Beiträge von yane

    Patrick

    es geht doch nicht darum, dass hier irgendjemand gegen Mischlinge ist.

    Sondern um etwas völlig anderes. Nämlich darum, was hier für Schindluder mit dem Produzieren von Welpen getrieben wird. Seien wir ehrlich, wenn hier jemand schreibt "ich habe meinen Welpen bei Hundehändler XYZ / Vermehrer ABC" gekauft, wird auch geschimpft "wie kann man nur". Wenn jetzt jemand sich einen Mischling bei einem Vermehrer holt, soll das dann aber in Ordnung sein, nur weil man plötzlich sagt "Rassehund, seltene Rasse, usw."?

    Ganz sicher nicht.

    Detlef

    prinzipiell hast Du recht. Aber vielleicht kapiert der eine oder andere, um was es sich bei diesen ganzen Doodle-Vermehrern handelt, BEVOR er/sie sich einen solchen Hund anschafft.

    Und genau das ist der Grund, warum man grundsätzlich immer darauf hinweisen sollte, was Sache ist.

    Border Girl

    BH1 hat mit der deutschen BH nichts zu tun. Das geht nach Schweizer Reglement. Dort ist die BH-Schiene etwas völlig anderes als hier in D.

    jepoo

    Rasse Zwergpudel, Grösse 29 cm, Alter 4,5 Jahre - Sport Agility und Obedience
    die Kleine läuft im Obi in Klasse 2, kann aber auch die Übungen für Klasse 3 bereits
    im Agi läuft die Kleine im A3

    Bilder habe ich im Moment im Netz keine. Höchstens ein paar Videos
    Klein Wusch bei der Fußarbeit
    das "verkrampfte" Gehen meinerseits liegt daran, dass ich ganz neue Schuhe anhatte und die gerieben haben wie blöd :ops: , muss man ja auch dämlich sein, neue Schuhe anzuziehen ohne sie zuerst etwas einzulaufen

    Klein Wusch beim Abrufen

    Klein Wusch beim Apportieren

    im Agi (unsere Aufstiegsläufe ins A3, ist also schon ein Weilchen her):
    Klein Wusch im A-Lauf
    Klein Wusch im Jumping

    Nur mal so nebenbei - das waren jeweils die schnellsten Zeiten der Klasse2-Starter aller drei Grössen :D

    Hi zusammen,

    also, damit Patrick wieder gut schlafen kann :smile: , eröffne ich hiermit einen Thread, in dem jeder, der möchte, über Unsinn und Unsitte der ganzen Doodle-, Designer Dog-, Hybrid Dog- Vermehrung diskutieren kann.

    Und da fange ich gleich mal an.

    1. Rasse

    Nehmen wir mal die Definition des Wortes "Rasse" aus Wiesner/Ribbeck - Wörterbuch der Veterinärmedizin:

    "Rasse - Gruppe von Individuen einer Art, die sich in bestimmten Merkmalen von anderen Individuengruppen unterscheiden und diese Merkmalsvariation vererben"

    Bei Hunden unterscheidet man Rassen anhand von Aussehen und bestimmten Verhaltensweisen (=> Leistung bei Gebrauchshunden wie bsp. unterschiedliche Hüteverhalten beim BC, Aussie, Altdeutschen Hütehund, unterschiedliche Jagdhundrassen mit spezialisiertem Verhalten usw.).

    Ganz offensichtlich zeigen die ganzen "Designer Dogs" rein äusserlich KEINE nennenswerten Ähnlichkeiten untereinander.
    Bei den "Labradoodle"-Mischlingen gibt es bsp. Hunde, die grosse Ähnlichkeit mit dem Pudel haben. Dann gibt es Hunde, denen man den Pudelmischling deutlich ansieht. Aber auch Hunde, die aussehen wie Labrador-Mischlinge. Teilweise sogar wie Labrador-Mischlinge, denen man den eingemixten Pudel nicht ansieht und die eher wie Labrador-Schnauzer-Mischlinge oder sonst was in der Richtung aussehen.

    Ähnlich sieht es bei den ganzen anderen "Designer Dogs" aus. Von Einheitlichkeit keine Spur.

    Hier also von einer "Rasse" zu sprechen ist schon mal ein echter Witz.


    1.1 "Alle Rassen sind dadurch entstanden, dass man andere Rassen miteinander gekreuzt hat. Warum also keine neuen Rassen mehr entstehen lassen?"

    Dies ist ein typisches, immer wiederkehrendes Argument von "Designer Dog"-Befürwortern.

    Mal ein Kommentar von mir aus einem anderen Forum zu diesem Thema (ich hoffe, es ist ok, eigene Texte zu kopieren, habe nämlich keine Lust, ständig das Rad neu zu erfinden *ggg*):

    Aufgrund von DNA-Forschungen kann man davon ausgehen, dass mindestens 4 verschiedene Unterarten des Wolfs an der Entstehung unserer Haushunde beteiligt waren. Zunächst lebten Mensch und Wolf/Hund generationenlang nebeneinander/miteinander in einer Symbiose.

    Erst als der Mensch anfing, den Hund gezielt mit Aufgaben zu "versehen" kam es auch zu einer am Anfang mehr oder weniger planvollen "Zucht". Wobei die Selektion damals eher noch wenig gezielt und spezialisiert abgelaufen sein dürfte.

    Über Jahrhunderte/Jahrtausende haben sich zum einen durch natürliche Selektion (inklusive Abwanderung und Vermischung an den "Regionengrenzen"), zum anderen auch durch langsames Eingreifen des Menschen in die Selektion einige wenige "grobe" Landschläge gebildet. Nicht sehr einheitlich im Aussehen und auch nicht sehr einheitlich im "Gebrauch".

    Im Laufe der Zeit entstanden aus diesen regionalen "Über"landschlägen dann durch gezieltere Selektion/Zucht die verschiedenen Landschläge, die auf verschiedene Gebiete "spezialisiert" wurden. Mit zunehmender Selektion und gezielterer Verpaarung kam es auch mehr und mehr zu Linienzuchten und damit zu einer mehr oder weniger Vereinheitlichung im Aussehen.

    Und irgendwann kam dann die gezielte Reinzucht und die alten Rassen waren "geboren".


    1.2 "Es sind in den letzten 150 Jahren eine ganze Reihe neuer Rassen durch Kreuzung alter Rassen entstanden"

    Auch dies ein typisches Argument der "Designer Dog"-Befürworter. Ebenfalls Kopie eines meiner eigenen Postings in einem anderen Forum

    Das stimmt. ABER! Die meisten dieser "neu" entstandenen Rassen waren reine Gebrauchskreuzungen. Z.B. Pudelpointer (was wenigstens ein vernünftiger Name ist und keine Lachplatte wie diese ganzen "Doodle"-Namen, die ja nur noch albern und lächerlich sind). Das waren Kreuzungen, die rein auf Leistung gezüchtet und selektiert wurden. Und die bis heute nicht in die Hände von Ottonormalverbraucher und Hundevermehrer gefallen sind. Eben WEIL sie gezielt mit Verstand, Wissen und einem idealistischen Ziel gezüchtet wurden.

    Eurasier, Wäller, Elo, Kromfohrländer und Co sind dagegen eher mit Vorsicht zu geniessen. Den Eurasier kann man mit Fug und Recht als einen der ersten Designer Dogs bezeichnen. Da steckt kein Sinn mehr dahinter, denn die Ausgangsrassen sind vom Wesen und vom Aussehen her auch nicht so viel anders als der Eurasier. Und einen Gebrauchszweck hat diese Rasse auch nicht, der sie von den Ausgangsrassen abhebt.
    Bei Wäller, Elo, Kromi, .... ist das auch nicht viel anders.

    Auch der Labradoodle (wie kommt man eigentlich auf so nen bescheuerten Namen, das allein zeigt doch, was sich die Entsteher dabei gedacht haben) war ursprünglich als reine Gebrauchskreuzung gedacht. Im Prinzip als Experiment, das in seinem Ursprung schon längst wieder aufgegeben wurde, da die Ergebnisse nicht hielten, was man sich davon versprochen hatte.

    Dafür hatten dann die ganzen Hundevermehrer und Hundehändler eine "neue Rasse", die sie ohne irgendwelche Vorgaben der herkömmlichen Zuchtverbände vermehren und unter die Leute bringen konnten. Das Ganze mit einer schmalztriefenden "Ursprungsgeschichte" versehen - und schon klingelten die Kassen.


    2. Labradoodle/Goldendoodle/.....

    2.1 "sind doch soooo tolle Familienhunde"

    Das können durchaus tolle Familienhunde sein. Was aber KEIN Verdienst der Doodle-Vermehrer ist. Denn Fakt ist, die Ausgangsrassen sind schon tolle Familienhunde mit einem tollen Charakter, idR recht freundlichem Wesen, verspielt, lernwillig, intelligent.
    Es ist also keine grosse Kunst, aus Mischlingen der Ausgangsrassen Retriever und Pudel entsprechende Hunde herauszubekommen. Und ganz sicher KEIN Verdienst der Doodle-Vermehrer, so sehr sie sich das auch auf die Fahnen schreiben. Fakt ist, die Doodle-Vermehrer schmücken sich hier mit fremden Federn. Denn der Verdienst für die züchterische Leistung liegt ALLEIN bei den seriösen und guten Retriever- und Pudelzüchtern. Und sicher NICHT bei den Doodle-Vermehrern.

    2.2 "nicht haarend - für Allergiker geeignet"

    Absoluter Quatsch. Zum einen gibt es genügend Doodle-Mischlinge, die haaren wie nochmal was. Zum anderen hat die Tatsache, dass ein Hund für Allergiker geeignet ist nichts mit den Haaren des Hundes an sich zu tun, sondern mit der Protein-Struktur. Und die findet sich auch in Hautschuppen, Speichel usw.

    Fakt ist, dass der Pudel rassebedingt eine Proteinstruktur hat, die für viele (NICHT alle) Allergiker recht gut geeignet ist, sprich man kann den Pudel generell als "hypoallergenen" Hund bezeichnen.

    Mischt man nun einen Pudel mit einem Retriever, mischt sich logischerweise auch die Proteinstruktur. Und damit geht je nach Rekombination der DNA auch die "hypoallergene" Eigenschaft der Proteinstruktur des Pudels verloren.
    Klar treten auch Mischlinge auf, die diese "hypoallergenen" Eigenschaften haben. Aber die Wahrscheinlichkeit, einen "nicht-hypoallergenen" Hund zu bekommen ist recht hoch. Wie es auch die Hilferufe in diversen Pudelforen immer wieder zeigen. So von wegen "ich wollte doch einen Labradoodle weil mein Kind/ich/mein Mann/.... eine Hundehaarallergie hat, und nun reagiert mein Kind/ich/..... auf diesen Hund. Was tun?"


    2.3 "diese Rassen (speziell jetzt die Labra- und Goldendoodles) sind in anderen Ländern schon längst anerkannt"

    Nach wie vor stellt sich mir die Fragen, in welchen Ländern diese Mischlinge bereits anerkannt sind.
    Weder das "Australian National Kennel Council" noch der "New Zealand Kennel Club" erjennen eine Rasse "Labradoodle" oder "Goldendoodle" an. Also sind diese Mischlinge schon mal im eigentlichen Ursprungsland schon mal nicht als Rasse anerkannt. Der "American Kennel Club" und der "Canadian Kennel Club" erkennen diese Mischlinge ebenfalls nicht als Rasse an.

    Der Hinweis auf irgendwelche "Hybrid Dog Clubs", die diese Mischlinge als Rasse anerkennen, ist lächerlich und hat mit einer offiziellen Anerkennung als Rasse durch seriöse, von der internationalen kynologischen Fachwelt anerkannte Zuchtverbände rein gar NICHTS zu tun.

    Zitat

    Ich glaube, das ist falsch verstanden worden.
    International werden Mischlinge akzeptiert. Warum auch nicht.
    In Deutschland sieht es anders aus, das zeigt leider die Geschichte.

    das ist der grösste Quatsch, den ich je gelesen habe. Sag mir doch mal bitte, wo international Mischlinge "akzeptiert" werden. Zumindest im Sinne von Rassehund.

    Und Deutschland ist eines der wenigen Länder, wo man mit Mischlingen gerade im Hundesport bis auf nationaler Ebene soweit kommen kann wie mit einem VDH-Rassehund. Nur mal so als dezente kleine Info.

    Hi zusammen,

    wie Tanja schon geschrieben hat, macht es absolut keinen Sinn, bei Problemen zu warten, bis Hund 12 Monate alt ist um dann zu röntgen. Für die offiziellen Auswertungen ist es nur so, dass ein Mindestalter vorgeschrieben ist, um ein möglichst standardisiertes Verfahren zu gewährleisten.

    Zauberwesen

    für einen groben Überblick über die Hüfte reicht eine Aufnahme ohne Narkose. Haben wir bei meiner alten Hündin auch gemacht, als wir sie mit 8 Jahren nochmal komplett durchgecheckt haben. Allerdings kann man einen Hund, der nicht narkotisiert ist, nicht so lagern, wie einen narkotisierten Hund.

    Aus diesem Grund ist es mE völliger Unsinn, einen Hund, der offensichtlich Probleme hat, mal eben so röntgen lassen zu wollen. Wenn dann Verdachtsmomente auftreten, muss man dann doch nochmal richtig röntgen um sich einen genauen Überblick zu verschaffen. Warum also nicht gleich richtig?

    Zitat

    Wie Yane schon geschrieben hat, außer daß ich schon nach 50 Seiten aufgegeben habe.

    na ja, ich bin optimistisch eingestellt und neige immer dazu, zu hoffen, dass ein Buch besser wird, da ich einfach davon ausgehe, dass es einfach nicht möglich ist, so viel Stuss auf einmal zu schreiben.

    NicoSchnuffel

    wie staffy schon geschrieben hat, beim "Anderen Ende der Leine" muss man zwischen den Zeilen lesen und mitdenken. Ist keine "1 zu 1 Gebrauchsanleitung".

    Ähnliches haben Leute auch schon über Karen Pryor's "Positiv bestärken - sanft erziehen" gesagt. Ist auch keine Gebrauchsanleitung wie das mit der positiven Bestärkung funktioniert, sondern eher Grundlageninformation anhand der man dann sich selbst seinen Weg basteln kann.

    ach Petra,

    wenn das Thema nicht zum heulen wär, könnte man über eine Antwort wie deine nur lachen.

    Mach Dich mal schlau über das Thema "Designer Dogs" und wie sie produziert werden. Dann verstehst Du vielleicht, warum man gegen die Produktion dieser Hunde ist.

    ehrlich gesagt habe ich das erste Buch nach den ersten 100 Seiten ins Regal gestellt und mir überlegt, was ich mit dem Müll machen soll.

    Verkaufen - no way, dieses Geschreibsel auch noch weiter unter die Leute bringen, die das vielleicht sogar noch ernst nehmen .......
    Verbrennen - eigentlich widerstrebt es mir prinzipiell Bücher zu verbrennen, also auch keine Option
    Wegwerfen - siehe Verbrennen
    nun ja, schätze mal, es wird in der hintersten Regalecke vermodern

    Das Buch ist eine Lachplatte, die leider von vielen Anfängern ernstgenommen wird.
    Problem dabei ist, dass ein Grossteil ihrer praktischen Tipps sogar gut funktionieren. Hätte sich Fennell darauf beschränkt, dann könnte man das Buch sogar ansatzweise weiterempfehlen.
    Allerdings meint sie, zu ihren praktischen Tipps auch noch Erklärungsversuche bringen zu müssen, warum diese funktionieren. Und ab da wird es haarsträubend. Grösstenteils völlig unlogisch, ohne jeglichen Bezug zu Hundeverhalten und Lerntheorie, sich stellenweise eklatant selbst wiedersprechend ......

    Meine "Lieblingsstelle" nach wie vor das Thema "Anspringen bei Begrüssung". Wie man sich innerhalb dieses Themas derart selbst wiedersprechen kann und die eigenen "Thesen" schon von selbst wiederlegt ohne sich dessen wohl bewusst zu werden, bleibt mir bis jetzt ein Rätsel.

    Hi,

    dein Fehler war, einen ängstlichen Hund einfach so zu einem Dir unbekannten Hund hinrennen zu lassen.

    Und dann hättest Du sofort eingreifen sollen, als Du gemerkt hast, dass der Grosse sie zu sehr bedrängt.

    Das "auf den Arm nehmen" kann in dem Fall schon gar nicht mehr Schaden anrichten, als es das bedrängt und gejagt werden durch den grossen Hund schon angerichtet hat.

    Viele Grüße
    Cindy