Hatte schon mal jemand nachträgliche Glasfaserverlegung im Mehrfamilienhaus? Unser Grundstück wird bis Jahresende angeschlossen, danach wird der Anschluss im Haus verlegt, muss vom Keller ins Erdgeschoss und zweite Geschoss, separate Wohneinheiten. Den Leitungsweg müssen wir zur Verfügung stellen und der Mann zerbricht sich den Kopf darüber, was das an Aufwand bedeutet. Kennt sich da jemand schon ein wenig mit aus?
Wir hätten frühestens im nächsten Jahr damit gerechnet, dieses Jahr kommt ja auch Photovoltaik aufs Dach, jetzt könnte es mit etwas Pech alles auf einmal kommen. Kennt sich hier jemand damit aus?
Ja, hatten wir. War eine ganz schöne Odyssee. Lag aber an der Firma und den Bauarbeitern, die kein Wort deutsch oder englisch sprachen und überhaupt keine Ahnung hatten, was sie tun sollen. Die Zwischenfirma konnte auch nur bedingt deutsch, so dass man auch am Telefon arge Probleme hatten irgendwie eine Lösung zu finden.
Ursprünglich sollte die Glasfaserleitung durch den Schacht der Telekomleitung in die Wohnung geführt werden. Der deutschprachige Bauleiter, der ganz am Anfang alles anschaute und Fotos machte sagte auch, das wäre überhaupt kein Problem. Der Schacht wäre groß genug.
Ja nunja, die 4 oder 5 Leute der Baufirma haben es zumindest versucht. Aber keine Chance. Lediglich die Klingel vom kompletten Haus haben sie kaputt gebohrt bei der Verlegung ins Haus. Das war im August. Die Klingeln und Gegensprechanlagen sind bis heute kaputt. Unser Vermieter findet angeblich niemanden, der das reparieren kann.
Da wir die einzige von 4 Parteien im Haus waren, die Glasfaser wollten, mussten wir den Hausanschluss (80 Euro) selber zahlen. Unser Vermieter sagte zwar, er übernimmt das, aber leider war die Glasfaserfirma nicht in der Lage, die Rechnung auf seinen Namen zu schreiben (absolute Überforderung mit Miethäusern!!!). Da es unserem Vermieter schlussendlich egal war, wo das Kabel lang geht (O-Ton: Entscheiden Sie das!) haben wir dann selber überlegt, wo das Kabel sinnvoll langgehen könnte. Und so haben wir dem nächsten Bauarbeiter mit Händen und Füßen erklärt, wo das Kabel nun lang soll. Und dann hat er das so gemacht, wie wir wollten. Und seitdem haben wir Glasfaser.

Es geht jetzt neben der Haustür in der Ecke im Treppenhaus ins Obergeschoss und dann oben im Treppenhaus in unser eines Arbeitszimmer.
Theoretisch wäre nun das Anschließen der Wohnung unter uns kein Problem, einfach ebenfalls ein Loch ins Arbeitszimmer bohren. Aber die beiden Wohnungen auf der anderen Seite des Treppenhauses können aktuell gar nicht angeschlossen werden. Selbst wenn die neuen Mieter das wollen würden.
Also wenn das ne vernünftige Firma macht, mit der man kommunizieren kann geht das ganz gut.