Beiträge von yane

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    Positiv sind mir die Menschen aufgefallen, die locker und lässig an die Sache rangegangen sind.
    Deren Hunde waren sicher nicht die schnellsten, aber dem Hund-Mensch-Team sah man echte Freude beim gemeinsamen Sport an.
    Nein, diese HH hatten keine BCs oder Aussies.

    das ist der grösste Schwachsinn, den ich je zum Thema Agility-Turnier gelesen habe.

    Und nein, ich habe weder einen Border Collie noch einen Aussie. Sondern habe bisher äusserst unerfolgreich zwei Grosspudel im Agi geführt mit denen ich nie über's A1 rausgekommen bin (wer das Chaostier kennt, weiss warum) und jetzt einen Zwergpudel, mit dem ich ziemlich durchschnittlich erfolgreich bin. Was man halt so unter "Erfolg" versteht.

    Gerade diejenigen, die superschnelle Border Collies oder Aussies führen, wissen, dass es für sie idR "Hopp oder Top" heisst. Oder wie inzwischen einige so deutlich auf ihren T-Shirts stehen haben "immer im V-Bereich, entweder Vorzüglich oder Verheerend". Diejenigen, die wirklich lange Zeit vorne mitlaufen, wissen, dass sie ohne Spass an der Sache den ganzen Zirkus auf Dauer nicht mitmachen würden.

    Ja, es gibt immer wieder mal Leute, die der Meinung sind, mit einem Border oder einem Aussie hat man ne eingebaute Sieg-Garantie. Das sind dann die Leute, die man 1-2 Saisons sieht und dann nie wieder. Weil sie nämlich feststellen müssen, dass dem eben nicht so ist.

    Der Grossteil der Agi-Turniergänger entspricht nicht diesem von Dir so vorgebrachten Klischee. Im Gegenteil.

    Dagegen kenne ich genügend Leute mit langsameren Hunden, die ständig nur am Jammern sind, dass sie mit ihren langsameren Hunden keine Chancen gegen die schnellen Hunde haben und dass das doch so unfair sei. Sie hätten auch gern mal einen Treppchenplatz wenn sie mit nem Nuller durchkämen. Und wenn sie einen fehlerfreien runden Lauf hätten, wäre das doch unfair, dass sie dann nur 5., 6., ...... werden würden.

    Vielleicht solltest Du mal auf ein Agi-Turnier gehen und deine Vorurteile daheim lassen.

    wildsurf

    Zitat

    Mal eine Frage: wieso fühlen sich hier einige so betroffen wenn man kritische Fragen stellt?
    Hier ist doch nichts persönlich zu nehmen! Man wird ja wohl noch Dinge hinterfragen dürfen....

    vielleicht, weil diese "kritischen Fragen" nicht als Fragen sondern als Behauptungen, die in dieser Form absolut nicht der Wirklichkeit entsprechen, aufgestellt werden. Schon mal drüber nachgedacht?

    Wie Daniela geschrieben hat - erst mal selbst mitmachen und dann mal sehen, wie man selbst nach aussen wirkt.


    Nikki

    lass Dich nicht von Leuten, die noch nie selbst an einem Agi-Turnier teilgenommen haben und vielleicht nicht einmal mehr als ein Turnier live erlebt haben, nicht den Spass an der Sache verderben.

    Zitat

    Bei der Übung werden sie mit verbalem Lob bestätigt.

    man merkt, dass Anne Krüger mit Border Collies arbeitet.

    Würde mich interessieren, wie sie das gleiche mit einem ausgewachsenen, echt dominanten Berner Sennenhund macht, der so selbständig ist, dass es ihn relativ wenig juckt, wenn Mensch ihm versucht klarzumachen, dass das, was er gerade tut, uninteressant ist.
    Und der bei massiver Einwirkung auch keine Hemmungen hat, auf Gewalt mit Gegengewalt zu reagieren.

    Hi,

    von welchem Verband bist Du denn in welchen gewechselt?

    Beim swhv bsp. steht der BH-Nachweis quasi auf dem Deckblatt. Schätze mal, Du warst bisher im SV? Da wird die BH ganz offiziell auf die Agi-LK eingetragen.

    Im swhv bsp. kannst Du die Agi-LK erst dann beantragen, wenn Du eine BH schon bestanden hast. Den BH-Nachweis muss man mit dem Antrag auf eine LK einschicken. Ohne BH-Nachweis keine Agi-LK. Einfache Regelung.

    Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten, entweder Du hast auf deiner neuen LK (abhängig vom Verband) einen Eintrag, dass Du die BH bestanden hast. Oder aber, Du musst zumindest die ersten Turniere (bzw. immer) die "alte" LK mit dem BH-Eintrag mitnehmen, für den Fall, dass jemand nachfragt.

    Viele Grüße
    Cindy

    eigentlich wollte ich ja auch antworten, aber da diese Antwort schon alles vorweggenommen hat ->

    vollständige Zustimmung


    JackRussel

    Zitat

    Obwohl sie uns zu ihrem verbrechen gefürht hat. Einmal ist sie bei meine Großeltern auf den Tisch gesprungen während wir alle oben waren. Wir haben den Käse angebissen gefunden...
    Was soll amn dann tun?

    den Käse nächstes Mal wegräumen, bevor man das Zimmer verlässt

    tagakm

    Dir ist das klar, mir auch

    auch die Methode nach Anne Krüger ist nur so gut oder schlecht, wie derjenige, der danach arbeitet. Unter direkter Anleitung, die ersten Tage nach dem Seminar, wenn alles noch frisch ist und Mensch hochmotiviert, dann mag das gut klappen. Fragt sich, wie es mit dem Hundehalter in 6-8 Monaten aussieht. Konsequenz durchhalten auf Dauer, das können die wenigsten. Und sobald man wieder schlampig wird .... war's das dann.

    suseimen
    was glaubst Du, wie weit man mit Training über Meideverhalten und aversiven Reizen kommen kann?
    Garantiert bis auf WM-Niveau im VPG-Bereich (wobei da auch nicht nur über aversive Reize trainiert wird).
    Natürlich muss man das wirklich drauf haben und können. Und zwar nicht nur aus Enthusiasmus über ein paar Wochen, sondern über JAHRE.

    Die Frage ist, will ich einen Hund, der von sich aus entscheidet, mit mir zu arbeiten, oder will ich einen Hund, der keine andere Wahl hat. Und mir scheint, was ich bisher so mitbekommen habe, dass Hund bei Anne Krüger überhaupt keine Wahl hat.
    Wobei ihre Hunde ja aufgrund der Schafe ihr Motivationsobjekt ständig vor Augen haben. Da kann ich gut sagen, dass ich überhaupt keine Leckerlies, Beute etc. brauche, wenn die Bestätigung in Form "lebender Beute" immer wieder in der Nähe ist.

    Wie sieht das aber beim Otto-Normal-Hund aus, der nicht hütet. Der nicht immer wieder zwischendurch mit seinem MO Nr. 1 bestätigt wird?

    Und wir reden hier jetzt nicht von ein paar Wochen, sondern von der Langzeitwirkung. Die würde mich interessieren. Gibt es denn da schon Erfahrungsberichte von Leuten, die explizit sich 100% dran halten. Also nur Streichelbestätigung, keine Leckerlies, keine Spielbeute usw.

    Zitat

    Dann hast Du das Leckerlie zu spaet angeboten....wenn Hund schon wirklich gestresst ist dann sind Leckerlies kaum bis null interessant.

    womit wir wieder beim Fehlerfall Nr 1 wären - dem Hundehalter. Und bei der Tatsache, dass jede Methode nur so gut ist, wie derjenige, der sie anwendet.

    Wenn ich immer zu spät, falsch, ungenügend, ...... clicke, muss ich mich nicht wundern, dass ich mit Clicker meinem Hund nichts beigebracht bekomme. Dann ist aber nicht die Methode an sich schlecht, sondern meine Anwendung derselben.

    Zitat

    Mein Hund kannte von mir fast nur positives Bestärken und Lob. ABER (!!!!) ich habe ihn auch kritisiert, indem ich auch das Wort Nein benutzt habe.

    suseimen
    das Problem ist nicht das positive Bestärken bzw. Lob. Und auch nicht das Nein. Sondern die Art und Weise der ANWENDUNG derselben.


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    Dieses Wort habe ich oft benutzt und ab und zu habe ich diesem Nein mti einem Aufstampfen o.ä. Nachdruck verliehen. Mit welcher Konsequenz? Mein Hund wurde immer unsicherer. "Meint Frauchen jetzt das erste Nein, oder das zweite Nein oder stampft sie dieses Mal sofort mit dem Fuß oder brüllt sie erst immer lauter????" So oder so ähnlich muß mein Hund sich gefühlt haben. Ich habe Kritik also eher wahllos und inkonsequent und manchmal emotionsgeladen und auch ohne Vorwarnung verteilt.Nicht gerade fair oder?

    Nö, nicht fair.

    Aber genau das zeigt, dass Du positive Bestärkung, Lob und "Strafe" völlig falsch, inkonsequent und für den Hund unverständlich angewendet hast.

    Das ist nichts Neues, sondern ein generelles Problem in der Hundeausbildung. Bei JEDER Methode. Würdest Du das gleiche bei Anne Krüger's "Methode" machen, käme das gleiche raus.

    Zitat


    Es gibt keine Grauzonen mehr sondern nur noch schwarz oder weiß.

    Und dazu brauchte es Anne Krüger um Dir klarzumachen, dass Du mit dir selbst erst mal konsequent sein musst?
    Und nicht mal so, mal so zu reagieren?

    Zitat


    wo er mit Sreicheleinheiten verwöhnt wird.

    Und bis jetzt habe ich noch kein befriedigendes Kommentar dazu gelesen, was mit Hunden ist, die Berührung im wahrsten Sinne des Wortes verabscheuen.

    Zitat


    Es wird momentan natürlich in einer REizarmen Umgebung geübt und alles wird langsam gesteigert.....

    normale Vorgehensweise in der Hundeausbildung.

    Zitat


    Für mich ist der Weg "Lieber ein Ende mit "Schrecken" als Schrecken ohne Ende" der eindeutig bessere Weg.

    Das ist aber dann dein ureigenster Fehler und liegt NICHT in der Anwendung von positiver Bestärkung, Lob, Leckerlie etc. begründet. Sondern in deiner Inkonsequenz, deinem falschen Verhalten und deiner falschen Anwendung der Lerntheorien.

    Ansonsten kann ich nur Scherbenstern's/Nina's Posting voll und ganz unterschreiben.

    Corinna
    wenn ich das richtig mitbekommen habe, sagt sie ja klipp und klar, dass es ihr bei ihrer Methode in erster Linie um die Schafe geht. Nicht um die Hunde. Die Hunde haben zu funktionieren, damit den Schafen nichts passiert - fertig, aus, ende. Sehe ich das richtig?

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    yane: Mein Hund macht da schon Unterschiede, vielleicht wurde er aber auch nur durch mich so konditioniert?

    ich wollte wissen, wo der Unterschied in der Übung selbst für den Hund liegt.

    Es gibt keinen Unterschied - für den Hund. Alles sind Übungen, die Hund so im "normal" hündischen Leben nie auf Signal machen würde. Wir haben ihm diese Übungen beigebracht.
    Hunde untereinander sagen nicht "Sitz", "Platz", "Fuß", "Hier", "Männchen", "Rolle" usw.

    Wenn also dein Hund einen Unterschied in den Übungen macht, dann liegt das daran, dass Du ihm den Unterschied beigebracht hast.

    Sprich, führt ein Hund ein "Kunststückchen" freudig aus, das häufig mit etwas Tollem belohnt wird, dagegen zeigt er deutliche Antipathie gegenüber Übungen aus der sogenannten "Unterordnung", sprich "Sitz", "Platz", "Fuss", "Hier" etc., bei denen Mensch irgendwann sagt "Hund muss das machen, das ist Unterordnung" ......... dann liegt das NICHT daran, dass der Hund in erster Linie eine Unterscheidung macht, sondern wir Menschen.

    ich lebe ja nicht in den USA, habe aber genügend Kontakte zu amerikanischen Pudelzüchtern (seriösen) und Pudelhaltern um zu wissen, dass dort immer wieder in schöner Regelmässigkeit ein neues Zuhause für Pudel aller Grössen, aller Farben, jeden Alters und beiderlei Geschlechts gesucht wird.

    Über die Pudelverbände, Mailinglisten, Internetseiten und und und. Braucht man nur einmal "poodle rescue" einzugeben und schon wird man regelrecht erschlagen von Rescue-Seiten.

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    Mich würde interessieren, ob ihr selbst da auch Unterschiede macht. Hattet ihr von Anfang an vor, die Belohnung, die der Hund toll findet (was immer das auch ist) wieder abzubauen? Belohnt ihr Nonsense-Kommandos mehr als Grundgehorsam?

    Die Frage ist ganz einfach zu beantworten, wenn man nicht vom Mensch ausgeht (wie war das doch gleich? Der Mensch geht immer von sich selbst aus) sondern vom Hund:

    Wo ist der Unterschied FÜR DEN HUND, ob er nun "Sitz" machen soll oder "Männchen". Ob er nun "Platz" macht oder "sich totstellen". Ob er nun "Hier" macht oder "Rückwärtslaufen". Ob er nun "Fuß" läuft oder "Slalom durch die Beine".

    Wenn Du da zweifelsfrei erklären kannst, wo FÜR DEN HUND, nicht für uns Menschen, der Unterschied ist ....... , dann kannst Du dir auch erklären, wie das mit der Leckerlie-Belohnung ist.