hey luno2017 
ich finde eure herangehensweise vorbildlich. vielen dank erstmal dafür - ich halte es für alles andere als selbstverständlich, dass sich jemand vorab soviel gedanken macht und so intensiv nach erfahrungen und austausch sucht.
ich für meinen teil sehe es so. du und deine partnerin, ihr habt euch in eine ganz bestimmte hunderasse verliebt (kann ich verstehen, der DA stand auch einige zeit lang auf meiner liebäugl-liste), und ihr wisst dank intensiver recherche auch was für ecken und kanten dieser hund aufgrund seiner rasseeigenschaften mitbringen kann. ich nehme dir ab, dass ihr wisst was ihr euch "da ins haus holt" und auf alles vorbereitet seid.
ich finde auch, egal was andere hier sagen, dass ihr gute halter für einen DA wäret. klar ist man als ersthundhalter in vielen dingen erstmal naiv, einfach weil erfahrungswerte fehlen.
ein paar das noch nie einen hund hatte, jedoch so gewillt ist zu lernen und sich helfen zu lassen wie ich es aus deinen zeilen rauslese, halte ich für geeigneter als so manch erfahrenen HH der jedoch keine erfahrung mit der rasse DA gemacht hat und trotzdem meint er wisse wie hundeerziehung und -führung per se funktioniert.
seichte berührungspunkte hatte ich auch schon mit einem DA.
ich hatte vor jahren mal für zwei wochen einen kastrierten, damals vierjährigen dogo argentino rüden in pflege. das war zu der zeit als ich mich ebenfalls intensiv mit dieser rasse auseinander gesetzt hatte. aufgrund dieses DA hatte ich mich auch in diese rasse verliebt. ich muss sagen, ich habe selten einen leichtführigeren, verschmusteren, soveräneren hund erlebt als ihn - und er war auch der erste hund des befreundeten paares.
allerdings hatten sie ihn sehr unüberlegt und spontan mit 14monaten übernomen (also mitten in der pubertät). mit ihrer entscheidung für diesen hund haben sie sich aber auch zu 100% auf ihn eingelassen, inkl. hilfe von einem hundetrainer ihres vertrauens, der ein freund von ihnen war. sie hatten mit ihrem DA nie eine größere baustelle. temporär mehrere kleinere (pöbeln im auto, kurzweilig leinenpöbler), aber solche die ihn in der gesellschaft unakzeptabel gemacht hätten - nein. keinerlei aggressionen gegenüber menschen, sehr verträglich mit hündinnen und kastrierten rüden, verträglich mit intakten rüden, liebte katzen, fand jedoch alle huftiere jagens- und tötenswert.
was ich damit sagen will.. die berücksichtigung von rasseeigenschaften sind immens wichtig!!!!!! (an dieser stelle sind satzzeichen rudeltiere) aber auch innerhalb einer rasse gibt es große unterschiede im verhalten/charakter.
wenn ihr ein "anstrengendes" exemplar erwischt, habt ihr deutlich mehr arbeit vor euch, als wenn ihr ein "unkompliziertes" exemplar bekommt. dessen müsst ihr euch einfach bewusst sein.
leider sind die beiden vor drei jahren nach spanien ausgewandert und ich habe schon seit langem keinen kontakt mehr zu ihnen. der hund ist vor ca. vier jahren bei einem autounfall gestorben
(hund im kofferrraum, anderer wagen mit 35km/h draufgefahren).
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ich bin aber sicher, die kritischen stimmen hier sind nicht um der kritik wegen laut, sondern einfach wohlwollend und aus sorge weil es einfach zu viele menschen gibt, die sich eben nicht darüber im klaren sind was für eine herausforderung sie sich mit einen DA ins haus holen.
die DFler sind ungemein hilfsbereit, und hier haben dir viele HH mit viel erfahrung geantwortet. in jeder zeile steckt ein körnchen wahrheit. in der einen mehr, in der anderen weniger. es liegt an dir zu entscheiden was du daraus machst, aber du brauchst dich hier niemanden gegenüber zu rechtfertigen.
und am ende des tages noch ein tipp von mir. egal wie sehr ihr euch einen hund/DA wünscht. brecht nichts übers bein.
wenn es noch länger dauert, dann sollte auch das so sein. nehmt um gottes willen nicht den ersten welpen der einen anständigen eindruck macht. egal wie klein die DA welt ist, seht euch mehrere potenzielle elterntiere und züchter an. am ende werdet ihr euren traumhund finden.
ich wünsche euch alles gute!