Beiträge von yane

    bibidogs

    ich habe ein ellenlanges Posting darüber geschrieben, wie man einem Hund korrektes Platz mit Liegenbleiben beibringen kann. Wenn das den Damen nicht genehm ist, weil sie der Meinung sind, ihr Hund kann das ja alles schon, obwohl offensichtlich ist, dass Hund das Signal absolut noch nicht kann ..... ist das nicht mein Problem.

    Mal abgesehen davon habe ich NICHTS, aber auch REIN GAR NICHTS davon geschrieben, dass das Runterlocken zum Platz nicht zum ERLERNEN gehören kann. Erlernen, NICHT Können. Sobald ich einen Hund noch in eine Position locken muss, kann er das Signal noch nicht. Da braucht man nicht zu diskutieren, das ist Fakt. Und boolean schreibt eindeutig, dass sie Paula noch mit Leckerlies in die Position lockt. Also sind sie derzeit beim Erlernen der Stufe 1, die da wäre "sich ins Platz legen".

    @boolean

    sagen wir mal so - ich gehe von dem aus, was Du schreibst. Und nochmal extra für Dich

    Zitat

    Paula kann "Platz" wenn ich ihr ein Leckerli vor die Nase halte und richtung Boden bewege - ich selbst muss dabei aber auch nach unten knien um das Leckerli runter zu führen.

    Mit "können" hat das rein gar nichts zu tun. Dein Hund kann zwar "Folge dem Leckerlie in der Hand", aber ganz sicher nicht "Platz". Auch wenn Du das nicht wahrhaben willst. Ist so. Und die Tatsache, dass dein Hund das vor dem Sofa "kann", hat rein gar nichts damit zu tun, dass Hund es ausserhalb auch kann. Andernfalls müsstest Du Hund ja nicht mit Leckerlie auf den Boden locken. Hunde lernen kontextbezogen - anderes Umfeld = anderer Kontext.

    Und praktische Tipps, boolean, ....Ich habe Dir ein recht langes Posting geschrieben, wie man ein zuverlässiges Platz beibringen kann. Mit Liegenbleiben - und zwar ohne überhaupt den Hund auch nur ansatzweise zu berühren. Was willst Du mehr? Bei der Hand genommen und gehätschelt werden? Bedauert werden, dass dein Hund trotz deiner Bemühungen immer noch nicht liegenbleibt?

    Zitat

    Hund kennt das Kommando "Platz", aber wenn sie liegt, dann steht sie gleich wieder auf. Also, kein Auflösen vorher, sondern der Hund löst auf.

    für mich kann ein Hund, der noch Handzeichen bis auf den Boden braucht und mit Leckerlies runtergelockt wird, das Signal "Platz" ganz sicher nicht.

    DAS

    Zitat

    Paula kann "Platz" wenn ich ihr ein Leckerli vor die Nase halte und richtung Boden bewege - ich selbst muss dabei aber auch nach unten knien um das Leckerli runter zu führen.

    hat nichts mit "Können" zu tun. Noch nicht mal mit "Kennen".

    Wer von einem Hund, der im Prinzip noch rein überhaupt nicht weiss, was er tun soll, bereits Stufe 3 oder 4 in der Ausbildung erwartet, obwohl Hund noch nicht mal Stufe 1 kann, verhält sich in höchstem Maße unvernünftig und äusserst unfair dem Hund gegenüber.

    Zitat


    sondern in dem Moment, wo sie aufstehen will, hält man einen oder zwei Finger zwischen die Schulterblätter und sagt nochmal "Platz".

    Tja, ich will aber nicht, dass mein Hund überhaupt der Meinung ist, aufstehen zu müssen. Ich will, dass mein Hund begreift, was er tun soll. Und zwar BEVOR ich ihn mit Druck in der Position halten muss.

    Mal davon abgesehen halte ich es wie schnauzermädel. "Hände und Leine weg vom Hund". Sollte es tatsächlich mal dazu kommen, dass Hund aufsteht, dann folgt ein NRM (bei mir einfach "mmm"), kurzes Abwarten und dann nochmal das Ganze von vorn.


    Zitat

    Das ein Hund schnell Platz lernt, daß ist eigentlich nicht schwer, klappt oft in ein paar Übungen, die Kunst ist dann aber, daß der Hund wirklich und sicher liegen bleibt und das dauert bei einigen Hunden länger, wie bei anderen.

    Ich sehe es genau andersrum - die Kunst, dem Hund beizubringen, sicher liegenzubleiben, wäre nicht so schwer, wenn die LEute die Geduld hätten, dem Hund das Signal "Platz" richtig und sauber beizubringen bis Hund es wirklich kann. Nach ein paar Übungen kann Hund das Signal Platz garantiert noch nicht sicher. Unter "sicher können" verstehe ich, dass Hund auf das Signal "Platz" ins Platz geht, selbst wenn der HF 5 m weiter weg auf dem Boden liegt und mit den Beinen in der Luft "radfährt", mit dem Rücken zum Hund "Hampelmann" macht oder ähnliches. Aber garantiert verstehe ich unter "Können" nicht, dass man den Hund noch mit Leckerlie ins Platz locken muss.

    Zitat

    Ich stelle doch in dem Zusammenleben mit meinem Hund fest ob und in wie weit er für welche Bereiche geeignet ist.!

    Bei einer Zuchttauglichkeitsprüfung oder einem Wesenstest geht es aber nicht darum, was DU bei DEINEM Hund feststellst. Sondern was ein UNABHÄNGIGER RICHTER bei DEINEM Hund sieht.

    Mir war damals auch klar, dass das Nelchen nicht vor dem Stock zurückweicht, da ich das Chaostier kannte. Aber woher will das ein fremder Richter wissen, der den Hund idR noch nie vorher gesehen hat?

    Zitat

    yane
    ja hab ich schon überlegt...und genau da sollte die Verantwortung der Mutter/Eltern anfangen.
    Ich hole meinem Kind zuliebe keinen Hund,wenn ich nicht 100%selbst dahinter stehe.

    ok, damit hast Du natürlich auch wieder recht.

    Aber ehrlich gesagt denke ich trotzdem, dass die TE nicht automatisch mehr Verantwortungsbewusstsein zeigt. Wissen wir bsp. ob ihre Darstellung der Situation von der Mutter auch so empfunden wird? Also, dass die TE quasi die Arbeit mit Hund völlig allein erledigt und die Mutter nur hin und wieder mal einspringen muss, etc.?

    Der Hund ist ja schon länger im Haus und hat auch schon einiges zerstört. Und trotzdem wird jetzt erst ein Trainer eingeschaltet? Warum nicht schon viel früher? Müssen erst Kamera, Handy, Möbel usw. draufgehen, bis man sieht, dass man ein Problem hat?
    Und der Vorwurf, der Hund haare so furchtbar, also quasi alles liegt voller Hundehaare - das kann durchaus auch so interpretiert werden, dass es der Tochter völlig egal ist und die Mutter die ganze Putzarbeit hat.

    Deswegen wäre ich grundsätzlich immer noch vorsichtig mit "Schuldzuweisungen" usw.

    Zitat

    Paula kann "Platz" wenn ich ihr ein Leckerli vor die Nase halte und richtung Boden bewege - ich selbst muss dabei aber auch nach unten knien um das Leckerli runter zu führen.

    Sie bekommt das Leckerlie wenn sie komplett am Boden liegt. Steht aber danach gleich wieder auf um zu Kauen. Oder auch dann sobald ich mich dann wieder gerade mache.

    Ich würde erst mal daran üben, dass Paula ohne jegliche Handhilfe ins Platz gehen kann. Erst wenn das klappt, würde ich mir über längeres Liegenbleiben mal Gedanken machen. Typisches Beispiel von mangelnder Geduld und schlechter Ausbildung.

    Die Sache ist doch so einfach - man bringt dem Hund bei, auf das Signal "Platz" hin sich zügig hinzulegen. Sobald er liegt Bestätigung in Form von Lobwort und Leckerlies. Und wenn Hund das richtig gelernt hat, dann zögert man Lobwort und Leckerlie zu Anfang erst mal ne Sekunde raus. Später dann 2-3 Sekunden und baut das länger liegenbleiben immer weiter aus. Da braucht man kein "runterdrücken", unten festhalten usw. was letztendlich nur anzeigt, dass Hund gar nicht begriffen hat, was man von ihm will.

    Wenn Hund mal gelernt hat 1 min ruhig liegenzubleiben, dann bringt man etwas Entfernung ins Spiel. Zunächst 1 Schritt, dann 2-3 Schritte, ....... .

    Dann wieder die Zeit steigern auf 2-3 min. Anschliessend die Entfernung weiter steigern auf mehrere Meter. Und so weiter.

    Es ist doch völlig verständlich, dass dein Hund bsp. aufsteht, wenn Du dich wieder aufrichtest - genau das signalisierst Du ja mit deiner Körpersprache.
    Und dass dein Hund noch nicht gelernt hat, was "Platz" bedeutet zeigt sich ja schon dadurch, dass Du ihn immer noch runterlocken musst.

    Also bring ihr doch erst mal bei, sauber ins Platz zu gehen, ohne dabei selbst auf dem Boden rumkriechen zu müssen. Dann klappt es auch automatisch mit dem liegenbleiben, wenn Hund weiss, was er tun soll. Sehe es ganz deutlich bei meinen Hunden. Selbst meine völlig durchgeknallte GP-Hündin, die in ihrer Jugend nicht mal in der Lage war, länger als 2-3 sec mit allen 4 Beinen auf dem Boden zu stehen, hat problemlos gelernt ins Platz zu gehen und liegenzubleiben.

    Zunächst etwa 3-4x mit Leckerlie zu Boden gelockt, dann die Leckerlies aus der Hand weggelassen und erst nach dem Liegen mit der anderen Hand gegeben. Wobei ich mit einem Clicker grundsätzlich das Hinlegen bestätigt habe, also der Moment, in dem ihr Hinterteil den Boden berührte (meine Hunde lernen Platz aus dem Stehen, nicht aus dem Sitzen, aus verschiedenen Gründen).
    Bei den ersten 2-3 Übungseinheiten bin ich mit der Hand komplett auf den Boden. Dann habe ich darauf geachtet, dass ichjeweils im Laufe von 2-3 Übungseinheiten mindestens 5 cm weiter oben mit der Hand bleiben kann.
    Das so lange, bis ein leichtes Zucken meiner Hand genügte, damit sie sich sicher ablegt. Dann bin ich hergegangen und habe das Ablegen nicht nur in Front zu mir, sondern auch seitlich von mir trainiert.
    Und als das alles geklappt hat, habe ich einfach vor die minimale Handbewegung das Signalwort "Platz" gesetzt. Nach 3-4 Übungseinheiten habe ich ausprobiert, ob die Verknüpfung schon vorhanden ist, also einfach mal Platz gesagt und etwas mit der Handbewegung gewartet - und siehe da, Hund legt sich hin.

    Das Ganze dann nochmal ein paar Übungseinheiten gefestigt, so dass Hund auch gelernt hat, sich auf Signal Platz abzulegen, egal in welchem Winkel der jeweilige Hund zu mir sich befindet.

    Und dann einfach mal den Click und damit die Bestätigung etwas rausgezögert. Weiter siehe oben.

    Und v.a. immer im Liegen bestätigen. Wobei ich bei meinen Hunden zum Entsetzen unserer langjährigen VPG-Leute auch aus Entfernung die Ablage bestätigt habe. Da bekamen einige :schockiert: , als sie zum ersten Mal sahen, dass ich auf 20 m Entfernung meinen Hund in der Ablage "beclicke" und nen Ball werfe oder sie in die Beisswurst rennen lasse.

    Zitat

    Du zeigst mit Deinen 16 Jahren,eindeutig mehr Verantwortung wie Deine Mutter.

    Schon mal überlegt, dass die Mutter vielleicht überhaupt keinen Hund wollte und nur der Tochter zuliebe damals zugestimmt hat, weil evtl. die Situation entsprechend war?

    Und können wir wirklich urteilen, wer hier wie viel Verantwortung zeigt?

    Dass die BH als Eingangsprüfung für Hundesport gelinde gesagt daneben ist ist doch eine recht weit verbreitete Meinung.

    Ich persönlich fände eine BH-Prüfung ganz sinnvoll - WENN es denn eine BH-Prüfung wäre und nicht hauptsächlich das Abprüfen irgendwelcher mehr oder weniger sinniger Kunststückchen auf dem Hundeplatz. Also eine Prüfung, in der gezeigt werden sollte, dass der Hund ein Begleithund im wahrsten Sinne des Wortes ist - alltagstauglicher Grundgehorsam, Umwelt- und Sozialkompetenz usw.

    Ob Hund da beim Heranrufen einen akkuraten Vorsitz zeigt oder perfekt am linken Bein klebt ist mE für einen Begleithund irrelevant.

    Und wozu braucht man Eingangsprüfungen für VPG, Obi, Agi usw?

    Obi bsp. hat die Beginner als unterste Prüfungsstufe - sorry, wenn mein Hund nicht in der Lage ist, eine Beginner zu laufen, dann nutzt mir auch nicht, wenn ich die Berechtigung zum Start in Form einer BH-Prüfung habe. Wenn mein Hund die Übungen nicht kann, falle ich trotzdem durch. Und wenn ich ehrlich bin, die wenigsten Teams, die aus dem standardnormal BH-Training rauskommen, sind in der Lage selbst in den in der BH abgefragten Übungen in der Beginner über 5-6 Punkte rauszukommen. Also macht die BH als Eingangsprüfung für die Beginner keinen Sinn.

    Agi - da sieht es ähnlich aus. Ich habe es ein paar Mal zu oft erlebt, dass Hunde, die ja wohl offensichtlich eine BH-Prüfung bestanden haben müssen, in einem Agi-Parcours absolut nicht in der Hand des HF standen. Was nützt mir also eine BH-Prüfung, wenn mein Hund im Agi-Parcours sich verselbständigt, ggf. sogar aus dem PArcours rausstürmt und andere Hunde attackiert? Man kann das Ganze in der BH-Prüfung so drehen, dass da bsp. nur Hunde mitlaufen, die sich kennen, usw. Und hinterher ..... ?


    fläcki

    ich weiss nicht, wie es in der Schweiz ist. Aber in D fällt man nicht so schnell durch eine BH durch, nur weil Hund nicht links am Bein klebt. Solange Hund ordentlich mitläuft und halbwegs aufmerksam ist, ist das ok. Je nach Richter kann sich das jeweilige Team sogar einiges erlauben und besteht trotzdem.

    Zitat

    Und Kühe bestehen auch aus Proteinen - und fressen kein Fleisch. :/

    Anja

    im Gegensatz zu Hunden könnte man Rindern Harnstoff pur füttern plus die Einzelbestandteile aller lebensnotwendigen Proteine - und die Rinder könnten das verwerten und daraus ihren Bedarf an Proteinen, Aminosäuren etc. pp. komplett decken. Die haben einen völlig anders gearteten Magen-Darm-Trakt als Fleischfresser wie Hunde.

    Dein Vergleich ist in etwa so, wie wenn man ein Auto mit einem Flugzeug vergleicht - beides wird durch Motoren angetrieben. Trotzdem wird ein Auto nie fliegen können.

    Zitat

    Ich kann und will mich nicht damit anfreunden, dass man einen Hund mit dem Stock bedroht, um festzustellen ob er wesensstark ist.

    komisch - in nahezu jedem Wesenstest kommen ähnliche Situationen vor. Da wedelt dann bsp. einer mit nem Regenschirm in der Nähe des Hundes rum oder mit nem Spazierstock.

    Und ja - solange VPG so ziemlich das einzige Mittel zur Zuchtselektion von Gebrauchshunden im Sinne von Schutz/Diensthunden ist, so lange braucht es Hunde, die sich von welcher Bedrohung auch immer nicht abschrecken lassen. Ein Diensthund, der sich von einem knüppelschwingenden Randalierer beeindruckt zeigt, ist alles, aber sicher kein Diensthund.
    Und da in D Diensthunde immer noch aus der "normalen" Gebrauchshundezucht übernommen und nicht speziell von den entsprechenden Behörden gezüchtet werden, braucht es eine Selektion, die den Anforderungen, die an Diensthunde gestellt werden, gerecht wird.

    agil, nadine usw.

    bei den "Stockschlägen" im VPG geht es nicht darum, den Hund zu bestrafen, zu brechen, dem Hund Schmerzen zuzufügen usw. sondern darum, zu sehen, wie der Hund auf die Bedrohung reagiert. Geht er ins Meiden oder lässt er sich dadurch nicht beeindrucken - das ist die Frage.

    Deswegen kann man auch durchaus die Schläge abbremsen bzw. abgleiten lassen, da es NICHT darum geht, dem Hund in irgendeiner Form Schmerz zuzufügen, sondern den Hund zusätzlich zum "normalen" Körpereinsatz zu bedrohen.

    Die Hunde reagieren sehr unterschiedlich darauf. Und anhand ihrer Reaktion kann man so einige Rückschlüsse auf ihre Belastbarkeit ziehen

    Allerdings sollte man genau wissen, was für nen Hund man da gerade am Ärmel hat :lachtot: wie unser SD-Helfer mal so schön feststellen durfte. Meine jüngere GP-Hündin bsp. hat sehr deutlich auf den Stock reagiert - Allerdings völlig anders als gedacht - vermutlich wieder ein Beweis dafür, dass sie nicht ganz so ist wie andere Hunde :lol: . Sie ist ein 100%iger Beutegeier und der Arm mit Softstock bewegte sich schneller als der Arm mit dem Beissärmel - ergo bessere Beute - so schnell wie sie aus dem Beissarm raus in den Softstock gewechselt ist, so schnell konnte unser SD-Helfer gar nicht reagieren :lachtot: .
    Nach ein paar Wiederholungen - alle mit dem gleichen Ergebnis - hat er aufgegeben. Zum Glück wollen wir ja keine Prüfungen laufen :lol:

    @Bilchen

    Zitat

    Der Richter muss das gegebene Kommando laut und deutlich hören.

    Nein. Als HF bin ich nicht verpflichtet, so laut zu brüllen, dass der Richter meine Signale hört. Wenn der Richter schwerhörig ist, dann muss er sich eben in die Nähe des HF begeben, damit er die in normaler Lautstärke gesprochenen Signalwörter hört.

    Das Gebrülle, das bei vielen VPG-Prüfungen zu hören ist, würde bsp. im Obedience zu Punktabzug wegen übertriebener Lautstärke etc. führen. Und die Obi-Richter sind im Schnitt auch nicht viel jünger als viele VPG-Richter.