Beiträge von SavoirVivre

    Es geht überhaupt nicht um mich und was ich anderen zugestehe.
    Es ist einfach Tasche das in der Breite nur bestimmte Gesichtsausdrücke und Erscheinungsbilder für eine "Badboyrolle " in Frage kommen.

    Das ist durchaus richtig. Nennt sich Rassespezifikationen und der Missbrauch dieser über viele Jahre hinweg.

    Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass nach jedem Todesfall in dem ein Hund verwickelt ist und der in den Medien extrem kontrovers diskutiert wird, die Gattung Hund (temporär) kritischer wahrgenommen wird. Und wenn ein Listenhund involviert ist, kippt das ganze schnell ins Unverhältnismäßige.

    Wir reden vom selben (Listen)Hund in der selben Nachbarschaft, über den auf einmal getuschelt wird oder anonym Beschwerden eingehen, ohne dass Hund und Halter sich anders verhalten und bewegen als sonst.

    Nö.

    Ich bin Schisser und trotzdem darf Herr Hund mich nicht verteidigen. Absolut unerwünscht. Wir arbeiten hart und kontinuierlich daran dass er die Regulierung jeder Situation mir überlässt. Schwierig bei seiner RasseVeranlagung aber machbar.

    Trotzdem bin ich Schisser und meide Situation/Wege die mir unheimlich sind. Und trotzdem habe ich kein Bedürfnis einen Selbstverteidigungskurs zu machen. Ich habe aber durchaus ein selbstbewusstes Auftreten und trotz zarter Optik mache ich absolut keinen Opfer-Eindruck.

    Schutztrieb? Hier!
    Wachtrieb? Hier!

    Beides vorhanden und beides nicht zu knapp. Leider gepaart mit Unsicherheit und fehlender Souveränität. Deswegen wird eng geführt und viel Wert auf Gehorsam gelegt.

    Bei unvermittelten Ansprachen auf der Straße geht er durchaus mal mit Getöse nach vorne in die Leine, ist aber schnell runtergeholt und dankbar wenn ich ihn aus der Situation hole. Kommt auch selten vor, da wir selten angesprochen werden. Wenn, dann in der Regel von Männern die ihn toll finden (ist optisch halt ein Männer-Hund). Findet er eher mittelprächtig.

    Für ihn fällt schnell etwas in die Katogerie bedrohlich oder unheimlich, insbesondere wenn es dunkel ist. Anfangs (kam erst mit knapp zwei Jahren zu mir) war er ständig auf habacht Stellung und hat alles unablässig gescannt. Inzwischen überlässt er das weitgehend mir und nimmt Führung dankbar an. Da reicht ein Schnalzen/Nein und kurzer Blickkontakt.

    Fremde Menschen in meiner unmittelbaren Nähe? Bus? Bahn? City?Kein Problem. Doof wird er (wenn er frei agieren dürfte) wenn fremde Menschen Interaktion mit mir oder ihm wollen.

    Ich habe draußen immer ein Auge auf ihn. Er ist ein Hund dem man Entscheidungen abnehmen muss, der klare Führung und einen eng gesetzten Rahmen braucht. Dann ist er entspannt und alles gut.

    Leider kann er sich selbst schlecht regulieren. Es gibt nur wenige Abstufungen in seinem Schutztrieb. Da ist der Wachtrieb deutlich nuancierter. Er knurrt und grummelt zunächst wenn er etwas hört was seiner Meinung nach nicht dahin gehört. Nur wenn wir nicht reagieren wird gebellt und gucken gegangen. Wenn er aber was/wenn findet, dann wird in den Schutztrieb geswitcht, der - sich selbst überlassen - wieder sehr heftig und beeindruckend ist.

    Ich hab seit vielen Jahren Gebrauchshundrassen. Wenn ich mit Schutz- und Wachtrieb gar nichts anfangen könnte, wären es andere Rassen geworden. Moderat ausgeprägt ist es absolut willkommen. Ist es stärker ausgeprägt, muss ich enger führen. Ich komme gut damit zurecht, wünsche mir aber oft mehr Souveränität beim jetzigen Hund.

    Es wurde hier bereits geschrieben, ich finde den Beitrag nur gerade nicht um ihn nochmal unterstützend zu zitieren.

    Der Protest der „Tier- und Hundefreunde“ um Chico das Leben zu retten, hat diese Tragödie überhaupt erst so groß gemacht und den enormen Platz in den Medien eingeräumt. Diese Tier- und Hundefreunde tragen einen großen Teil der Mitverantwortung dafür, dass uns Hundehalter die Listenhund-Diskussion wieder einholt und womöglich der positive Fortschritt der in den Köpfen der Gesellschaft keimte jetzt wieder kritisch hinterfragt wird.

    Ich hab auch nur ein mitteldickes fell. Mit meinem jetztigen Bollerkopf ist alles etwas schwieriger als mit meinen beiden verstorbenen DSHs. Die DSHs waren cooler, leichtführiger, souveräner und klarer in der Kommunikation, egal ob mit Menschen oder anderen Hunden.

    Wenn wir da mal in eine Situation gekommen sind in denen es zu verbalen Konflikten mit anderen Menschen kam, konnte ich diese austragen ohne dass die DSHs das Bedürfnis hatten mitzumischen. Frauchen - meine Wenigkeit - kümmert sich schon. Ergo, Frauchen konnte verbal schön alles so austragen wie sie es für richtig empfand und schliessend direkt damit abschliessen.

    Mit dem jetzigen Bollerkopf geht das nicht. Würde ich in eine verbale Konfliktsituation kommen, würde er austicken um zu schützen (mich und sich) - gepaart mit massiver Unsicherheit. Eine :ugly: Kombination. Für alle Anwesenden ist es einfach ätzend wenn ein 38kg tobendes Muskelpaket mit hochgekrempelten Ärmeln mitdiskutieren will. Demnach muss ich bei jedem Konflikt von vorn herein einlenken und zusehen dass ich Land gewinne, egal ob ich zu Recht oder Unrecht angeranzt werde. Ein solches Verhalten - also Argumentation verkneifen und Land gewinnen - das bin nicht ich und solche Situationen ärgern und belasten mich dann auch noch Stunden danach. Sowas stecke ich auch nicht innerhalb weniger Minuten weg.

    Es wird automatisch davon ausgegangen dass Hund und Baby unbeaufsichtigt waren. Die Eltern also grob fahrlässig gehandelt haben. Das muss nicht zwangsläufig sein.

    Ich weiss von einem Hund der die Familienkatze innerhalb einer Sekunde gekillt hat, aus einem Reflex heraus, weil die Katze über den Kopf des Hundes hinweg vom Sofa gesprungen ist. Die Halterin beider Tiere sass daneben. Hund und Katze waren vorher zeitlebens Herz und Seele, inkl. kuscheln und Körbchen teilen. Es ging vorab wohl auch keine Aggression in dem Sinne vom Hund aus, der hat die Katze reflexartig abgefangen, totgeschüttelt.

    Ich möchte damit nur zum Ausdruck bringen, wie schnell es gehen kann obwohl man unmittelbar daneben sitzt.

    Die Abnutzung durch das Bewohnen durch Menschen (=Mieter) ist bereits in der Mietpreiskalkulation berücksichtigt. Bei einer Wohnung mit 3 Zimmern, K,D,B, kalkuliert man auch Kinder mit ein. Wenn sich ein Single sowas leisten will zahlt er auch diesen Aufschlag mit.Hundehaltung ihn Mietwohnungen ist nun einmal nicht Standard und somit nicht zwangsläufig vorab mit einkalkuliert.
    Wenn dein Hund nichts abnutzt ist das doch toll, aber auch vollkommen egal. Kalkuliert wird nicht für irgendwelche Einzelfälle sondern für den Durchschnittsmieter in Abhängigkeit zur Ausstattung der Mietsache.

    Exakt so sieht es aus.

    Nur dass der "Zuschlag" für Hundehaltung nicht separat ausgewiesen wird, sondern bereits unsichtbar in der Kaltmite inkludiert ist und in der Immobilie dafür generell Hundehaltung erlaubt ist. Dass ein Aufpreis für einen Hund, sofern ein Hund mit einzieht, separat ausgewiesen und draufgeschlagen wird kenne ich auch nicht.

    Das finde ich enorm interessant!Ich habe viele Parkettböden rausgerissen und neu gelegt (Paps von meiner Schulfreundin war Bodenleger, der Freund von meiner Ma auch, ich hab' viel geholfen) und ich konnte nie einen markanten Unterschied an der Abnutzung feststellen. Wenn ein Hund nicht dran rumkratzt, sieht man da nicht wirklich was.
    Meine Wohnungen hatten auch immer alle Parkett, da gab es nie Probleme.
    Möbel und gerade Bürostühle mit Rädern hinterlassen da ganz andere Spuren...

    Den Aufschlag verstehe ich auch, ich hätte da auch keine Mühe damit, wenn ich im Gegenzug problemfrei mit meinen Tieren wohnen kann.
    Bei uns gibt's ja diese Listen, was wie lange "halten" muss. Also Parkett z.B. 25 Jahre, Wände (streichen) 5 Jahre, etc.
    Habt Ihr das auch?

    Insgesamt ist es bei uns glaub einfacher, eine Wohnung mit Hund zu bekommen.
    Die einzige Absage die ich in meiner "Wohnkarriere" bekam, war wegen einem Katzennetz in einem völlig neugebauten Quartier. Ich fuhr dann ein halbes Jahr später dort mal durch - an vielen Balkonen und Fenstern Katzennetze :lol:


    Ich arbeite nicht bei einer Hausverwaltung oder Vermieter. Das
    Unternehmen für das ich arbeite hat nur tagtäglich mit denen zu tun .


    Und ja, diese Kalkulationen nach welchen Zeitraum was "abgeschrieben"
    ist bzw. wie lange bei normaler Nutzung halten sollte sind Standard.
    Eine Hausverwaltung die z.B. regulär Hundehaltung erlaubt, setzt z.B. in
    der Kalkulation an, dass ein Parkettboden x Jahre früher abgeschliffen
    und neu versiegelt werden muss als bei einem Hundehalteverbot (das es so
    in der Reinform ja auch nicht geben darf). Dafür sind normale
    Abnutzungsspuren durch den Hund mit der Miete abgegolten. Hier wird ein
    Hundehalter nur nochmal zum Gespräch gebeten wenn die Abnutzung über das
    Normalmaß hinaus geht. Klar defniert jetzt auch jeder Vermieter
    "normal" anders, aber es gibt durchaus Spuren die unstrittig sind.


    Kratzer in Parkettböden erkennt man in der Regel gut wenn man sich auf
    Kniehöhe begibt und den Boden gegens Licht betrachtet. In Stehhöhe, bei
    normalem Lichteinfluss, erkennt man nur mittlere bis tiefe Kratzer. Ich
    kenne keinen Parkettboden oder gar Holzdielenboden, der einen > 25kg
    Hund ohne viele leichte Kratzer und diverse mittlere Kratzer und
    vereinzelnde tiefe Kratzer übersteht. Das ist normal, aber das sind
    nunmal Abnutzungsspuren die Du ohne Hund nicht hättest. Die Abnutzung
    durch z.B. Kinder wird nicht separat gewichtet. Credo ist >>>
    Wohnungen werden für Menschen und Familien gebaut, nicht für Haustiere.
    Erlaubte Haustiere sind Zusatzfaktoren.

    Wir waren jetzt auch auf Suche und prinzipiell habe ich kaum negative Erfahrungen gemacht. Bei Wohnungen, wo Tiere ausdrücklich unerwünscht waren, habe ich gar nicht erst angefragt. Wollte nciht meine und deren Zeit verschwenden. Generell habe ich bei jeder Anfrage den Hund gleich erwähnt und konnte überall Besichtigungstermine vereinbaren. Hatte nur zwei mittlere Negativreaktionen.

    Mein Vermieter meines Traumobjektes hat mir am Telefon gleich eröffnet, dass er kein Hundefan ist... Durften trotzdem zur Besichtigung kommen und kriegen die Wohnung, tschakka!

    Und einmal "Hund ist kein Problem..." super
    "... wenn er Treppen steigen kann ..." kann er
    "... nicht bellt ..." in der Wohnung nicht, check!
    "... und den Holzfußboden nicht zerkratzt." .... fliegen kann er tatsächlich nicht xD

    In meinem Elternhaus gibt es übrigens im Wohnzimmer einen ganz schicken Hartholz-Parkettfußboden, dem man einige Hundegerationen und Kinder durchaus ansehen kann. Der dürfte aber mit etwas Mühe und Abschleifen wieder schick sein.
    In unserer jetzigen Wohnung haben wir auch Holzfußboden. Lediglich geölte Weichholzdielen. Hier hinterlässt alles Spuren. Sofort. Wir haben viele Teppiche ausgelegt, um den Boden zu schonen, aber selbst die Teppichkanten hinterlassen hier stellenweise Abdrücke :ka: Ein aufspringender, um die Ecke düsender Hund würde wirklich tiefe Spuren hinterlassen.


    Ich persönlich finde "Lebensspuren" auf einem hochwertigen Parkett oder
    Dielenboden durchaus charmant. Es ist "Patina" und ein Zeichen dafür
    dass in Immobilien gelebt wird. Dass ein Holzboden mehrmals in seinem
    Lebenzyklus abgeschliffen wird gehört auch dazu und ist Sinn und Zweck
    eines Echtholzbodens. Sonst nimtm man Lamiant oder anderes Material, das
    nach Zeitraum X gänzlich ausgetauscht wird.

    Zum Thema Parket und Hund.
    Wir waren letztens ein Haus it Parkettboden angucken (Miete).

    Der Eigentümer hat mehrere Häuser und ist Architekt.
    Wir haben das Thema Hund angesprochen und er meinte:

    Wenn er an Kinder mit Familien vermietet sieht der Boden nach X Jahren schlimmer aus, als bei Leuten mit Hund.
    Da das aber nunmal ein Haus ist und er als Vermieter ja auch gerne an Familien vermietet (und ja auch entsprechend Miete bekommt) ist das eben normale Abnutzung :ka: .
    Was ihn viel mehr ärgert ist, wenn er nachfragt ob alles ok ist und die Mieter keine Mängel frühzeitig melden :ugly: .


    Das ist eine positive Einstellung, aber langfristig nicht optimal wirtschaftlich.
    Es ist falsch Mieter mit Kindern mit Mietern mit Hund zu vergleichen. In
    einer Kalkulation geht man stets von einer Immobilienbelegung durch
    Familien aus, auch wenn bei Einzug keine Kinder vorhanden sind (man kann
    ja niemandem verbieten Kinder zu bekommen), und kalkuliert die
    Abnutzung durch einen Hund/Haustiere zusätzlich. Allerdings nicht mit
    Fantasieaufschlägen, sondern wie gesagt moderat. Ich kenne da Zahlen von
    5-25€ mehr auf die Kaltmiete/Monat je nach Objektgrösse.