Beiträge von SavoirVivre

    deine Freundin sollte versuchen vernünftig und freundlich mit den Nachbarn zu reden und sie fragen, was sie tun kann, damit sie keine Angst haben. Auch wenn es schwer fällt, wäre dies wahrscheinlich am besten.


    ich empfinde sie als souveräne, freundliche und humorvolle frau. zwar keine freundin, aber man kennt sich halt durch die hunde und gemeinsame runden.
    plan - sie tritt diesen neuen entwicklungen konstant freundlich entgegen, zieht aber keineswegs den kopf ein, denn sie hat eine freundliche, verspielte hündin die vor freude und aufgeregtheit bellt. eine "ich pinkel mich bei fast jedem menschen fast ein vor freude hündin".

    sie wird sich aber auch nicht jeden einzelnen nachbarn schnappen und damit womöglich schlafende hunde wecken, sondern wird lediglich besonders auf ihren hund achten und wenn es sich ergibt (man hat ja ein gefühl für den passenden zeitpunkt) persönliche gespräche führen. mit ihrer vermieterin ist ja alles soweit besprochen - gott sei dank.

    diese betroffenheit bekommen nur menschen mit, bei denen sie das gefühl, dass sie es nachvollziehen können. andere bekannte hundehalter zum beispiel.

    ich würde mich freuen wenn wir hier im thread auch miteinander teilen, ob sich in nächster zeit in unserem leben als hundehalter etwas unterschwellig oder eindeutig ändert durch die reaktion anderer auf unsere hunde. egal ob positiv oder negativ.

    wie bereits befürchtet habe, gehts jetzt los.

    eine bekannte hundehalterin von mir hat mir heute morgen ganz aufgelöst erzählt, dass sie gestern im büro einen anruf von ihrer vermieterin erhalten hätte. es gäbe "mehrere beschwerden" von nachbarn über ihren hündin. sie hätte in vergangenheit öfters nachbarn angebellt. im nachhinein ist diesen nachbarn jetzt klar geworden, dass sie das vielleicht auf die zu leichte schulter genommen haben und der hund potenziell gefährlich sein könnte, daher das nachträgliche "melden".

    es handelt sich um einen border collie / labbi mix, der seit drei jahren mit ihr in dieser wohnung lebt.

    die vermieterin ist selbst hundehalterin und befürchtet selbst, dass die nächsten wochen für hundehalter - und somit auch für sie selbst - insgesamt schwieriger werden bis wieder "gras über die sache" wächst. daher ist dieser anruf vorerst informativ zu verstehen. sie solle aber vorerst besonders darauf achten dass ihr hund nicht negativ auffällt. damit ist auch das aufgeregt, freundliche anbellen von nachbarn und spielbellen gemeint.

    meine bekannte vermutet dass mehrere nachbarn ins quatschen gekommen sind, dabei auf die aktuellen tragödien und daraus resultierend auf ihren hund zu sprechen gekommen sind und gemeinsam beschlossen haben die "bell-vorfälle" zu melden. sie hat ein neutral bis freundiches verhältnis zur gesamten nachbarschaft (14 parteien haus mit zwei hunden) und hatte bisher nicht einmal das gefühl gehabt, dass das bellen ihres hunden bedrohlich angekommen ist.

    In Nds. muss jeder Hundehalter eine Sachkunde haben. Das ist der "Hundeführerschein". Die Regelungen zu gefährlichen Hunden kommen ab §§ 7 ff. NHundG

    Also, die Sachkunde, die du ansprichst, sollte eigentlich fast jeder Hundehalter in Nds. besitzen. Die Erlaubnis und Befähigung zum Führen eines gefährlichen Hundes ist nochmal was anderes.

    Von dieser Hundesachkunde spreche ich nicht. Unglücklich ausgedrückt von mir.

    Selbst mir, mit > 25Jahren Haltererfahrung und Führung von Gebrauchshunderassen, spreche ich nicht die Hundesachkunde zu die meine, die notwendig ist um solch verhaltensauffällige Hunde zu "korrigieren".
    Ich meine die Hundesachkunde die man sich im beruflichen oder zumindest sehr ambitionierten privaten Rahmen erwirbt. Menschen die sich darauf spezialisiert haben mit verhaltensauffälligen Hunden zu arbeiten, mit professionellen/beruflichen oder sehr ambitionierten privaten Antrieb.

    Aber das ändert doch nichts an meinem ersten Eindruck, als ich das gelesen habe?!
    Und ich weiß auch nicht, wie ich das bewerten soll. In unserem VetAmt wäre der Hund schon eingeschläfert worden. Der ist 8 Jahre nicht ausgetickt, aber wir kennen den f***ing Trigger dieses Hundes nicht. Und das macht ihn gefährlich.

    Wir wissen jetzt nur "Wenn jemand hinter im läuft (ein paar Meter) knurrt er nur warnend" und "andere hunde will er fressen". Ausschließen, dass er deshalb nicht mehr ernsthaft beißt, ist nicht möglich.

    Nein, auf keinen Fall. Das sehe ich auch so. Meines Erachtens wird dieser Hund immer eine Gefahrenquelle für sein Umfeld darstellen. Einfach weil ich nicht daran glaube dass zuverlässig nachvollzogen werden kann was die Trigger sind, oder ob es weitere gibt bei einem Zusammenleben mit Menschen (in einem privaten Haushalt). Nur was die "Lösung" ist, darüber mag ich mir kein Urteil bilden.

    Sagt niemand. wie ich schrieb, gibt es die Möglichkeit, dass es so rüberkommt, wenn plötzlich das Knurren als etwas positives dargestellt wird.
    In einem normalen Fall wäre das auch so. Aber da steckt kein Hund hinter, der zwei Menschen getötet hat. Und ohen Maulkorb ist das einfach unglaublich leichtfertig vom TH

    Die verhaltensauffälligen Hunde die ich kenne, sprich die direkt zupacken in Beschädigungs- und Tötungsabsicht (allerdings gegenüber anderen Hunden, nicht Menschen), warnten nicht mehr vor indem sie geknurrt haben. Es gab keine Vorwarnung die explizit und zeitlich lang genug war um als Nicht-Hundesachkundiger adäquat darauf reagieren zu können.
    Jeder Trainer den ich kenne feiert es, wenn er es schafft einem solchen Hund wieder "beizubringen" zu warnen, z.B. durch knurren. Daher > Ja es ist für mich ein positives Zeichen dass dieser Hund noch warnt/kommuniziert. Ja, für mich ist es ein positives Zeichen weil ich nicht damit gerechnet hätte. Ich hätte gedacht dieser Hund tickt einfach aus - ohne jegliche Vorzeichen. Du magst das als nicht angebracht empfinden - ich finde es als absolut angebracht. Das macht diesen Hund meiner Einschätzung nach aber nicht erwähnenswert weniger gefährlich oder gefährend.

    Und dass die quasi nicht vorhandene Sicherung dieses Hundes schlicht und einfach gröbst fahrlässig und daneben ist, dem hat keiner(!) widersprochen.

    Dass das Knurren nun als positiv gewertet wird, finde ich nicht angebracht.

    Das gibt den fahlen Beigeschmack "So schlimm ist der nicht, er kann ja kommunizieren und wird nicht gleich zur Bestie. Die zwei Toten sind dann nicht mehr wichtig"

    Sagt wer?
    Ich denke nicht dass die hier mitdiskutierenden DFler den Ernst der Situation nicht erkennen, nur weil der Hund durch knurren kommuniziert. Es mag einige wenige Ausnahmen geben, aber die gibt es immer und überall.

    Hm.. bin ich die einzige die es gut findet dass Chico in der Situation knurrt? Ein Hund der knurrt, der kommuniziert. Klar gehört er gesichert und ihn so auszuführen ist grob fahrlässig, aber das knurren spricht eher für ihn.

    aber genau das Gegenteil ist doch gerade der Fall..

    ich hatte schon lange nicht mehr so viele 'Kampfschmuser' Beiträge in meiner Timeline wie in den letzten Tagen...

    Nein, meines Erachtens ist das ist eine verzerrte Darstellung. Diese Kampfschmuser-Diskussion wird praktisch ausschliesslich in den Social Networks in dieser Form gepflegt, oder maximal noch unter Hundehaltern und -freunden. Was aber virtuell auf irgendwelchen Portalen passiert interessiert mich als Führerin eines Listenhund ähnlichen Hundes in der Realität - sprich auf der Strasse - aber eher weniger.

    Für mich ist es wichtig wie sich meine Nachbarschaft sich verhält. Wie mein hundeloser und nicht hundesachkundiger Freundes- und Bekanntenkreis auf diese Tragödien reagiert. Etc.

    Werden auf einmal Beschwerden bei unserem Vermieter eingehen? Mein Hund hat vor paar Wochen einen Nachbarn der auf einer Trittleiter stand und die Hecke geschnitten hat verbellt. Ist das im Nachhinein auf einmal ein schlechtes Omen das gemeldet werden muss? Wird die Nachbarin den nächsten Nachbarn erzählen dass mein Hund ihre Tochter letzte Woche angebellt hat weil diese harmlose Seifenblasen auf ihn gepustet hat? Alles im Grunde harmlose Situationen die alle in dem Moment mit einem Lächeln und winken abgetan haben, da wir unseren Hund grundsätzlich sicher führen. Aber wird es im nachhinein negativer gewichtet als es war? Wie wird in den nächsten Wochen mit ähnlichen Situationen umgegangen?

    Ich kann mich nicht freisprechen von Befürchtungen darüber welche Wellen diese Geschehnisse in unserem reellen Leben schlagen werden, und da helfen mir auch virtuell geführte Kampfschmuser-Diskussionen nichts.

    Hätte ich einen freundlichen Goldie, wäre ich vielleicht auch weiterhin entspannt. Ich habe aber einen angstaggressiven Boxer-Mischling und meine Entspannung ist angekratzt, was er durchaus merkt - ein kleiner Teufelskreis.