Beiträge von SavoirVivre

    klar kann rein theoretisch jeder Mieter ohne Hund ein messi oder mietnomade sein, der Mieter mit Hund jedoch auch - und gerade weil ich nicht in den Menschen reingucken kann, vermeide ich erst recht Risiken, die offensichtlicher sind.
    Ne Garantie kann man sich auf ein Kühlschrank geben lassen, aber nicht auf das menschliche Verhalten.

    Wie gesagt, ich bin selbst Mieter und finde das alles andere als fair. Verstehen kann ich einen Vermieter der Hunde ablehnt trotzdem.

    Und deine Frage, warum vermietet man dann überhaupt, könnte von mir kommen. Ich habe mich genau wegen all den Risikofaktoren gegen wohneigentum als Kapitalanlage entschieden.

    Somit sind die Hauptrisiken eines Vermieters ausbleibende Mietzahlungen und Schäden am Mietobjekt.

    Das ist ja schön dass Du es so siehst. Ist ja auch Dein gutes Recht.

    Selbst als Nicht-Vermieter, sondern Mieter, teile ich diese Ansicht nicht. Wie Du schon sagtest, man kann eine Menge versichern und sich gegen eine Menge absichern. Dazu gehören auch ausbleibende Mietzahlungen und Schäden am Mietobjekt. Was aber absolut schützenswert ist, nebst finanziellen Aspekten, sind Nerven und Zeit.

    Ich habe als Mieter (immer schon, war noch nie Eigentümer/Vermieter und hab es auch nicht vor) leider schon erschreckend oft mitbekommen, wie Hunde das Zusammenleben in der Nachbarschaft stören können. Ich glaube gerne und bereitwillig, dass wir Hundehalter die ich explizit meine nicht hier im DF finden werden. Nichts des so trotz ist meine persönliche Erfahrung, dass engagierte, Rücksicht nehmende und verantwortungsbewusste Hundehalter leider noch immer nicht die Mehrzahl darstellen.

    Es geht schon bei Kleinigkeiten los. Gemeinschaftsgärten, die von HH aus der Nachbarschaft als Kackwiese benutzt werden. Natürlich im Dunkeln, wenn es keiner mitbekommt. Lärmbelästigung durch anhaltendes Kläffen und Bellen (und ja, ich kenne die gesetzlichen Regelungen hierzu + besitze eine hohe Toleranz gegenüber Geräusche die ein Hund so von sich geben kann). Leinenloses führen von Hunden die nicht zuverlässig im Gehorsam stehen und Nachbarn verschrecken. Anpinkeln und Kotabsatz in liebevoll gepflegte Beete. Markieren von Privatbesitz. Intensiver Hundegeruch der bis ins Treppenhaus zieht, etc. Die Liste ist leider endlos.

    Das alles sind nervenaufreibenden Dinge für Nachbarn und am Ende des Tages für den Vermieter. Jedes für sich betrachtet nur eine Kleinigkeit, aber gesammelt ein Eimer voller Ärger. Dann geht es los mit, erlaubst Du einen Hund im Haus, hast Du als Vermieter potenziellen Ärger wenn weitere Hunde einziehen und diese nicht miteinander können. Beispiel aus der letzen Nachbarschaft:
    Eine Hündin ist läufig, die zwei Rüden im Haus und Nachbarhaus drehen am Rad. Wer schlichtet wenn sich diese drei Hundehalter den Kopf einschlagen, weil wiederrum andere Nachbarn sich beschweren, weil alle drei über Wochen hinweg Lärm machen? Die Rüdenhalter sagen, die Hündin muss kastriert werden. Die Hündinhalter sagen die Rüden müssen erzogen werden. Keine Einigung > diverse Beschwerden anderer Nachbarn an die drei Vermieter > diese schlagen sich bei der Eigentümerversammlung die Köpfe ein > das Ganze ist seit langem vor Gericht > etc. etc..

    Das sind am Ende des Tages Probleme für den einzelnen Vermieter, einfach weil er sich mit den Beschwerden herumschlagen darf und die Lösungen dafür finden muss.

    Nö - als Vermieter will ich die Bude vermieten und reduziere potenzielle Problemauslöser im Vorfeld auf ein Minimum. Das sind für die einen Vermieter Hunde, für die anderen Kinder. Nicht schön, aber nachvollziehbar. Ich vermiete eine Wohnung als Kapitalanlage und mit dem Ziel möglichst wenig Aufwand/Arbeit damit zu haben. Sorry wenn meine Herzensgüte nicht weit genug reichen würde, um mir bei drei Interessenten die von den Unterlagen her absolut gleich rangieren und gleich sympathisch sind, den Interessent mit dem Hund zu nehmen.

    Wohnungssuche mit Hund ist und bleibt schwierig und ein Abenteuer. Gerade in Ballungsgebieten und Metropolen nervenaufreibend und zermürbend. Einfach nur doof für alle Hundehalter und unfair gegenüber vielen Hundehaltern. Aber die Schuld für die negative Grundeinstellung liegt nicht beim Vermieter, sondern bei den vielen Hundehaltern, die nicht hier im DF sind :pfeif:

    unsere DSH sollten und durften nicht aktiv wachen. dazu bestand unserer meinung nach keine veranlassung und wir haben sie nicht in einer funktion als wachhunde gehalten. alleine das wissen dass ein DSH hier wohnt, sollte abschreckend genug sein. wer versucht reinzukommen - nun, dass sie dann aufpassen/melden/stellen, davon sind wir einfach ausgegangen - und das hat sich leider auch einmal bestätigt.

    ich würde im übrigen nie ein grundstück betreten auf dem ein hund frei rumläuft, unabhängig von der rasse. es sei denn er signalisiert mir dass er erfreut ist mich zu sehen - und das meine ich nicht in einer eigenschaft als snack.

    umterm strich ist mir der unverträgliche schäferhund an der leine, oder der keifende im auto, oder der wütende hinterm grundstückszaun 3x lieber als der freilaufende tut-nix-und-hört-nix, der meint meinem angeleinten hund guten tag sagen zu müssen :D .

    ich muss sagen, ich habe mit meinem bambi deutlich mehr baustellen und gesellschaftliche probleme. hinzuzufügen ist auch - berechtigt. er lässt sich komplizierter führen als meine DSH und ist deutlich weniger weich in der erziehung.

    ich bin selber langjährige DSH halterin gewesen, weiche aber anderen DSHs nach möglichkeit aus wenn ich mit hund unterwegs bin. die gründe sind von helfstyna bestens beschrieben.

    - die DSH eigenen, gewollten, angezüchteten rassemerkmale die diese rasse nunmal nicht zum "ich begegne jeden fremdhund wohlwollend" machen

    in Kombination mit

    - zu viele halter die ihre DSH einfach nicht verstehen und somit nicht führen können. sie zwingen ihren hund in situtationen in denen er überfordert ist, oder eigene entscheidungen trifft.

    plus

    - meinem eigenen proleten

    ich selbst hatte das glück einen DSH rüden gehabt zu haben, der mit alles und jedem verträglich war. keine ahnung was bei dem schiefgelaufen ist, aber der hat sich für ein stofftier gehalten :headbash: . dafür war meine DSHündin sehr DSH typisch.

    Selbst als Hundfreund würde ich mich als Vermieter, wenn die Interessenten ähnlich geeignet sind, für die ohne Hund entscheiden. Hintergründe/Gründe sind im Thread von Fietsenfahrer bestens beschrieben.

    Es ist etwas gänzlich anderes, wen man mit eigenen Geld drinhängt und die zu vermietende Wohnung selbst noch finanziert. Da ist man einfach darauf bedacht dass Risiko auf ein Minimum zu redzuieren.

    Ich hab nur einmal in meinem Leben einen Hund abegeben - und es hat Jahre gedauert bis ich darüber hinweg war. ich habe noch jahre später sein weiches fell unter meinen fingerspitzen gefühlt wenn ich mich darauf konzentriert habe.

    ich hatte zusammen mit meinem ex-freund einen kleinspitz. aufgrund seines sehr handlichen formates - 8kg - hatte ich ihn wann immer es ging dabei. tagsüber hatte mein ex-freund ihn mit ihm büro (selbstständig) und ab dem moment ab dem ich zuhause war, war er mein begleithund. bezugsperson war ich und er war mein baby.

    als ich mich von meinem ex-freund getrennt habe, war klar, dass der hund bei ihm bleibt. es war eine entscheidung gegen mein herz und für den hund. einfach weil ich ihm im alleinigen alltag aufgrund meiner vollzeittätigkeit nicht gerecht werden würde.
    mein ex-freund hat ihn heute noch (also inzwischen seit knapp 10jahren) und ich habe ihn nie wieder gesehen - weil mein ex es nicht wollte, obwohl es anders vereinbart war. ich habe dies akzeptiert - einfach weil ich aufgrund und auf dem rücken des hundes keinen streit austragen wollte. der kleine hat es sehr gut bei meinem ex-freund, und auch wenn ich ihn nicht mal mehr menschlich mag, so weiss ich doch dass er den kleinen heiss und innig liebt und ihm ein toller hundehalter ist.

    Äh ja... wenn du meinst... aber die Welt ist halt kunterbunt und nicht nur in deinen Lieblingsfarben bemalt.


    wer so verantwortungslose "ratschläge" gibt, sollte sich lieber bedanken dass sie von anderen relativiert werden, anstatt weiter semiintelligent daher zu schreiben :fear: .

    man man man - einfach mal nachdenken bevor man schreibt! einfach mal ausprobieren und das kind dem hund das futter wegnehmen lassen? gehts noch? wem glaubst du tust du damit einen gefallen?

    die einzig richtige vorgehensweise ist, den kindern von anfang an zu erklären dass das futter des hundes TABU ist, und dem hund zu vermitteln dass er stets und immer unbedrängt von den kindern sein futter in ruhe fressen kann.