Beiträge von Theobroma

    So einen Erregungslevel lass ich bei der Kröte maximal in der HuSchu aufkommen, wenn sie springen darf.

    Ich lasse den Grad nur am Strand aufkommen. Das ist was besonderes. Ganz am Anfang ging er nach dem Ableinen los wie ne Rakete und kam nach 20 Minuten wieder. Jetzt dreht er erst mal ne Ehrenrunde, pinkelt sogar, läuft los, verhält noch mal (da wartet er, ob ich abbreche) und prescht dann los. Er ist auf einer 8, würde ich sagen, aber nicht mehr auf einer 10.
    Wir waren insgesamt eine Stunde dort. Er hat immer wieder Schnellrunden gedreht, kam aber dann wieder bei mir vorbei. Ich hab ihn auch mal bei mir gehen lassen, ganz nah ran an die Möwen und ihn dann geschickt. Findet er super.

    Diese Erwartungshaltung hat er nur, wenn ich am Strand die Kofferraumklappe öffne. Sonst nirgends.

    Weil ich das Video eh gerade hochgeladen hab:

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    Felix darf ja von Zeit zu Zeit "jagen". Es tut ihm gut, er reagiert sich ab, ist danach längere Zeit jagdlich befriedigt und weitaus weniger triebig. War der Vorschlag der Trainerin und klappt sehr gut. Er hat eine Freigabe - man sieht im Video auch, dass er nachfragt bevor er losgeht. Ich könnte das auch unterbinden, aber schicke ihn.

    Einfach mal so, weil wir ja hier schon öfter diskutiert haben, wie viel "Jagen" ein Jagdhund dürfte sollte. Felix "jagt" sonst nicht und nirgends, nur dort.

    Die Hektik vorher ist der Tatsache geschuldet, dass er zum ersten Mal ohne Leine vom Auto zum Strand gehen durfte und ich ihn mit Vorfreude-Gequietsche bei mir halte. Die Alternative wäre, ihn zu deckeln, denn für ruhigen Gehorsam reichen die Löffelchen in der Situation nicht. Leinegehen ist da immer der Horror. Daher mal dieser Versuch und er achtet ja ganz gut auf mich und haut auch nicht einfach ab zum Strand.

    Noch zur Ergänzung: man sieht im Video sogar, wie er nachfragt, bevor er jagen geht. Ich könnten ihn bei mir halten verbal, obwohl er die Möwen längst gesehen hat. Sie haben wir das gemeinsame Jagen aber eben auch den Abbruch aufgebaut.

    Ich glaube halt, dass durch dieses Hochpushen evtl. die Probleme entstanden sind, die es mit Felix gibt.

    Ganz sicher nicht. Das mache ich nur, wenn ich ihn unbedingt bei mir halten will. Er erwartet dann einfach einen großen Spaß und lässt sich dann nicht so leicht ablenken.

    aber ihn auf Möwen zu hetzen finde ich auch nicht unbedingt sinnvoll bei einem Hund dem ich das Jagen abgewöhnen möchte.

    Das war unser Schritt, der das AJT zum Erfolg gemacht hat. Die Trainerin hat das im Grunde initiiert - er darf im Auftrag hetzen. Dann hat er, was er dringend braucht und danach ist sein Jagdtrieb für längere Zeit viel geringer.
    Er pusht sich dadurch nicht höher - er reagiert sich ab.

    Ich finde, dass das alles ziemlich hektisch abläuft und der Hund hochgepusht wird.

    Natürlich. Der ist auf Erregungsstufe 8 von 10! :lol:
    Das ist er in dem Moment, wo ich am Strand den Kofferraum aufmache. Und genau deshalb finde ich es ja toll, dass er hört.
    Er hört übrigens besser, wenn ich so rumquietsche (ich bin sonst eher der tiefe Stimme Typ). Aber in dem Moment fange ich seine positive Vorfreude auf.

    Wir waren heute mal zum Austoben am Strand. Zum ersten Mal ging es ohne Leine vom Auto bis zum Strand und er hat toll gehört und ist nicht abgehauen. Und er findet das natürlich extrem aufregend. Einmal hab ich den Quietscheball zur Hilfe genommen. Besser so als dreimal rufen.

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    Ändert aber ja leider nicht daran, dass er nicht mehr auf mich achtet, wenn ich ihn nicht im Blick hab.
    Als ich gefahren bin, kamen gerade zwei Damen mit ihren Hunden zur Straße. Sie blieben stehen und unterhielten sich. Die beiden Hund standen da, himmelten ihre Frauchen an und warteten aufs Anleinen. Felix hätte die Gelegenheit ja genutzt und wäre mal weiter Gassi gegangen.

    Findet ihr auch, dass die Parsons irgendwie immer noch ne deutlich andere Hausnummer sind als normale Jack Russell Terrier? Gerade jetzt wo @Theobroma das Verhalten von Felix schildert fällt mir das wieder stark auf. Die Jacks, die ich so kenne, wirken auf mich deutlich weniger krass als die Parsons und das obwohl sich die Parson Halter, die ich kenne wirklich mit ihren Hunden beschäftigen.

    Ich hab schon den Eindruck ja. Und auch bei den Parsons an sich gibt es großer Unterschiede...

    Mit dem Anzeigen habe ich insofern meine Meinung, dass ich schon einige Hunde gesehen habe, die sich permanent in jährlicher Anspannung befinden un ja irgendwas anzeigen zu können.

    Ja, das war bei Felix auch so - erlaubtes Suche sozusagen. Und dann war immer noch die spannende Frage, was dem Anzeigen folgen sollte. Das war nämlich keinesfalls immer weitergehen, sondern gerne auch mal durchstarten.

    Hinterm Rücken nicht abzubiegen scheint aber öfter vorzukommen. Das macht Felix lustigerweise auch nicht. Der bummelt höchstens, wenn er hinten ist, weil er das eh blöd findet. :fear:

    Wie lastest Du ihn denn im Alltag aus?

    Auch da haben wir schon verschiedenes probiert - jeweils über mehrere Wochen hinweg: gar keine Auslastung abgesehen von ein paar Tricks und Suchspielen im Garten, starke Auslastung mit einmal Daycare und einmal Möwen hetzen am Strand pro Woche + weitere Spiele zum Beispiel mit einem Ball, und eben alle möglichen Abstufungen.
    Nach einer Aktivität schläft er mal ne Stunde länger, aber insgesamt ist er immer ähnlich drauf. Er läuft halt ganz oft gelangweilt durchs Haus mit so einer "Lass uns mal was machen"-Ausstrahlung. Wirklich "ausgelastet" ist er nie. Sein liebstes Hobby ist es im Sommer, den Garten zu bewachen. Er sitzt dann auf der Terrasse und beobachtet ganz genau. Möwen usw. werden verbellt. Alle paar Minuten dreht er eine Kontrollrunde. Jetzt im Winter langweilt er sich natürlich mehr und zeigt das auch deutlich.
    Und auch draußen ist er immer so, wie er halt ist.

    Allerdings musste ich sie dafür schon einschränken, und ich denke, hier liegt das Problem für Theobroma- das entspricht nicht ihren Vorstellungen eines glücklichen Hundelebens für Felix, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Im Grunde ist das schon richtig. Der Übergang zwischen Einschränken und Verbiegen ist halt einfach fließend. Es fühlt sich einfach nicht richtig an, ihn zu sehr zu verbiegen.

    bis Beute ihren Weg kreuzt

    Das ist dann wenigstens ein echter Grund...