Beiträge von yane

    genau, ist logisch. Und letztendlich sind genau das auch Körperhilfen. Man hilft seinem Hund mit dem Körper.
    Es kann einem ja keiner vorschreiben, dass man die Beine beim Angehen, in Winkeln und Kehrtwendungen nicht immer gleich setzen darf :D . Und ebenso wenig kann man einem HF vorschreiben, ob er jetzt ein Signal geben darf, wenn er mit dem linken oder dem rechten Bein auf dem Boden ist.

    Meine "Körperhilfen":
    Angehen immer mit rechts -> früher mit links, aber inzwischen habe ich eines gelernt -> Hund hat mehr Reaktionszeit, wenn man mit rechts anstelle mit links angeht. Mitbekommen tut Hund beides

    Winkel und Kehrtwendungen werden immer gleich eingeleitet.

    Bestimmte Körperhaltung und Spannung beim Fußgehen generell.

    Ablage -> Gewicht im Stand deutlich auf ein Bein verlagert

    Abrufen -> Gewicht auf beide Beine gleichmässig verlagert

    Ausser billiger Effekthascherei ist an dieser Fußarbeit überhaupt nichts "schön". Der Hund bedrängt massiv, liegt mit seinem Oberkörper auf dem Bein des HF, ist teilweise schräg.
    Zu dem Rumgerucke und "mit dem Knie stossen" von Seiten des HF sage ich mal lieber nichts.

    Wenn Du ernsthaft an Obedience interessiert bist, solltest Du dir derartige "Arbeiten" nicht als Vorbild nehmen. Sterngucker sowieso nicht. Sind im Obi ziemlich unerwünscht.

    Mal davon abgesehen hast Du die falsche Rasse dafür. Der Körperbau eines typischen GP eignet sich nicht für derartige Verrenkungen. Zum Glück. Die Proportionen stimmen einfach nicht, damit Hund so in der Hinterhand runtergehen kann und gleichzeitig vorne so hochkommen. Dazu hat der GP eine zu ausgeprägte Hinterhandwinkelung, einen zu kurzen Rücken und eine Hals-Schulterpartie, die in Verbindung mit dem restlichen Körper und dem sich aus den Proportionen ergebenden Schwerpunkt derartige Sperenzien zum Glück nicht zulässt.

    Ich kenne genau einen Hund, der so ein Gangwerk von sich aus zeigt. Ist ein Parson Russel Terrier aus meiner BH-Gruppe. Wenn der unter Spannung Fuß läuft, dann wirft er die Vorderbeine ähnlich. Ist aber nicht antrainiert, sondern "Natur".

    Ich habe schon richtig gelesen. Die Sache ist einfach nur die, dass man gerade als Anfänger meint, viel hilft viel. Und wenn es Spass macht und man daheim die Möglichkeit hat, ggf. viel zu viel trainiert.

    Fakt ist aber, Agi ist eine enorme Belastung für die Gelenke eines Hundes. Und damit sollte man nicht zu viel trainieren.

    Gerade wenn man nicht wirklich weiss, was man tut, sollte man nicht zu viel und schon gar nicht allein trainieren.

    Wir haben daheim einen eigenen Parcours zur Verfügung. Trotzdem trainieren wir nicht mehr als 1-2x pro Woche. Und das trotz Turnierambitionen.

    Zitat

    Wie gesagt, ich finde ALLE Welpen riechen etwas nach Kuhstall

    Kann ich absolut nicht bestätigen. Keiner unserer Welpen roch nach Kuhstall, was nicht weiter verwunderlich ist, da keiner unserer Welpen in einem Kuhstall aufgezogen wurde.

    @Threaderstellerin

    wenn man einen Welpen kauft, der in einem Kuhstall aufgewachsen ist, muss man nun mal damit rechnen, dass er entsprechend riecht/stinkt. Das gibt sich im Laufe der Zeit. Dauert halt ein paar Tage.

    lies mal weiter vorne - JA, es hat etwas mit Gehorsam zu tun, wenn ich von meinem Hund erwarte, dass er sich anfassen lässt.

    Es gibt einfach Situationen, da muss sich Hund von Fremden anfassen lassen. Und da erwarte ich dann, dass das funktioniert. V.a. wenn es Situationen sind, die trainierbar sind.

    Was meinst Du, was für einen Hund mehr Stress ist - beim TA bsp. von 2 Leuten im "Schwitzkastengriff" umklammert zu werden, weil er sich gegen das Anfassen - und damit gegen eine Behandlung - wehrt, oder wenn er je nach Behandlung nur leicht bis gar nicht fixiert werden muss?

    Und schnauzermädel hat diesen Thread eröffnet, nachdem die Diskussion von wegen Anfassen bei der BH-Prüfung aufgekommen ist. Also gehe ich davon aus, dass sie durchaus mit dem Hintergedanken bzgl. Anfassen diesen Thread eröffnet hat. Und in genau so einer trainierbaren Situation ist es schlicht und ergreifend eine Frage des Gehorsams, ob Hund sich anfassen lässt oder nicht. Zumindest wenn es sich um "wesenssichere" Hunde handelt.

    Zitat

    Larissa, klar ist es ärgerlich, wenn man als Kleinhundbesitzer sowas liest, aber generell solltet ihr dann als Besitzer erzogener Kleinhunde doch wohl eher sauer auf die Kleinhundbesitzer sein, die für dieses Klischee verantwortlich sind.

    Nö. Warum? Wenn überhaupt, dann sauer auf beschränkte Grosshundebesitzer, die selbstgerecht ihr Brett vor dem Kopf pflegen.


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    Es ist nun mal definitiv so, dass die kleinen Hunde für viele Menschen als Kinderersatz oder knuddeliges hundeähnliches etwas.

    Ich kenne genügend grosse Hunde, die exakt die gleiche "Aufgabe" erfüllen. Ist also kein "Privileg" der Kleinhunde.

    Zitat

    Meine negativen Hundebegegnungen waren nun mal 80% mit Kleinhunden und 20% mit größeren Rassen (bisher). Aber wir haben hier scheinbar auch ein "Nest" von kleinen UNERZOGENEN Hunden. :lol:

    Meine negativen Hundebegegnungen waren bisher exakt umgekehrt. Sogar eher max. 10% mit unerzogenen, aggressiven Kleinhunden und die restlichen über 90% mit unerzogenen Grosshunden, die in den meisten Fällen Kinderersatz ihrer Leute waren.


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    Das ist dann freilich ein Problem, wenn ein HH seinem Hund - egal welcher Größe - erlaubt diese Signale des Kleineren zu ignorieren.

    Das kann ich nur bestätigen. Interessanterweise geschieht das aber meist nur dann, wenn ich mit meinem Zwerg allein unterwegs bin. In dem Moment, in dem eine meiner Grossen mit dabei ist, können plötzlich alle Fremden ihre idR grösseren Hunde abrufen (bzw. sie versuchen es zumindest) - stellt sich mir immer die Frage, warum das bei einem 66 cm Hund möglich ist, bei einem 29 cm Hund aber nicht :???: .

    [quote="Estandia"]Mir ist es wurscht, ob sich mein Hund von jedem anfassen lassen MUSS. Ich will es nicht und es ist mein gutes Recht NEIN zu sagen.[ /quote]

    DAS war aber nicht die Frage. Ich will auch nicht, dass jeder x-beliebige Mensch einfach meine Hunde antatscht, also blocke ich entsprechende Versuche von vornherein ab. Notfalls auch nicht ganz so freundlich, was öfter schon zu entsprechenden Diskussionen a la "wieso, beissen die?" geführt hat. Nein, meine beissen nicht, aber die eine Hündin mag es einfach nicht, von jedem Fremden angetascht zu werden, die andere findet es idR zwar toll - was dann jedoch geschieht, finden die meisten Fremden häufig nicht so prickelnd. Denn diese Hündin findet die mit dem Anfassen einhergehende Aufmerksamkeit einfach klasse und fordert dann ihrerseits die betreffende Person zum Mitspielen auf - was bei einem 66cm/24kg Wirbelsturm durchaus mit blauen Flecken und Kratzern enden kann.

    NUR - wenn ich möchte, dass sich meine Hunde von jemandem anfassen lassen, sei es der Tierarzt, Richter oder Steward bei einer Prüfung, ...... dann hat Hund das zu akzeptieren. OHNE Brummeln, Drohen, ...... .

    Bei einem Hund, der aus schlechter Erfahrung heraus Angstverhalten zeigt ist das eine Sache.
    Aber bei einem "normalen" Hund, und sei es ein ausgebildeter Schutzhund, erwarte ich, dass der Hund so viel Gehorsam zeigt, dass er ein Anfassen durch einen Fremden auf Wunsch seines HF akzeptiert und toleriert. Ohne wenn und aber. Andernfalls - wie schon geschrieben, mangelnder Gehorsam.

    schnauzermädel

    Zitat

    Außerdem dann wenn ich es "möchte", z.B. beim TA. D.h. für mich, dass ich sie halten kann und sie sich dann anfassen lässt ohne Theater.

    Eben, genau dann, wenn ich es möchte, hat sich Hund anfassen zu lassen. Ist einfach eine Erziehungs- und Gehorsamsfrage.

    Meine Hunde müssen sich so ohne weiteres nicht von Fremden anfassen lassen. Wenn ich das aber in dem Moment möchte, gibt es da keine Diskussion. V.a. nicht in trainierbaren Situationen. Ich gehe mal davon aus, Du stellst diese Frage von wegen "Anfassen bei der BH-Prüfung". Genau da ist es kein willkürliches Anfassen sondern eine trainierbare Situation. Also ist das "sich anfassenlassen" in dem Fall eine REINE Gehorsamsfrage. Und ein Hund, der in dem Fall Zicken macht, ist ein Hund, der nicht im Gehorsam des Hundeführers steht.

    EDIT: es sei denn, der Hund hat ein extremes Angstproblem. Aber das ist dann eine andere Baustelle, an der gearbeitet werden sollte.