Der Hund im Büro war weder vorgesehen und geplant, ergo auch nicht in den Arbeitsvertrag reinverhandelt worden und somit besteht meines Erachtens *Achtung-gefährliches-Halbwissen* kein verlässlicher gesetzlicher „Schutzraum“.
Der Chef hat sich freundlicherweise erweichen lassen die Anwesenheit des Hundes aus der Notsituation der TE heraus zu akzeptieren. Das ist sehr entgegenkommend und nett. Hätte auch ein (Hundeleben)dauerhaft funktionieren können, wenn sich keine weiteren „Komplikationen“ ergeben hätten. Hat sich leider anders ergeben.
Anders wäre es gewesen wenn
- Im Zuge der Planung vor einem Erwerb eines Hundes der Arbeitgeber gefragt worden wäre, ob der Hund mit ins Büro darf, da dies relevant wichtig ist für die Entscheidungsfindung für einen Hund ist. Soweit gehend, dass dies mit in den Arbeitsvertrag mit aufgenommen wird.
- Es ist bereits ein Hund vorhanden, man wechselt den Arbeitgeber, und macht von der Mitnahmeerlaubnis des Hundes abhängig ob man den Job annimmt – und lässt auch dies vertraglich fixieren.
Denn dann ist der AG angehalten bei der Unternehmensorganisation (z.B. Neueinstellung, Teamzusammenstellung, etc.) Rücksicht auf den Hund zu nehmen.
Fast alle anderen Konstellationen beruhen auf Kulanz, Entgegenkommen, Wohlwollen, Akzeptanz vom AG. Mit Meinungsänderungen sollte gerechnet werden.
An der Stelle der TE (aber ich bin da auch eher der doppelt vorsichtige Typ) hätte ich die Erlaubnis den Hund mit ins Büro zunehmen zu keinem Zeitpunkt als sichere Dauerlösung betrachtet, da nicht im Arbeitsvertrag verankert und nicht geplant. Sprich, Plan B wäre für mich unumgänglich.
Ich persönlich finde die TE hat das Ganze zu blauäugig gehandhabt – aber darum geht es hier nicht.
Es liegt leider fast auf der Hand, dass es Probleme gibt wenn mal jemand eingestellt der nicht mit Hunden zurechtkommt (gesundheitlich oder persönlich). Ich weiß ja nicht wie schwer es ist Fachkräfte zu finden in eurer Ecke und Branche, aber bei uns werden Fachkräfte hofiert. Insbesondere solche die Führung können und sollen. Da wird sehr viel getan um diese Person für das Unternehmen zu gewinnen, und da wird dann auch nicht auf einen Hund Rücksicht genommen der mal aus Kulanzgründen akzeptiert wurde.
Als AG würde ich es auch nicht begrüßen, wenn AN aus meinem Entgegenkommen Ansprüche ableitet, oder gar soweit geht die Personalplanung mit koordinieren zu wollen. Unfair ist allerdings die Kurzfristigkeit des Ganzen. Es wäre fair gewesen einen angemessenen Zeitraum zu bestimmen um der TE eine Lösung B zu ermöglichen.
Aber am Ende des Tages nützt alles nichts. Wir können spekulieren so viel wir wollen. Jetzt muss ein Plan B her.