Ich lebe jetzt 15 Jahre vegan und schaffe es normalerweise quasi zu 100% Diskussionen zu vermeiden. Gar keine Lust drauf.
Aber mir wurde tatsächlich mal eine langjährige, intensive Freundschaft gekündigt, weil ich (nachdem man konkret nachbohrte) sagte, dass ich zwar keine Kinder möchte, aber wenn ich dennoch eins hätte, das vegan ernähren würde
Jup, wegen einem Kind, das ich nicht habe und nicht will. Hatte ich nicht verstanden.
Ich beschäftige mich (auch aus beruflichem Interesse) viel mit der Gehirnentwicklung von Kindern und der neusten Literatur nach könnte eine rein vegane Ernährung schon gewisse Defizite bringen. Ich würde in jedem Fall zu DHA & B12 reichlich Cholin und evtl. sogar Arachidonsäure supplementieren. Letztere vermarktet meines Wissens nach aber nur Niko Rittenau, den man vielleicht nicht unbedingt unterstützen will.
Auf der anderen Seite wachsen quasi alle Kinder aus dem Gesichtspunkt der Gehirnentwicklung extrem suboptimal auf, was also bedeutet, dass man sich nicht zwingend stressen muss. Andere sind noch schlechter aufgestellt. Hätte ich ein Kind, würde ich mir aber wünschen, dass es gut aufgestellt ist.
Generell ein unfassbar spannendes Thema, aus wie vielen Blickwinkeln man die Gehirnentwicklung von Kindern betrachten und wie vielfältig man sie unterstützen kann. Ernährung während der Schwangerschaft und Stillzeit kann eine unfassbare Menge an IQ Punkten ausmachen und beeinflusst das ganze Leben des Kindes, den sozialen Status, die mentale Gesundheit - alles gut bekannt und belegt, aber wenig beachtet.