Beiträge von SavoirVivre

    Ich bin mal ehrlich. Ich als Hundehalterin hätte es ja am lieben fremde Menschen nähren sich meinem Hund gar nicht ohne konkreten Grund. Einfach weil ich da keine Veranlassung zu sehe. Ich als Mensch sehe auch sehr selten Veranlassung mir fremde Menschen anzusprechen um Kontakt aufzunehmen, zumindest nicht ohne konkreten Grund.

    Das mag unsozial klingen, aber ich bin in einer notwendigen Interaktion ja dennoch stets freundlich und höflich. Nur forciere ich Interaktionen mit fremden Menschen nicht grundlos. Ich gehe also nicht einfach auf fremde Menschen zu und sage "hallo, ich möchte Sie gerne einfach mal kennenlernen"" oder ähnliches, egal ob ein Hund dabei ist oder nicht. Daher sehe ich die Notwendigkeit fremder Menschen auch nicht meinen Hund anzuquatschen oder mit ihm interagieren zu wollen. Da mache ich auch keine Unterschiede ob erwachsener Mensch oder Kind.

    Es stört mich in dem Sinne nicht und ein nettes Geplaudere zwischendurch geniesse ich durchaus, aber es ist für mich einfach nicht nötig wenn ich auf dem zielgerichteten Weg von A-B bin. Zumal ich keinen Hund habe der sich über fremde Menschen freut. Sie sind halt da und sollen ignoriert werden, denn freudig erwartet werden sie nicht. Mein verstorbener DSH liebte jeden Menschen - aber auch bei ihm konnte ich gut auf wildfremde Kontakt auf der Strasse verzichten. Ist einfach nicht meins.

    Und die wenigsten Kinder verhalten sich hundegerecht, egal was die Eltern sagen. Das sage sogar ich hochgradig verliebte Tante mit verklärten Blick auf meinen innigst geliebten 20monatigen Neffen. Das ist auch überhaupt kein Vorwurf sondern Tatsache. Wie willst Du einen so kleinen Stöpsel erklären wie er einen Hund begegnen soll? No Way. Auch bei etwas älteren Kindern hast Du vielleicht eine Trefferquote Hundegerechtes Verhalten von 50%, aber zuverlässig? Glaube ich einfach nicht dran.
    Den Kindern und auch den Eltern ist da überhaupt kein Vorwurf zu machen, nur die Bitte um gegenseitige Rücksichtsnahme und keine Erwartungshaltung dass die Bedürfnisse ihres (B)Engels über denen des fremden Hundes stehen.

    Meinen roten Faden nenne ich "liebevolle Konsequenz". Ach ja, und Hundesachkunde, denn wenn Du den eigenen Hund nicht verstehst und seine wesentlichsten Gattungsbedürfnisse nicht kennst, dann kann viel schief laufen. Denn Hunde ticken anders als Menschen und nicht alles lässt sich mit gesunden Menschenverstand kompensieren.

    Detaillierter gehts dann weiter mit den Rasseeigenschaften. Viel zu viele Hundehalter holen sich einen Hund ins Haus und erziehen dann gegen die ausgeprägtesten Rasseeigenschaften an, weil sie diese Rasse beim Nachbar so toll fanden. Doof für den Hund.
    Ich möchte auf keinen Fall einen Hund der jagt, hole mir aber einen Hund der für die Jagd gezüchtet wurde. Ich möchte keinen Hund der wacht und schützt, hole mir aber eine kernige Gebrauchshundrasse. Das könnte ich seitenlang so fortführen.

    Der Grundtenor liest sich hier im Thread aber schnell raus

    Es gibt kein Erziehungskonzept X sondern ist immer eine eigene Strategie und Kommunikation mit dem jeweiligen Hund. Der eine muss enger und deutlicher geführt werden, der andere erträgt nicht mehr als Wattebauschen - und das ist genau richtig so .

    Hätten wir mega Lust zu. Kannst du es empfehlen? Die, die ich gefunden habe, kosten 60€ pro Tag :(

    Empfehlen kann ich es mit drei Ausrufungszeichen. Wir lieben Campen mit Hund. Also Campen mit Wohnmobil oder Bulli.

    Aber 60€ ist schon extrem günstig. Wenn euch das auch noch zu teuer ist kann ich leider keine weiteren Tipps geben. Regulär liegt man pro Nacht bei 79€ - 120€, je nach Saison.

    Es gibt viele Campingplätze die auch in ihren Mietobjekten Hunde akzeptieren. August ist aber Hauptsaison und auch da werdet ihr eher nichts freies unter 60€ finden.
    Alternativ komfortables, grosses Zelt + PKW oder einen Mietwohnwagen/Mietunterkunft auf einem Campingplatz.

    Ich kenne das auch noch dass Geldknappheit in gewissens Lebensphasen ein Hindernis darstellen bei Urlaub. Aber ich finde auch dass 60€ für ein Wohnmobil wo 2-4 Menschen drin schlafen und sich die Kosten entsprechend teilen können einfach sehr günstig ist. Zumal es zusätzlich ungünstig ist seine Reisepläne in die Hauptsaison zu legen, wo alles leider doppelt teuer ist. Versucht es, wenn eure Planung es zulässt, doch mit der Nach- oder Nebensaison. Die beginnt vielerorts Ende August/Anfang September und ist einfach deutlich günstiger.

    Also zum Thema Hund aus dem Tierschutz möchte ich auch noch gerne paar Zeilen da lassen.

    Ich hatte bisher ja ausschliesschlich Hunde aus dem Tierschutz (naja, der Ersthund vor 25 Jahren kam aus Unkenntnis aus einem Wildwurf) und jeder einzelne wurde innigst geliebt. Dennoch kann ich alle Überlegungen dahingehend verstehen, wenn jemand sagt - so, genug Tierschutzhunde, ich hätte gerne wieder/mal einen Welpen von einem sorgfältig ausgesuchten Züchter bei dem ich alle Fehler von Anfang an selbst machen kann. Bei dem die Aufzucht optimal ist und den ich nach besten Wissen und Gewissen gemeinsam mit dem Züchter/-in auswähle.

    Gerade wenn jemand imTierschutz tätig ist und bereits Tierschutzhunde hat/hatte, habe ich grösstes Verständnis dafür dass dieser dann irgendwann sagt, es reicht vorerst.

    Ich habe ein wenig das Gefühl dass hier zwischendurch der vorwurfsvolle Tenor durchkommt, warum denn ein Tierschutzhund für die nächste Hundewahl ausgeschlossen wird. Teilweise kommen diese Vorwürfe sogar sehr direkt. Das finde ich schlichtweg unfair.

    Keinem von uns hier steht es zu über eine so persönliche Entscheidung zu werten und wenn jemand sagt, der nächstes Hund gerne NICHT aus dem Tierschutz, dann sollte das auch so akzeptiert werden ohne dass der belehrende Finger gehoben wird. Natürlich gibt es - leider - zu viele liebenswerte Hunde die ein zuhause verdient hätten. Aber kein Hundehalter oder potenzieller Hundehalter muss es sich zur Lebensaufgabe machen, nach seinem xten Tierschutzhund, und hat es verdient ohne "Randbemekrungen" zu erhalten sagen zu können - als nächstes bitte kein Tierschutzhund.

    Für mich wirds als nächstes auch keinen Tierschutzhund mehr geben. Endlich einen Welpen von einem Züchter, im Auswahlprozess von A-Z involviert, ja das wäre einfach schön. Wenn dann jemand kommt und sagt.. äh.. und was ist mit Tierschutzhunden. Ne.. muss echt nicht sein!

    Sorry wenn sich jemand auf den Schlips getreten fühlt, aber es ist nunmal nicht eure Entscheidung egal wie eure denn aussehen würde.

    Es ist alles eine Frage des Trainings und der positiven Konditionierung.

    Jeder Hund, egal welcher Rasse, sollte ein MK Training bekommen einfach weil es immer mal dazu kommen kann dass einer gebraucht wird und der Hund es dann nicht als Strafe empfinden soll. Gerade weil Situationen der Notwendigkeit meist aussergewöhnlich (also nicht alltäglich) und oftmals auch doof sind, z.B. Tierarztbesuch wegen Unfall, Beisserei, etc.

    Ein Maulkorb ist dann ok am Hund, wenn er darin vernünftig hecheln kann. Fressen, trinken und alles andere ist für mich nicht akzeptabel, aber auch das muss jeder für sich und seinen Hund entscheiden.

    Dieses Jahr gings nach Namibia, Barcelona und Rom ohne Hund.
    Mallorca ohne Hund folgt noch.

    Mit Hund waren wir campen auf Fehmarn und es geht noch für zwei Wochen mit dem Wohnmobil nach Schweden :hurra:
    Dazwischen schieben wir noch das ein oder andere Camping Wochenende mit Hund.#
    Campen = Wohnmobil oder Bulli

    Hello im DF,

    ich würde mit dem Hund, unabhängig von Besuch, zwei Dinge intensiv trainieren bis sie sehr zuverlässig funktionieren.

    1. ein Abbruchkommando
    Ein Abbruchkommando ist eh einer der wichtigsten Befehle in einem gemeinsamen Leben. Der Hund sollte das was er gerade tut unterbrechen wenn das Abbruchkommando gegeben wird. Klassicherweise ist es Nein, Pfui, etc. Diese Wörte sind aber im Alltag auch schnell "aufgeweicht" so dass auch Wörter wie "Banane" oder "Klopapier" durchaus gut funktionieren :D .

    2. das "auf-dem-Platz-bleiben".
    Dafür muss der Platz aber auch absolute Sicherheit vermitteln und der Hund darauf vertrauen dass er auf diesem in Ruhe gelassen wird. Bei vielen Hunden hilft ein überdeckter Käfig oder Kennel, der im Alltag aber durchaus aufbleiben kann und soll. Zum üben - und manche Hunde müssen auch sanft zur Ruhe gezwungen werden - kann man den Hund auch sorgfältig aufgebaut auf seinem Platz anleinen oder die Kenneltür mal temporär zumachen.

    Erst wenn diese beiden Übungen zuverlässig funktionieren, würde ich gezielt und abgesprochen Besuch kommen lassen der sich hundegerecht verhält (sprich, ruhig und den Hund ignorierend). Das ganze kann eine Weile dauern, weil auch klingeln ohne dass die große Aufregung ausbricht dazu gehört. Halt Dir vor Augen dass es viele kleine Schritte zum Ziel sind, keine drei grossen. Das der Hund bei der Türklingel ruhig bleibt ist z.B. ein kleines Teilziel.

    Z.B.
    - Hund lässt sich auf seinen Platz schicken und entspannt dort
    - Hund bleibt liegen wenn es klingelt
    - Hund bleibt liegen wenn Besuch kommt
    - Hund lässt sich abbrechen wenn es zum verbellen, starren oder kontrollieren kommt
    - Hund lässt sich beruhigen
    - etc.

    Mein Stinker zum Beispiel ist ein Kontroletti wenn er dürfte. Er wacht und schützt und übernimmt diese Aufgabe rassebedingt gerne. Dazu ist er aber ein unsicherer Hund. Blöde Kombination. Mein Glück - Er gibt seine Jobs aber auch bereitwilllig ab, allerdings nur weil ich sehr klar mit ihm kommuniziere. Keine Wattebauschen, Tricks oder Rumgeeier. Es gibt ein klares, strenges Abbruchkommando und dann wird er auf seinen Platz geschickt. Da kann er knurren, murren, etc. Erst wenn er sich neutral bis freundlich verhält darf er auf Kommando aufstehen und zum guten Tag sagen zum Besuch. Wenn er dabei zu forsch ist, gehts direkt wieder auf seinen Platz. Wer sich nicht beträgt bekommt auch keine Privilegien.

    Euch alles Gute und viel Erfolg

    Ich glaube nicht, dass @Itundra sich rechtfertigt. Hier ist lediglich der Versuch, zu zeigen, dass eben auch der Züchter ggf. ein Interesse am Verbleib des Hundes hat.
    Ich verstehe es natürlich, wenn der neue Besitzer den Züchter eher nicht kontaktieren will, aber dem Züchter gegenüber (falls es sich um einen ordentlichen handelt) wäre das irgendwie unfair.
    Ist halt ne Sch***ß-Situation. Zumal die Orga noch so einen Mist abzieht.

    Hier muss ich nachhaken weil es mich wirklich interessiert :winken: .
    Warum ist das unfair vom neuen Besitzer des Hundes? Er hatte doch noch nie irgendetwas mit dem Züchter zu tun, hat ihm nie irgendetwas zugesagt und hat keinen Plan was im Kaufvertrag zwischen Käufer und Züchter stand - oder was zwischen den vereinbart wurde.

    Sorry wenn ich wirke wie vom Mond aber mir leuchtet wirklich 0,0 ein warum ich als neuer Hundebesitzer nun aktiv auf den Züchter zu gehen und ihn darüber informieren soll dass einer seiner ehemaligen Welpen bei mir gelandet ist. Ich sehe das einfach beim Vorbesitzer. Und das wäre unfair von mir?