Beiträge von SavoirVivre

    @SophieCat

    Ich habe klar und deutlich verstanden, dass du anhand deiner Erfahrungen mit deinen Hunden verhaltensnetten bei Hundebegegnungen nicht voraussagen kannst.

    Warum das aber nun "gequirlter Quark" sein soll wenn andere Halter das können, ist mir ein Rätsel.

    jeder hundehalter der sagt, er kennt seinen hund gut genug um seine aktionen und reaktionen in jeder situation 100% vorhersagen/wissen zu können, würde von mir belächelt werden angesichts seiner naivität. das hat nichts mit dir persönlich zu tun, du fällst für mich mit einer solchen aussage lediglich in diese gruppe.

    So schnell kanns gehen, wenn man seinen Hund nicht kennt.

    Sorry, aber da ist gequirlter Quark. Man kann seinen Hund schlicht und einfach nicht gut genug kennen um 100% seiner Aktionen und Reaktionen hervor zu sagen. Eben drum gehören Hunde an der Strasse meines Erachtens an die Leine. Wer dies nicht tut - und dazu zähle ich mich nach entsprechender Abwägung auch selbst - akzeptiert damit auch stillschweigend, dass sowas passieren KANN.

    leider gerade vor kurzem erlebt. zwei offline laufende braune labbis an einer kleinen kreuzung. einer bleibt am bein seines herrchens, der andere nährt sich friedlich und entfernt sich dabei wenige meter von seinem herrchen. beide herrchen lassen den kontakt zu, bleiben stehen und grüssen sich freundlich.
    der eine labbi fordert den anderen zum spielen auf, der andere fand das wohl zu ungestüm und knurrt den anderen weg. der andere findet das sooo super dass er anfängt große wilde sprünge um den anderen herum zu machen und springt dabei mit den hinterläufen auf die strasse und wird von einem auto erfasst. einfach nur schrecklich wie der geschrieen hat und nicht mehr hochkam.

    wir sind weitergegangen weil es genügend gaffer und bereitwillige helfer gab. jede weitere person die stehenbleibt hätte nur behindert. das ganze passierte nämlich in einer ecke mit zig restaurants an der strasse die auch voll besetzt waren.

    so schnell kanns gehen obwohl alles so kontrolliert anfing.

    ich halte mich auch nach möglichkeit an regeln. wobei ich ebenfalls finde, dass bei der auslegen dessen alles seine verhältnismässigkeit haben sollte.

    das bambi geht überwiegend an der leine. wenn ich jedoch frühmorgens um 6uhr in einem park bin in dem grundsätzlich leinenpflicht besteht, und es ist weit und breit noch kein mensch zu sehen, läuft er auch offline.

    was aber auf jeden fall gilt. je besser mein hund im gehorsam steht, des so mehr freiheit kann ich ihm geben.

    meine hunde begleiten mich durchs leben. das bedeutet sie begleiten mich auch durch alle veränderungen, die das leben so mit sich bringt.

    im idealfall, ist mein hund bis max. 4 std. allein zuhause. es ist auch mein mindestanspruch, dass einige stunden allein sein kein problem darstellt. einfach weil ich das bedürfnis habe, auch regemässig ohne hund unterwegs zu sein. egal ob ich in der stadt bummeln gehe, einkaufe, auswärts essen gehe, ins kino gehe, family/freunde besuche - ich möchte dies ohne schlechtes gewissen tun können.

    mein hund soll und muss nicht immer dabei sein - ganz bewusst nicht. ich habe auch keinen hund den man überall mit hinnehmen kann.

    wenn es mal temporäre phasen gibt, in denen ein hund bis 8std. allein zuhause sein muss, dann ist es halt so. das ist nicht das was ich mir wünsche und es ist etwas, was ich zu vermeiden versuche - aber es ist auch nichts was ich tragisch finde.

    bei > 6 std. würde ich immer dafür sorge tragen, dass mein hund die möglichkeit bekommt sich zwischendurch zu lösen und sich die beine zu vertreten. hierfür würde ich einen hundesitter in anspruch nehmen.

    wenn sich meine lebensumstände so stark ändern, dass ich meinen hund regelmässig 8std. und mehr allein lassen müsste, würde ich mich für eine hundepension entscheiden.

    gleichgeschlechtlich aber kastriert würde funktioneren bei und mit einer hündin funktioniert es auf jeden fall.
    trotzdem hätte ich immer ein halbes auge auf die hunde, damit sich keiner aus doofen aneinanderreihungen von noch dooferen zufällen auf einmal in einer situation befindet, in der er sich extrem bedrängt fühlt oder meint keine andere wahl mehr zu haben als nach vorne zu gehen.

    mit einem unkastrierten rüden, ungefähr gleich groß und gleich alt > äh.. nö.. da lasse ich es erst gar nicht darauf ankommen. kann paar stunden/mal gutgehen und dann trotzdem knallen. ich weiß zwar dass meiner grundsätzlich nicht beschädigt, aber ich möchte auch gerne dass dies so bleibt. machen wir uns da nichts vor - das kann schneller kippen als man gucken kann, wenn der raum zum ausweichen in genau diesem moment fehlt.

    @Elzbeth ich finde ihr habt die situation gut gemanaged. für die zukunft würde ich an eurer stelle einfach nicht mehr gemeinsam mit kind und kegel inkl. hunden in den urlaub fahren. wäre mir zuviel management für einen entspannten urlaub. ich gehöre aber eh zu denen, die regelmässig ohne hund in den urlaub fliegen.

    @Boomerang
    deine erwartungshaltung an deinen hund ist halt eine andere. wenn das dein anspruch an einen hund ist, dann ist es für dich auch das richtige deinen hund früh an solche situationen heranzuführen.

    das hat allerdings keine pauschale richtigkeit.

    mitnahme auf einen weihnachtsmarkt würde es bei mir definitiv nicht geben, egal ob im kindergarten oder sonstwo. unabhängig ob es für meinen hund stress wäre, für mich wäre es definitiv stress. gebe ich mir nicht.
    dass mein hund sich streicheln lässt mit dem ziel was abzustauben. no-go. wäre ja noch schöner wenn er erfolg hat und systematisch mit dem betteln anfängt.
    das mein hund übers gelände streunt und mit anderen hunden flirtet. äh nein. ich traue keiner gruppendynamik (ausser bei hunden die in einem haushalt leben) und habe da stets ein auge drauf.