Beiträge von SavoirVivre

    Dazu hätte ich noch mal 'ne Frage (sorry, dass ich deinen Beitrag so rauspicke, ist mir nur damit im Zusammenhang aufgefallen): Als Argument für Endloswürger/Stachelhalsband höre ich ganz häufig, dass der Hund ja perfekt leinenführig wäre, deswegen könne er das ja ruhig tragen.
    Aber wenn der Hund so gut an der Leine läuft, warum dann an etwas, dass ihm Schmerzen zufügen könnte; warum nicht an etwas, das garantiert "ungefährlich" ist?

    kein Problem :smile:
    Bei mir lag es an einem Mix aus Unbedarftheit, Fahrlässigkeit und Faulheit. Einfach kurz zum Halsband gegriffen und LeinenKarabiner befestigt. Wenn ich den Ring erwischt habe an dem das Halsband dann festgestellt war, fein. Wenn es der Ring war an dem die Würgefunktion griff, auch egal - da stets lockere Leine.

    Die Kettenhalsbänder mit großen länglichen Gliedern habe ich damals nicht mit Stopfunktion gefunden. Die gab es nur bei Kettenhalsbändern mit den kleinen Gliedern, die widerrum Fell abgebrochen haben.

    An einem ziehenden Hund, käme gar kein Würger in Frage :dagegen:

    Es ist im Nachhinein auch sehr verwunderlich wie unbedarft, fast schon blauäugig und fahrlässig, man seinen Hund führt wenn dieser absolut pflegeleicht, verträglich mit alles und jedem, unkompliziert und leichtführig ist.
    Bei meinem jetzigen bin ich in jeglicher Hinsicht 5x überlegter und vorausschauender. Auf viiiiiel mehr Eventualitäten eingestellt. Und nicht festgestellter Würger > Never, dafür hängt er mir viel zu oft plötzlich in der Leine (z.b. beim abrupten Stop da was gutes gerochen).

    ich finde kettenwürger mit großen kettengliedern beim DSH super. natürlich nur in den varianten a) leinenkarabiner in das end-kettenglied das nicht zuzieht oder b) mit würgefunktion wenn der hund 1a** an der leine geht und die würgefunktion somit keinen job zu erledigen hat.

    hintergrund ist recht simple, kein anderes halsband habe ich bei meinen stockhaar-schäfis als so fellschonend empfunden. durch die großen kettenglieder rutschte das fell an der halskrause gänzlich unbeschädigt einfach durch.

    leder, rundgenähte oder flach, nylon, tau, kleine kettenglieder - ein paar andere halsbänder haben wir ausprobiert, aber alle anderen haben die halsfellkrause beschädigt.

    Ja, vielleicht bin ich jetzt ein wenig spitzfindig, aber heißt dass, das dein Hund sich wehrt, ohne richtig zuzupacken?
    Also auf der einen Seite schreibst du eben: "ich glaube ich schrieb es schonmal. würde ich wissen dass mein hund richtig zupackt, würde ich aus eigenem interesse einen maulkorb drauf machen."

    und danach: "mein hund darf - nein soll - sich auch (gemeinsam mit mir) wehren, wenn ein hund ihn in beschädigender absicht angeht."

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    Mein Hund packt von sich aus erst einmal nicht zu, aber wenn sie sich wehren muss (weil sie es als notwendig empfindet), dann wird sie sicher zupacken und je nachdem, welcher Hund sie da angegangen ist, kann es halt auch böse enden...

    ich weiss es nicht, weil ich in 24jahren hundehaltung noch niemals eine solche situation hätte. klar gab und gibt es mal raufeien, kommentkämpfe, prolletentum - aber halt noch nie beschädigendes beissen. weder von meinem hunden ausgehend, noch wurde einer meiner hunde entsprechend angegriffen.

    würde mein hund aber in beschädigender absicht angegriffen werden - ja dann würde ich mir wünschen dass er sich entsprechend wehrt. ich finde die vorstellung dass er sich auseinander nehmen lässt, und sein leben nicht verteidigt, unerträglich. ob er das tun würde :ka:

    hm.. bevor kralle, würde ich eher zu einem halti greifen. das ist aber alles gefährliches halbwissen, da ich noch nie ein ein halti in nutzung hatte. ich halte von solchen hilfsmittel grundsätzlich nichts, verstehe aber dass es situationen gibt in denen man über den einsatz einer "notbremse" nachdenken muss.

    kralle habe ich vor ca. 20jahren mal auf meiner ersten DSHündin, und ersten hund überhaupt, draufgemacht weil es damals im DSH Verein normal war und es mir von "erfahrenen Haltern" empfohlen wurde. tja.. ich lege es mal unter anfängerfehler und jugendsünde ab.

    im nachhinein muss ich aus sagen, hat das ding nichts gebracht. diese dicke fellkrause am hals und der gleichmässige, stumpfe druck der kralle - benji hat es gefühlt von gar nichts abgehalten, schon gar nicht vom ziehen.

    ich glaube ich schrieb es schonmal. würde ich wissen dass mein hund richtig zupackt, würde ich aus eigenem interesse einen maulkorb drauf machen.

    zum einen weil ich keinesfalls möchte dass ein anderer hund (größe ist doch egal) durch ihn beschädigt wird, zum anderen weil ich dann selbst entspannter wäre, da ich wüsste es kann mit maulkorb + leine nichts wirklich böses passieren - zumindest nicht von meinem hund ausgehend.

    da dies aber nicht der fall ist - also er packt nicht beschädigend zu - kommt auch kein maulkorb drauf und ich rege mich weiterhin, im hoffentlich angemessenen rahmen, über die halter von hört-nixe die in uns reinlaufen auf.

    im übrigen rege ich mich längst nicht über alle halter von hört-nixe auf. ich differenziere durchaus in "hat mal geschlafen und seinen hund entschuldigend eingesammelt", "befindet sich gerade im training und rückruf klappt noch nicht einwandfrei", "es ist einer dieser verflixten 3min die jeder hund mal hat" und haltern die meinen sie bräuchten ihren hund nicht zu erziehen, da die restliche welt rücksicht zu nehmen hat.

    Generell ist bei mir persönlich beim Hund die grenze bei 40 bis 45kg erreicht. Nicht wegen dem an der Leine halten können, sondern weil das in meinen Augen die Grenze ist, an der regelmäßiger Sport in unserem
    Metier gesundheitsrelevant wird.

    So sehe und halte ich es auch. Ich hatte beides groß und klein, und muss sagen, ich finde beide Formate toll, mir liegt aber gross einfach mehr. Vielleicht eine Defizit Geschichte, da ich klein und zierlich bin :ka: :ops: .

    Was ist denn die richtige Technik wenn der Hund mit vollem Tempo in die Leine springt, weil z.B. ein Kaninchen über den Weg gehoppelt ist? Da kommt doch jeder an seine Grenzen oder? Viel mit vorausschauend laufen etc. ist doch dann auch nicht mehr. Das ist die absolute Worst-case-Situation und dann kann man 50kg doch auch nicht mehr halten?

    Tja wenn es extrem blöd läuft bremst man halt mit der Nase. Ist so, da hilft auch alles schönreden nichts. Wer einen großen Hund führt muss halt auch damit rechnen dass es mal wehtun kann wenn der loszieht.

    Dieses Risiko ist - klar - auch entsprechend größer als mit einem mittelgroßen ooder kleinen Hund - auch wenn es mit einem solchen natürlich auch passieren kann.

    Worauf es für mich ankommt ist >> Leine nicht loslassen, sofern nicht gerade Lebensgefahr für einen selbst besteht.

    also meine hunde haben ihre quietschies nicht gequietscht, weil sie schlicht und einfach keinen bock auf son blöden kram hatten.
    da musste was "handfestes" zum draufbeissen und zerren her - und trotzdem hat keiner jemals ein menschliches oder tierisches körperteil zum draufbeissen oder dran rumzerren missbraucht :ka: .