Beiträge von SavoirVivre

    Ich kann gar nicht sagen wie oft unser Rüde wirklich muss, weil er jedes Mal wenn wir mit ihm rausgehen (3-4xTag) auch pinkelt und mehrmals markiert wenn er darf.

    Einhalten kann er locker > 12Std. Braucht er natürlich nicht, aber im Herbst/Winter müssen wir ihn oft wortwörtlich vor die Tür zerren, weil der Herr meint 1-2x am Tag für 30-180sek reicht vollkommen.

    Aber ich muss sagen, es ist wahnsinnig praktisch Hunde zu haben die das alles kennen. Zeitweise Unterbringung im Zwinger, kurzes Sichern oder Runterfahren in einer Box sowie pennen in der Box (im Auto bei Turnieren, Training, Seminar) und natürlich das normale Alltagsleben im Haus/Wohnung.
    Grad bei Hunden die nicht immer einfach sind im Alltag ist das praktisch und erleichternd.

    Hätte ich easy going Mitläuferhunde würd ich aber auch nicht alle dieser Optionen bedenken, außer das mit dem Auto.

    Das kann ich nur ausdrücklich bestätigen.

    Nicht? Warum bist du dir da so sicher und zählt das nicht auch als unterschwelliger Aggression und Vehemenz mir gegenüber? Denke mal darüber nach!
    LG Sabine

    nur in Kürze da kurz vor zu Bett gehen..
    Wenn Du das so auffasst, dann hast Du nicht verstanden worauf ich hinaus wollte. Aber ich will Dir diese Meinung auch gar nicht nehmen oder ausreden. Von daher ist es halt wie es ist. Gute Nacht :)

    Ich hab mich nach 25Jahren Hundehaltung das erste Mal für eine „Box“ entschieden, weil ich ganz fasziniert davon war wie unglaublich wohl sich Herr Hund im Kofferraum fühlt. Es gibt keinen Ort wo er so schnell in den Stand By Modus fährt. Wir reden hier von Sekunden.

    Die daraus resultierende Idee war, ihm zuhause etwas ähnliches, platzbegrenzendes, höhlenartiges anzubieten. Er braucht die Box nicht. Keinesfalls. Er ist zuhause tiefenentspannt. Mir ging es darum ihn etwas gutes zu tun.

    Ich wollte für ihn etwas möglich Großes, und da er ein großer Hund ist, ist es aus Preis-Leistungsgründen dann ein Käfigkennel in XXL geworden. Er kann aufrecht drin stehen, sich drehen, sitzen und sich in jeder beliebigen Lage ausgestreckt liegen.

    Es gab keine Konditionierung in dem Sinne. Der Käfig wurde hingestellt, Hundekissen rein, ein dünnes Bettlaken drüber geworfen und offen stehen gelassen. Herr Hund hat es nach wenigen Minuten in Beschlag genommen und lag fortan bevorzugt da drin oder bei uns auf dem Sofa. Er hat die Wahl.

    Da er stundenlang dösend, schlafend drin liegt haben wir uns gedacht.. ach eigentlich können wir die Box dann auch im Urlaub nutzen wenn wir z.B. frühstücken gehen. Dann müssen wir ihn die Stunde nicht immer ins Auto packen. Hintergrund ist der, dass er in unserer Anwesenheit Fremde Menschen nicht freundlich willkommen heißen würde. Das würde z.B. auch für ein Zimmermädchen gelten, die trotz Schild an der Tür ins Hotelzimmer kommen würde. Zudem ist er Türöffner-Profi und da die meisten Hotelzimmer nicht abschließbar sind, würde er uns dann suchen gehen wenn er wollte.

    Also haben wir angefangen die Käfigtür immer mal zuzumachen. Mal 5min., mal 20min., mal 1Std.. immer in unserem Beisein. Es hat ihn null interessiert. Er hat einfach weitergeschlafen. Nun ja.. jedenfalls kann er problemlos in geschlossen Käfig bleiben für 1-2Std., wahrscheinlich auch länger, wobei unser Maximum in unserer Abwesenheit bei einer guten Stunde lag. Länger war einfach noch nicht notwendig.

    Also.. seit Existenz dieses Käfigs (ca. 3Jahre) war er bisher insgesamt ca. 12Std. während unserer Abwesenheit drin. Ansonsten dients als offene Schlafhöhle und steht inzwischen auch nicht mehr zur nonstop zur Verfügung, weil wir Möbel umgestellt haben und sie uns platztechnisch (das Ding ist riesig) gestört hat. Wir stellen sie aber zwischendurch zu Trainingszwecken temporär hin, und er nimmt sie jedes Mal direkt in Beschlag.

    Na, die erzähle mir mal!
    Engel, Heiligenschein ... wenn du meinst, ich sehe es eher als hilflose Aktion von dir.

    Viele Dinge die du schreibst bezüglich dieses Themas sind absolut korrekt und geben die richtigen Gedankenanstösse. Aber die Vehemenz und ja Aggressivität mit der Du hier den Rundumschlag machst, ist schlichtweg „drüber“. Es fühlt sich keiner wirklich zutreffend explizit angesprochen, aber viele doch irgendwie ein bisschen, weil Du pauschal und schwarz weiß ansetzt.

    In einer Diskussion muss man andere Meinungen mal stehen lassen können und auch akzeptieren. Sie sind nicht per se falsch weil nicht deckungsgleich mit Deinen eigenen. Du machst es nicht besser weil Du es anders machst.

    Ich liebe Hamburg und möchte hier nicht weg. Andere Länder/Städte können mich nicht locken.

    Ich wohne auch gerne zentral und liebe unsere grosse Wohnung am Wasser in Bestlage (subjektiv, nicht objektiv oder gar offiziell betrachtet ;) )dieser Stadt. Für meine bevorzugten Hunderassen (Gebrauchshunderassen) ist diese Wohnsituation zwar nicht ideal, aber trotzdem würde ich es nicht ändern wollen. Mag egoistisch klingen, aber in erster Linie gehts halt um uns Menschen. Es ist aber nicht so dass die Hundehaltung hier Krampf und Quälerei ist, denn dann gäbe es auch keinen Hund.

    Kurzum, wir wohnen hier für unsere Bedürfnisse wirklich schön und deswegen wünschen wir uns auch nichts anderes. Wir sind glücklich und Hund macht auch einen zufriedenen Eindruck :D

    @SirBeno
    Jetzt hast du eine Menge geschrieben aber so richtig schlau bin ich trotzdem nicht draus geworden ;) . Aber klar fühle ich mich angesprochen da Du unser Szenario ja mit skizziert hast.

    Ich bin übrigens diejenige deren Hund - nach Belieben - in einem abgedeckten Käfig liegt. Es ist übrigens ein Käfig geworden weil es nix größeres höhlenartiges gab, was finanziell noch vernünftig war für ein „naja, mal sehen wie er das findet, wenn er den Kofferraum so liebt“ Test. Zudem ist die Tür in der Regel auf, aber bei Sinnhaftigkeit (die im übrigen ich entscheide und nicht der Hund) eben auch mal zu.

    Was genau möchtest Du denn an z.B. mich adressieren?
    Das ich unseren Hund den Käfig wegnehmen soll? Und wenn ja, warum sollte ich das tun wenn er so gern drin liegt? Und was genau spricht nochmal dagegen die Tür zu schließen wenn ich es für richtig halte?

    Sorry hab ich wirklich nicht verstanden was Du vermitteln willst.

    Nein, ich bin aber auch kein Boxengegner, solange das ganze positiv verknüpft und der Hund das ganze wirklich positiv verbindet.
    Wer seinen Hund Stundenlang in eine Box steckt um in dort Randalieren zu lassen bis er Müde ist oder da rein steckt, weil er auf die Arbeit muss und alleinbleiben nie richtig aufgebaut hat - ja das sehe ich Kritisch (und ich denke, alle die die Box verantwortungsbewusst nutzen auch).
    Das sind die wenigsten hier im Thread. Aber hier ist ja ein Diskussionthread, d.h. man sollte alle Seiten beleuchten. :smile:

    da bin ich ganz bei dir :smile:

    Das versteh ich jetzt wiederum nicht. :???:Wenn mein Hund den Kennel und Co gar nicht braucht, weil er von alleine so ruhig ist - wieso soll ich ihn dann nutzen?
    Dann doch aus Bequemlichkeit?

    Nach der OP habe ich das Ding auch nicht gebraucht :ka: .
    Ich habe halt einen Hund der keine Box braucht um irgendwo zu entspannen oder ruhig zu bleiben. Ist das jetzt "schlimm"?
    Ich freu mich einfach darüber :smile:


    Und wenn ich das hier so lese, ist das ja geradezu Gold Wert, das mein Hund das kann :ka:
    PS: Meine Leistung ist das nicht, die konnte das einfach |) . Ich hab das ganze nur durch ihr Körbchen als Ankerpunkt verstärkt.

    Ich habe auch das Glück dass Herr Hund keine Box braucht. Er mag sie aber - sehr - und daher darf er sie behalten :D .
    Da es aber auch Situationen gibt in denen wir die geschlossene Box als nützlich empfinden, haben wir auch das schließen der Tür geübt und nutzen es auch aus das er sich so wohlfühlt in dem Ding.
    So schlimm in Deinen Augen?

    Oder anderes Beispiel. Eine gute Freundin hat sich nach acht Jahren Beziehung getrennt. Sie hat den gemeinsamen Hund behalten, ist aber Vollzeit arbeitstätig. Ihr Hund ist ein tiefenentspannter, 7jähriger Mischling der definitiv keine Box „braucht“ die Box aber liebt, weil eben seine Schlafhöhle. Sie darf ihn mit ins Büro nehmen (er wird mittags für 2Std. von einem Gassigeher ausgeführt). Er liegt den ganzen Tag in seiner offenen Box und döst. Wenn sie aber Meetings hat, und die hat sie oft, besteht ihr Arbeitgeber darauf dass die Box zu ist damit kein anderer die Aufsicht des Hundes an der Backe hat.
    Da gehts nicht um den Hund der die Box braucht, sondern um die Halterin die das Glück hat ihren Hund mit ins Büro nehmen zu dürfen, aber eben nur mit verschließbarer Box.

    Alles Bequemlichkeit der Halter? Ein stückweit bestimmt. Aber verwerflich? Kein Stück.