Beiträge von Sunshinelady

    kann es nicht sein, dass dein früher nie, aber nun doch plötzlich beissender Schäferhund Schmerzen hat?

    Der hat lebenslang gebissen, nur nicht mich:ugly: Und ist auch nicht meiner.

    Die Besitzerin ist im tiermedizinischen Bereich tätig und sollte gerade beim Thema Schmerzen ausreichend sensibilisiert sein.

    Ehrlich, ich denke, der Hund kam einfach nicht damit klar so viel ungeregelten Kontakt zu verschiedensten Menschen und Hunden haben zu müssen. Das hätte mMn nie eine Option für ihn sein dürfen - zu Leuten hingehen und sich ranschieben, nachdem klar war, dass er da häufiger kippt. Gab ja auch Bisse mit anderen Hunden, auch da, im häuslichen Umfeld wie außerhalb. Das ging halt sehr oft gut, wahrscheinlich zu oft, als dass man die Entscheidung getroffen hätte, es ganz zu verbieten.

    Ich wurde ja auch schon vom DSH gebissen, da war es klar: Hund sucht aktiv Nähe und dann ist es ihm doch zu nah:fear: Das Nähesuchen hat sicher auch ne Portion Kontrollverhalten dabei, er macht das bei vielen Leuten. Da ich ihn aber gut kannte und wir über Jahre nur positive Interaktionen hatten, hab ich dummerweise nicht gecheckt, dass das jetzt auch bei mir der Fall ist.

    Ich finde ihn im Umgang unnötig anstrengend und es wäre für mich kein Hund, der Kontakt zu Menschen außerhalb der Kernfamilie ohne MK hätte. Er zeigt das wirklich vielfach, geht zu Leuten hin, schiebt sich in sie rein, aber wehe sie bewegen sich dann falsch. Ich war da ehrlich dumm, ich kannte den Hund da schon so lange, dass ich nicht dachte, dass er mich wegen einer Handbewegung in Sekundenbruchteilen beißt, dem ging nix voran worauf man noch hätte reagieren können, ich saß da, er kam neben mich, stupst mich an, ich will ihn streicheln - Biss.

    Er hat einfach keine klaren Trigger, eine Situation geht 100mal gut und dann kippt was, aber eben nicht mit Eskalationsstufen sondern in Sekundenbruchteilen.

    Ich hatte/habe ja 2 bissige Hunde, aber die waren berechenbarer, lesbarer. Meine 1. Hündin war 0 ambivalent, die jetzt ist durchaus auch ambivalent und sucht Nähe, die sie dann nicht aushält, aber niemals würde die so unvorhersehbar kippen und einfach in einen Menschen reinhacken. Für den ist das sein sofortiges Handlungsmuster. Auf seine Kappe gehen durchaus einige Bisse gegen Menschen und Hunde, aber primär im häuslichen Umfeld, wenige Fremde.

    Meine persönliche Erfahrung mit Spitzen ist, dass sie, wenn die Beziehung nicht stimmt und sie sich nicht wohlfühlen, auch erstmal (!) nicht auf positives Training reagieren. Man muss es also unbedingt schaffen konstant ruhig und freundlich zu bleiben und nicht gleich das Handtuch zu werfen, wenn Hund sich anfangs nicht darauf einlassen kann.