Beiträge von Sunshinelady

    Wenn Menschen mit stolz geschwellter Brust behaupten, ihr Hund hätte nie zum Tierarzt gemusst, steht mit hoher Wahrscheinlichkeit Vernachlässigung der gesundheitlichen Baustellen dahinter. Jemand, der seinen Hund, vor allem im Alter, tierärztlich regelmäßig durchchecken lässt und dann sagt, dass alles gut war, sagt das in der Regel dazu. Ich hatte tatsächlich schon mal so einen. Aber der hat den Tierarzt nicht nur zum Impfen gesehen, sondern wurde vor allem im Alter regelmäßig durchgecheckt. Was mehr heißt als nur mal von außen angucken.

    Aber wird dieses "durchchecken" denn von der KV bezahlt?

    Mit einem 100 Euro - Vorsorgebudget kommt man ja nicht weit. Ich war letztens mit meiner Hündin auch zur Vorsorge beim Tierarzt und war im 1-fachen Satz knapp 370 Euro los.

    Jetzt im Januar wird sie 7, ich gehe mit ihr zum Abdomenultraschall. Eigentlich "grundlos", also Vorsorge, oder? Das werden ja sicherlich auch ~ 350 Euro sein.

    Ich mache regelmäßig Abdomen-US bei meinen Hunden. Beim Haustierarzt sind das 90€, in der Klinik mit einem extrem guten Gerät ca. 150€. Beim Blutbild lasse ich ein geriatrisches Blutbild einschicken um Kosten zu sparen.

    Mein persönlicher Eindruck ist einfach, dass Menschen, die ganz gezielt einen ganz jungen Hund Hund aus dem TS suchen falsche Vorstellungen von "der kann noch alles lernen" und "der ist formbar" haben. Ich sehe das auch in Suchanfragen immer wieder, dieser falsche Gedanke, wenn der Hund jung genug ist, dann wird garantiert alles gut. Viele verstehen nicht, wie viel Genetik und die frühen Eindrücke machen.

    Deshalb bleibe ich ganz persönlich dabei, dass ich bei Tierschutzhunden zu älteren Tieren tendiere, wo man sieht, wo die Reise hingegangen ist.

    Das heißt nicht, dass ich keine Hunde mit Baustellen mag, aber ich möchte doch erahnen können, wo diese liegen und ob ich denen gewachsen bin.

    Auf der anderen Seite sind natürlich sehr viele Leute sehr gut mit jungen TS Hunden gefahren, also ist meine Angst dahingehend vielleicht überzogen:ka:

    Dass man sich die Quelle seiner Hunde anschauen sollte, ist klar. Immer. Jedem TS Verein mit Welpen zu unterstellen, das wäre problematisch, sehe ich nicht.

    Mir fällt ja die Definition von "verarbeitet" oder hochverarbeitet echt schwer. Natürlich gibt es Extreme, aber die ganze Grauzone dazwischen :ka: außer einem Apfel, selten zugegeben, esse ich eigentlich Nichts was ich nicht als verarbeitet ansehen würde. Fängt ja schon beim Öl im Salat an und der Rest meines Essens wird meistens irgendwie erhitzt. Ob ich das selbst mache oder jemand Anderes :ka:

    Ich orientiere mich da an den NOVA Kategorien.

    Ist aber eben das Thema "Gesundheit" und nicht "vegan".

    Sieht man auch im Alltag, ich mache Ausnahmen und esse hochverarbeitete Produkte, gerade im Urlaub oder bei Freunden. Aber ich würde keine Ausnahme von meiner veganen Lebensweise machen.

    Die Förderung von Vermehrern sehe ich weder bei offensichtlichen Shelterwelpen (die ja doch optisch eher "unattraktiv" sind - ich habe 3x Straße rauf und runter, ist also nicht negativ gemeint) noch bei deutschen TH, die Beschlagnahmungen aufnehmen.

    Ich weiß nicht wie offensichtliche Shelterwelpen aussehen. Aber bei Orgas die fast nur junge Hunde "im Angebot" haben, bin ich wirklich misstrauisch.

    Die Vermehrung kostet halt nix und die "Schutzgebühr" von ein paar Hundert EUR ist im Ausland teilweise richtig gut Geld. (Selbst wenn davon Futter und Impfungen bezahlt werden.) Bei der Gewinnspanne halte ich es für komplett unwahrscheinlich, dass da nicht an manchen Stellen "für den Tierschutz produziert" wird.

    Ich erinnere mich an eine, die mal aufgeflogen ist, die hatten aber wirklich sehr auffällige Hunde. Eine Bekannte hat 2 Hunde von denen, einen Pomsky und einen Doodle/Poo/Whatever. Ja, da denke ich sowas auch.

    Und klar, bietet eine Orga sehr offensichtlich nur attraktive Hunde an darf man misstrauisch werden. Aber meistens ist es ja eine bunte Mischung.

    Mit offensichtlichen Shelterwelpen meinte ich jetzt den klassischen durchgemischten Landschlag, also sowas wie die HSH/Hütehund Mischlinge der osteuropäischen Länder.

    Ich kenne die Tierschützer, die hinter all meinen Hunden stehen und bei keinem Hund war der gezahlte Betrag auch nur kostendeckend, auch nicht im Ausland:ka: Da müsste man schon sehr gewieft wirtschaften, um irgendwie Geld zu machen...

    Traditionell hergestellter Tofu ist absolut nicht hochverarbeitet. Tofu wird wie Käse hergestellt. Man kocht Sojabohnen, püriert sie in Wasser, drückt das aus und gibt ein Gerinnungsmittel dazu. Z.B. Nigari, das ist Sole aus Meerwasser und traditionell. Zitronensaft geht aber auch. Kann man selbst machen, aber auch viele abgepackte Tofus kommen ohne Zusatzstoffe aus. Und sind traditionell kein Fleischersatz. Die Geschichte reicht ca. 2000 Jahre zurück.

    Ich liebe Tofu, finde ihn aber in keiner Weise fleischig:ka:

    Seitan stellt man her, indem man Mehl mit Wasser zu einem Teig verknetet und dann auswäscht. Also auch gut Zuhause machbar und nicht hochverarbeitet. Aber ja, fleischiger. Die Geschichte geht zurück ins 6. Jahrhundert.

    Bei mir auch. Aber die Nachbarn hatten einen Golden Retriever, die so 15 Jahre alt wurde. Der GR einer Kollegin ist 10 und musste noch nie außer zum Impfen zum TA. Ok, Arthrose hatten/haben die ganz sicher auch, aber das wurde ignoriert. Ich fürchte, wenn der Hund nicht mit 8 tot umkippt, gehört wirklich auch etwas Ignorieren dazu. Kann ich nicht gut.

    Und viele gehen halt auch erst zum TA, wenn es zu spät ist. Spart viel Geld. Oder treffen klar die Entscheidung zur zeitigen Euthanasie statt Behandlung.

    Was ich sagen will: Ich denke selten kommt es zu Situationen, wo man Zehntausende für seinen Hund ausgeben muss. Man entscheidet sich dafür diesen Weg zu gehen. Und ich würde mich wieder dafür entscheiden...

    Mir persönlich widerstrebt ein Welpe/Junghund aus dem TS eher, weil die Hunde oft keine Chance auf Eindrücke außerhalb des TH/Shelters hatten. Aber natürlich kommt es da immer auf die individuelle Situation und das Individuum an. Ich hatte aber bisher tatsächlich nur sehr umweltsichere Straßenhunde.

    Aber bei so Blindimporten von Junghunden aus dem Ausland, die im Shelter aufgewachsen sind, bin ich wirklich immer sehr vorsichtig. Man weiß nicht, wo die Reise hingeht in der Entwicklung, man weiß nicht, welche Komponenten der Genetik ausgepackt werden PLUS die ungünstige Aufzucht.

    Wie gut die deutschen TH das bei nicht immunisierten Welpen ermöglichen können weiß ich nicht, aber da ist ja immerhin ein Kennenlernen möglich und man hat hoffentlich kompetente Ansprechpartner.

    Die Förderung von Vermehrern sehe ich weder bei offensichtlichen Shelterwelpen (die ja doch optisch eher "unattraktiv" sind - ich habe 3x Straße rauf und runter, ist also nicht negativ gemeint) noch bei deutschen TH, die Beschlagnahmungen aufnehmen.