du was mich gerade echt ärgert? Wie du einen t-online Artikel interpetierst.
    Da steht für Sachsen-Anhalt ein Hund darf erschossen werden wenn ...der Hund außerhalb der Einwirkung des Halters ist. Und machst daraus "Wenn ein Hund schlafend im Wald liegt, darf er erschossen werden".
    Polemische Interpretationen wie Deine sind doch Öl im Feuer. Was soll denn sowas?! Total daneben!!!

    Das steht in den Dienstvorschriften der Polizei. Das mit der unkontrollierbare Waffe wird in manchen Behörden halt so gesehen.

    Ok, ein freilaufender hund ist eine unkontrollierbare Waffe - so steht es in den Dienstvorschriften der Polizei. Heftig! Das interessiert mich jetzt ernsthaft. der freund einer dogforerin hier ist Polizist. Ich frage sie mal.

    Eben, das braucht er nicht zu wissen, er muss damit rechnen das der Hund es könnte! Und das hat er wenn möglich zu verhindern. Vom Gesetzgeber wird ein unerlaubt freilaufender Hund als unkontrollierbare Waffe angesehen.
    So traurig wie es ist.

    ach, wo steht das? so so unkontrollierbare waffe. das ist mir gänzlich neu.