Beiträge von SavoirVivre

    @Buddy-Boots
    es gibt sie halt, die hunde nunmal artgenossen unvertäglich sind - und zwar gänzlich.
    deswegen ja auch dieser thread hier. gründe gibts viele. unangemessene aufzucht, schlechte erfahrungen, rassebedingte veranlagerungen mit denen falsch umgegangen wurde, etc.

    das ziel bei solchen hunden sollte nicht sein, dass sie irgendwann mal unbefangen in jeder hundegruppe mitlaufen können und mit anderen hunden tollen, sondern ein alltag leben zu können in dem es nicht jede minute ausserhalb der eigenen vier wände/grundstücke darum geht aufpassen zu müssen dass sie einen anderen hund belästigen, bedrohen oder gar schreddern.

    ich denke einem solchen hund kann man mit viel liebe, konsequenz, geduld und training beibringen andere hunde zu tolerieren und zu ignorieren - aber selbst das ist schon viel.
    ich kann nach vollziehen dass es für jemanden der nur freundliche hunde hatte, oder sich selbst noch nie einer solchen aufgabe gestellt hat, nur schwer vorstellbar ist. für hundehalter mit unverträglichen hunden jedoch, sind hundehalter "der tut nix rufer" wie du das nackte grauen. nichts für ungut - aber wir leben nunmal nicht in einer welt in der sich alle lieb und gerne haben. weder hunde und schon gar nicht menschen - leider.

    same here - schwerer BSV mit Hinterhandlähmung. Erstrechnung für drei Tage Klinik und alle notwendigen Untersuchungen für Diagnose ohne OP = ca. 2.000€.
    Danach ein Jahr konservative Schmerztherapie und regelmässige Folgeuntersuchungen weitere ca. 800€. Begleitend (mobile) Physiotherapie 10er Karte 350€. Monatliche Kosten für Schmerzmittel ca. 60€.

    Paar Jahre davor umfangreiche Untersuchungen bei Tierärztlichen Fachärzten. Kosten ca. 450€. Rausgekommen ist die Diagnose Lupus, die sich durch regelmässige Einnahme einer niedrigen Dosierung Cortison gut kontrollieren liess.

    Alle Kosten selbst getragen.

    Kleinere Vergehen ignoriere ich, auch wenn ich mich ärgere. Dafür lobe ich richtiges Verhalten etwas stärker um den "Unterschied" nochmal hervor zu heben.
    Mittere Vergehen maßregele ich durch erhobene Stimme und biete wann immer möglich Alternativverhalten an. Das kann kleine UO Einheit sein für die ich dann loben kann.
    Größere Vergehen (= solche die andere Menschen oder Lebewesen bedrängen, eingrenzen oder gar gefährden) werden sofort strikt gemaßregelt. Das kann stark erhobene Stimme oder auch aktiv körperlicher Einsatz wie abdrängen, anknuffen oder Leinenruck sein. Da bin ich nicht kleinlich, da es um das Schützen von anderen geht.

    Ich glaube bikekiller hat einen sehr viel kleineren Hund, der nicht gleich sensibel sein muss. Aber es vielleicht doch anders als ein 35 kg Hund wahrnimmt oder? Ich halte auch nichts vom zwicken. Mein Hund darf mich auch nicht gnabsen, wenn ihm was nicht passt. ;)

    der Part hatte auch nichts mit bikekiller zu tun sondern war eine allgemeine Antwort zum Thema "liebevolle konsequenz" :smile: .
    das in meinen augen ein körperliches einwirken bei notwendigkeit für mich nicht widersprüchlich ist, wenn das erziehungskonzept insgesamt "liebevoll konsequent" ist.

    Nun, mir kommen diese Beiträge so rüber, als ob die TS uns erklären will, wie leicht es doch ist, mit nur einem Kniff, einen Junghund von 5 Monaten zum Gehorsam zu bringen.

    Ich habe hier einen 5 Monate alten Jungrüden und da wird nicht gekniffen, gebufft oder dergleichen.
    Da wird gezeigt und geübt, gelockt und belohnt, solange bis Hundekind verstanden hat, was ich von ihm will.

    Und in 3 Monaten werden wir das Ganze noch einmal von vorn beginnen :D

    Gaby, und ich bin mir sicher, zu dieser Erkenntnis wird sie ganz schnell kommen - das alles was jetzt scheinbar einigermassen funktioniert den Rest des Hundelebens noch mehrere zigtausend Male wiederholt werden muss :D

    Und ich habe die TE eher so verstanden, dass von den Trainingsinhalten die sie bisher hatte es die bisher wirkungsvollste war. Dies wiederum ist meines Erachtens einer schlechten Qualität der bisher kennengelernten Hundetrainer geschuldet. Nur, was willst Du machen als Anfängerin auf der Suche nach Hilfe? Immerhin sucht sie nach Hilfe - von Anfang an. Im Leben selbst, hier im Dogforum. Das ist für mich Engagement und echtes Interesse am Hund - der Wille es gut und richtig zu machen. Aber anstatt das mal positiv zu erwähnen schiessen sich hier schon wieder zu viele auf "Fehler" ein. Ist es nicht möglich einen Anfängerthread mal so zu behandeln und kommentieren wie die Kritiker hier Hunde erziehen wollen? Nämlich positiv verstärkend und wohlwollend? Hört dieses Einstellung bei Menschen auf?

    Das ist Interpretationssache. Ich führe seit > 20 jahren Hunde > 35kg. Davon einer der voll ausgewachsen zu mir kam und einer mitten in der Pubertätsphase - beide mit schlechter Auslandsvergangenheit. Wenn ich sage liebevoll konsequent, gehört dazu trotzdem, dass ich körperlich einwirke wenn mir die Aufmerksamkeit von einem der Buben ansonsten vollends entgleitet. Das widerspricht dem Erziehungskonzept "liebevoll konsequent" meines Erachtens kein Stück.

    Und mal ernsthaft, wenn hier eine Userin schreibt sie hätte 1x (!) ihren Junghund in die Seite gezwickt und weiß heute - das reichte bzw. ist nicht notwendig - dann ist das für mich weder Erziehungsfehler noch Anlass genug in insgesamt mehreren Beiträgen in einem Forum drauf herumzureiten. Das sehen andere aber ganz offensichtlich anders - geschenkt.

    Du liebe Güte sind hier wieder viele perfekte Hundehalter unterwegs.
    Hier beschreibt eine Ersthundhalterin ihre Erfahrungen in mehreren Hundeschulen/mit mehreren Hundetrainern und schon wird schön drauf los kritisiert und belehrt (wem der Schuh passt soll ihn anziehen - die anderen mögen den voran gegangenen Satz einfach ignorieren :-). Im Ernst, allein die Tatsache dass die TE sich von Anfang an durch "eigentlich Wissende" begleiten lässt finde ich schon lobenswert und ist so viel mehr als das was ich hier so sehe.
    Sie misshandelt ihre Hunde nicht, sondern sammelt mit Unterstützung von "Professionellen " ihre Erfahrung. Wie wir alle wissen, tummeln sich überall schwarze und halb schwarze Schäfchen, und Anfängerfehler haben wir alle zu hauf gemacht.

    Liebe TE, ich wünsche Dir weiterhin viel Motivation, Nervenstärke und liebevolle Konsequenz bei der Erziehung Deiner Hunde. Ich für meinen Teil finde Deine Herangehensweise gut. Höre auf Dein Bauchgefühl, beibe offen für Sachkundigkeit und achte auf Deine Hunde. Jeder Hund ist anders und sie alle brauchen im Detail individuelle Führung und Erziehung. Der eine ist so weich und sensibel, dass ein zu lautes Flüstern schon zu viel ist. Der nächstes benötigt tatsächlich körperliche Unterstützung, wenn seine Aufmerksamkeit bei entsprechender Reizlage zu weit weg driftet.

    Ich habe die Erfahrung bei meinem unsensiblen Bollerkopp gemacht, dass ein festes aber sanftes Berühren der Flanke schon ausreichend ist (wenn dieses Körperkommando entsprechend aufgebaut wird) um die Aufmerksamkeit auch bei hoher Reizlage zurück zu holen. Halte Dir stets vor Augen dass Du Hundekinder hast, und dass diese liebevoll konsequent durchs Leben geführt werden wollen.

    Ich nutze auch seit ca. 10 Jahren Fettlederleinen an > 35kg Hunden und lieeebe sie.

    Hab sie in der Breite recht dünn gekauft, da mein verstorbener DSH-Rüde nicht (ab Jahr zwei wirklich nie - egal in welcher Situation und welchen Reizen ausgesetzt) gezogen hat. Ich schätze mal 1cm.

    An Bambi habe ich aktuell eine leichte Nylonleine. Das ganz einfache Modell von Trixie, da meine Fettlederleinen alle eine Retrieverhalsung haben und ich ihn nicht gerne ganz nackig rumlaufen lasse.