Beiträge von Missy2023

    @Helfstyna danke! Diese Erfahrung fehlt mir bei Hunden diesbezüglich total.

    Nun mag es natürlich sein, dass ich durch 30 Jahren Reitsport genug darauf geschult wurde, wie wichtig korrektes Training für die Gesunderhaltung ist. Also auch ohne Wettkampfambitionen. Vielleicht hab ich deshalb dieses andere Bild auf die Dinge.

    Das der Freizeitsport ohne korrekte Anleitung, Aufbau, Training etc. für Tiere jeder Gattung semi ist - seh ich bei Pferden ja leider auch regelmäßig.

    Spannend finde ich ja gerade die Argumentation.

    Ich glaube das kann tatsächlich ganz unterschiedlich sein. Ich meine niemand spricht ja davon, nicht zu trainieren. Sondern nur keinem Wettbewerb zu besuchen.

    Und da muss ich von mir selbst tatsächlich sagen, dass finde ich spannend. Mit meinem Pferd unterschreibe ich euch das sogar. Ohne Turniere fehlt mir der Ansporn. So rückwirkend macht Reitsport für mich keinen Sinn ohne Turniere. Und die Entwicklung der Turniere gefällt mir nicht, darum höre ich auf.

    Beim Hund hingegen - da trainiere ich genau, wie ich für Wettkämpfe trainieren würde. Habe aber absolut Null Ambitionen, jemals an irgendeinem Wettbewerb teilzunehmen.

    Auch wenn ich von mir nicht auf andere schließen kann. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es auch anderen so geht. Nur weil es keinen Wettbewerb gibt, heißt das doch nicht, dass man nicht genauso dahin arbeiten kann. Ich finde gerade im Sport mit Tieren, sollte doch eigentlich der Weg das Ziel sein. Das Erarbeiten was den Spaß macht. Nicht der Wettkampf an sich.

    Ganz persönlich denke ich - dass Wettbewerbe nicht zwingend der alleinige Grund für falschen Ehrgeiz sind. Und im angemessenen Rahmen spricht auch durchaus nichts gegen den Vergleich mit anderen Gleichgesinnten.

    Ich sehe in manchen Wettbewerben sogar einen Vorteil. Beispielsweise das Erreichen einer gewissen Altersgrenze, bevor ein Tier auf Wettbewerbe darf. Ob das Alter wirklich angemessen gesetzt ist, darüber darf man sicher streiten. Es dient aber den Menschen irgendwie auch zur Beantwortung der Frage "Was ist für mein Tier angemessen." Ja natürlich ist das immer eine individuelle Entscheidung. Sollte es zumindest sein. Aber es kann eben auch Überambitionierte ausbremsen, weil bis zum Event wo wir starten können haben wir noch Zeit.

    Ich finde nur leider, dass die Umsetzung der Veranstaltungen so semi gelöst ist. Wie kann es sein, dass ein Vierjähriger, der bereits versammelt und aufgerichtet durch eine Dressurpferde A strampelt (ist erst die Anforderung ab Dressurpferde L Mindestalter 5) eine hohe Note bekommt!?

    Warum wird eine Veranstaltung beispielsweise nicht abgesagt, wenn klar ist, die Temperaturen werden zu extrem?

    Ganz ehrlich Leute: Eine Trense ist erstmal das Ding am Kopf Umgangssprachlich. Nicht das Gebiss. Im Umgangssprachlichen Raum meint auch niemand mit "Schöne Trense" das doppelt gebrochene Olivenkopfgebiss, was eh im Pferdemaul verschwindet! Schlaufzügel auf einer Trense je nach Intention und Grundproblem ist kein großes Ding und oft Alltag. Richtig eingesetzt hab ich da überhaupt kein Thema mit.

    Schlaufzügel auf Kandare - also das ganze Ding am Kopf - ist halt ein No go! Und da ist mir auch völlig egal, ob man das Einschnallen in der Unterlegtrense (die ja deutlich dünner und schärfer ist, selbst ohne Einwirkung über den Kandarenzügel als ein normales Gebiss!) als weniger kritisch empfindet. Erst recht als Korrekturmaßnahme, weil das Pferd sich sonst bei verstärkter Versammlung und hohen Lektionen wie Piaffe und Passage einfach nach oben Rausdrückt und den Rücken weg schieben will. Entweder ein Pferd ist dafür gemacht und hat auch den Willen oder man Akzeptiert eben seine Grenzen in der S und verabschiedet sich von dem Sprung in die Intermediaire. Und das ist eins der Hauptprobleme grundsätzlich im Turniersport. Das Akzeptieren diverser Grenzen seines Pferdes, ob körperlich oder mental. Es muss immer mehr sein. Schneller - besser - weiter, um jeden Preis.

    Übrigens - sowohl diese Maßnahme hinterlässt erstmal keine Blutspuren! Genau wie diverse andere fragwürdigen Trainingsmethoden. Und ich gehöre grundsätzlich nicht in die Kategorie, die behauptet Tiere können nur mit Kutschikutschi erzogen werden. Und hier beginnt einfach das Dilemma. Ich behaupte mal, das unsere deutsche Elitereiter am meisten zu verlieren haben. Dort wird sicher fairer und besser mit den Tieren gearbeitet als in der Amateurliga. Denn da schaut niemand genauer hin!!!

    Da ich aber weder einen Grund habe mich weiter als Lügner hinstellen zu lassen oder es meine Mission ist Menschen aus ihrer rosa Glitzerwelt zu holen, werde ich dann zu dem Thema keine weitere Äußerung treffen.

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    Die Schlaufzügel waren in den Gebissringen der Kandarre.

    Ich hatte heute mittag keine Zeit mehr, daher jetzt

    Dort eingeschnallt hätte der SZ weniger Wirkung als in der Unterlegtrense - daher glaube ich ans Teekesselchen

    Spoiler anzeigen

    Natürlich in der Unterlegtrense. Alles andere hätte doch überhaupt keinen Sinn.
    Ich war auch im Stress. Ich dachte das sei selbstverständlich. In der Stange machen Schlaufen ja Null Sinn.
    Ist aber auch egal. Glaub gern was du magst.

    Es geht ja gerade darum, dass es keinen Sinn macht.

    Quatsch! Niemand macht etwas, wenn es nicht funktioniert

    Die Stangen über den Sprüngen - Ausbildungsstall. Macht halt mehr her, wenn die Pferde höher springen als sie müssen. Bringt mehr Profit.

    Und dafür wird verschraubt? Das Genick brechen könnte man sich auch anders!

    Nein musste nicht. Die Metallstangen waren so dünn, dass sie in die Löcher für die Auflagen passten. Mussten ja dünn genug sein, damit das Pferd sie nicht sieht. Im Fall der Fälle gaben eben die Ständer nach und fielen um.

    Wobei einen Genickbruch gab es dort auch, weil ein Pferd sich im Fenstergitter verhakt hatte und in Panik geriet. Wurde morgens so gefunden und als Unfall deklariert.

    Ja das sind Extremfälle!!! Und nein, nochmal nicht alle Reiter sind so!!! Aber, wenn man diese Erfahrungen selbst gesammelt hat, versteht man vielleicht, wieso ich diese FEI Entscheidung weniger schockierend finde.

    Versteht mich bitte nicht falsch!!!

    Nicht alle Sportler sind so! Aber wenn es um Geld und Prestige geht, wählen eben einige Menschen gern den profitableren statt den richtigen Weg.

    Und das ist hier in der Region sogar bekannt. Man muss einfach nur die „richtigen“ Leute kennen. Manches sind Gerüchte. Aber bei weitem nicht alles.

    Auch bei den Maßnahmen wie Sperren. Mal ernsthaft das ist einfach lächerlich! Mein TA hat mal einen Berufsreiter beim dopen des Pferdes erwischt. Mit Bluttest. Einfach Glück, weil er darf nicht nach eigenem Ermessen wählen wer beprobt wird. Da gibt es eine Liste mit Prüfung Nr X Starter 10 von oben. Es ist also ein Zufallssystem, selbst wenn manche Starter für fragliche Mittel zum Erfolg bekannt sind, dürfen diese nicht einfach in die Kontrolle für Doping.
    Ergebnis - 6 Monate Sperre für Turniere. Joar hat er sich dann auf Oktober bis März gelegt, da gibt es bekanntlich eh kaum Turniere.
    Und auch International. Die Leute kommen wieder. Wenn es wirklich irgendwen weit oben so wirklich interessieren würde, was mit den Pferden passiert, wären die Strafen deutlich anders.

    DEr Reitsport hat sicher genug Leichen im Keller und das Kippen der BR ist ein absoluter Tiefpunkt!

    Aber

    Im Gegenteil. Es ist allgemein bekannt, dass ab einer gewissen Liga Schlaufzügel auf die Kandarre geknallt werden, Metallstangen über die oberste Hindernissstange geschraubt werden.

    Hast du das persönlich gesehen? Oder kommt das durchs Teekesselchen? Denn beides macht überhaupt keinen Sinn - weder der Schlaufi im Unterbaum, noch festgeschraubte Metallstangen

    Jupp. Blöd mit Koliker, wenn man nachts Kontrollbesuche beim Pferd macht und nochmal neugierig in die Halle guckt, ob wer das Licht vergessen hat auszumachen :ka:

    Die Schlaufzügel waren in den Gebissringen der Kandarre. Weil das Pferd sich sonst bei zu starker Zügeleinwirkung raushob. Damit im Training stellte man das ab und hatte nach einer Saison endlich sein goldenes Reitabzeichen. Damit das Pferd das nicht vergisst, würde natürlich zu Hause immer mal wieder die Lektion aufgefrischt :face_vomiting:

    Die Stangen über den Sprüngen - Ausbildungsstall. Macht halt mehr her, wenn die Pferde höher springen als sie müssen. Bringt mehr Profit. Hier tatsächlich ohne Turnierbezug.

    Nur ohne Beweise - blöd. Ich bin inzwischen froh in einem Stall zu stehen, wo keine Turnierreiter mehr sind. Auch da gibt es klar Dinge die man hinterfragen kann, aber in anderer Form.

    Aus dem Grund ist für mich persönlich auch die FEI Entscheidung schlicht mal nicht heuchlerisch!!! Sorry aber der Tierschutz interessiert dort genau wie im VDH der lustig Qualzuchten vermarktet.

    Und wirklich eine negative Änderung dadurch sehe ich auch nicht. Selbst auf den kleinen Turnieren lag es im ermessen der Richter, wie mit Blut umgegangen wurde. Ja manche Starter wurden für diese eine Prüfung disqualifiziert. Bei anderen Richtern hat es scheinbar niemand gesehen, dass Blut an den Sporen war. Und genauso wird es weiterhin sein. Die Richter können weiterhin Einfluss nehmen - indem Blut in die Bewertung einfließt. Diese Option fehlt nur im Zeitspringen… Solange Menschen eine Prüfung bewerten, können sie entscheiden Ritte ohne Wertung zu lassen, wenn sie nicht tierschutzrelevant sind. Genauso kann unsportliches Verhalten zum Ausschluss auf der Veranstaltung führen.

    Ich sag nicht das es ungerechtfertigte Kritik ist.

    Im Gegenteil. Es ist allgemein bekannt, dass ab einer gewissen Liga Schlaufzügel auf die Kandarre geknallt werden, Metallstangen über die oberste Hindernissstange geschraubt werden. Metallgamaschen die Klimpern für mehr Bewegung im Training. Nächtliche Tierarztbesuche zum Spritzen bei Lahmheit. Ja ab einen gewissen Niveau ist das Standard. War es bereits vor 30 Jahren. Ist es heute noch. Und wird sich auch nicht ändern!

    Macht man halt nur ohne Zeugen und ohne das einem jemand was beweisen kann. :ka:

    Nein tut es auch nicht. Aber das immer nur der Reitsport in den Mittelpunkt der Kritik gerät, obwohl du in allen Bereich durch die Bank Negativbeispiele findest, finde ich einfach inzwischen traurig.

    Gefühlt nimmt die Zahl der Egomanen einfach täglich zu. Überall.

    Und genauso gibt es im Reitsport genug Menschen mit Sachverstand, wie du ihn beweist.