Beiträge von SavoirVivre

    Das hab ich gelesen aber nicht gedacht, dass es soooo heftig war.
    Schade, denn man weiß ja nie, wie viele Menschen diese Notiz abhält. Es fallen ja leider nur solche unnötigen Reaktionen auf.

    Möchte übrigens nochmal betonen, dass ich nicht missionieren will. Ich versuche nur, die "Gegenseite" zu verstehen. Da gibt es mit Sicherheit Leute, die das einfach mal als Gelegenheit nutzen, sich als Retter darzustellen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das auf alle oder auch nur den Großteil zutrifft. :ka:

    Und zu dem Glauben, dass der Hundehalter schon weiß, was er macht, seinem Hund zumuten kann und nur sein Bestes will... den hab ich nicht generell. Da fallen mir zu viele extrem übergewichtige Hunde ein. Solche, die wahnsinnig verfilzt und mit viel zu langen Krallen rumlaufen. Nicht zum Tierarzt kommen, draußen vergessen werden, die natürlich nie frieren, weil sie ja Hunde sind und die Halter Hundemäntel albern finden aber kein Problem damit haben, ihrem Vierbeiner beim Schlottern zuzugucken...

    Deswegen muss ich nicht jedem gleich das Allerschlechteste unterstellen aber man hat eben auch nicht immer die Gelegenheit, nachzufragen und ich gehe durch meine Erfahrung auch nicht in jedem Fall automatisch vom Allerbesten aus.

    Da ich zu denen gehöre deren Hunde immer schon regelmässig im Auto gewartet haben, verlasse ich mich da lieber auf meine eigenen Erfahrungen :smile: . Diese lauten - kein Zettel und die Hunde sind ungestörter als wenn ein Zettel drin liegt.

    In der Regel merkt nämlich kein Mensch wenn da ein Hund im Kofferraum liegt und schläft. Kann ich für mich auch bestätigen. Ich laufe keine Autos ab und schaue in den Innenraum. Wenn ich aber an einem Auto mit Zettel hinter der Windschutzscheibe sehe, dann werde ich erst neugierig, trete heran, lese den Zettel und registiere dann überhaupt erst dass ein Hund im Auto ist.

    Echt traurig das man in der heutigen Zeit noch erklären muss, dass sich Lebewesen ihre Gliedmaßen erfrieren können, oder eben tödlich erfrieren können. Dachte immer hier wären erwachsene Menschen denen das klar sein sollte. Hätte ich meine Hunde bei den letzten Temperaturen von -18 Grad im Auto gelassen, hätte ich Eiszapfen vorgefunden. Das ich für mich persönlich eine logische Schlussfolgerung, wenn sie sonst bei Minusgraden auch frieren (im unbewegten zustand). Das ein Husky natürlich weniger friert als ein Nackthund sollte auch selbsterklärend sein. Bin froh das ich es vermeiden kann, dass meine Hunde im Auto warten müssen.

    Wie kommst Du auf -18C ? Wieso beziehst Du es jetzt so explizit auf Dich und aktuelle Temperaturen bei Dir vor Ort? Bei -18°C würde ich auch keinen Hund für länger als wenige Minuten im Auto warten lassen, während ich bei -5°C überhaupt keine Probleme damit habe.

    In dieser Diskussion ging es um -5°C und die daraus resultierende Frage ob es übertrieben ist die Polizei zu rufen weil zwei Hunden bei diesen Temperaturen für über eine Stunde (Zeitpunkt als die Polizei gerufen wurde) allein im Auto waren.

    Zumal sicherlich alle verstanden haben dass Du Deine Hunde am liebsten keine Minute allein Im Auto lässt. Das ist völlig legitim. Hat auch keiner kritisiert, warum auch.
    Es ist sicherlich hilfreich mal über den eigenen Tellerand zu schauen. Andere Hundehalter handhaben es halt anders, weil sie andere Hunde haben und/oder andere Lebensumstände. Warum also diese künstliche Übertreibung? Was kommt als nächstes? Wirfst Du dann -20°C in die Waagschale?

    Nun ja, ich hatte geschrieben inkl. Gewaltandrohung. Egal, ich will mich auch gar nicht aufregen. Am Ende ist nichts passiert, aber das war halt einer der Situationen die kein Mensch braucht im Leben. Hätte kein Zettel im Auto gelegen, hätte wahrscheinlich gar keiner gemerkt dass hinten im Kofferraum/Rückbank Hunde schlafen.

    Ja der Typ war weg als wir am Auto ankamen (max. 10min später). Es waren auch Frauen dabei. Die waren im Hintergrund zwischendurch zu hören. Es war aber nicht auszumachen ob sie zu ihm gehörten oder unbeteiligte Passantinnen waren, die aufgrund des Gebrülls dazu gestossen sind. Vielleicht haben die ihn ja überzeugt dass keine Gefahr im Verzug ist für die Hunde und er mit einer Anzeige rechnen kann bei seinem Verhalten.

    Wir waren auch rasch beim Auto um makaberweise ihn zu schützen. Unsere Hunde, beides DSH Rüden, waren im Auto durchaus territorial, wehrhaft und fänden es überhaupt nicht witzig gerettet zu werden nach einem 5std. Marsch.

    Aber war das nicht besser, als gerufene Polizei?
    Also klar, nervig und frustrierend für euch. Aber sie haben nichts eingeschlagen, nichts zerkratzt. Ihr wisst nicht einmal, ob sie an die Scheiben geklopft haben.

    Du gingst doch gerade noch davon aus, dass jedweder Zweifel an einem Hundehalter Unterstellung ist. Unterstellst den "Tierrettern" aber ebenfalls, dass sie was zerkratzen, einschlagen, an die Scheibe klopfen...
    Macht das denn nicht deutlich, wie ähnlich wir Menschen da ticken?

    Sag mal gehts noch? Klares NEIN, in diesem Fall wäre uns die Polizei 3x lieber gewesen als ein brüllender Mann der einem Gewalt androht. Mehr noch, wäre die Person noch da gewesen hätten wir die Polizei angerufen, denn das war eine klare Drohung von körperlicher Gewalt bei purer gebrüllter, ungezügelter Aggression.

    Und auf Deine zweite Frage ein Klares JA. Wenn am Telefon Hasstiraden wie "Ich hole die Hunde hier raus und Sie binde ich ans Auto und fahre mit 180 um den Block" gebrüllt werden, dann gehe ich davon aus dass auch davor nicht zurückgeschreckt wird den Wagen zu zerkratzen oder die Scheiben einzuschlagen.

    Ich muss auch sagen, ich verstehe Dich immer weniger. Du verteidigst diese Menschen so leidenschaftlich dass ich mich frage ob Du auf Missionstrip bist. Sorry, wenn ich das so sagen muss aber ich finde Deine Reaktion und Zeilen um einen solchen Menschen zu verteidigen total daneben. Das sind Deine Gedanken dazu? Das finde ich schlicht und ergreifend krass! Ich hatte keine Idee davon dass Du so drauf bist.

    So unterschiedlich sind die Wissenstände und Erfahrungen, Einstellungen und Überzeugungen. Aber warum ist es hier den verantwortungsvollen Haltern schon zu viel, mal n Zettel am Auto zu hinterlassen und damit "übergriffiges" Verhalten zu verhindern? Damit tut ihr euch doch selbst keinen Gefallen. Das regt doch nur auf und bereitet sowohl euch als auch euren Hunden Stress.

    Äh nein, niemals wieder. Damit provoziert man auch übergriffiges Verhalten.

    Eine Freundin von mir durfte sich am Telefon schon übelst beschimpfen lassen inkl. Gewaltandrohung, als wir nach einer 5std. Wanderung unsere Hunde bei ihr im Auto gelassen haben um uns in einem Gasthaus kulinarisch zu stärken. Die Hunde waren einfach nur froh sich langlegen zu können und haben mit Garantie gepennt bis diese Person näher kam um sich den Zettel in der Windschutzscheibe näher anzusehen.

    Dort stand drauf:
    Den Hunden geht es gut. Sie haben eine langeWanderung hinter sich und wollen sich gerne ausruhen. Bitte nicht klopfen.
    0160 xxxxxxxx

    Tja, meine Freundin (da ihre Handynummer) wurde ohne Anrede, Vorstellung oder Gruß aufs übelste beschimpft und im Hintergrund hörten wir noch die Hunde wie wild toben. Wahrscheinlich waren die Tierretter so frei an der Scheibe zu klopfen. Wir sind dann sofort zurück zum Auto weil wir Angst hatten die schlagen die Scheibe ein oder zerkratzen den Wagen. Gott sei Dank ist nichts von allemdem ist passiert und die Herrschaften auch weg als wir ankamen. Die Gasthof Betreiber haben sich auch sehr (zu unseren Gunsten) aufgeregt als wir erklärt haben warum wir das Essen leider abrupt abbrechen müssen.

    Ach ja, es war Ende April, ca. 14°C bei leicht bewölkten Himmel und der Wagen hat hinten. Perfektes Wetter zum wandern.

    Ja ich weiß das diese Blockwartmentalität ein typisch deutsches verbreitetes Phänomen ist.

    Und bitte... erklär mir doch nochmal wie bei unseren Temperaturen hier ein Hund stirbt/erfriert? Hier gehts doch nicht um Sommerliche Temperaturen von 35 Grad, bei denen ich es noch verstehen könnte wenn man aufmerksam wird.

    Danke, darauf wollte ich von Anfang an hinaus - Verhältnismässigkeit.
    Natürlich rufe ich Hilfe oder werde tätig wenn akut Gefahr in Verzug ist. Aber es erschliesst sich mir nicht wo in der Situation eine Gefahrensituation für die Hunde bestand. Es waren minus 5°C und die Hunde befanden sich zu zweit in einem verschlossenen Auto.

    Aber ich habe straalster verstanden. Es geht ihr nicht darum wie sie oder wir es sehen, sondern wie fremde Menschen - bestesfalls noch völlig hundeunerfahren - es sehen und einschätzen. Trotzdem finde ich es eine sehr traurige Entschuldigung dafür, dass fremde Menschen die nicht einmal dabei waren, im Anschluss den HH beschimpfen. Ich möchte diese Menschen auch gar nicht verstehen. Zumindest vor Ort sollte man gewesen sein bevor man einem HH positive Eigenschaften abspricht und hässliche Eigenschaften zuspricht. Alles andere ist einfach nur Feigheit im Schutze der Internet-Anonymität.

    Eben. Die anderen auch nicht, aber die sind vielleicht selbst anders gestrickt, haben mit Sicherheit andere Erfahrungen als du und sehen dann eben: Hund eingesperrt. Wer weiß wie, wer weiß wie lange.Dafür ist nun einmal der Halter verantwortlich, also ist der "schuld".
    Ich kenne auch mehr Rettungen bei Hitze als bei Kälte. Find ich aber auch normal und verständlich. Unter anderem, weil bei Kälte weniger Menschen unterwegs sind. Das fällt also von vornherein schon mal seltener auf.
    Bei Hitze ist das eher mitten am Tag. Bei Kälte auch gerne mal in der Nacht, in der eher wenige Leute unterwegs sind.

    Nichtsdestotrotz: Es gibt so viele Hitzefälle, jedes Jahr wieder. Sollte man nicht meinen, dass die Halter das langsam mal checken und ihren Hund nicht alleine im Auto lassen?! Passiert trotzdem, wieder und wieder und wieder. Das sind dann für mich die "bösen, igittipfui halter". Und ebenso gehe ich davon aus, dass nicht jeder Halter seinen Hund bei Minusgraden entsprechend sichert. Kann sein, sehe ich aber im Zweifelsfall nicht. Und Leute ohne Hunde sehen es noch viel weniger.

    Dazu muss man in manchen Gegenden noch einrechnen, dass die Polizei, Tierrettung oder wer auch immer nicht sofort auf der Matte steht. Unter Umständen zählen aber einfach mal die Minuten bis zur Rettung und entscheiden über Leben und Tod. Da kommt also auch noch ein (empfundener) Dringlichkeitsaspekt hinzu, der dann eventuell nochmal die Perspektive verändert.

    Sorry, aber "die anderen" waren ebenso wenig anwesend wie ich und haben lediglich das selbe gelesen wie ich. Nämlich dass die Polizei gerufen wurde weil zwei Hunde über eine Stunde allein im Auto waren. Trotzdem gab es aggressive und negativ durchzogene Kommentare über den Halter.

    Allein die junge Frau die die Polizei gerufen hat war vor Ort. Schlimm? Nein, sagt auch keiner. Aber hätte ich es getan - ebenfalls nein.

    Sprechen wir eigentlich noch über das selbe? Ich bin bei dieser Situation. Und in diesem Zusammenhang über Leben und Tod zu sprechen finde ich durchaus überzogen. Hier wurden keine Hunde ohne Unterwolle und mit nassen Fell bei Minustemperaturen unter einem Auto angebunden, sondern hier sassen zwei Hunde seit über eine Stunde im Auto. Ich denke nicht dass es da um Leben und Tod ging. Klar liesse sich die Diskussion erweitern um "nach wievielen Stunden wären diese beiden Hunde elendig im Auto erfroren" aber darüber möchte ich gar nicht spekulieren. Da würde sich ja jede Situation ins Unermessliche aufbauschen lassen. Ich nenne es Kirche im Dorf lassen.

    Schade dass Hundehalter schon von Hundehaltern unter Generalverdacht gestellt werden. Ich bin da halt anders. Ich gehe davon aus dass ein HH sein Tier liebt, kennt und weiss was im Rahmen des gut machbaren ist. Ich handele trotzedem wenn ich akut Gefahr in Verzug sehe. Per se und sicherheitshalber die Polizei zu rufen weil es ja sein könnte dass vielleicht, womöglich, unter Umständen... äh nein. Und ganz bestimmt heisse ich Tastaturhelden nicht gut, die vom Wohnzimmer aus einen Hundehalter verunglimpfen ohne auch nur dabei gewesen zu sein.

    @straalster
    so tief stecke ich da wissenstechnisch nicht drin, da ich nicht anwesend war :smile: .

    aber eben drum packe ich nicht die keule aus und schlage virtuell und verbal auf den bösen, igittipfui halter ein. das bezieht sich nicht auf die beiträge hier. ich habe im übrigen noch nicht davon gehört dass ein hund aus kältegründen aus einem auto gerettet werden musste, aufgrund hitze hingegen regelmässig.

    Puh, habe ich doch gar nicht. Ich wollte wirklich nur wissen ob du es schlimm findest, wenn die Polizei vorbei fährt und kurz in dein Auto guckt und checkt ob mit deinen Hunden alles okay ist. Ich persönlich finde das nicht schlimm. Wenn jetzt nicht gerade das SEK kommt und die Autotür aufsprengt, finde ich kurz anzurufen und Bescheid zu geben, dass da ja mal jemand vorbei fahren könnte, auch gar nicht so übertrieben.Ansonsten habe ich echt kein Problem damit wenn jemand seinen Hund länger im Auto lässt. Ich für meinen Teil hätte nur immer Angst, dass der Hund geklaut wird.

    Alles gut :bussi:

    Nein, das finde ich ehrlich gesagt auch noch nicht so schlimm. Da hat man zwar erstmal einen kleinen Schock wenn da die Polizei am Auto steht.
    Problem ist meiner Meinung nach, dass sowas so gerne sozial aufgebauscht wird. Solche Meldungen werden sofort auf Facebook oder andere Netzwerke gestellt. Und was da dann abgeht... Vor richtigem Handeln und Hinsehen habe ich keine Angst. Aber vor diesen Tastaturhelden die sich da gegenseitig hochfahren und anstacheln. Davon wird der große Teil wahrscheinlich niemals selbst handeln... aber so ein paar. Oder wenigstens ein Foto machen und teilen. Das können sie alle.

    Danke, exakt das meine ich :-)