Beiträge von SavoirVivre

    Moin,

    ich habe selbst einen verhaltensoriginellen Hund an meiner Seite und weiss dass es Bemühungen und vor allem Rücksicht kostet, damit dieser von unserem Umfeld neutral bis wohlwollend betrachtet wird.

    Daraus resultierend muss ich sagen, dass mich das Verhalten eurer Nachbarn auf die Palme bringt. Ich weiss es klingt hart, und eigentlich bin ich ein sehr freundlicher Mensch und gerne nett. Es fällt mir jedoch schwer wenn ich lese, dass andere Hundehalter mit verhaltensoriginellem Hund ihrem Umfeld Angst machen.

    Das was die Nachbarn tun um ihren Hund zu führen - geschenkt. Ich picke mir nämlich mal das in meinen Augen wichtigste heraus, nämlich den Hund gesichert zu führen. Es gibt schlicht und einfach keine Entschuldigung dafür, einen Hund der tendenziell stellt und verbellt leinenlos dort laufen zu lassen, wo man sich Gemeinschaftsraum mit anderen Menschen teilt. Dafür ist meines Erachtens auch keine Kommunikation/Absprachen nötig. Es sollte klar wie Klossbrühe sein, dass man seinen Hund nicht die Gelegenheit gibt andere Menschen zu bedrängen oder gar bedrohen. Wenn es mal passiert, einfach weil jedem Fehler passieren, ok - kommt vor. Aber das kommt einmal, vielleicht zweimal vor - danach ist es Fahrlässigkeit und Rücksichslosigkeit. Oder schlichtweg Überforderung, aber das ist nicht euer Problem.

    Ich würde auch ein offenes, freundliches Gespräch mit den Nachbarn suchen. Das würde ich aber auch nur genau einmal führen. Parallel dazu Lärmprotokoll und Dokumentation der Vorfälle. Es geht nicht darum den Nachbarn ans Bein zu pinkeln. Es geht auch nicht darum dass alle Probleme innerhalb weniger Wochen abgestellt sein müssen. Jeder der einen schwierigen Hund führt weiss dass das nicht möglich ist. Aber es mus ab sofort gewährleistet sein, dass dieser Hund so geführt wird dass er euch zumindest keine Angst mehr macht.

    Minimalanforderung wäre für mich:


    - nur noch an der Leine in allen gemeinschaftlich genutzten Räumlichkeiten und Bereichen
    - kein fixieren eurer Bewegungen auf eurem Balkon oder eurer generellen Bewegungen

    Das ist nicht zuviel verlangt und kann mit sofortiger Wirkung eingestellt werden.

    Ansonsten, wenn das Gespräch zu nichts führt oder keine Einsicht bringt.
    1. Lärmprotokoll und Dokumentation der Vorfälle zum Vermieter
    2. Ordnungsamt

    Mal losgelöst von Chico.

    Mein Fazit vom letzten WE:
    Es wird leider definitiv weiterhin immer mal wieder (schwere) Beissvorfälle mit Hunden geben, einfach weil es immer strunzdumme Menschen geben wird, die einfach keine Ahnung haben von Hunden haben, aber grosse kräftige Hunde halten.

    Wir waren am WE in Dortmund und haben an einem Tag folgende Situationen beobachtet.

    Szenario 1:
    Aufbruchstimmung. Wir (sieben Personen da gerade Familientreffen gewesen) stehen mit unserem Hund auf einem großen Parkparkplatz und unterhalten uns. Da parkt ein PKW ca. 10m schräg gegenüber von uns ein und zwei Frauen und ein Mann mit großen, kapitalen Rüden (ca. 45kg) steigen aus. Hunde sehen sich. Deren Hund, desinteressiert und angeleint. Unser Hund, desinteressiert und angeleint.
    Da sagt der Mann zu den Frauen - auf uns zeigend - da ist ja noch einer, lasst mal rübergehen damit die Hunde hallo-schnuppern können.

    HALLO-SCHNUPPERN können :ugly: . Zwei kapitale, ausgewachsene, angeleinte Rüden, einander gänzlich unbekannt HALLO-SCHNUPPERN lassen :motzen: . Und dann maschierten sie schnurstraks auf uns zu und je kleiner der Abstand wurde, des so angespannter wurde die Körperhaltung unserer Hunde.

    Ich hab dann zügig den Rückzug angetreten, sprich mich mit unserem Hund entfernt. Meine Schwägerin hat die Herrschaften abgefangen, so dass sie uns nicht ebenso zügig folgen können, und hat denen unmissverständlcih mittgeteilt dass die beiden ganz sicher nicht Hallo-Schnuppern wollen.

    Szenario 2:
    Wir passieren mit angeleinten Hund einen Kinder-Abenteuer-Spielplatz mit mind. einem Dutzend spielender Kinder. Ca. 100m hinter dem Spielplatz kommen uns eine junge Frau und ein junger Mann entgegen. Freilaufend dabei ein Mali und ein Listi-Mix. Wir rufen ihnen freundlich zu die Hunde bitte anzuleinen. Ruft sie zurück "nicht mein Problem wenn Dein Hund ein Problem mit anderen Hunden hat", während er - deutlich vernünftiger - wortlos die Hunde einsammelt und anleint. Wir, samt Hunde, passieren einander recht gesittet. Da sagt sie zu ihm "auf der Drehscheibe beim Spielplatz" können wir den Gleichgewichtssinn von Bella üben.

    Ohne Worte :barbar: .

    Zu dem anderen Hund bzw Besitzerin:
    Labrador ca. 1 Jahr
    Sie lässt ihren Hund oft ohne Leine an unserem Grundstück vorbei laufen und ihn überall hin pinkeln

    Zum Vorfall. Kann passieren, dumm gelaufen.
    Wäre ich die Geschädigte (bzw. mein Hund), würde ich es immer davon abhängig machen wie der Hundehalter des anderen Hundes reagiert. Wird von vornherein kooperiert, entschuldigt und habe ich das Gefühl der andere Hundehalter ist sich seiner Verantwortung bewusst, ist die Sache für mich erledigt, selbst wenn mein Hund verletzt wurde. Wie gesagt, kann passieren und dafür gibt es Haftpflichtversicherungen!

    Wo ich aber rot sehe, ist wenn ich das Gefühl habe dass mir zwischen den Zeilen eine Mitschuld zugewiesen wird. Und darauf weisen deine oben zitierten Zeilen hin. Es spielt überhaupt keine Rolle ob der andere Hund offline an eurem Grundstück vorbeiläuft und markiert oder nicht. Es mag blöd sein, aber die Verantwortung dass es zu diesem Vorfall kam liegt allein bei Dir als Halter.

    Wenn ich in eine brenzlige Situation kommen würde, klemm ich schnell meine Dackelhündin unter den Arm und renn so schnell ich kann.
    Meine Schäferhunde und auch mein Dackelrüde gingen nach vorne wenn die Situation "komisch" war, da hab ich mich sicher gefühlt, auch beim kleinen Dackel.

    Würde ich mit meinem auch gerne machen. Sieht bestimmt lustig aus :D .
    Oder ihn auf 10cm Schulterhöhe schrumpfen können und einfach in die Handtasche packen :applaus:

    Retromops ist ein Lotteriespiel. Darauf würde ich nicht bauen. Boston Terrier sind wohl nur geringfügig gesünder als Frenchies, also definitiv nicht das, was von der TE gesucht wird.

    Diesen Wissenstand "sind wohl" habe ich auch. Aber da ich nicht selbst recherchiert und mich nicht näher damit beschäftigt habe, gebe ich nichts auf mein gefährliches Halbwissen. Daher sehe ich aber auch von Formulierungen wie "Definitiv nicht der geeignete Hund" ab.

    Ebenfalls in der FCI Gruppe 9 zu finden und mein Favorit untern den kleinen Hunden (ausschliesslich durch Bekanntschaft mit anderen Boston Terrier Haltern und das Erleben dieser Hund in "live") ist der Boston Terrier.

    Wobei ich ausdrücklich betonen muss, dass ich mich noch nicht mit dieser Rasse und deren (Erb-)Krankeitsanfälligkeit auseinander gesetzt habe. Oberflächlich informiert scheint er mir gesünder zu sein als der Mops und/oder Französische Bulldogge, was aber noch lange nicht ausreichend sein muss.

    Sollte es in meinem Leben nochmal einen kleinen Hund geben, würde es wieder einen Mittel-Spitz geben oder den Boston Terrier, sofern er bei der "Gesundheitsprüfung durch Informieren" durchkommt. Vom Spitz rate ich bei Deinem Lebensplan ebenfalls ab. Der wacht - und das nicht zu knapp.