Beiträge von SavoirVivre

    Zu dem anderen Hund bzw Besitzerin:
    Labrador ca. 1 Jahr
    Sie lässt ihren Hund oft ohne Leine an unserem Grundstück vorbei laufen und ihn überall hin pinkeln

    Zum Vorfall. Kann passieren, dumm gelaufen.
    Wäre ich die Geschädigte (bzw. mein Hund), würde ich es immer davon abhängig machen wie der Hundehalter des anderen Hundes reagiert. Wird von vornherein kooperiert, entschuldigt und habe ich das Gefühl der andere Hundehalter ist sich seiner Verantwortung bewusst, ist die Sache für mich erledigt, selbst wenn mein Hund verletzt wurde. Wie gesagt, kann passieren und dafür gibt es Haftpflichtversicherungen!

    Wo ich aber rot sehe, ist wenn ich das Gefühl habe dass mir zwischen den Zeilen eine Mitschuld zugewiesen wird. Und darauf weisen deine oben zitierten Zeilen hin. Es spielt überhaupt keine Rolle ob der andere Hund offline an eurem Grundstück vorbeiläuft und markiert oder nicht. Es mag blöd sein, aber die Verantwortung dass es zu diesem Vorfall kam liegt allein bei Dir als Halter.

    Wenn ich in eine brenzlige Situation kommen würde, klemm ich schnell meine Dackelhündin unter den Arm und renn so schnell ich kann.
    Meine Schäferhunde und auch mein Dackelrüde gingen nach vorne wenn die Situation "komisch" war, da hab ich mich sicher gefühlt, auch beim kleinen Dackel.

    Würde ich mit meinem auch gerne machen. Sieht bestimmt lustig aus :D .
    Oder ihn auf 10cm Schulterhöhe schrumpfen können und einfach in die Handtasche packen :applaus:

    Retromops ist ein Lotteriespiel. Darauf würde ich nicht bauen. Boston Terrier sind wohl nur geringfügig gesünder als Frenchies, also definitiv nicht das, was von der TE gesucht wird.

    Diesen Wissenstand "sind wohl" habe ich auch. Aber da ich nicht selbst recherchiert und mich nicht näher damit beschäftigt habe, gebe ich nichts auf mein gefährliches Halbwissen. Daher sehe ich aber auch von Formulierungen wie "Definitiv nicht der geeignete Hund" ab.

    Ebenfalls in der FCI Gruppe 9 zu finden und mein Favorit untern den kleinen Hunden (ausschliesslich durch Bekanntschaft mit anderen Boston Terrier Haltern und das Erleben dieser Hund in "live") ist der Boston Terrier.

    Wobei ich ausdrücklich betonen muss, dass ich mich noch nicht mit dieser Rasse und deren (Erb-)Krankeitsanfälligkeit auseinander gesetzt habe. Oberflächlich informiert scheint er mir gesünder zu sein als der Mops und/oder Französische Bulldogge, was aber noch lange nicht ausreichend sein muss.

    Sollte es in meinem Leben nochmal einen kleinen Hund geben, würde es wieder einen Mittel-Spitz geben oder den Boston Terrier, sofern er bei der "Gesundheitsprüfung durch Informieren" durchkommt. Vom Spitz rate ich bei Deinem Lebensplan ebenfalls ab. Der wacht - und das nicht zu knapp.

    Es geht überhaupt nicht um mich und was ich anderen zugestehe.
    Es ist einfach Tasche das in der Breite nur bestimmte Gesichtsausdrücke und Erscheinungsbilder für eine "Badboyrolle " in Frage kommen.

    Das ist durchaus richtig. Nennt sich Rassespezifikationen und der Missbrauch dieser über viele Jahre hinweg.

    Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass nach jedem Todesfall in dem ein Hund verwickelt ist und der in den Medien extrem kontrovers diskutiert wird, die Gattung Hund (temporär) kritischer wahrgenommen wird. Und wenn ein Listenhund involviert ist, kippt das ganze schnell ins Unverhältnismäßige.

    Wir reden vom selben (Listen)Hund in der selben Nachbarschaft, über den auf einmal getuschelt wird oder anonym Beschwerden eingehen, ohne dass Hund und Halter sich anders verhalten und bewegen als sonst.

    Nö.

    Ich bin Schisser und trotzdem darf Herr Hund mich nicht verteidigen. Absolut unerwünscht. Wir arbeiten hart und kontinuierlich daran dass er die Regulierung jeder Situation mir überlässt. Schwierig bei seiner RasseVeranlagung aber machbar.

    Trotzdem bin ich Schisser und meide Situation/Wege die mir unheimlich sind. Und trotzdem habe ich kein Bedürfnis einen Selbstverteidigungskurs zu machen. Ich habe aber durchaus ein selbstbewusstes Auftreten und trotz zarter Optik mache ich absolut keinen Opfer-Eindruck.

    Schutztrieb? Hier!
    Wachtrieb? Hier!

    Beides vorhanden und beides nicht zu knapp. Leider gepaart mit Unsicherheit und fehlender Souveränität. Deswegen wird eng geführt und viel Wert auf Gehorsam gelegt.

    Bei unvermittelten Ansprachen auf der Straße geht er durchaus mal mit Getöse nach vorne in die Leine, ist aber schnell runtergeholt und dankbar wenn ich ihn aus der Situation hole. Kommt auch selten vor, da wir selten angesprochen werden. Wenn, dann in der Regel von Männern die ihn toll finden (ist optisch halt ein Männer-Hund). Findet er eher mittelprächtig.

    Für ihn fällt schnell etwas in die Katogerie bedrohlich oder unheimlich, insbesondere wenn es dunkel ist. Anfangs (kam erst mit knapp zwei Jahren zu mir) war er ständig auf habacht Stellung und hat alles unablässig gescannt. Inzwischen überlässt er das weitgehend mir und nimmt Führung dankbar an. Da reicht ein Schnalzen/Nein und kurzer Blickkontakt.

    Fremde Menschen in meiner unmittelbaren Nähe? Bus? Bahn? City?Kein Problem. Doof wird er (wenn er frei agieren dürfte) wenn fremde Menschen Interaktion mit mir oder ihm wollen.

    Ich habe draußen immer ein Auge auf ihn. Er ist ein Hund dem man Entscheidungen abnehmen muss, der klare Führung und einen eng gesetzten Rahmen braucht. Dann ist er entspannt und alles gut.

    Leider kann er sich selbst schlecht regulieren. Es gibt nur wenige Abstufungen in seinem Schutztrieb. Da ist der Wachtrieb deutlich nuancierter. Er knurrt und grummelt zunächst wenn er etwas hört was seiner Meinung nach nicht dahin gehört. Nur wenn wir nicht reagieren wird gebellt und gucken gegangen. Wenn er aber was/wenn findet, dann wird in den Schutztrieb geswitcht, der - sich selbst überlassen - wieder sehr heftig und beeindruckend ist.

    Ich hab seit vielen Jahren Gebrauchshundrassen. Wenn ich mit Schutz- und Wachtrieb gar nichts anfangen könnte, wären es andere Rassen geworden. Moderat ausgeprägt ist es absolut willkommen. Ist es stärker ausgeprägt, muss ich enger führen. Ich komme gut damit zurecht, wünsche mir aber oft mehr Souveränität beim jetzigen Hund.