Beiträge von ChrisAG

    Bei unserer kleinen habe ich Advantage als Auslöser/Verschlimmerer ihrer Lebererkrankung im Verdacht. Rückblickend hatte sie das vorletzte Mal vor der Diagnose einen Tag nach Gabe mit zwei Tagen Übelkeit und Erbrechen angefangen, das hatten wir da aber - warum auch immer nicht in Zusammenhang gebracht. Und dann einige Wochen später wieder Spot-On, richtig heftiges Erbrechen, Apathie, Fressunlust. Da waren die Leberwerte außer Rand und Band, gelebt hat sie dann noch vier Monate …


    Apathie, Fressunlust, Ervrechen, später die Hirnentzündung durch zuviel Ammoniak. Ja, kann aller Zufall sein, aber es ist leider zeitlich zu naheliegend.

    Glückwunsch :) Dann drücken wir die Daumen, dass auch der Rest gut ist :)

    :???: Du gratulierst du dem Ergebnis

    Heute kam der Befund der histochemischen Untersuchung.

    Mein Hund hat Krebs. Sehr aggressiv und bösartig. Ein T- Zell- Lymphom.

    Mir hat es die Füße unter dem Boden weggezogen, ich kann das gar nicht fassen....


    Oh mist, nein natürlich nicht :(

    Ich hatte am Handy im Verlauf noch einen anderen Post (#9) angezeigt und dem gratuliert.

    Das T-Zell-Lymphom ist ja eine schlimme Diagnose und noch dazu wohl vergleichsweise selten.

    Meine Hündin ist an einem Dienstag an einem geplatzten Milztumor nach Not-OP gestorben, er war 6x8cm groß. Das Blutbild vom Donnerstag oder Freitag (jedenfalls keine Woche alt) war tiptop.

    Mir war das bis dahin auch nicht klar - aber man sieht es offensichtlich nicht (immer?) im Blutbild. Und der Tumor hatte schon vorher einige Male geblutet laut Tierarzt.

    Das tut mir auch sehr leid :(


    Nein, man bemerkt einen Milztumor sehr oft nicht. Manchmal sind Blutwerte auffällig, oft sieht man es aber da nicht. Bei uns wurde der letztes Jahr auch zufällig festgestellt im Rahmen der Blutuntersuchung vor einer Zahn-OP, stellte sich dann bei der pathologischen Untersuchung nach der OP später Gott sei Dank als gutartig raus.

    Daraufhin haben wir auch bei unseren anderen Hündin nachsehen lassen, da war die Milz zwar ok, aber eine Leberzirrhose wurde diagnostiziert, die hat noch vier Monate geschafft...

    Und übernächste Woche wird der Hund meiner Eltern operiert, weil ich ihnen das dringend nahegelegt habe. Da ist auch eine Raumforderung in der Milz, schon vor einigen Monaten im Ultraschall festgestellt aber die Klinik wollte - warum auch immer - noch abwarten. Dabei kann ein bösartiger Tumor ja auch in der Zeit schon fleissig streuen ... jetzt war Kontrolle, ich war dabei und hab die Ärztin auf die OP "festgenagelt". Der Hund wird ja auch nicht jünger und das Narkoserisiko nicht geringer. Bei ihm sind die Blutwerte aber auch alle top, da wäre der Tumor also auch nicht durch aufgefallen.


    Ab 5-6 Jahren gehört jetzt bei uns ein Abdomen-Ultraschall einmal jährlich zur festen Vorsorge dazu, i.d.R. entwickeln sich Milztumore ja erst ab der Lebensmitte.

    Wir hatten letztes Jahr auch eine Zahn-OP bei unserem damals Elf Jahre alten Podenco-Mädel. Morgens in der Klinik abgeben, gerade zu Hause klingelte das Telefon. Da dachten wir schon das schlimmste (aus Erfahrung) aber es war nur ein „die Blutwerte sind auffällig, sollen wir genauer nachforschen“ - Ergebnis war dann auch ein Milztumor. An dem Tag wurden aber wie geplant die Zähne gemacht und ein Lipom entfernt, dann zwei Wochen später Termin für Splenektomie und Ovariohysterektomie. Nach der OP dann natürlich auch das Warten auf das Ergebnis der Pathologie, in unserem Fall Gott sei Dank gutartig. Aber in der Tat war es nur ein einzelner Tumor.

    Ich drücke die Daumen, dass das bei Euch auch der Fall ist.

    Die Beschreibung der Symptome und Auffälligkeiten ist nahezu identisch zu unserer Jessi. Sie war ein Dackel-Mix-Mädel, verstorben am 12.04. mit zehn Jahren und einem Monat. Letztes Jahr im November wurde ein erhöhter ALT-Wert festgestellt, den habt ihr natürlich nicht. Sie hatte eine Leberzirrhose unklarer Genese, das führte immer wieder zu Phasen hepatischer Enzephalopatie und die äußerte sich dann haargenau so, wie bei Euch beschrieben. Vor allem auch die nächtliche Unruhe, rastloses Umherwandern, generelle Lustlosigkeit und kein Interesse an Futter. Wir haben in den fünf Monaten immer mal wieder auch bessere Tage gehabt, deswegen konnten wir es überhaupt so lange schaffen.

    Unser Welpe war auch so drauf, der hat von uns einen Antischlingnapf bekommen. Damit musste er zwangsweise deutlich langsamer fressen. Seine kleinere Mittagsportion bekam er weiter im normalen Napf. Nach einigen Wochen hat er dann auch die Morgen- und Abendportion merklich Langsamer gefressen und wir haben da auch wieder auf den normalen Napf zurück gekonnt.
    Er kam ja aus dem Tierschutz, da war er einfach so geprägt, in kurzer Zeit so viel wie möglich abzubekommen.

    Kontrolle der Lunge stand bei uns eigentlich bei allen Tieren, ob Hund oder Katze, vor der eigentlichen Tumor-OP immer auf dem Plan, meist als CT. Einfache um vorher schon zu wissen ob man dem Tier die Tumor-OP noch zumutet oder ggfs. in der Narkose direkt mehr operiert.

    Die Größe eines Tumors sagt leider nicht viel darüber aus, ob und wie sehr er streut. Ich habe deswegen jetzt eine ganze Weile auf meine Eltern eingewirkt, ihren Hund an der Milz operieren zu lassen. Der Tumor ist zwar noch sehr klein aber die sind rund zur Hälfte bösartig und streuen dann auch sehr klein schon. Also worauf warten, wenn der Tumor zwangsläufig sowieso irgendwann raus muss… Nur erhöhtes Risiko, weil der Hund älter wird und eben dass der Tumor metastasiert.

    Im Röntgen sieht man nur einen Schatten, man müsste eine Bronchoskopie machen um eine Probe zu nehmen. Aber auch die hat jedoch ihr Risiko, unser Kater ist aus der Narkose für die Bronchoskopie nicht wieder aufgewacht….


    Also nein, realistisch gesehen kann ich dir die Sorgen jetzt nicht nehmen. Ohne Verlaufskontrolle oder weitergehende Untersuchungen wird man jetzt nichts sagen können, alles nur Vermutungen. Es bringt aber auch nichts, sich jetzt schon verrückt zu machen, solange noch andere Möglichkeiten bestehen.

    Wobei das auch leichter gesagt als getan ist, aus der Erfahrung von fünf Hunden und zwei Katzen tendiere ich mittlerweile immer zur schlimmeren Variante :(

    Also wenn ich vorab mit dem TA telefoniere und meine Schilderung der Problematik einen akuten Röntgenbedarf nahelegt, ich dann dahin komme und der gar nicht röntgen kann, wäre ich auch äußerst unzufrieden. Je nach Verletzung verliert man schließlich wertvolle Zeit und kann besser sofort woanders hin. Und natürlich wäre ich, wenn ich jahrelang so ein Schild sehe, auch vom Vorhandensein so eines Geräts ausgegangen. Ich hätte es nur nicht in einer FB Gruppe thematisiert, es wird immer von irgendwem falsch verstanden und führt dann nur zu unnötigem Stress. Ggfs. hätte ich bzgl. der Praxis dann aber meine Wahl für die Zukunft überdacht.

    Also an Hand der Beschreibungen, der notwendigen Verrenkungen mit den beiden Hunden in der Vergangenheit um sicher zusammenzuleben, vor allem aber der vier potentiell tödlichen Situationen würde sich mir da die Frage nach einem Zweithund erstmal nicht mehr stellen. Es spricht - abgesehen vom eigenen Wunsch und ja, der ist manchmal sehr sehr schwer zu überwinden - doch eigentlich aktuell nichts wirklich für einen Zweithund. Ihr riskiert damit nur weitere schwierige Situationen für die Zukunft und das ist manchmal einfach nicht vorhersehbar.

    Der eigene Wunsch ist manchmal wirklich sehr herausfordernd. Als unsere kleine im April verstarb fehlte uns hier auch extrem etwas, weil sie so menschenbezogen war und die andere eben nicht. Allerdings merkte man das auch unserer anderen Hündin an, sie trauerte und suchte die kleine im Garten an deren Lieblingsplätzen immer wieder. Daher zog recht schnell ein neuer Hund ein. Bei unserer vorletzten Hündin hätte ich das aber nicht gemacht, denn bei der wäre auch das Risiko gefährlicher Konfrontationen mit dem neuen Hund ein großes Thema gewesen.

    Für den unkastrierten Rüden wird eine läufige Hündin in unmittelbarer Umgebung eine echte Herausforderung. Wir haben das bei unseren ersten Hunden einmal mitgemacht, weil wir vorher nicht entscheidenden wollten ob einer zwingend kastriert werden muss oder hormonell etwas gemacht werden muss. Ich hab mit dem Rüden im Arbeitszimmer im Keller geschlafen, tagsüber war er mit im Büro. Aber auch das war für uns alle eine Woche sehr sehr großer Stress, definitiv nichts was man zwei Mal im Jahr (gut, hängt von der Hündin ab, manche ja nur einmal) haben will und ihm zumuten will.

    Es gibt soo viele Gründe dafür. Unser großes Mädchen kam auch so bei uns an, die hatte die ersten zwei Lebensjahre in Spanien im „Tierheim“ (was man da halt so nennt…) verbracht und das quasi als Marotte mitgebracht.
    Damit haben wir zehn Jahre gekämpft, keine feststellbare körperliche Ursache. Jetzt hat unser Welpe ihr gezeigt, dass ein mittelfloriger Teppich ähnlich benutzt werden kann und schon sind die Pfoten nicht mehr interessant.
    Ansonsten sind auch Allergien oft Ursache, Umwelt-, Flohstich-, Futtermittel- oder Futtermilbenallergie beispielsweise. Wenn das auslösende Allergen immer nachgeführt wird, dann kommt das teilweise auch trotz Medikation durch.
    Wurde mal ein Abstrich auf Mykosen oder Bakterien gemacht?