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Beiträge von yane

    Nur mal als Anmerkung ... wir hatten DSH und Berner Sennenhunde. Und ja - da ziehe ich Pudel von der Pflege her bei weitem vor. Wenn ich an die regelmässigen Fellberge denke, die aus so einem Berner im Fellwechsel rauskommen. Da kommt höchstens mit, wenn ich nen Grosspudel in voller Ausstellungsschur auf einmal radikal rundum auf 5 mm runterschere.


    Und nein, 1-2x saugen reicht im Fellwechsel bei den Rassen mit Unterwolle definitiv nicht. Zumindest nicht, wenn man nicht überall Fellmäuse rumwehen haben möchte.


    Ich könnte mich mit einem Samtkleid (so ich eines hätte) zu meinen Hunden in die Körbe legen und hätte anschliessend kein Hundehaar am Kleid. Versucht das mal mit einem Kurzhaarhund ...... Schwarzes Samtkleid und Dalmatiner oder Russel Terrier.


    Kann Dir da nur vollumfänglich zustimmen.


    Wäre schön, wenn sich Leute, die keine Pudel haben, einfach zurückhalten mit ihren idR unqualifizierten Kommentaren.


    Denn ... Ja, das Chaos war durchaus ein Extrem. Aber nicht die Ausnahme. Gerade aus den Hardcore-Showlinien mit amerikanischem Background findet man immer wieder diese Hunde mit sehr viel Temperament. Bei ihr reichte ein leichtes "Fein" um wahre Begeisterungsstürme hervorzurufen.

    Natürlich war sie ein von der Grundeinstellung her ein sehr freundlicher Hund. Da hätte schon viel passieren müssen, damit sie nach vorn ging. Unsere DSH waren da doch anders gelagert. Aber an Temperament und Begeisterungsfähigkeit reichte keiner der DSH an sie ran. Übrigens auch nicht an Yanta, die durchaus in Relation zu Nele nur "Mittelmässiges" Temperament hatte.

    Worauf sollte der geneigte Welpenkäufer achten, für wen kommt der Pudel infrage, ist er wirklich so pflegeleicht, wie man sagt? Sind an den Aussagen, er wäre so anspruchsvoll, was dran? Welche Rolle spielt die Größe?


    Wie immer liegt die Antwort wohl irgendwo dazwischen... ;)


    Wie Du schon geschrieben hast, die Antwort liegt irgendwo dazwischen.


    Von meinen bisher jetz 6 Pudeln in 3 verschiedenen Grössen kann ich nur sagen, alle glichen sich in folgenden Eigenschaften:

    - sehr Menschenbezogen (zumindest zu IHREN Menschen)

    - sehr leicht motivierbar

    - sehr schnell "erregt"

    - sehr eifrig beim lernen

    - sehr schnell beim lernen und verstehen


    teils grosse Unterschiede bis hin zu richtigen Extremen hinsichtlich:

    _ Jagdtrieb (von wenig vorhanden und gut lenkbar bis hin zu Spurjäger, der bei frischen Spuren in keinster Weise mehr ansprechbar ist)

    - Pflege - von total easy going selbst mit viel Fell nicht filzend bis hin zu "filzt beim ansehen"

    - Temperament - von gut ausgeprägtem aber gut handelbarem Temperament bis hin zu völlig durchgeknallt (über das Chaostier sagte jemand mal 'es gibt normale Hunde, die haben 3 Gänge, es gibt triebige Bodenlenkraketen Border Collies, die haben 4 Gänge und es gibt Nele, die hat nochmal zwei Turbogänge extra")

    - "alles kann, nichts muss" - auch hier reicht es von "alles kann, nichts muss" bis zu "spätestens am zweiten Tag nichts tun wird die Bude auseinandergenommen, weil Hund die glatten Wände hochgeht".



    Die Frage "wie finde ich den Hund, der zu mir passt" finde ich schwierig. Besonders wenn man keine Ahnung von den verschiedensten Linien hat. Bei Nele war mir damals von Anfang an klar, dass sie ein durchgeknalltes Chaostier ist. Ihr Grossvater war völlig gaga. Ihre Mutter war nicht viel anders. Nele war eben auch durchgeknallt. Ihre Brüder dagegen eher ruhig.

    Also letztendlich auch eine Frage des individuellen Hundes. Grundsätzlich kann man aber sagen, speziell bei den Grossen - die Hardcore-Showlinien sind vom Temperament her deutlich über dem Durchschnitt. Dummerweise sind diese oft im Gebäude übertrieben, speziell zu stark ausgeprägte Hinterhandwinkelung und zu steile Vorderhandwinkelung. Was dann wieder abträglich für sportliche Zwecke ist.


    Zum Thema Arbeiten kann ich auch nur sagen - auch hier geht es vom einen Extrem ins andere. Zum einen totale Schlaftabletten. Häufig von Züchtern als "idealer Therapiehund" etc. angeprießen bis hin zu .... na ja der Sorte Hund, die einem Mali-HF die Freudentränen in die Augen treibt.


    Auch hier wieder das Extrem Nele - Nele im typischen Hundesport war einfach eine Katastrophe für sich. Die Sprüche "Trieb macht blöd" und "Lieber tot als langsam" trafen 1:1 auf sie zu. Mit Nele zu trainieren war etwa so, wie bei nem 300 PS Ferrari bei angezogenen Bremsen mit angerissenem Bremszug Vollgas geben ... irgendwann knallt es - man weiss nur nie wann.

    Bei Dummy Training oder Mantrailing dagegen wurde dieser Hund auf einmal völlig ruhig und konzentriert, mit einer nie endenden Motivation. Man könnte fast sagen, sie teilte sich hier die Energie, die sie bei den anderen Sportarten quasi auf einmal hochjagte, über lange Zeiträume ein.


    Bei den anderen 4 (Tessy, Yanta und Wusch) war es bisher so, dass 3 meiner Püs sich trieblich bis ans oberste Limit haben pushen lassen und immer noch klar im Kopf waren. Nr. 5 (Jin) kann man nur bis zu einem bestimmten Punkt pushen - danach fällt sie in "Trieb macht blöd" und blockiert komplett. Was sich bei ihr dann dadurch zeigt, dass sie nicht mehr rennt,sondern nur noch kläfft. Dann kann sie im Agi vor einem Slalom oder einem Sprung stehen und kläffen, ohne überhaupt noch auf die Idee zu kommen, das Gerät zu nehmen.


    Wie sich Nr. 6 entwickelt, weiss ich noch nicht, der Kleine ist ja erst 8 Monate.

    Und wieder drei

    Mich würde der Text eher abstossen als dazu zu animieren, mich für einen Hund aus dem Tierschutz zu entscheiden.

    Aber ich halte von diesem ganzen manipulativen Schmalztrief-Tränendrüsendrück-Pseudotierschutz sowieso nichts.

    3 weitere abgeschlossen, das 4. in Arbeit

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