Beiträge von SavoirVivre

    Ich werfe mal Schweden als Alternative in den Raum.
    Das nehmen wir dieses Jahr noch in Angriff. Keine Rasseliste und das DURCHQUEREN von DK mit Mischling bzw. Listenhund ist ganz offiziell und unbestreitbar erlaubt.

    Wir nehmen ein Wohnmobil :-). Da passen je nach Grösse locker 4 erwachsene Personen rein und somit kann man sich die Kosten gut teilen. In Schweden gibt es auch auf viele Campingplätzen Mobilheime. In der Nebensaision (ab dritter Augustwoche) kann man mit der ein oder anderen Campingcard auch noch zusätzlich sparen.

    Ich gestehe ich hab mich gar nicht groß mit diesem Thema auseinander gesetzt. Habe seit 25Jahren > 30kg Hunde, die aber immer ebenerdig oder 1Stock mit Fahrstuhl gehalten wurden.

    Meinen 8kg Spitz zu tragen war gar kein Problem. Zumal er sich auch gerne tragen ließ und mit einer angenehmen Körperspannung mitgeholfen hat.

    Ich bin knappe 1,58 und wiege 49kg.
    Meine ehemaligen DSHs und meinen Stinker jetzt würde ich nicht einmal gehoben bekommen. Aber selbst als mein DSH Rüde seinen schweren BSV hatte und wochenlang gelähmt war, ging es irgendwie. Es gibt heutzutage so tolle Erfindungen wie Gehhilfen für die Hinterhand, etc.

    Ja, ich hätte beim wandern ein ernsthaftes Problem wenn mein Hund etwas hätte, aber wisst ihr, man kann sich über alles Gedanken machen und daraus ein no-go stricken. Man kann das Leben aber auch einfach leben, nach besten Wissen und Gewissen planen, ohne sich im Fallsfall 1000 zu verstricken.

    Ich bin auch Reiterin. Was soll ich mit einem Pferd machen das im Gelände strauchelt? Den Gaul trag ich dann auch nicht zurück in den Stall ;)

    Allerdings versteht es sich von selbst dass man abwägt welcher Hund Mittel- und langfristig in welchem Lebens- und Wohnumfeldgestaltung in Frage kommt. Ich habe eher wenig Mitleid mit jemandem der einen BSV erleidet weil er unbedingt eine BX Dogge im 3Stock ohne Fahrstuhl halten möchte. Da werde ich eher gehässig und habe ausschließlich Mitleid mit dem armen Hund.

    Kurzweilige Notsituation komplett außen vor. Kein Leben ist zu 100% planbar.

    Ich würde Advantix (diverse Stechmücken übertragen meines Wissens die Herzwümerlarven), und im Anschluss eine gezielte Wurmkur (z.B. Milbemax, max. 30Tage nach ersten Einreisetag ins Risikogebiet). Einige schützen zusätzlich mit Scalibor. Leider 3fach Chemie pur. Bin froh dass ich diese Risikoländer bisher noch nicht angegangen bin.

    Ich bin mal ehrlich. Ich als Hundehalterin hätte es ja am lieben fremde Menschen nähren sich meinem Hund gar nicht ohne konkreten Grund. Einfach weil ich da keine Veranlassung zu sehe. Ich als Mensch sehe auch sehr selten Veranlassung mir fremde Menschen anzusprechen um Kontakt aufzunehmen, zumindest nicht ohne konkreten Grund.

    Das mag unsozial klingen, aber ich bin in einer notwendigen Interaktion ja dennoch stets freundlich und höflich. Nur forciere ich Interaktionen mit fremden Menschen nicht grundlos. Ich gehe also nicht einfach auf fremde Menschen zu und sage "hallo, ich möchte Sie gerne einfach mal kennenlernen"" oder ähnliches, egal ob ein Hund dabei ist oder nicht. Daher sehe ich die Notwendigkeit fremder Menschen auch nicht meinen Hund anzuquatschen oder mit ihm interagieren zu wollen. Da mache ich auch keine Unterschiede ob erwachsener Mensch oder Kind.

    Es stört mich in dem Sinne nicht und ein nettes Geplaudere zwischendurch geniesse ich durchaus, aber es ist für mich einfach nicht nötig wenn ich auf dem zielgerichteten Weg von A-B bin. Zumal ich keinen Hund habe der sich über fremde Menschen freut. Sie sind halt da und sollen ignoriert werden, denn freudig erwartet werden sie nicht. Mein verstorbener DSH liebte jeden Menschen - aber auch bei ihm konnte ich gut auf wildfremde Kontakt auf der Strasse verzichten. Ist einfach nicht meins.

    Und die wenigsten Kinder verhalten sich hundegerecht, egal was die Eltern sagen. Das sage sogar ich hochgradig verliebte Tante mit verklärten Blick auf meinen innigst geliebten 20monatigen Neffen. Das ist auch überhaupt kein Vorwurf sondern Tatsache. Wie willst Du einen so kleinen Stöpsel erklären wie er einen Hund begegnen soll? No Way. Auch bei etwas älteren Kindern hast Du vielleicht eine Trefferquote Hundegerechtes Verhalten von 50%, aber zuverlässig? Glaube ich einfach nicht dran.
    Den Kindern und auch den Eltern ist da überhaupt kein Vorwurf zu machen, nur die Bitte um gegenseitige Rücksichtsnahme und keine Erwartungshaltung dass die Bedürfnisse ihres (B)Engels über denen des fremden Hundes stehen.

    Meinen roten Faden nenne ich "liebevolle Konsequenz". Ach ja, und Hundesachkunde, denn wenn Du den eigenen Hund nicht verstehst und seine wesentlichsten Gattungsbedürfnisse nicht kennst, dann kann viel schief laufen. Denn Hunde ticken anders als Menschen und nicht alles lässt sich mit gesunden Menschenverstand kompensieren.

    Detaillierter gehts dann weiter mit den Rasseeigenschaften. Viel zu viele Hundehalter holen sich einen Hund ins Haus und erziehen dann gegen die ausgeprägtesten Rasseeigenschaften an, weil sie diese Rasse beim Nachbar so toll fanden. Doof für den Hund.
    Ich möchte auf keinen Fall einen Hund der jagt, hole mir aber einen Hund der für die Jagd gezüchtet wurde. Ich möchte keinen Hund der wacht und schützt, hole mir aber eine kernige Gebrauchshundrasse. Das könnte ich seitenlang so fortführen.

    Der Grundtenor liest sich hier im Thread aber schnell raus

    Es gibt kein Erziehungskonzept X sondern ist immer eine eigene Strategie und Kommunikation mit dem jeweiligen Hund. Der eine muss enger und deutlicher geführt werden, der andere erträgt nicht mehr als Wattebauschen - und das ist genau richtig so .

    Hätten wir mega Lust zu. Kannst du es empfehlen? Die, die ich gefunden habe, kosten 60€ pro Tag :(

    Empfehlen kann ich es mit drei Ausrufungszeichen. Wir lieben Campen mit Hund. Also Campen mit Wohnmobil oder Bulli.

    Aber 60€ ist schon extrem günstig. Wenn euch das auch noch zu teuer ist kann ich leider keine weiteren Tipps geben. Regulär liegt man pro Nacht bei 79€ - 120€, je nach Saison.

    Es gibt viele Campingplätze die auch in ihren Mietobjekten Hunde akzeptieren. August ist aber Hauptsaison und auch da werdet ihr eher nichts freies unter 60€ finden.
    Alternativ komfortables, grosses Zelt + PKW oder einen Mietwohnwagen/Mietunterkunft auf einem Campingplatz.

    Ich kenne das auch noch dass Geldknappheit in gewissens Lebensphasen ein Hindernis darstellen bei Urlaub. Aber ich finde auch dass 60€ für ein Wohnmobil wo 2-4 Menschen drin schlafen und sich die Kosten entsprechend teilen können einfach sehr günstig ist. Zumal es zusätzlich ungünstig ist seine Reisepläne in die Hauptsaison zu legen, wo alles leider doppelt teuer ist. Versucht es, wenn eure Planung es zulässt, doch mit der Nach- oder Nebensaison. Die beginnt vielerorts Ende August/Anfang September und ist einfach deutlich günstiger.

    Also zum Thema Hund aus dem Tierschutz möchte ich auch noch gerne paar Zeilen da lassen.

    Ich hatte bisher ja ausschliesschlich Hunde aus dem Tierschutz (naja, der Ersthund vor 25 Jahren kam aus Unkenntnis aus einem Wildwurf) und jeder einzelne wurde innigst geliebt. Dennoch kann ich alle Überlegungen dahingehend verstehen, wenn jemand sagt - so, genug Tierschutzhunde, ich hätte gerne wieder/mal einen Welpen von einem sorgfältig ausgesuchten Züchter bei dem ich alle Fehler von Anfang an selbst machen kann. Bei dem die Aufzucht optimal ist und den ich nach besten Wissen und Gewissen gemeinsam mit dem Züchter/-in auswähle.

    Gerade wenn jemand imTierschutz tätig ist und bereits Tierschutzhunde hat/hatte, habe ich grösstes Verständnis dafür dass dieser dann irgendwann sagt, es reicht vorerst.

    Ich habe ein wenig das Gefühl dass hier zwischendurch der vorwurfsvolle Tenor durchkommt, warum denn ein Tierschutzhund für die nächste Hundewahl ausgeschlossen wird. Teilweise kommen diese Vorwürfe sogar sehr direkt. Das finde ich schlichtweg unfair.

    Keinem von uns hier steht es zu über eine so persönliche Entscheidung zu werten und wenn jemand sagt, der nächstes Hund gerne NICHT aus dem Tierschutz, dann sollte das auch so akzeptiert werden ohne dass der belehrende Finger gehoben wird. Natürlich gibt es - leider - zu viele liebenswerte Hunde die ein zuhause verdient hätten. Aber kein Hundehalter oder potenzieller Hundehalter muss es sich zur Lebensaufgabe machen, nach seinem xten Tierschutzhund, und hat es verdient ohne "Randbemekrungen" zu erhalten sagen zu können - als nächstes bitte kein Tierschutzhund.

    Für mich wirds als nächstes auch keinen Tierschutzhund mehr geben. Endlich einen Welpen von einem Züchter, im Auswahlprozess von A-Z involviert, ja das wäre einfach schön. Wenn dann jemand kommt und sagt.. äh.. und was ist mit Tierschutzhunden. Ne.. muss echt nicht sein!

    Sorry wenn sich jemand auf den Schlips getreten fühlt, aber es ist nunmal nicht eure Entscheidung egal wie eure denn aussehen würde.