Das finde ich enorm interessant!Ich habe viele Parkettböden rausgerissen und neu gelegt (Paps von meiner Schulfreundin war Bodenleger, der Freund von meiner Ma auch, ich hab' viel geholfen) und ich konnte nie einen markanten Unterschied an der Abnutzung feststellen. Wenn ein Hund nicht dran rumkratzt, sieht man da nicht wirklich was.
Meine Wohnungen hatten auch immer alle Parkett, da gab es nie Probleme.
Möbel und gerade Bürostühle mit Rädern hinterlassen da ganz andere Spuren...
Den Aufschlag verstehe ich auch, ich hätte da auch keine Mühe damit, wenn ich im Gegenzug problemfrei mit meinen Tieren wohnen kann.
Bei uns gibt's ja diese Listen, was wie lange "halten" muss. Also Parkett z.B. 25 Jahre, Wände (streichen) 5 Jahre, etc.
Habt Ihr das auch?
Insgesamt ist es bei uns glaub einfacher, eine Wohnung mit Hund zu bekommen.
Die einzige Absage die ich in meiner "Wohnkarriere" bekam, war wegen einem Katzennetz in einem völlig neugebauten Quartier. Ich fuhr dann ein halbes Jahr später dort mal durch - an vielen Balkonen und Fenstern Katzennetze 
Ich arbeite nicht bei einer Hausverwaltung oder Vermieter. Das
Unternehmen für das ich arbeite hat nur tagtäglich mit denen zu tun
.
Und ja, diese Kalkulationen nach welchen Zeitraum was "abgeschrieben"
ist bzw. wie lange bei normaler Nutzung halten sollte sind Standard.
Eine Hausverwaltung die z.B. regulär Hundehaltung erlaubt, setzt z.B. in
der Kalkulation an, dass ein Parkettboden x Jahre früher abgeschliffen
und neu versiegelt werden muss als bei einem Hundehalteverbot (das es so
in der Reinform ja auch nicht geben darf). Dafür sind normale
Abnutzungsspuren durch den Hund mit der Miete abgegolten. Hier wird ein
Hundehalter nur nochmal zum Gespräch gebeten wenn die Abnutzung über das
Normalmaß hinaus geht. Klar defniert jetzt auch jeder Vermieter
"normal" anders, aber es gibt durchaus Spuren die unstrittig sind.
Kratzer in Parkettböden erkennt man in der Regel gut wenn man sich auf
Kniehöhe begibt und den Boden gegens Licht betrachtet. In Stehhöhe, bei
normalem Lichteinfluss, erkennt man nur mittlere bis tiefe Kratzer. Ich
kenne keinen Parkettboden oder gar Holzdielenboden, der einen > 25kg
Hund ohne viele leichte Kratzer und diverse mittlere Kratzer und
vereinzelnde tiefe Kratzer übersteht. Das ist normal, aber das sind
nunmal Abnutzungsspuren die Du ohne Hund nicht hättest. Die Abnutzung
durch z.B. Kinder wird nicht separat gewichtet. Credo ist >>>
Wohnungen werden für Menschen und Familien gebaut, nicht für Haustiere.
Erlaubte Haustiere sind Zusatzfaktoren.
Wir waren jetzt auch auf Suche und prinzipiell habe ich kaum negative Erfahrungen gemacht. Bei Wohnungen, wo Tiere ausdrücklich unerwünscht waren, habe ich gar nicht erst angefragt. Wollte nciht meine und deren Zeit verschwenden. Generell habe ich bei jeder Anfrage den Hund gleich erwähnt und konnte überall Besichtigungstermine vereinbaren. Hatte nur zwei mittlere Negativreaktionen.
Mein Vermieter meines Traumobjektes hat mir am Telefon gleich eröffnet, dass er kein Hundefan ist... Durften trotzdem zur Besichtigung kommen und kriegen die Wohnung, tschakka!
Und einmal "Hund ist kein Problem..." super
"... wenn er Treppen steigen kann ..." kann er
"... nicht bellt ..." in der Wohnung nicht, check!
"... und den Holzfußboden nicht zerkratzt." .... fliegen kann er tatsächlich nicht 
In meinem Elternhaus gibt es übrigens im Wohnzimmer einen ganz schicken Hartholz-Parkettfußboden, dem man einige Hundegerationen und Kinder durchaus ansehen kann. Der dürfte aber mit etwas Mühe und Abschleifen wieder schick sein.
In unserer jetzigen Wohnung haben wir auch Holzfußboden. Lediglich geölte Weichholzdielen. Hier hinterlässt alles Spuren. Sofort. Wir haben viele Teppiche ausgelegt, um den Boden zu schonen, aber selbst die Teppichkanten hinterlassen hier stellenweise Abdrücke
Ein aufspringender, um die Ecke düsender Hund würde wirklich tiefe Spuren hinterlassen.
Ich persönlich finde "Lebensspuren" auf einem hochwertigen Parkett oder
Dielenboden durchaus charmant. Es ist "Patina" und ein Zeichen dafür
dass in Immobilien gelebt wird. Dass ein Holzboden mehrmals in seinem
Lebenzyklus abgeschliffen wird gehört auch dazu und ist Sinn und Zweck
eines Echtholzbodens. Sonst nimtm man Lamiant oder anderes Material, das
nach Zeitraum X gänzlich ausgetauscht wird.
Zum Thema Parket und Hund.
Wir waren letztens ein Haus it Parkettboden angucken (Miete).
Der Eigentümer hat mehrere Häuser und ist Architekt.
Wir haben das Thema Hund angesprochen und er meinte:
Wenn er an Kinder mit Familien vermietet sieht der Boden nach X Jahren schlimmer aus, als bei Leuten mit Hund.
Da das aber nunmal ein Haus ist und er als Vermieter ja auch gerne an Familien vermietet (und ja auch entsprechend Miete bekommt) ist das eben normale Abnutzung
.
Was ihn viel mehr ärgert ist, wenn er nachfragt ob alles ok ist und die Mieter keine Mängel frühzeitig melden
.
Das ist eine positive Einstellung, aber langfristig nicht optimal wirtschaftlich.
Es ist falsch Mieter mit Kindern mit Mietern mit Hund zu vergleichen. In
einer Kalkulation geht man stets von einer Immobilienbelegung durch
Familien aus, auch wenn bei Einzug keine Kinder vorhanden sind (man kann
ja niemandem verbieten Kinder zu bekommen), und kalkuliert die
Abnutzung durch einen Hund/Haustiere zusätzlich. Allerdings nicht mit
Fantasieaufschlägen, sondern wie gesagt moderat. Ich kenne da Zahlen von
5-25€ mehr auf die Kaltmiete/Monat je nach Objektgrösse.