Beiträge von LilithmitBullys

    Wenn ich das recht in Erinnerung habe (sonst Korrektur, gerne!) gibt es bei geimpften (aber nur bei geimpften) Hunden, die Kontakt mit einem tollwutkranken Tier hatten, Ermessen, ob sie in Quarantäne dürfen oder ob sie eingeschläfert werden?

    Hunde ohne ausreichenden TW-Schutz, die Kontakt hatten, müssen getötet werden, oder?

    Das obligt meine Wissens nach dem zuständigen Veterinäramt. Tierseuchengesetzt gibt Beobachtung/Quarantäne vor:


    (1) Für Hunde und Katzen ordnet die zuständige Behörde die sofortige Tötung an, wenn anzunehmen ist, dass sie mit seuchenkranken Tieren in Berührung gekommen sind. Sie kann die sofortige Tötung dieser Hunde und Katzen anordnen, wenn anzunehmen ist, dass sie mit seuchenverdächtigen Tieren in Berührung gekommen sind.

    (2) Andere als in Absatz 1 bezeichnete Haustiere, von denen anzunehmen ist, dass sie mit seuchenkranken oder seuchenverdächtigen Tieren in Berührung gekommen sind, sind sofort behördlich zu beobachten.

    (3) Absatz 1 gilt nicht für Hunde und Katzen, die nachweislich bei der Berührung unter wirksamem Impfschutz standen. Solche Hunde und Katzen sind sofort behördlich zu beobachten und unverzüglich erneut gegen Tollwut zu impfen. Die zuständige Behörde kann zulassen, dass von der Impfung abgesehen wird, wenn die Tiere bereits mehrmals in kurzen Abständen gegen Tollwut geimpft worden sind.

    (4) Die zuständige Behörde kann im Einzelfall für nicht unter wirksamem Impfschutz stehende Hunde und Katzen Ausnahmen von Absatz 1 zulassen, sofern die Tiere sofort für mindestens drei Monate sicher eingesperrt werden und Belange der Seuchenbekämpfung nicht entgegenstehen. Die zuständige Behörde kann in der Entscheidung nach Satz 1 oder nachträglich die Dauer der dort genannten Maßnahme verkürzen, soweit Belange der Tierseuchenbekämpfung nicht entgegenstehen.

    Ich frag mich echt, wieso 'wir' den Ausloeser ueberhaupt kennen muessen. Ich fass mir echt an den Kopf, dass so ein Hund (und dabei meine ich jetzt nicht die 'Rasse' , auch wenn ich meine Meinung zu der habe) am Leben bleibt.

    Alle plaerren wie voll die TH sind, dass es immer mehr gefaehrliche Hunde gibt, usw. Und dann wagt man es nicht, diesen Hund zu toeten, weil mimimi. Im Ernst?

    Ja, genau. Das ist in meinen Augen mit ein großes Problem, das in der Hundehaltung herrscht: fehlgeleiteter Tierschutz.

    Ich finde es ja schon immer faszinierend wie verschiedene Leute verschiedene Runden definieren.

    Meine kleine Runde geht so etwa eine bis anderthalb Stunden, meine mittlere sind etwa 2 Stunden und die große Runde. Alles so zwischen drei und vier Stunden. Alles darüber ist dann schon wandern.

    Wie viele Kilometer das genau sind, jeweils kann ich nicht sagen. Ich laufe halt im schneckentempo, damit alle auf ihre Kosten kommen und nach eigenem Gusto ihr Tempo wählen können und jeder Zeit zum schnüffeln hat. Ich komme so im Durchschnitt in der Woche auf etwa 10 km am Tag.

    Das war das Pensum, dass ich mit meiner Dobermannhündin gelaufen bin, allerdings weitere Strecken. Abhängig davon, wie oft und intensiv sie unter der Woche trainiert hat.

    Wenn ich heute von einer großen Runde spreche, dann sind wir ca. 45 Minuten unterwegs und gehen realistisch 2, höchstens 3 km.

    Da hast Du Recht LilithmitBullys .

    Mir persönlich wäre auch die Verantwortung für Sam zu schwer.

    Mir auch. Für tatsächlich gefährliche Hunde, wie ich sie definiere, übrigens auch. Ich würde mich nicht kompetent genug fühlen, in jeder Situation den Hund richtig einzuschätzen und zu händeln. Zusätzlich hätte ich auch einfach keine Lust auf ein Zusammenleben mit einem Hund, der einen Dauer-Mauli und dauer-Management benötigt. Das ist nicht meine Vorstellung des Zusammenlebens von Hund und mir.

    Für jeden, der Hunde halten möchte, aber nicht groß spazieren gehen, kann ich Bullys empfehlen :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Okay, das war ironisch gemeint, aber hat einen echten Kern. Ich bewundere euch teilweise für eure Touren und Spaziergänge. Gut, das ist ein selbstgewähltes Elend in meinem Fall, aber ich habe ja auch noch Fremdhunde-Auswahl mit denen ich länger gehen kann.

    Wir können meist ab Mai/Juni nur noch Mini-Runden drehen, da es warm wird. Das schaffen die Brachis einfach nicht. Im Winter ist es zu kalt und bei Regen ist es zu nass. Realistisch haben wir also Mitte September bis Ende Oktober und März-April für "größere" Runden :winking_face_with_tongue:

    Für mich stellt sich die Frage, vom psychologischen her, wie kann man in der Lage sein, so einem Hund, der also seinen Besitzer getötet hat, wirklich zu vertrauen? Ist das ein komplettes Ausblenden? Oder ist das Ganze evtl auch 'Internetgetrieben' vom Pöpel, die ja nur in die Augen des Hundes schaun müssen, um zu wissen, der ist total lieb?

    Also zumindest ich könnte nicht so unbesorgt mit einem Hund zusammenleben, egal welche Rasse, wo ich weiß, dieser Hund hat einen Menschen getötet, aber ich weiß nicht warum, also was überhaupt der Anlass war - oder schlimmer, es kam tatsächlich aus dem Nichts, wie es bei xl Bullys ja scheinbar häufiger vorkommt.

    Es kann also gut gehen - muß aber nicht. Ein freiwillig ins Haus geholtes Damoklesschwert und es würde mich nicht verwundern, wenn das was in der Stille mit den Menschen, die mit Sam zusammenleben, macht.

    Ich glaube da kommt einiges zusammen: Retter- Helfersyndrom, Kompetenzgefühl gepaart mit Kontrolle ("Ich kann ihn erziehen"), Widerstand gegen Stigmatisierung (Gesellschaftliche Urteile sollen widerlegt werden) und vielleicht auch Risiko-Anziehung. Wobei ich letzteres eher weniger sehe, da sich Sam per se nicht als allzeit-aggresiver Hund zeigt.

    Ich denke dass das ein bunter Blumenstrauß an Motivationen sein kann. Die tatsächliche Gefahr wird im besten Fall komplett ausgeblendet, ich schlechtesten Fall erst gar nicht gesehen.

    Ich persönlich sehe das hier als noch schwieriger an, als ein Hund der "normal aggresives" Verhalten zeigt. Wenn bekannt ist, dass der Hund eben Futteraggresion/Ressourcenverteidigung zeigt, auf Bewegungsreize überstark reagiert usw. ist das in einem gewissen Maße und bis zu einer gewissen Ausprägung einschätzbar und zu managen (wenn ich die entsprechende Erfahrung und das Wissen habe). Ein Hund der völlig aus dem Off angreift ist eine Zeitbombe.

    Das kann ich gut nachvollziehen.

    Ein 8 jähriger Frenchie ist für mich nicht "erst" acht, die Lebenserwartung geht bei dieser Rasse definitiv nach unten. Wie gesagt, sind Mastzeller bei dieser Rasse durchaus als rassetypisch bekannt. Da hätte mich die Diagnose, gerade in diesem Alter, nicht überrascht.

    Ich will damit nicht sagen, dass du etwas übersehen hast, dass dich die Diagnose nicht hätte überraschen oder treffen sollen. Ich denke du hattest wahrscheinlich nicht auf dem Schirm, welche rassetypischen Problem Frenchies mit sich bringen. Das ist nicht tröstlich, aber es wird in den nächsten Jahren mit zu hoher Wahrscheinlichkeit noch zunehmen. Das würde ich im Hinterkopf behalten und etwaige Wehwehchen dahingehend in einem frühen Stadium abklären lassen.

    Wie schon geschrieben, ist ein Mastzeller kein Notfall, sollte aber auch nicht auf die lange Bank geschoben werden. Du solltest dir keine Vorwürfe diesbezüglich machen. Du kannst natürlich nach einem früheren Termin fragen, für Diagnose und Behandlung wird es keinen großen Unterschied machen. Eine Aussage bezüglich Prognose lässt sich erst nach FNP und histologischer Begutachtung treffen. Eventuell ist es bereits mit einer Entfernung getan 🍀

    Es beruhigt dich wahrscheinlich nicht, aber ich habe auch bei meinem damals 2-jährigen Bully-Mädchen alles, was an der Haut gewuchert ist wegschneiden lassen. Bereits in diesem Alter haben bei ihr Veränderungen begonnen. Mittlerweile ist sie 5 und rennt hier fröhlich Rum.

    Meiner Meinung nach sagt ein WT gar nichts über den Hund aus. Sam war ja wohl bis zu dem Angriff total unauffällig, Wie halt bei dem Test auch.

    Wenn der Auslöser nicht gefunden wird, könnte der Hund ja wieder jahrelang unauffällig vor sich hin leben. Egal wo.

    Allein wegen diesem Risiko verstehe ich den Sinn so einer Überprüfung nicht. Außer der Hund hätte zufällig wegen irgend etwas ausgelöst, dann hätte man seine Gefährlichkeit erkennen können.

    Russisch Roulette ist harmlos dagegen!

    Es kommt auf die Fragestellung an. Im Fall Sam finde ich einen WT nichtssagend, da das Problem in meinen Augen ganz woanders liegt.

    Die Begutachtung eines Hundes der aufgrund schlüssiger Verhaltensketten schwierig ist, kann aufschlussreich sein. Ob der WT inhaltlich dafür das perfekte Mittel ist, ist ein anderes Thema.