Ich habe ja vorher am Waldrand von Erfurt gewohnt (200.000 Einwohner und damit größte Stadt damals). Ist natürlich nicht mit "richtigen" Großstädten zu vergleichen. Ich habe am Stadtrand gewohnt, 5 Minuten in den Wald mit zig verschiedenen Wegen, bei schlechtem Wetter ist Dunkelheit sind wir durchs Industrigebiet, da war auch genug Grün.
Getroffen habe ich andere Hundehalter im Wald nur alle Jubeljahre, Probleme gab es selten. Man wusste ja, wann die großen Gruppen auf dem Feld herum standen und ihre Hunde laufen ließen. Konnte ich vom Balkon sehen.
Aus die Idee, zum Gassi irgendwohin zu fahren (ausgenommen Freunde treffen) wäre ich nie gekommen.
Jetzt wohnen wir in einem 200 Seelen-Dorf, die Dorfrunde dauert 15 Minuten, der Rest ist unbeleuchtet. Ich habe keine Ahnung, wie ich jetzt Gassi gehen soll bzw. Habe ich mir jetzt eine Kopflampe bestellt.
Wald ist 4 km weg, da kann man auch nicht hin laufen, sondern muss fahren.
Da ich aber nach wie vor nicht zum Gassi fahre (außer eben DF Leute treffen oder wenn ich Wald sehen will), gibt es immer die gleichen Feldrunden. Ich finde es doof, ich liebe Wald. Aber extra 20 Minuten in den Deister fahren? Nö. Benni ist es völlig egal, Hauptsache er hat sein Spielzeug dabei.
Also lebe ich mit dem platten Land.
Zum Steinhuder Meer ist es auch nicht weit und wir waren erst 3, 4 mal da. Ich finde es komisch, "gassi zu fahren" weil dabei Zeit drauf geht, die ich lieber zum Gassi gehen nutzen würde.
Aber ob nun Stadt oder Land besser ist, ist immer eine individuelle Entscheidung des Einzelnen und sicher auch manchmal des Hundes.