Auch höchst peinliches erlebte ich mit Aiko. Für's Große ging er IMMER ganz an den Rand oder unter einen Busch. Und wenn er morgens seine Wurst gelegt hatte, kam erst abends die zweite. Als ich zum Shoppen in die Stadt fuhr, war ich deshalb froh, dass ich den Hundebeutel zu Hause lassen konnte, da er während der Morgenrunde brav alles erledigt hatte.
Nun stellt euch die belebte Haupteinkaufsstraße einer Kleinstadt vor, Ihr bummelt frohen Mutes auf das kleine Kaufhaus zu, um Klamotten zu kaufen. Erst als es an der Leine ruckt merkt ihr, dass der Hund stehen geblieben ist. Ihr dreht euch gerade noch rechtzeitig um, um zu sehen wie euer Hund MITTEN auf den Gehweg kackt. Ihr seht euch verzweifelt um, entdeckt ca. 50 m entfernt einen Plastikbecher auf dem Gehweg ... Bis ihr wieder beim weichen Haufen seid, um den wenigstens in den Rinnstein zu schieben, ist der Erste schon mitten reingetreten ... Erde tue dich auf!
An einem anderen Tag in einer anderen Stadt: Ein mehrstöckiges Möbelkaufhaus (ihr ahnt schon Böses?) lockte zu einem ausgiebigen Bummel. Herr Hund immer brav an der lockeren Leine. Vor dem Eingang hatte er noch einen Poller gegossen, Groß macht er nur draußen und lange anhalten können Hunde sowieso. Als wir nach drei abgearbeiteten Stockwerken wieder im EG waren und ich der Kellertreppe zustrebte, fing Herr Hund an zu bocken. "Na komm! Nur noch die Fundgrube ..." Widerstrebend folgte mir der Hund nach unten. Kaum waren wir von der Treppe, strebte er das erste Ausstellungsstück an ... "ER WIRD DOCH NICHT ...??? Doch, er wollte und tat. Es war höchstens ein halbes Wasserglas voll, aber unübersehbar eine gelbe Pfütze, die sich am Rand des Möbelstücks bildete. Sein trotziger Blick sagte mir das Gleiche wie die Menge: Er war genervt vom Möbelgucken und wollte raus. Aus erzieherischen Gründen mussten wir noch ein bisschen bleiben. Mann hatte aber kein Taschentuch dabei und schämte sich viel zu sehr, um oben an der Info um etwas zum Aufwischen zu bitten. So bummelte er mit SEHR schlechtem Gewissen und hochrotem Gesicht also weiter durch die menschenleere Fundgrube, guckte scheinbar interessiert nach den Möbeln und bereitete sich innerlich darauf vor, von einem Angestellten angesprochen zu werden, ehe er unerkannt das Weite suchte. Ja, war feige und nicht die feine englische Art. Es tut mir heute noch Leid, dass ich nicht zur Tat meines Hundes stehen konnte.