Beiträge von SavoirVivre

    Weisst du wie Hunde generell in Japan leben? Such Dir mal Artikel und Berichte raus wie Hundehaltung in Japan aussieht, was dort "normal" ist. Keine Hunderasse dieser Welt lebt in Japan "hundegerecht". Ausnahmen bestätigen selbstverständlich die Regel. Aufgrund den Sichterfahrungen einer "Rundreise" die Rasseeigenschaften einer Rasse in Frage zu stellen finde ich überaus befremdlich.

    Aber wer sagt, dass nicht so genau hingeschaut wird? Ja, man muss wissen was man sich holt... also Hunde kennenlernen, mit Haltern sprechen, Züchter besuchen. Ist durch die sozialen Netzwerke ja kein Hexenwerk.
    Der Trend die kleinen Wuschel-Begleithunde jedem aufs Auge drücken zu wollen ist vielleicht auch etwas unfair den Hunden ggü. Wer einen Shiba haben will, wird mit einem lustigen Havaneser wohl kaum glücklich.

    Und was ist wenn der lustige Havaneser aber einfach wie Faust aufs Auge in Deine Lebensplanung passt? Ist es dann der richtige Weg an einer Hunderasse festzuhalten die bei Dir nur stark angepasst leben kann?

    Liebe Lilly,

    ich finde es bewunderswert wie viele Gedanken Du Dir vorab über eine Hundehaltung machst. Für Dein Alter liest Du Dich beeindruckend reif und klar in Deinen Überlegungen. Auch wenn ich Deine Rassefavoriten als nicht passend für dein Leben und Deine Pläne empfinde, so sehe ich Dich doch absolut als Hundehalterin. Es wurde hier viel sehr hilfreiches, wahres und interessantes über die Inu´s geschrieben. Mach Dir nochmal in Ruhe Gedanken ob nicht doch eine "umgänglichere" Rasse Dein Gefallen findet, und nehme aus Rücksicht auf die Rasseeigenschaften und den daraus resultierenden Bedürfnissen Abschied von Inu´s.

    Darüber hinaus solltest Du Dir Gedanken machen ob Du die Kombination aus Ausland + Hund nicht zu einfach vorstellst. Es ist nicht so dass Du die freie Auswahl haben wirst. Ich denke das stellst Du Dir einfach zu larifari einfach vor. Am Ende musst Du entscheiden ob Du bereit bist Dein Leben die nächsten 12-14Jahre so zu organisieren, dass der Hund Deiner Wahl immer Platz darin findet. Hunde sind anpassungsfähig - sofern die Rasse so ausgewählt wurde dass der Hund sich nicht ständig gegen seine Rasseeigenschaften verhalten muss.

    Du wirst eine tolle Hundehalterin werden, aber stelle Deine Auslandspläne mit einer Hundehaltung nochmal auf den Prüfstand. Man kann nicht alles haben, zumindest nicht zeitgleich :-). Ich habe damals meine Auslandsambitionen zu Grabe getragen für meinen ersten Hund (DSH). Als ich sie bekam war ich 14. Heute muss ich sagen, bedauere ich es schon, egal wie innig und toll meine Zeit mit diesem wundervollen Hund war.

    Herzlichst
    T.

    Ich denke mal dass es auch auf den Hund ankommt ob er dass knurren versteht oder nicht.
    Amy z.b knurrt eigentlich nie, Lucky hingegen schon deswegen würde er dass knurren zumindest denke ich mal besser verstehen als Amy.
    Aber ich denke Mal das jeder Hund auch ein wenig anders reagiert auf das knurren .
    Viele Hunde mögen es ja auch nicht wenn man sie starr anguckt und reagieren anders darauf, manche knurren bellen oder gucken starr zurück genauso wird es ja auch beim knurren sein.

    Absolut richtig und da Du Deine Hunde kennst, stellst Du Dich in der Kommunikation mit ihnen auf den einzelnen Hund ein oder?

    Ein "normaler" Hund würde schon vorher deeskalieren. Und ein sensibler Hund versteht schon gar nicht, warum er mit "Noch ein Schritt, und dann verkloppe ich dich!" für etwas angeknurrt wird, was er als unerwünschtes Verhalten eventuell noch gar nicht gelernt hat.

    Ich frage mich so langsam wirklich, ob Du (andere) Hundehalter per se für unfähig hältst.
    Behandelst Du alle Deine Hunde gleich nach Schema F ? Oder anders gesagt, bist Du unfähig Dich einzelnen Hunden anzupassen? Also ich kann es. Habe ich einen sensiblen Hund, gehe ich anders mit ihm um als wenn ich einen unsensiblen Klotz habe.

    Hier im Thread geht es um das Maßregeln des Hundes durch vermeintlich angemessenes hundliches Verhalten.
    "Die beschwichtigenden Signale ... treten lange vor einem Knurren oder anderen Warnsignalen auf."
    (Calming Signals)

    Ein "normaler" Hund würde schon vorher deeskalieren. Und ein sensibler Hund versteht schon gar nicht, warum er mit "Noch ein Schritt, und dann verkloppe ich dich!" für etwas angeknurrt wird, was er als unerwünschtes Verhalten eventuell noch gar nicht gelernt hat.

    Nur weil wir gerne durch Lautäußerungen kommunizieren, können wir das nicht auf andere Lebewesen übertragen.

    Nun in dem Kontext.. bevor ich auf die Idee komme meinen Hund (missmutig) anzuknurren, habe ich ihm vorab ebenfalls schon durch Mimik, Gestik, etc. zu verstehen gegeben dass ich sein Verhalten durchaus wahrnehme, einschätze und letztendlich für nicht gutheisse. Das ganze läuft eher unbwusst ab und final knurre ich meinen Hund auch nicht an um auf ihn wie ein Hund zu wirken (soweit kommts noch :headbash: ), sondern es ist einfach ein Laut des Missmutes. Und ja ich traue meinem Hund, der mich ebenso kennt wie ich ihn, zu das richtig interpetieren zu können. Hier sagt ja keiner dass ein Fremder das mal ausprobiert. Dass es da zu Missverständnissen kommen kann liegt auf der Hand.

    Und selbstverständlich können wir Lautäusserungen auf andere Lebewesen, die eng mit uns sind, übertragen. Tiere sind zum einen nicht dämlich und zum anderen reden wir hier von Tieren die mit uns vertraut sind und nicht fremd. Wie erklärst Du Dir sonst, dass auch Hund und Katze sich sehr wohl "lesen und verstehen" können, wenn sie die notwendige Zeit dafür bekommen? Meinst Du wirklich ein Hund könnte das Schnurren seiner Katze nicht richtig deuten? Oder die Katze das Schwanzwedeln ihres Hundes?