Beiträge von SavoirVivre

    Klar gibt es ein zu alt für einen Hund. Ebenso wie es ein zu krank für einen Hund gibt. Einfach im Sinne des Hundes.

    Ich kenne gleich mehrere Beispiele wo es nach hinten losgegangen ist und immer war der Hund der Leidtragende. Mal zu alt aus körperlicher Sicht, aber auch aus psychischer Sicht. In allen Fällen haben die Betroffenen Hundehalter vorab gesagt „ich bin zu alt“ „ich bin zu krank“, etc. und das schlaue Umfeld hat gesagt,ne gaaaar nicht, ein Hund würde alles besser machen.

    Das zu entscheiden obliegt einfach nicht anderen.

    Ich arbeite in einem Unternehmen mit ca. 500 MA. Meine Abteilung umfässt 16Personen. Chico ist bisher mit keiner Silbe erwähnt worden, auch unter uns Hundehaltern in der Firma nicht. Einfach weil der Medienhype schlimm genug ist und alle sich stillschweigend einig der Tragödie nicht noch mehr Bühne zu geben.

    Der Fall Kuwo war da die ersten Tage eher Tenor, aber eher Richtung Unfall und Fahrlässigkeit der Eltern und Halter.

    Lediglich ein Kollege, der kein Hundefreund ist, meinte mal recht allgemein, dass es im Anbetracht so vieler Hunde in D es verhältnismäßig so wenige Todesfälle durch Hunde gibt, dass es grundsätzlich ja nicht so falsch laufen kann wie gerade beschrien wird in den Medien.

    Aber der Text, den Doxiepoo eingefügt hat, ist doch eigentlich gängige Alltagssituation. :ka: Das kann man, wenn man mitten in der Stadt wohnt, im Zehnminutentakt haben.

    Tut mir leid aber das ist Quark. Ich lebe seit 20Jahren so mittendrin in Hamburg wie es nur möglich ist und habe nicht einmal ein Drittel der getesteten Situation erlebt in dieser Zeit - mit drei verschiedenen Hunden.

    Zum einen weil auch in einer Grossstadt nicht alle halbe Stunde gewaltbereite Spinner an einem vorbeikommen und zum anderen weil ich vorausschauend führe und kritische Situationen manage.

    Die Andeutung (nicht von Dir) dass man seinem Hund freiwillig mit MK und Leine führen sollte, wenn er durch einen Wesenstest im Training sehr stark zurückgeworfen wird, ist schlichtweg arrogant und anmaßend.

    Ich habe in meinen 25jahren DSH Haltung zu oft um mitzuzählen zu hören bekommen wie oft irgendein Hund, Nachbarshund, Nachbarskind, Cousin dritten Grades samt Hund, etc. schon vom DSH gebissen wurde.

    Die Leute haben zu DSH Zeiten dreimal öfter die Straßenseite gewechselt als heute.

    War mir recht. Ich hatte und habe kein Verlangen Menschen von ihren Vorurteilen zu befreien. Ich kann lediglich meine Hunde nach besten Wissen und Gewissen führen und freundlich sein. Von mir aus kann der Großteil der Menschheit die Hunderasse die ich gerade habe doof finden und voller Vorurteile sein. Ich wünsche mir lediglich dass sie es mir gegenüber nicht offensichtlich ausleben in aggressiver oder latent aggressiver Form. Mit dem Ausleben mittels aus dem Weg gehen und meiden hab ich keinerlei Probleme.

    Ist doch ok wenn ein HH sagt, er möchte keinen Fremdhundkontakt mit Listenhunden. Ich würde auch nicht mokieren wenn ein HH sagt ich möchte keinen Fremdhundkontakt mit Rauhhaardackel :ka: . Die Gründe sind ja erstmal unerheblich und geht andere gar nichts an.

    Am liebsten wäre es mir gewesen wenn all meine Hunde so wenig wie möglich Fremdhundkontakte gehabt hätten. Längst nicht alle geschlechtsreife Hunde brauchen das oder finden es gar super.

    Ich bevorzuge ein abgesprochenes Kennlernritual bei ausgewählten Fremdhunden und auch das macht nur Sinn bei regelmäßigen Begegnungen. Ansonsten dränge ich meinem Hund keine Fremdhundbegegnungen auf.


    Ha, der Link sieht inhaltlich schonwieder ganz anders aus. Hier wird darauf eingangen was als normales Verhalten gewertet wird. Das war beim ersten WIKI link nicht enthalten. Da hatte ich den Eindruck dass der Hund sich gar nicht abwehrend verhalten darf sondern nur rückziehend.
    Auch ging beim ersten WIKI Link nicht hervor dass eine Regulierung durch den Hundehalter erwünscht ist um dem Hund durch die Situation zu helfen.
    Ich dachte beim lesen des ersten WIKI Links echt man müsste seinen Hund allein/im Stich lassen und er muss, auf sich allein gestellt, beweisen dass er so lammfromm ist, dass er diese Situationen ohne Abwehrverhalten aushält.

    Wenn ich aktiv und so führen darf wie ich es im Alltag sowieso tue, dann siehts ganz anders aus.

    NACHTRAG:
    Oder ich hab auf dem Smartphone den unteren Part "Bewertung des Hundeverhaltens beim Wesenstest überlesen" :headbash: .