Beiträge von SavoirVivre

    Ich muss diesen Thread einfach mal dazu nutzen niederzuschreiben wie stolz ich auf Herrn Hund bin :herzen1: .

    Wir sind vor wenigen Monaten ja unter die Camper gegangen mit ihm. Mit meinen vorherigen Hunden habe ich öfters gecampt, aber bei Herrn Hund hatte ich lange Zeit so meine Bedenken, da ja Wach- und Schutztrieb, dazu Unsicher mit Neigung nach vorne zu gehen, etc. Also im Prinzip nichts was man gerne auf einem CP, mitten unter fremden Menschen, auf eher engen Raum und wenig dazwischen haben möchte.

    Da er seit einem guten Jahr aber wirklich toll ist, easy zu händeln und zu regulieren, zuverlässig im Gehorsam stehend, dachten wir uns wir versuchen es einfach mal.

    Inzwischen haben wir Camping mit Bulli, Camping mit Wohnwagen und Camping mit Zelt hinter uns. Was soll ich sagen. Er ist einfach toll :hurra: . Er liegt brav aus seinem Platz und döst/schläft, oder beobachtet das Geschehen drum herum. Es werden weder Menschen noch andere Hunde angemacht, auch wenn er manchmal schon gerne würde, erinnert er sich dann aber wieder an die ermahnenden Worte von Frauchen und lässt es bleiben.

    Ok, Hunde und Menschen die so dreist sind quer über unsere Parzelle zu latschen - aus welchen Gründen auch immer - findet er wenig witzig, da ist einfach zu nahe dran. Aber das ist in Ordnung für uns. Finden wir ja selbst maximal daneben. Wenn der fremde Mensch oder Hund dann gestellt wird ist das für uns gerechtfertigt. Er packt ja nicht zu o.ä. Da gibts dann einen Schrecken für den distanzlosen Fremdling und von uns zudem noch einen Anschiss. Wir latschen ja auch nicht in fremde Gärten oder Wohnungen weil es uns gerade passt.

    Meine Befürchtung ist tatsächlich, dass wir den Welpen dann nicht bekämen.
    Der Züchter meinte bereits beim ersten Kennenlernen, dass ihm das weitere Barfen seiner Welpen sehr wichtig ist.

    Das klingt aber nicht nach einem Ausschlusskriterium oder einem Züchter mit dem man nicht trotzdem reden könnte. Ja ihm ist das weitere Barfen seiner Welpen sehr wichtig, aber es kann trotzdem sein dass er andere Voraussetzungen als wichtiger gewichtet (Lebensumfeld, Arbeitszeiten, etc.). Zumal ihr eure Überlegungen/Zweifel ja auch begründen könnt.

    Auf einer Lüge basierend einen Welpen abzunehmen finde ich nicht gut. Eher würde ich mich dann grundsätzilch gegen diesen Züchter entscheiden oder mit offenen Karten spielen und akzeptieren wenn ich dann als neues Zuhause nicht mehr in Frage komme.

    Das könnte man so aber auch auf die weitaus meisten anderen Themen übertragen. Jemand kann auch ein gewissenhafter und guter Hundehalter und am Wohlergehen des Hundes interessiert sein, obwohl er in einer Großstadtwohnung wohnt, arbeiten geht, Hundesport machen oder keinesfalls machen will, und vieles mehr. Klar, wie wichtig ein jeweiliges Kriterium ist, darüber werden die Ansichten wohl immer auseinander gehen. Dieses Recht sollte man aber jedem zugestehen, da auch Prioritäten zu setzen. Und wenn ein Züchter der Ansicht ist, dass er ein mögliches, liebevolles Zuhause damit ausschließt und lieber ein anderes, nicht weniger liebevolles Zuhause suchen will - nun, das ist sein gutes Recht. So wie es ja auch das Recht des Käufers ist, einen anderen Züchter zu wählen wenn ihm etwas für ihn wichtiges bei diesem nicht passt.

    Das ist richtig, aber habe ich zu irgendeinem Zeitpunkt angedeutet dass ich Züchtern das Recht auf ihre KO Kriterien abspreche :ka: ? Du zitierst mich diesbezüglich so explizit dass ich es schon als Unterstellung auffasse.

    Ich finde es halt übergriffig. Demnach wäre so ein Züchter einer für Dich, aber keiner für mich. Ist doch völlig in Ordnung. Ich missionierte hier niemanden.

    An dieser Stelle würde ich mal gerne eine Lanze für den Züchter brechen. Wobei es mir weniger um die Art der Fütterung selbst geht, sondern um seine Auswahlkriterien. Hier wurde ja jetzt mehrfach betont, wie übergriffig das sei zu sagen, er vermittelt nur an Leute die die Hunde weiterhin barfen würden. Ich sehe das ein wenig anders herum:

    Von einem guten Züchter wünsche ich mir, dass er sich um die Zukunft seiner Welpen Gedanken macht und die neuen Halter gewissenhaft auswählt. Wenn nun ein Züchter sehr überzeugt davon ist, dass die Fütterung ein entscheidender Aspekt für das Wohlergehen seiner Welpen ist, und entsprechend auch auswählt, wem er seine Welpen anvertrauen möchte, dann finde ich das völlig in Ordnung.

    Nicht in Ordnung dagegen finde ich, ihn anzulügen. Ginge es jetzt dabei nicht um das Futter, sondern beispielsweise um die Wohnsituation oder Berufstätigkeit, dann würde wahrscheinlich niemand so schnell dafür plädieren, dem Züchter einfach etwas anderes vorzumachen als das, was tatsächlich passieren soll/wird. Von daher: Ich finde, Züchter und Welpenkäufer sollten sich beim Kauf einig sein. Was auch bedeuten kann, man ist sich darüber einig dass man manches eben etwas anders sieht. Aber genauso, wie ich es nicht richtig finde wenn ein Züchter die Welpenkäufer über irgendwas täuscht, finde ich es auch nicht richtig wenn der Käufer den Züchter anlügt.

    Danke dass Du es ansprichst. Genau das finde ich mit Vorsicht zu geniessen. Nur weil ein zukünftiger Hundehalter nicht barfen möchte, macht ihn das nicht zu einem weniger gewissenhaften und guten Hundehalter, dem das Wohlergehen des Welpen/Hundes nicht mindestens so am Herzen liegt wie dem Züchter. Damit schliesst ein Züchter von vorn herein ein mögliches, liebevolles Zuhause aus - wegen der Fütterungsart - finde ich schade.

    Das man sich nicht gegenseitig anlügt versteht sich von selbst - finde ich.


    @ SophieCat
    Ich lese überall, dass Fertigbarf nicht optimal abgestimmt ist und es deshalb schnell zu Über- oder Unterversorgungen kommen kann.
    Wir haben bei uns 3 Geschäfte, die Barf über Mixe anbieten. 2 mischen selbst, bei einem gibt es Happy Pets.
    Ich glaube das wäre für meinen Mann noch ok, doch ich habe Sorge wegen der Zusammensetzung

    Ich hab noch nie einen Welpen gebarft, da sind die Bedürfnisse sicherlich anders und anspruchsvoller als bei einem grundsätzlich gesunden Adult-Hund. Ich bin aber auch der Meinung, dass inzwischen viel zuviel "Geschiss" um die Ernährung gemacht wird. Klar bin ich auch ein klarer Gegner von Billig-TroFu mit mind. 4% Fleischanteil :hust: , aber zu jeder Fütterungsart, Marke und Geschmacksrichtung gibt es geteilte Meinungen.

    Du musst halt auch bedenken, dass euch der Züchter nach der Lüge vermutlich auch dann bei künftigen Problemen nicht mehr zur Seite stehen wird.

    Ich würde das Risiko schlicht nicht eingehen und lieber in Kauf nehmen, dass ich mich nach einem anderen Welpen umsehen muss, wenn ich ehrlich bin.
    Ja, ich weiß, man hat sich bereits verliebt... macht man aber auch beim nächsten Welpen binnen eines Besuchtags wieder.

    Der Welpe soll in euer Leben passen und da gehört die richtige Futterprägung ebenso dazu, wie der Rest der Aufzucht. aus irgendeinem Grund wird das aber immer vernachlässigt bei der Welpenauswahl und gedacht, der würde später schon fressen.
    Es gibt immer mehr Hunde, die beim Thema Futter massive Probleme haben (und damit meine ich nicht Allergie oder Unverträglichkeit), weil zwar das bunte Bällebad und die Geräusch CD in der Welpenkiste wichtig sind, sich aber über die Futtergewöhnung keine Gedanken gemacht werden.

    Interessant. Das ist dann wohl der Unterschied wenn jemand immer schon bedacht und ausgewählt Welpen vom Züchter abnimmt, zu jemanden bei dem immer Tierschutzhunde landen - sich aber fest vorgenommen hat dass der nächste Hund vom Züchter des Vertrauens kommt ;) .

    Mir wäre es wirklich egal was der Züchter füttert, solange das Futter an sich qualitativ gut ist. Ich kenne kaum jemanden der bei seinem Hund nicht schon mehrmals die Fütterungsart umgestellt hat, aus welchen Gründen auch immer, und bin der Meinung dass das bei einer sorgsamen Umstellung kein Problem darstellen sollte.

    Mir ginge es eher darum dass ich den Züchter ungerne anlügen würde und es zudem übergriffig finde wenn er mir vorschreibt was ich meinem Hund den Rest seines Lebens zu füttern habe. Wir barfen selbst und sind davon überzeugt, aber die Auswahl eines Züchters würde ich nicht davon abhängig machen was er füttert, sofern objektiv betrachtet gutes Futter.

    Wenn der Züchter nicht mitmacht.. ich mag da vielleicht pragmatisch sein, aber ich würde mich davon nicht abhalten lassen den Welpen a) trotzdem zu nehmen und b) ihn dann bei mir nach und nach von BARF auf TroFu umzustellen. Das ist ein Welpe und kein Seifenbläschen ;) .

    Des Weiteren - TroFu ist ja nicht gleich TroFu. Wenn man mit so einer Bitte auf einen Züchter zugeht der überzeugt ist von Barf, sollte man zumindest wissen was für ein TroFu man zukünftig selbst füttern will und dem Züchter dieses TroFu zur Verfügung stellen, oder ihm aber einen direkten Link zur Bezugsquelle mailen, damit nicht das TroFu gewechselt werden muss wenn Welpi im neuen Zuhause ankommt.

    Und auch nur interessenhalber.. warum kein Fertigbarf?