in einer solchen situation ist es das wichtigste ruhig und besonnen zu bleiben. egal wie schxxx eine situation gerade ist, hektische bewegungen oder eine jagd um den hund einzufangen, schreien, brüllen, mit leine werfen oder fuchteln, etc. verschlimmert die situation nur.
es erscheint einem in der panik schier unmöglich, aber wenn ihr als HH versucht euren hund einzufangen, dann bitte möglichst mit kontrollierten, ruhigen zugriffen und mit klaren, ruhigen befehlen, oder gar lautlos. positioniert euch dort wo ihr meint dass euer hund an euch verbei muss und packt beherzt zu (hinterläufe packen und beherzt zu euch ziehen, die rute entgleitet zu schnell bei heftigen bewegungen), wenn er euch passiert. haltet dabei aber unbedingt abstand zum pferd, denn ein pferd das angegriffen wird, verteidigt sich sehr effektiv durch hartes ausschlagen - vorne und hinten. wenn ihr da mit dem gesicht dazwischen seid, dann gehen die lichter aus - im zweifel entgültig.
der reiter wird versuchen sich aufs pferd zu konzentrieren und eine kommunikation mit euch nicht immer sofort möglich sein. das pferd vor kopfloser panik abhalten ist jetzt sein ziel nr. 1, während ihr versucht euren hund zu sichern. ein durchgehendes pferd gefährdet nicht nur seinen reiter, sondern auch unbeteiligte. ein erfahrener, besonnener reiter wird versuchen, wenn es einen bewegungsdrang nach vorne gibt, sein pferd im engen kreis zu lenken. wenn das pferd noch zugänglich ist, bedeutet das sehr kleine volten oder gar drehen um die eigene achse im kreis. das ist die ideale situation um euren hund zu packen, da dieser diese bewegung mit hoher wahrscheinlichkeit mitgehen wird und dabei an euch vorbeikommt.
bitte - macht euch klar, ein menschenleben ist wichtiger als ein hundeleben. wenn ihr eine entscheidung treffen müsst, bei aller liebe zu eurem hund, berücksichtigt dabei immer zuerst die unversehrtheit des reiters, euer eigene und die von unbeteiligten. ja, das kann ein schwer verletztes pferd oder einen toten hund bedeuten, aber menschenleben gehen vor!