Beiträge von SavoirVivre

    DANKE @Michi69

    ich habe niemalsnienix gegen wattebauschwerfer und wünschte ich könnte mein hundehalterlebtag lang selbst einer sein. wirklich - es ist der purer neid von meiner seite. es ist aber nunmal fakt, dass es hunde gibt bei denen man lauter werden muss und auch körperlich eingreifen muss, um unerwünschtes verhalten zu stoppen oder vermeiden, bevor jemand anderes zu schaden kommt.

    es gibt halt hundehalter wie mich, die ihre hunde fast ausschliesslich vom tierschutz haben - und es sind große, kapitale hunde mit verkorkster herkunft. da kann ich froh sein wenn ich methoden finde die kurzfristig funktionieren, bevor ich in die ursachenforschung und -behebung gehen kann. da gehts bei mir dann eher in die richtung "nicht denken, sondern handeln", als das ich kopflastig analysierend in die situation gehe. das analysieren kommt im anschluss, fürs besser machen beim nächsten mal.

    ich hab bei meinem schäferhundrüden gerne den angeblichen frauenfehler nr. 1 gemacht. ich habe ihn oft automatisch geistesabwesend gestreichelt, sobald er länger 5sek. neben mir stand/sass. damit habe ich ihn schön in allem bestätigt was er gerade getan hat (z.b. einen anderen hund fixieren) und mich dann gewundert wenn er losgelegt hat.


    Die Hundehalter, die ich so kenne und die weder eine gute Hundeschule besuchen noch sich irgendwie über Hunde belesen und informieren, mögen meinen, das sei alles unnötig und ihr Bauchgefühl hilft ihnen schon, das Richtige zu tun - aber oft führt meiner Erfahrung nach gerade dies zu Problemen. So habe ich zB eine Bekannte, wie ich Ersthundehalterin, aber einfach viel weniger informiert und interessiert am Thema Hund. Trennungsstress ihrer Hündin durch langes Alleinbleiben und wechselnde Bezugspersonen sieht sie als "Dominanz" und "Kontrollwahn". Eine andere Bekannte bestrafte ihren Hund, als er einen "gruseligen" Artgenossen aus Unsicherheit verbellte. Solche Dinge erlebe ich halt ständig und darum bin ich froh über Hundehalter, die sich umfassend informieren.

    ohne anmaßend wirken zu wollen muss ich sagen, dass die intuitive hundeführung bzw. die erziehung aus dem bauchgefühl heraus in erster linie beim erfahrenen hundehalter klappt, weniger beim ersthundehalter.

    zumal.. bevor man sich dafür entscheidet einem tier ein zuhause zu geben, gehört es meines erachtens zu den pflichtaufgaben sich vorab über die gattungseigenschften dieses tieres zu informieren und sich anschliessend mit den rassespezifischen eigenschaften auseinanderzusetzen.

    der rest ist learning by doing. keiner ist perfekt. die szenen die du da beschreibst sind selbst für einen erfahrenen hundehalter schwierig auseinander zu halten. ich korrigiere meinen hund ganz sicher heute noch auch noch mal falsch im timing und auswahl der mir zur verfügung stehenden mittel/möglichkeiten.

    eben genau dieses streben nach perfektion á la "wieso hat sie trennungsstress mit kontrollwahn verwechselt" finde ich überzogen. äh.. sie ist ersthundhalterin. sowas passiert. selbst den erfahrenen.

    die hundehaltung- und erziehung von heute ist meiner meinung nach in sofern "besser", dass sie gewaltloser geworden ist. früher wurde viel über zwang und starkzwang "korrigiert". heute versucht man sich eher in der ursachenforschung und -behebung, als in der reinen symptomkorrektur. das heiße ich gut.

    was ich aber sehr bedauerlich finde ist die zugenomme gesellschaftliche erwartungshaltung gegenüber hundehalter und deren hunde. ein hund darf heute deutlich weniger hund sein, also hundenormales verhalten zeigen als früher. sie gelten heute deutlich schneller als gefährlich bzw. sozial gestört. die erwartungshaltung dass sich hund mit alles und jedem verstehen muss, sich von jedem alles gefallen lassen muss, usw. das ist für mich einfach das übertragen menschlicher gesellschaftsformen auf den hund.

    das was wir hundehalter eigentlich möchten, nämlich dass hunde klar und in sauberen stufen kommunizieren, wird von der gesellschaft abgestraft. ich nehme mal als beispiel knurren. ein hund der fremde personen anknurrt wird fast schon gleichgesetzt mit gefährlich. mir als hundehalter ist es aber lieber mein hund knurrt, als wenn er das knurren überspringt und gleich zuschnappt, wenn ihm jemand auf den pelz rückt.

    Hm.. auch wenn medizinisch keine Notwendigkeit fürs jährliche impfen besteht, so braucht man doch einen "scheckheftgepflegten" impfausweis für hundeschule und Auslandsreisen oder?

    Zumindest kenne ich es so, dass das Datum zählt was als "enddatum" auf dem impfaufkleber in Impfpass steht. Und das liegt meist ca. drei Jahre in der Zukunft ab Impfung.

    Was du tun kannst?

    Als erste Maßnahme könnest du aufhören deinen Hund im Stich zu lassen. Aufhören sie solchen Situationen auszusetzen. Sie vor deiner (unwissendenden, unschuldigen) Nichte schützen.

    Du könntest anfangen aktiv Verantwortungsbewusstsein zu zeigen und Hund und Kind trennen, oder deinem Hund einen geschützten Rückzugsort bieten.

    Sorry wenn das hart klingt, aber wegen so fahrlässig agierenden Hundehaltern wie Dir, passieren schlimme Unfälle zwischen Kind und Hund.

    Für mich kommen auch nur Audi, VW, BMW, Mercedes, Porsche - und deren KonzernTöchter (z.B. Seat, Mini, Smart) in Frage. Eine Zeitlang habe ich noch mit Volvo geliebäugelt. Dann hört meine persönliche Auswahl aber schon auf.

    Lieber zahle ich mehr in der Anschaffung, als an Reperatur & co. Und ich kaufe auch lieber beim namhaften Händler mit Gewährleistung.