Nein, das kann nicht jeder selbst entscheiden.
Weil es bei dir immer stark rüber kommt, als wenn alle nur zu faul wären und nicht lange genug durchhalten....
Ich habe Verbrühungen 2. und 3. Grades auf Bauch und Brust.
Keiner konnte mir a. sagen, ob die Schwangerschaft ohne Komplikationen verläuft oder ob meine Narben reißen werden.
Bei Kind 2 sind sie das im unteren Bereich.
b. Keiner konnte sagen, wie viel Milchdrüsengewebe kaputt gegangen ist durch die Verbrühung.
Bei meiner ersten habe ich alles versucht.
Regelmäßiges anlegen, zusätzliches abpumpen, Nahrungsergänzungsmittel, die die Milchproduktion anregen.
Durch das abpumpen weiß ich, wie viel Milch zusammen gekommen ist.
Ich habe bei meiner ersten erst gestillt und nachdem sie wegen der Menge nie satt wurde, sehr unruhig war und immer mehr abnahm, bin ich dann zweigleisig gefahren.
Erst abgepumpte Mumi und den Rest mit PRE zugefüttert.
Ich lasse mein Kind nämlich nicht hungern! Obwohl ich mehrmals am Tag abgepumpt habe, ist die Milchmenge immer weniger geworden.
Richtig Milch habe ich eh nur auf einer Seite produziert, auf der anderen Seite so gut wie gar nicht, die war aber auch stärker von der Verbrühung betroffen.
Und ja, stelle dir vor, dann bin ich ganz auf PRE gewechselt.
Nein, den Stress habe ich mir beim zweiten Kind nun nicht angetan.
Klar kannst du jetzt sagen, dass ich dann kein zweites Kind hätte bekommen dürfen, aber solche Kommentare sind mir dann schlicht egal.
Ich habe mich also weder bevormunden lassen, ganz im Gegenteil, meine Hebamme hat alles versucht, damit die Milchmenge mehr wird, noch war es ein zu schnelles aufgeben.
Wenn man gewisse Hintergründe nicht kennt, sollte man mit Vorurteilen etwas sparsamer sein.
Mir ist sowas recht egal, ich stehe zu meiner Entscheidung und bin mit mir absolut im reinen.
Anderen Frauen vermagst du mit deinem Urteil, dass sie nur nicht lang genug durchgehalten haben, ein ziemlich schlechtes Gewissen einreden.
Aber gut, Muttis unter sich sind eh schlimmer als Hunde- und Pferdemenschen zusammen
