Beiträge von SavoirVivre

    Bei uns in der Gegend gibts momentan viele American Steffs.
    Die meisten sogenannten "Kampfhunde" wie Pitbull und Steffs waren hier schon älter. Und nun gibt es eine neue Welle mit Welpen. Gestern erst wieder einen getroffen. Und die Besitzer sind jung. Seehr jung. Das Mädl gestern vielleicht grad mal 18. Dann gibts noch ein Päärchen (so um die 18-20 Jahre) die haben auch einen Welpen.

    ich würde die halter sofort ansprechen und interessiert nach den vorausetzungen für die haltung dieser rasse fragen. wenn die halter völlig ahnungslos sind, würde ich ihnen sagen dass es leider eine ganze reihe von haltungsvoraussetzungen gibt die man erfüllen muss und das sie diese anstreben sollten, wenn sie nicht wollen dass ihnen der hund abgenommen wird.

    ich persönlich finde die kombination listenhund als ersthund sehr jungen jahren nicht ideal. da ist einfach ein erhöhtes konfliktpotenzial drin und am ende leidet der hund drunter. ich kenne einige halter von listenhunden und diese sind so akribisch darauf bedacht alles richtig zu machen - auch bezüglich den auflagen - so dass ich es einfach als unfair empfinde, wenn da eine 18jährige losmaschiert und ohne sinn und verstand sich einen solchen welpen holt, der irgendwo im hinterhof "gezüchtet" wurde. am ende gibt es nur verlierer!

    ich gehöre zu denen die sich (mindestens innerlich) tierisch darüber aufregen wenn tut-und-hört-nixe in uns reinbrettern. von hinten > noch geiler, da freue ich mich besonders drüber. wenn daraus eine rauferei entsteht, die sich so entwickelt wie von rafile beschrieben, würde ich mich ebenso wie sie darüber echauffieren.

    der einzige unterschied wäre der, dass ich meine versicherung von anfang an mit einbeziehen und dieser den vorfall schildern würde. ich gehe mal davon aus, dass eine solche situation auf eine 50:50 kostenteilung hinausläuft. das wäre für mich fair. denn
    a) bin ich mir sicher dass mein hund nicht gebissen hat, kann es aber nicht beweisen
    b) kann es trotzdem sein dass er die verletzung verursacht hat
    c) allein aufgrund seiner existenz eine natürliche tiergefahr von ihm ausgeht

    die forderung des anderen HH 100% der kosten zu übernehmen und die drohung mit OA empfinde ich hingegen als absolute frechheit. dass sein hund unabrufbar leinenfrei lief und somit eine rauferei provoziert hat, ist für mich mindestens eine mitschuld.

    nun ja, ich weiss ja dass viele menschen/hundehalter meinen hund als hässlich bzw. unansehlich finden (dafür fahren molosser-fans total auf ihn ab :D ). das stört mich nicht. wirklich nicht.

    aber ich unterscheide schon zwischen persönliche vorliebe in der optik und beleidigung. wenn jemand sagt "das ist aber ein hässlicher köter", dann ist das eine beleidigung und etwas ganz anderes als jemand der sagt "puh, also mein hund ist das optisch nicht. sorry, aber schön ist anders".

    reagieren tue ich auf beides neutral oder mit einem nachsichtigen lächeln, aber an einem schlechten tag mache reagiere ich auf beleidigungen auch mit einem verbalen hinweis auf die ganz offensichtlich fehlende erziehung beim absender.

    so, ich muss mal angeben :D
    ich glaube ich bin total pragmatisch. wenn jemand das bambi optisch wenig ansprechend findet das ist das für mich völlig ok. ich akzeptiere auch ohne mit der wimper zu zucken, dass er für viele optisch "hässlich" ist. für viele ist er optisch halt der anti-hund, wegen kurzer schnauze, unterbiss, listenhundähnlichkeit beim hecheln, sabber-meister, hängende lefzen, etc. ist halt so :ka: .
    vor ihm fand ich alles boxerartige auch eher.. äh.. nein danke. schäferhunde, das war meine welt. tja, so schnell kanns gehen. schönheit liegt im auge des betrachters - punkt.

    deutlich empfindlicher bin ich wenn es um sein verhalten geht. einfach weil er echte baustellen hatte in die ich so viel zeit, nerven und energie gesteckt habe. er ist heute noch weit weg von perfekt und wird nie ein sicherer, souveräner hund sein wie sein vorgänger - aber es ist um welten besser als zu unserer anfangszeit.
    trotzdem ist er verhaltenstechnisch kein traumhund, und für viele die leicht zu führende hunde haben auch hier ein anti-hund. prollig und unsicher, übergriffig und grobmotorisch. ja mei, aber wer weiss wie viel weg wir schon hinter uns haben, weiss was ich meine. darauf bin ich stolz - stolz auf ihn. und ja, es tangiert mich, verletzt mich sogar, wenn andere hundehalter oder menschen ihm vom wesen her ablehnen oder gar verurteilen. davon kann ich mich auch nicht gänzlich frei machen und ich neige dann auch dazu kritik mit gegenkritik oder rechtfertigungen zu begegnen.

    ich verstehe deine not mit freilaufenden hört-nixen gut.

    ich kann solche hunde recht gut mit einem lauten, strengen "nein" stoppen. irgendwie ist "nein" ein kommando mit dem fast jeder hund etwas anfangen konnte und dann zumindest mal innehält. aber dann bin ich leider auf den anderen hundehalter angewiesen, da ich einen hund habe der sich leider Gottes für einen "frontsoldaten" hält, und ich somit "anderweitig" beschäftigt bin.

    ich gestehe ich habe die sorge, dass bambis reaktion/aufmerksamkeit auf eine ansprache von mir verweichlicht, wenn ich zuviel mit ihm "quatsche".

    auch bei all meinen voraus gegangenen hunden war es so, dass ich sie selten ohne konkreten grund angesprochen habe. dafür waren sie, sobald ich sie angesprochen habe, sofort "bei mir".
    auch heute - ich habe das gefühl, dass wenn ich regelmässig mit bambi "spreche", mein gesprochenes wort irgendwann als "grundrauschen" wahrgenommen wird und unsere kommunikation dadurch unklarer.

    bambi braucht klare führung und ich habe das gefühl dass es mit "gequatsche" schwieriger wird ihm zu vermitteln was "dahergesagt, kannste ignorieren" und was ein "ich will jetzt was von dir" ist. ich mag es wenn mein hund auf leiste töne von mir achtet. ich möchte vermeiden dass er leiste töne als.. "blabla.. ob ich jetzt reagiere oder nicht.. sie will eh nix konkret von mir" ablegt.

    auch im austausch mit erfahrenen hundehaltern die schätze, habe ich als rat oft zu hören bekommen dass ich meinen hund nicht zuquatschen soll (hä, ich?), wie er denn sonst unterscheiden soll wann ich was von ihm will und wann er mich getrost ignorieren kann.

    habt ihr diese sorge gar nicht?

    ich kenne es gar nicht anders als mit hund in einer großstadt zu leben, ich lebe nämlich immer schon in hamburg. klar kann man jetzt sagen, damit bin ich gar nicht rumgekommen - aber wenn man in hamburg lebt, vermisst man auch einfach nix :D .

    auch die hundehalterung in hamburg empfinde ich selten als "besondere herausforderung". im gegenteil, ich empfinde hamburg, die lage hamburgs und seinen speckgürtel als sehr hundehaltungsgeignet. hamburg ist insgesamt ziemlich grün und bietet in fast jedem stadtteil diverse grünflächen. menschen die mit hunden nichts anfangen können findet man immer und überall, aber ich finde als hundehalter ist man eh in der verantwortung dafür sorge zu tragen, dass der eigene hund weder andere menschen noch tiere belästigt. wenn es doch mal vorkommt, half bei uns immer eine aufrichtige entschuldigung. und wenn nicht - mei, gelegentliche anfeindungen muss ein hundehalter abkönnen.

    obwohl mein bambi seine baustellen hat (teilzeit-leinenpöbler), haben wir mit dem großstadtleben kein problem.
    die probleme für hundehalter ergeben sich meines erachtens eher bei der wohnungssuche. in dieser hinsicht ist hamburg "schwierig".

    was mich persönlich irre ärgert sind diese :fluchen: hundehalter die die hinterlassenschaften ihres hundes nicht beseitigen. ich hab inzwischen jegliche hemmungen abgelegt hundehalter direkt anzusprechen die ich dabei erwische sich aus dem staub machen zu wollen. ich gebe mich selbst als hundehalter zu erkennen, reiche einen gassibeutel (die ich immer dabei habe) und das ganze mache ich lautstark, um auch andere menschen in der umgebung auf diesen hundehalter aufmerksam zu machen. ich möchte dass diese hundehalter sich schämen, peinlich berührt sind und sich beim nächsten mal dreimal überlegen ob sie die scheisse ihres hundes liegen lassen. und ich möchte dass menschen die das mitbekommen wissen, dass nicht alle hudnehalter so sind, sondern dass die verantwortungsbewussten sich für solche fremdschämen.