Beiträge von SavoirVivre

    unser vorrat ist praktisch nicht existent.
    zwei kleine dosen rinti
    ca. 1kg trofu
    1x TK hühnerherzen

    wir kaufen inzwischen wöchentlich ein, weil wir keinen platz für hundefutterreserven nutzen wollen. beim wöchentlichen menschen-einkauf (frischfleisch wird eh im supermarkt gekauft) gehts zum futterhaus/futternapf und fertig.

    und wenns mal eng wird. mei, dann gibts halt einen tag nichts oder weniger. ist eh gut für den hund und uns im letzten jahr genau null mal passiert.

    ich finde mitunter die kritischsten situationen sind die, wenn ein hundehalter den kofferraum - mit ungesicherten hund drin - öffnet. ich gehöre dazu. mein bambi sitzt auf kurzfahrten innerhalb der stadt frei im kofferraum, welcher mit einer heckvorrichtung vom fahrerraum getrennt ist. nur dass das bambi sitzenbleibt wenn der kofferraum aufgemacht wird, und ich vorher doppelt nachsehe wer oder was in unmittelbarer nähe ist.

    ich erlebe es aber regelmässig auf einem parkplatz nahe einer hundeauslauffläche, dass der kofferraum aufgemacht wird, nun noch bevor dieser richtig offen ist der hund schon kläffend rausspringt - wenn möglich dem nächsten der vorbeiläuft direkt auf den rücken, oder den nächsten menschen stellend der es gewagt hat zu nahe ans auto zu kommen.

    @SophieCat Und wer ist Egon? :???:

    ich hab mich schwer getan mit den pseudonamen und hatte mich zunächst für egon entschieden, habe den aber dann in hajo umgeändert. anscheinend nicht sorgfältig genug an allen stellen abgeändert :D . egon = hajo :headbash: .

    wer aus hamburg kommt und die richtigen namen von hajo und hugo kennt, weiss wahrscheinlich auch wen ich meine. zu der zeit gab es unter hundefreunden mehrere spendeaufrufe und suche nach jemanden der hugo nach hajos ableben nehmen würde.

    @Bubelino

    Oh lala. Aus dem Alter, in dem ich Schulnoten bekam und mich stumm setzen sollte, bin ich glücklicherweise schon lange raus. Aber immer wieder schön, was man so alles im Netz hingekotzt kriegt.
    Wenn Du Lesekompetenz einforderst, dann lese doch selber nach? Seit mehreren Seiten schreibe ich davon, dass es Notsituationen gegen kann, in denen man vieles probiert, natürlich sind da alle von Dir genannten Dinge auch schon von mir erwähnt worden.
    Wenn gar nichts mehr ginge, würde ich den TA um Ratenzahlung bitten, ja, ganz genau. Ich war noch nicht in dieser Situation, Glück gehabt.


    ich kürze mal ab.
    egal was du schreibst, du hast recht - und ich meine ruhe.

    ---------------------------------------------------------


    ich hatte mal einen bekannten, nennen wir ihn hajo, aus einer hundegruppe, der hatte einen JRT rüden, hugo. wenn man hajo augenscheinlich beschreiben würde, würde das bild eines obdachlosen gezeichnet werden, obwohl er durchaus einen festen wohnsitz hatte.

    aus seinen erzählungen wussten wir, dass er mal ein erfolgreicher kreativer war, der in diversen kreativagenturen als art director gearbeitet hat, mit mehreren auszeichnungen (die heute schall und rauch wert sind). er war homosexuell und aufgrund seiner selbstgewählten lebensweise, infizierte er sich leider mit HIV. er wurde irgendwann arbeitslos und so fing die abwärtsspirale an. zu dem zeitpunkt als wir ihn kennenlernten, litt er bereits viele jahre an HIV und war finanziell soweit am boden wie es nur ging. sein lebensinhalt war sein hund und seine größte sorge, was mit ihm passiert wenn er nicht mehr ist - was absehbar war.

    wir aus dieser hundegruppe, wir waren locker miteinander befreundet und machten auch einiges zusammen, und keiner von uns wollte wegsehen. so kam es dann, dass wir regelmässig zusammengeworfen haben, um die anfallenden (geringen) TA-Kosten für den JRT zu zahlen, die dann und wann mal anfielen. egon erkrankte zwei jahre später an AIDS und es ging dann rapide zu ende mit ihm. hugo hat ihn um drei jahre überlebt. Er wurde 14 und hat bis zuletzt bei anja aus dieser hundegruppe gelebt. Wir alle aus der hundegruppe haben diese drei jahre zusammengelegt – der eine regelmässig, der andere unregelmässig, damit anja zumindest die finanzielle zusatzbelastung nicht allein tragen musste.

    Hajo hatte niemanden mehr, keine freunde und keine familie die zu ihm standen - ausser hugo. Aber hajo hat rechtzeitig den sozialen anschluss gesucht, zu hundefreunden, aus liebe zu seinem hund, weil er hugo unbedingt gut versorgt wissen wollte nach seinem tod.

    Was ich damit sagen will, menschen wie hajo suchen aktiv hilfe – für ihren hund. Und menschen wir wir, hundefreunde, übersehen ihn im idealfall nicht. Es geht nicht darum dass wir selbst in hajos situation kommen könnten, es geht nicht um aufwiegen, sondern es geht um menschlichkeit und hilfsbereitschaft. Das was uns ausmacht. Damit verändern wir nicht die welt, aber damit machen wir die welt für einen einzelnen ein kleines stück besser.

    und - wir können dies für uns entscheiden, aber es steht uns nicht zu zu be- oder verurteilen weshalb andere sich dagegen entscheiden.

    Das tust Du also, bevor Du versuchst, mit dem TA, um beim Beispiel zu bleiben, eine Zahlung in Raten zu vereinbaren?
    Oky, jeder, wie es ihm richtig erscheint.
    Ich habe momentan nur einen einzigen Kunden, der seine Rechnung in Raten abzahlt (esgab ager auch schon Zeiten, da waren es mehr als nur einer). Mehr als 2000 Euro in 20 Euro-Raten. Davon sterbe ich nicht, ganz sicher nicht. Er gibt sein Bestes, hat das Gefühl, ernst genommen zu werden. Ich lebe lieber so. Aber wie gesagt, kann ja jeder machen, wie er oder sie es für richtig hält. Und auch bei den TÄ gibt es ja zum Glück eine gewisse Wahl.

    Vielleicht legst du mir einfach keine Worte in den Mund.
    Ich frage nicht nur den TA nach Ratenzahlung, sondern auch meine Bank nach einem Kredit, meine Familie um Hilfe, frage per facebook nach spenden, etc. Ich schöpfe sozusagen alle mir möglichen Optionen aus.

    Ich sprach von "wenn ich meinem tier eines tages aus finanziellen gründen nicht einmal mehr die notwendige medizininische versorgung gewährleisten kann". wo liest du da heraus, dass ich mir diese erkenntnis einfach mache? bist du schlecht gelaunt und einfach auf krawall gebürstet? dann macht es auch keinen sinn sich hier mit dir auszutauschen.


    sorry, aber zu deiner art und weise kann ich nur sagen - sechs, setzen.

    Und wenn Dein Sparbuch für die Behandlungen Deines Hundes aufgebraucht ist, Du Deinen Job verloren hast, weil Du z.B. für VW arbeitest, wo gerade 30000 Stellen zur Disposition stehen, Du Ende 50 und insofern auf dem Arbeistmarkt ungewollt bist, Dein Hund aber leider chronisch krank ist und Medikamente braucht?
    Herrje, ist das wirklich so schwer, sich hineinzuversetzen in Lebenslagen, die man selber zum Glück noch nie durchmachen musste?

    ich kann dir nicht mehr folgen.
    worauf willst du hinaus?

    wenn all dies zusammentrifft, was du beschreibst, dann ist es meines erachtens leider ein sehr trauriges einzelschicksal. sicher eines das jedem unverschuldet passieren kann, aber nichts wovon man bei seiner lebensplanung ausgeht. ich wage zu behaupten, dass ein solcher lebensverlauf auch eher die ausnahme als die regel ist. du hast dir ein tier nach besten wissen und gewissen geholt - der rest ist der verlauf des lebens.

    so herzlos es auch klingen mag. es ist dein ganz persönliches schicksal und niemand muss finanziell für dich einspringen oder entgegenkommen. auch der TA/Tierklinik nicht. das mag dir schmecken oder nicht, es ist nunmal so und darüber können wir uns weitere 100 seiten austauschen, es ändert nichts an der tatsache.

    ----------------------------

    ich drücke es mal ganz hart aus, auch wenn mich eine solche situation in die verzweiflung treiben würde.
    wenn ich meinem tier eines tages aus finanziellen gründen nicht einmal mehr die notwendige medizininische versorgung gewährleisten kann, es chronisch krank ist und somit ein verbleibendes leben ohne dauermedikamentation oder TA besuche in schmerzen bedeutet, dann versuche ich mein geliebtes tier
    a) zu vermitteln mit absolut offnen karten, damit der folgebesitzer ganz genau weiss was auf ihn zukommt
    wenn das nicht klappt
    b) gehe ich zu einem TA und bitte ihn mein chronisch krankes tier, das medizinisch zu versorgen ich aus finanziellen gründen nicht mehr in der lage bin, einzuschläfern.

    wenn ich sowas lese blutet wir das herz. es ist einfach so traurig dass menschen, die ihr leben lang hart gearbeitet haben ihre arbeitsfreie lebenszeit nicht geniessen können, sondern dann der verzicht erst losgeht. wenn dann noch ein geliebtes tier zu versorgen ist :verzweifelt: .

    ich überlege gerade, ob man bei seinem TA seines vertrauens nicht einen spendetopf einrichten kann, genau für solche fälle. es würde doch schon reichen, wenn jeder der mit seinem hund zum TA geht und es sich leisten kann und will, einmalig das einwirft was er möchte.

    @Anju&co
    hm.. jetzt nach mods zu rufen finde ich noch kindergartenartiger als die seiten zuvor.
    meine güte - wir sind alle erwachsen, haben bissl heftig diskutiert, haben uns gegenseitig selbst zur räson gerufen und jetzt ist auch gut.

    um mal zum thema zurück zu kommen. wer von euch kennt hundehalter, die unschuldig in eine finanzielle notsituation gekommen sind und unglücklicherweise genau in der phase hohe kosten wegen dem hund/haustier hatten?

    ich hatte mal das vergnügen einer hundehalterin zu begegnen, die eine kritische situation mit humorvoller selbstkritik und lässigkeit genommen hat.

    sie war mit ihrem weimeraner rüden auf einer hundewiese, auf der ich mich ohne Hund (ich beobachte gerne hunde in ihrer interaktion, die normalerweise kein rudel darstellen) ebenfalls aufgehalten habe.

    ihr weimeraner hatte herzlich wenig lust auf die anderen hunde, sass also stoisch neben seiner halterin am rande des geschehens und beobachtete aufmerksam das geschehen. ich stand in der unmittelbaren nähe. nach wenigen minuten kam ich mit ihr ins gespräch und sie erzählte mir, sie ist mit hund zu besuch in hamburg und alle die sie gefragt hat für den kurzen gang um den block, haben sie zu dieser hundewiese geschickt. so unterhalten wir also nett, ihr hund sitzt brav dicht an ihrem bein und denken uns nicht böses - haben vor lauter quatschen aber auch die anderen hunde nicht mehr im auge :headbash: .

    für uns urplötzlich (wären wir aufmerksamer gewesen wäre es sicher nicht urplötzlich gewesen) stürzt sich ein brauner labbi von hinten auf ihren weimeraner (der auch völlig überrumpelt wurde) und es war die schönste rauferei in gange.

    da beide hunde ungefähr gleich kräftig waren, und es sehr rabiat wirkte, hatte ich so meine sorgen dass das gänzlich ohne kratzer ausgeht. die halterin des labbis war noch noch ca. 50m weiter weg und kam schon in höchstgeschwindigkeit angerannt. was macht also die die halterin des weimeraners? sie sich umgedreht und sich raschen schrittes von den raufenden hunden entfernt - mich im schlepptau (sie hat mich einfach bei der jacke gepackt und mit gezogen) - und dabei streng aber nicht hysterisch nach ihrem hund gerufen.

    siehe da - noch bevor die labbi halterin ankam, war das geraufe aufgelöst, weil ihrer ihr nachgelaufen kam und sie den folgenden labbi sehr energisch mit einem offenen regenschirm geblockt hat.

    auch der folgende dialog mit der labbi halterin war sehr freundlich und verbindlich. beide damen haben ihre hunde auf wunden untersucht (die auf einmal auf engsten raum ganz höflich miteinander konnten :pfeif: ) , sich gegenseitig bestätigt dass das halt einfach passieren kann kein hund verletzungen hat, und sich dann fröhlich verabschiedet und ihrer wege gegangen.

    ich gucke die weimeraner halterin an und sag zu ihr "hut ab, ich wäre ganz schön sauer dass die ihren freilaufenden hund so unbeobachtet lässt, dass er so weit von ihr weg streit provozieren kann. die hat doch 20sek gebraucht hierher zu kommen." da sagt sie breit grinsend zu mir "gut dass du neben mir stehst, ich muss mich gerade zusammenreissen mir nicht selbst eine zu knallen und das sähe bestimmt total bescheuert aus. genau deswegen gehe ich eigentlich nicht auf hundewiesen. man steht nur rum und quatscht sich fest, anstatt sich mit seinem hund zu beschäftigen. das hätte mir eben genau so passieren können wir ihr. keine hundewiese mehr für uns - morgen muss er an den einsamen baum vorm hotel pinkeln".

    das fand ich einfach cool! keine vorwürfe, sondern ein ganz nüchternes beurteilen der situation :bindafür: .