Beiträge von Sunshinelady

    Ich lebe aktuell selbst mit einem Hund, der große orthopädische Probleme hat und zum Typ "Selbstzerstörung" gehört. Ich will nicht lügen, das krempelt das komplette Leben um, es frustriert, weil man die Form von Leben mit Hund, die man gerne hätte, nicht mehr haben kann. Vorher hatte ich einen "vernünftigen" Hund mit Arthrose - gar kein Stress.

    Aber ich sehe es als recht alternativlos, da ich nicht damit leben kann, dass mein Hund wegen mir kaputt geht.

    Auf der anderen Seite muss man sagen: Viele tun das. Die meisten tun das. Aber die schreiben dann auch eher nicht in einem Forum über Hunde, die Standards hier sind hoch. Der Hund in der Familie meines Partners hat das gleiche Problem wie meine und die machen alles, was so einen Hund schrottet. Wir haben (zufällig) die gleiche Hundephysio, die hatten die gleichen Tipps und die gleiche Anleitung:ka: Die Standards hier sind hoch. Im echten Leben sind sehr viele Menschen okay damit, dass es ihren Hunden nicht optimal geht. Auch ich höre aus meinem Umfeld oft: Lass sie doch, dann lebt sie halt kürzer.

    Ich finde das immer schwierig. Auf der einen Seite habe ich selbst diese hohen Standards und will sie nicht aufgeben. Auf der anderen Seite versorgst du deinen Hund mit Schmerzmitteln und überlegst, was du tun kannst - das ist mehr, als die meisten tun. Da draußen humpeln so viele Hunde rum, deren Besitzer das nicht mal in Erwägung ziehen würden.

    Was mir am meisten geholfen hat ist einen Bereich zu schaffen, in denen mein Hund sich nicht so wirklich zerlegen kann. Das muss doch kein geiler, fertiger Zwinger sein. Da lässt sich doch was selbst bauen.

    Gleichmäßige ruhige Bewegung (Trab) ist gesund und muss nicht zwingend limitiert werden, wenn das gut aufgebaut wurde. Wichtig ist aber, dass es gut verteilt ist. Also 3x 30min am Tag statt 1x 90min.

    Bei uns ging das Jahre gut (Kaffeeholz, Weinreben, Nylabone) und dann hatte ich zwei abgebrochene Zähne in kürzester Zeit. Das Risiko besteht immer und ich persönlich würde es nicht mehr eingehen. Die Zahntierärztin rät von allem ab, was nicht biegsam und nachgiebig ist.

    Schwierige Entscheidung, aber beide OPs liefen nicht komplikationslos. Ich verzichte...

    Was gibst du denn zum Kauen, hast du eine Alternative gefunden?

    In dem Sinne nein. Gummi Nyla nehmen sie nicht an. Die haben weiches Spielzeug und bekommen Kaufsnacks.

    Bei uns ging das Jahre gut (Kaffeeholz, Weinreben, Nylabone) und dann hatte ich zwei abgebrochene Zähne in kürzester Zeit. Das Risiko besteht immer und ich persönlich würde es nicht mehr eingehen. Die Zahntierärztin rät von allem ab, was nicht biegsam und nachgiebig ist.

    Schwierige Entscheidung, aber beide OPs liefen nicht komplikationslos. Ich verzichte...

    Ihr lebt 10 Jahre mit einem bissigen Hund. Warum nicht mal einen ordentlichen Verhaltensberater oder erfahrenen Trainer kommen lassen? Notfalls halt mehrfach, bis jemand Ordentliches dabei ist oder idealerweise hier mal nach Empfehlungen fragen.

    Nicht falsch verstehen, ich lebe und lebte mit bissigen Hunden, nicht alle Hunde pupsen rosa Feenstaub. Aber das klingt nicht mehr angenehm. Es schränkt die Lebensqualität von allen ein. Auch die vom Hund.

    Ein gestresster Hund kann anscheinend durchaus einen sleep startle reflex entwickeln, auch wenn der vorher nicht vorhanden war.

    Ich bin ehrlich, ich finde es befremdlich, dass ein Hund 10 Jahre mit großem Abstand zu seinen Besitzern essen muss, Leckerlis draußen nur auf Entfernung nehmen kann und ausgesperrt werden muss, wenn gegessen wird. Das allgemein klingt sehr stressig. Wenn jetzt noch das Alter, nachlassende Sinne und Zipperlein dazu kommen, finde ich es nicht ungewöhnlich, dass das Fass überläuft.

    Ein Quickfix wäre evtl. mit dem TA über Medikation gegen Stress zu sprechen. Ich habe in meinem Umfeld aktuell auch eine Hündin, allgemein vom sehr nervösen Typ, aber mit tollen Haltern, die jetzt mit ihren nachlassenden Sinnen null klarkommt und medikamentöse Unterstützung braucht.

    Ich würde mir dennoch überlegen einen fähigen (!) Trainer ins Haus zu holen.

    Und nochmal: All das nach einem ausführlichen Check up beim TA. Bringt ja nix, wenn du jetzt Schmerzmittel und was zur Entspannung gibst, der Hund aber ne Blasenentzündung oder Magenschleimhautentzündung (oder was auch immer) hat.

    Zum Thema Schmerzen wurde alles gesagt, ich würde das wirklich direkt angehen.

    Aber bis der Hund ordentlich eingestellt ist, denke ich, Eigenschutz geht vor. Klar ist das mies. Klar mag der Hund das nicht. Aber einen weiteren Besuch in der NA riskieren ist ja auch keine Alternative. Persönlich würde ich erwägen, was den Hund am wenigsten stresst und dich schützt. Möglichkeiten wurden ja viele genannt.

    Hund nicht mehr ins Bett lassen allgemein

    Und etwas off topic aber zum Thema "alter Hund, der plötzlich nicht mehr ins Bett darf": In meinem Umfeld ist das vielfach so passiert, als Freunde Eltern wurden. Tut mir immer im Herzen weh, ja. Aber für die gab es halt auch keine Alternative.

    Gasnarkose, Intubation und Venenzugang bekommst du inzwischen auch bei den meisten Haustierärzten. Es macht die Narkose erheblich sicherer, wenn was ist kann man agieren.

    Manche Praxen argumentieren aber, dass die Kastration eines Rüden nur wenige Minuten dauert und das deshalb nicht notwendig wäre. Ist halt mies, wenn dein Tier das ist, was blöd auf die Narkose reagiert.

    Eine andere Option ist, dass mehr gemacht wurde und es nicht auf der Rechnung auftaucht. Ist ja nicht selten, das nicht alles aufgeführt wird um den Kunden zu schonen.