Beiträge von SavoirVivre

    Ich gehöre dann wohl zu den wenigen die die Lebensituation des TE für hund-geeignet halten.

    Sorry, aber manchmal geht es einfach über meinen Horizont was für ein "Geschiss" um die Haltungsbedingungen für einen Hund gemacht wird. Diejenigen die sich angesprochen fühlen, mögen sich den Schuh anziehen. Die anderen wissen wie es gemeint ist :smile: .

    Das einzige was ich hier kritisch anmerken würde ist der Rassewunsch RR. Darauf wurde aber ausreichend von den RR-Erfahrenen eingegangen. Labrador hingegen finde ich durchaus geeignet. Labrador-Mix, zumindest als Welpen, nein. Warum gezielt einen Mix wenn man auch einen aus einer ordentlichen Zucht nehmen kann. Wildwurf geplant zu unterstützen finde ich nicht gut!
    Die Suche in einen Tierheim/Tierschutzverein nach einem vom Gemüt passenden adult-Hund finde ich auch gut. Darüber hinaus gibt es aber noch diverse andere Rassen die sich eignen würden.

    Es gibt genug Menschen die sich wirklich völlig planlos einen Hund holen. Das ist hier nicht der Fall. Ich bin jedesmal wieder dankbar und begeistert über jeden, der sich vorab der Meinung von Usern eines Hundeforums stellt. Hier macht sich jemand zumindest Gedanken und das nicht zu knapp.

    Daher:
    - vom Rassewunsch lösen bzw. offen sein für andere, geeignetere Rassen
    - sich bewusst machen dass Flexibilität und Plan B (Hundepension, Fremdbetreuung, etc.) notwendig werden kann
    - Geduld und den Willen Steine hundegerecht aus dem Weg zu räumen

    und dann passt es auch. Ich hänge hierbei an dem Satz "der Hund wird im Normalfall 4-5Std. alleine sein" auf. Ja, es ist es auch ein Weg bis zu den 4-5 Std., aber scheint dem TE durchaus klar zu sein.

    ich finde den Begriff "Maßregeln" schon so negativ besetzt, Hunde sagen genauso wie wir Menschen "Nein", oder "Nicht so nah" und das gehört genauso mit zur Kommunikation wie bei uns und ist nicht negativ.
    Ein lautstarkes und auch für den Menschen deutlich sichtbares 'Maßregeln' von seiten des Hundes heißt eigentlich häufig, daß der Mensch des Hundes zu spät reagiert hat, die Kommunikation und auch das Grenzen ziehen läuft ja meist sehr viel feiner ab.

    Bonnie darf aber zb ihre Mäuselöcher verteidigen, weil sie allgemein sehr unsicher ist und ich möchte, daß sie lernt, daß sie Rechte auf etwas hat. Sie kann das aber auch gut ohne jedes Getöse. Da reicht ein Blick. Und den verstehen Hunde sehr wohl. Und wenn ein Hund es doch nicht glauben will, dann schießt sie nach vorne und schnappt. Wobei sie das inzwischen fast nicht mehr braucht, weil sie ihr Grenzen ziehen inzwischen leise mit Blick und Körperhaltung so deutlich kann, daß andere Hunde das gut respektieren.

    So unterschiedlich sind die Auffassungen :smile: . Ich empfinde "Maßregeln" im Bezug auf hündische Interaktion als ein angenehmes Wort. Für mich gibt es um diese Vorgänge zu beschreiben keine positivere Wort-Alternative.

    Ich gehöre auch zu den Spielverderbern die die Vollkrise bekommen, wenn mein Hund und ich ungefragt als Testobjekte missbraucht werden. Hatte hier in Hamburg insbesondere durch Hundeschule-Gruppen eine zeitlang ganz schön zugenommen.

    Ich unterscheide nach Geschlecht, da er es auch tut :pfeif:

    Bei unkastrierten Rüden:
    Meiner wird sehr früh aus allen Situation geholt da er sonst dazu neigt unkastrierte Rüden pro forma umzubomben wenn ihm etwas nicht passt. Er beschädigt aber nicht! Er haut um, ringt runter, hält unten, aber mit ausgeprägter Beisshemmung. Verletzung anderer Hunde = Null Mal.

    Kommt natürlich nicht häufig vor. Ca. 2-3x/Jahr schätze ich und wäre praktisch gänzlich vermeidbar, wenn die Tut-Nixe rechtzeitig abgerufen werden würden. Genau genommen möchte ich keinen Fremdrüdenkontakt und kommuniziere das auch.

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    Hündinnen und kastrierte Rüden dürfen relativ viel bei ihm. Er weicht aus soweit es geht und beschwichtigt, lässt sich aber nicht mobben oder körperlich angehen. Hier lasse ich ihn einiges selbst regeln. Wenn ich merke er wird bedrängt, gemobbt, unverhältnismässig gemaßregelt oder ist überfordert, hole ich ihn aus der Situation, denn sonst wehrt er sich irgendwann körperlich (siehe Situation oben).

    Wenn sowas häufig passieren würde, würde ich zwangsläufig wohl den einen oder anderen betroffenen Hund kennen :ka: . Persönlich habe ich daher keine Angst vorm Stöckchen spielen ;)

    Auch hier gilt - von sich selbst auf andere zu schliessen passt längst nicht immer.

    Ich war leider einmal live dabei und zweimal ist es Hunden aus meinem Bekanntenkreis passiert. Also drei unterschiedliche Hunde in einem Zeitraum von ca. 10Jahren. Das mag einem selten vorkommen, liegt meines Erachtens aber daran, dass die Hundehalter mit denen ich Umgang pflege ihre Hunde nicht mit Stöcken spielen lassen.

    Frag mal einen Tierarzt oder in einer Tierklinik wie oft das vorkommt. Das ist schon eher repräsentativ als deine personliche Erfahrung diesbezüglich. Ich meine es nicht böse, aber Dein Kommentar dazu ist geradezu fahrlässig.

    Was manchmal nervt sich die wirklich freundlichen Tut-nix-Hundehalter, die mir beiläufig ein Gespräch aufdrängen in die Richtung "Also, wenn sie ihren Hund öfter mit anderen Hunde spielen lassen/an der Leine Hallo-Schnuppern lassen/etc." dann wäre er bestimmt verträglicher.

    Sooo viele Hundehalter begreifen einfach nicht, das viele Hunde ab geschlechtsreifen Alter kein Interesse an Fremdhunden haben . erst recht nicht an gleichgeschlechtlichen. Und diese Hundehalter machen es sich manchmal zur Mission anderen Hundehaltern ungefragt Tipps zu geben, da ihr eigener Hund an alles und jeden ausschliesslich Liebe verteilt. Dass Hunde verschieden ticken wollen sie nicht begreifen. Auch sowas wie Rassespezifikationen (warum ist ein Beagle in der Regel sehr sozialverträglich mit anderen Hunden? Richtig, weil es ein Meutehund ist. Und warum ist es ein klassischer Gebrauchshund nicht? Ein.. äh.. Was-Hund?)

    Wir haben 6 Meter. Richtiges Bad mit Dusche, guter Kühlschrank mit verblüffend gutem Gefrierfach, Herd, Sitzecke, lange Sitzbank zum ausstrecken, Bett ist nur im Alkoven, so ist da im Wohnraum viel Platz, auch mit 4 Hunden.

    Wir werden eh erst mit dem Defender Campen fahren können, wenn Grisu nicht mehr lebt.

    Ich denke mir so oft, was kleineres wäre praktischer, aber auf irgendwas zu verzichten, was wir aktuell haben... schwierig... Etwas vermissen tun wir dagegen aktuell nicht.

    Na bis Grisu nicht mehr da ist wirds hoffentlich noch paar Jährchen dauern. Er ist ja gerade mal 11 ! :rollsmile:

    Abstriche im Komfort zu machen ist tendenziell schwieriger als umgekehrt. In einem Bulli einen längeren Zeitraum (also mehr als ein langes WE) mit mehreren Hunden stelle ich mir schwieriger vor als in einem geräumigeren WoMo.