Beiträge von Sunshinelady
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Ich mag unsere Situationen auf keinen Fall gleich setzen, da es völlig unterschiedliche Hundetypen sind, aber ich habe hier auch seit 3 Monaten einen Hund aus Osteuropa und wir schaffen es kaum irgendwas zu trainieren, da das ganz normale Leben und der Alltag alle Löffelchen verbrauchen.
Ich möchte nicht suggerieren, dass bei einem HSH Mix Ruhe und das Vermeiden von Überforderung alle Probleme löst. Aber vielleicht magst du mal euer Programm im Alltag aufschreiben und dann können andere hier was dazu sagen.
Generell sind hier bei euch SO viele Themen aktuell. Gesundheit. Stellschrauben in der Gestaltung des Alltags. Hund lesen lernen. Führung. Management.
Was ich da nicht als Thema sehe ist konkretes Training in der Situation selbst.
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Also mal abgesehen davon, dass Kotfressen nicht zwingend von einer Magen- oder Darmproblematik kommt und dass diese, wenn doch, tiermedizinisch erstmal abgeklärt werden sollten: Was da drin ist bekommst du wo anders billiger. Zu Hauf.
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Anderen Hund nicht auf einen freien Platz lassen -> verboten.
Sich auf einen belegten Platz legen, wenn es dem Hund, der erst drauf lag unangenehm ist oder diesen vertreiben -> verboten.
Kein Hund muss hier einen Hund auf den Platz lassen, den er schon belegt. Die Lösung sind mehr Körbchen
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Meine eine Tierärztin sagte mal, das Problem sei nicht, dass man sich nicht eine Behandlung für einige tausend Euro leisten könne. Sondern wie oft und wie schnell hintereinander. Ein paar Tausender erwischen ja keinen unvorbereitet, der ein bisschen vorgesorgt hat. 5000€ mehrmals in einem Jahr hintereinander würden mich sehr stressen. Aber das geht leider schnell heute.
Ich habe inzwischen auch den Eindruck, kaum haben sich meine finanziellen Reserven erholt, geht es irgendwo anders los. Nicht so, dass es mir das Genick bricht, aber gestresst bin ich doch oft.
Mein Highlight heute war, dass mir meine TÄ (und Freundin) angeboten hat, wenn es hart auf hart kommt, Geld für die Behandlungen zu leihen
Äh ja, gerade läuft es wieder mal richtig
Und ja, der Neuzugang wurde an Tag 1 versichert, aber das Problem ist natürlich ausgeschlossen
Bringt einem dann auch nix. Dachte, diesmal bin ich schlauer
Die anderen Hunde kamen ja lange vor der GOT Erhöhung und zu dem Zeitpunkt waren sie dann nicht mehr versicherbar. -
Denke das lässt sich so pauschal nicht sagen das die meisten Vereine da nicht so viel Wert drauf legen oder es nicht so verbreitet ist.
OT: Vielleicht nochmal zur Klarstellung, keiner meiner Hunde kam über einen deutschen Verein. Ich möchte keinen falschen Eindruck erwecken

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Ich bin zwar keine Pflegestelle aber Anlaufstelle für Urlaubsbetreuung in meinem Hunde-Umfeld und hatte zuletzt auch 2 Pflegehunde ein paar Wochen hier. Die eine hat sich auch ganz ungut auf mich fixiert, was sie bei ihrer eigentlichen Pflegestelle gar nicht tat
Hatte durchaus den Eindruck, das sie das auch sehr stresste, sie wollte immer Körperkontakt. Was an sich ok ist, aber sie war dadurch selbst gestresst.Hatte mich dann mit der Pflegestelle drüber unterhalten und ihre Erklärung war, dass sie über Tag nie sitzt. Ich sitze viel auf dem Sofa (klingt faul, ich weiß) und die Hündin hat sich viel angekuschelt und das dann auch sehr eingefordert. Weil die Pflegestelle sich über Tag nicht aufs Sofa setzt und über Nacht nicht die Hunde im Bett hat (sie hat in extremen Zeiten über 10 Pflegehunde), konnte sie sich natürlich nie so ankuscheln und das Muster entwickeln.
Alle meine anderen Tierschutz- und Urlaubshunde (oft auch Auslandstierschutz) hatten das Thema aber nie

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Also meine Erfahrung mit 5 Hunden aus dem Auslandstierschutz ist, dass das Thema Sicherheitsgeschirr und spezielle Sicherung nie angesprochen wurde und alle Vereine/die Pflegestelle auch selbst keine nutzen
Das ist nicht so verbreitet wie man denkt. Der eine Verein war sogar grundsätzlich gegen Geschirre und hat die alte "ein Hund zieht am Geschirr" Ansicht vertreten. Gut, das ist heute anders, aber auch da sind es jetzt normale Geschirre, keine Sicherheitsgeschirre.Ich könnte mir vorstellen, dass die Sicherheitsgeschirre auch gerade in Deutschland sehr verbreitet sind, keiner meiner Hunde kam von Deutschen, weder die Vermittlungspersonen, noch die Pflegestelle.
Und klar, natürlich wusste ich das selbst, der Neuzugang trägt Sicherheitsgeschirr und Tracker.
Aber auch wenn ich mir hier andere Auslandshunde anschaue - da trug keiner Sicherheitsgeschirr und die kamen von deutschen Vereinen. Weiß natürlich nicht was da geraten wurde, aber wenn man ein Sicherheitsgeschirr will macht es Sinn nur so zu übergeben.
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Mein Neuzugang ist jetzt etwa so lange hier wie euer Hund, auch Auslandstierschutz. Was soll ich sagen, die Kleine lebt sich super ein, macht super Fortschritte aber vieles klappt natürlich noch nicht.
Das ist ganz normal. Wir können kaum trainieren, weil sie nach einem anständigen Spaziergang von vielleicht einer Stunde schon durch ist und genug Input hatte für den gazen Tag. Trainingseinheiten klappen eigentlich nur an ruhigen Regentagen. Langsam wird es besser. Und vieles braucht auch einfach Zeit. Viel Zeit. Klar heißt es oft, dass Hunde sich nach 3 Monaten eingelebt haben. Das sehe ich hier beim mir noch nicht, da ist noch deutlich Luft nach oben. Nachbarn haben ebenfalls einen neuen Tierschutzhund zur gleichen Zeit bekommen, obwohl sie sehr jung ist braucht sie denke ich noch sehr viel mehr Zeit und Rücksicht. Die waren auch überrascht, weil ihre andere Hündin vom gleichen Verein direkt viel einfacher war.
Bei Tierschutzhunden steht Management deshalb ganz oben für mich. Warum ist deine Haustür offen? Mach sie einfach zu und mach einen Tracker an den Hund. Tracker ist natürlich kein Freifahrtschein aber eine letzte Absicherung.
Ableinen ist ein Thema das viel Training erfordert über einen längeren Zeitraum und du musst deinen Hund besser verstehen lernen.
Nochmal deutlich: Hier finden alle 2-3 Tage mal 3min Training statt, ich hoffe das auf täglich steigern zu können. Sie spielt noch kaum mit mir und nur ohne Spielzeug, wenige Minuten pro Tag. Wir gehen maximal 90min insgesamt Gassi, mit wenigen Ausnahmen. Und der Hund ist damit am Limit und schläft, schläft, schläft. Mache ich einen Tag mehr ist sie grantig. Und gestern war sie zum 1. Mal überdreht weil überreizt (neue Gassistrecke). Sie hat die meiste Zeit des Tages Ruhe und bleibt mit einer Unterbrechung ca. 6h pro Tag alleine. Alleine bleiben und/oder Zuhause nicht beachtet werden ist nicht negativ sondern positiv für solche Hunde. Sie haben endlich mal ihre Ruhe. Auch sonst sind Zuhause immer mal wieder Türen zu. Diese Hündin hat sich bei Einzug nicht anfassen lassen und sich Menschen mit Zähnen vom Leib gehalten. Die Anwesenheit eines Menschen im gleichen Raum hat sie mit Stunden von Dauergebell quittiert. Menschen stressen sie. Das braucht einfach Zeit und Ruhe.
Nun ist es bei mir einfacher, da ich mehrere Hunde habe und meine Aufmerksamkeit eh aufteilen muss. Hat man nur einen Hund erfordert das natürlich viel Selbstdisziplin.
Was ganz wichtig ist: Nimm die Dinge nicht so persönlich. Das hemmt einen völlig.