Beiträge von Mogeltier

    Da gehört ein Maulkorb drauf. Jetzt schon, nicht erst, wenn es "schlimmer" geworden ist. Was ist die Steigerung von Schnappen?

    Hat dem jemand widersprochen?

    Mir fehlt aber in der ganzen Diskussion ein wenig die Hilfestellung für die Halterin, die aktuell ziemlich überfordert ist mit der Situation. Sie hat den Hund seit kaum 4 Wochen. Der Hund schnappt in für ihn bedrohlichen Situationen. Wie finde ich da als Halter die richtige Größe? Wie vermesse ich die Hundeschnauze? Vllt. sogar, wenn der Hund auch das nicht zulässt? Was ist überhaupt ein theoretisch passender Maulkorb, worauf kommt es an (ok, das kann man noch irgendwo im Internet nachlesen, z.B. hier)? In die Zoohandlung gehen und mal ein paar Körbe überstülpen geht ja nicht (und sei es nur, um überhaupt ein Gespür dafür zu bekommen). Also bleibt nur das Netz. Die Auswahl ist riesig. Und selbst wenn man keinen optimal sitzenden Maulkorb haben möchte, kann man da schon mal arg verloren sein. Ich bin ehrlich froh, dass wir das Thema erst in Angriff nehmen mussten, als eine solide Vertrauensbasis vorhanden war. Ich wüsste von daher auch nicht, was ich jemandem in der vorliegenden Situation raten soll.

    Wir waschen die Pfoten nicht weil sie dreckig sind, sondern wegen aktuellem Schnee und Streusalz. Davon werden ihre Pfoten leicht gereizt und gerötet und der Tierarzt meinte, mit lauwarmen Wasser waschen.

    Ist es wirklich Salz? Bei uns ist weniger Salz das Problem (da eigentlich verboten), sondern eher Splitt. Wir versuchen, die Hunde vor der Haustür noch mal durch Schnee gehen zu lassen, was bei uns auch geht (eigener Garten). Falls das mit dem Tablett und Wasser nicht funktionieren sollte, dann wenigstens ein feuchtes Handtuch, über das sie laufen muss? Besser als nichts. Das Pfoten reinigen haben wir unseren Hunden auch angewöhnt, aber nicht als Erstes. Es gibt auch immer ein Signalwort (Pfötchen) und hinterher Leckerlis. Wir machen es auch nicht nur, wenn es sein muss, sondern immer. Also auch bei trockener Witterung, wenn die Pfoten sauber sind.

    Ihr habt den Hund gerade mal 3 Wochen. Die richtig großen Rückschritte kamen bei uns z.B. noch viel später, als der Hund sich getraut hat zu zeigen, wie viel Angst er eigentlich hat. Ich würde bei euch noch gar keine Prognose abgeben, in welche Richtung es letztlich geht.

    Was ich aber vergessen habe zu erwähnen ist, dass der Trainer meinte, wenn sie selbstbewusster wird, dass das mit Bellen/Knurren/Schnappen erst mal schlimmer werden kann. Falls das eintreten sollte, hoffe ich, dass wir nicht zu sehr überfordert sind.

    Das wäre ein Szenario. Es könnte aber auch passieren, dass sie mit mehr Sicherheit auf diese Strategien weniger ausweichen muss. Sie muss Vertrauen gewinnen. In euch und in sich. Ihr müsst Vertrauen gewinnen. In sie und in euch. Das ist ein Prozess, der dauert. Wir haben es Kaffeebohnenschritte genannt. Und das waren mal 2 Schritte vorwärts, 1 zurück, 2 vorwärts, 3 zurück. Wir waren zwischendurch sogar mal bei gemahlenem Kaffee (also noch viel, viel kleinere Schritte). Vermutlich werden wir nie den Hund haben, den wir uns ursprünglich vorgestellt haben. Aber wir haben einen tollen Hund, der uns richtig viel Freude macht. Trotz aller Herausforderungen. Wenn er uns anstrahlt und das kleine Stummelschwänzchen wedelt, kann man nur grinsen und sich freuen. :smiling_face_with_hearts:

    Falls du ganz dringend brauchst auf 3 BSR Höfen gibt es für Privat kostenlos etwas.

    Wir haben noch etwas von unseren Gartenbauaktionen vorletztes Jahr. Und den halben Sack Sand, die wir auch noch hatten, haben wir schon vors Grundstück gekippt. Die Nachbarn könnten mal mitmachen, das wird dort langsam ungemütlich... Samstag gab es die Aktion ja auf allen BSR-Höfen, jetzt müsste man dafür durch die halbe Stadt fahren, für 10 l Splitt... . Und durch den Schneefall letzte Nacht liegt gerade ohnehin alles unter mehreren cm Neuschnee.

    Ich habe auch noch keinen positiven Punkt an dem ich mich festhalten kann, der kommt hoffentlich noch.

    Nein, gar keinen? Überhaupt nichts?

    Schau mal und bewerte evtl. deine Ansichten neu:

    wir haben es geschafft, dass sie mit spazieren geht,

    wenn dann kaut sie gerne auf Spielzeug.

    Ihr könnt mit ihr spazieren gehen. Kommt sie, obwohl sie Angst zeigt, einigermaßen freiwillig mit? Das wäre z.B. schon richtig gut! Wusste sie denn davor, was Gassi gehen ist? Was Leine und Halsband sind? Unser Mogeltier hat sich z.B. irgendwann geweigert und blockiert. Da war nichts mit Spazieren gehen. Und selbst heute, fast 3 Jahre später, zeigt er manchmal ganz deutlich seine Angst. Es war ein langer, harter Weg für uns zu akzeptieren, dass er nicht spazieren gehen muss, dass das mitunter viel zu viel Stress für ihn ist und dass er manchmal etwas länger braucht, um dort mit rauszukommen.

    Sie kaut gerne auf Spielzeug? Wirkt sie dabei ruhig, liegt eine Weile rum, ohne sofort aufzuspringen, wenn du dich bewegst, den Raum verlässt?

    Geh mal durch deinen Alltag und schaue wirklich genau hin. Ich bin mir sicher, du findest Sachen, die sie toll macht. Wir hatten auch unsere Vorstellungen. Und wir sind, obwohl das Mogeltier schon ein paar Wochen auf einer deutschen Pflegestelle war, ziemlich tief gefallen und mussten komplett umdenken.

    Ich vermute, dass im beschriebenen Fall (Spikes auf Eis bei -10°) das Eis wegen der tieferen Temperaturen zu hart ist. Die Spikes greifen möglicherweise nicht mehr ins Eis sondern rutschen auf der jetzt härteren Oberfläche ab.

    Allerdings kenne ich die meisten dieser Spikes für Otto-Normal-Mensch in Deutschland so, dass die eh recht kurz und stumpf sind und gar nicht so tief ins Eis greifen können. Aber dafür müsste man die verwendeten natürlich kennen.

    Wie Schlittschuh laufen trifft es ganz gut. Es macht gerade echt keinen Spaß. Und ja, es sind Spikes für Otto-Normal-Menschen. Die müssen ja auch für die Benutzung des ÖPNV funktionieren, können also nicht besonders scharf, kettig oder lang sein. Es mag ja Winter sein, aber für Berlin ist das, was gerade seit Wochen passiert, echt heftig. An so eine Situation kann ich mich definitiv nicht erinnern. Ich bin froh, überhaupt Spikes zu haben, denn für so eine Ausnahmesituation ist man doch normalerweise nicht gerüstet. Hier ist sogar das Streumittel in den meisten Baumärkten ausverkauft.

    Da prallen zwei Welten sehr intensiv und gewaltig aufeinander: "Wir wollen einen kleinen, netten Hund, der uns viel Freude bereitet, mit dem wir Spaß haben können, der uns liebt und mit dem alles ganz toll ist." und "Es zieht eine ängstliche kleine Hündin ein, die komplett überfordert ist, aus Angst heraus schnappt und knurrt (viele Möglichkeiten der Kommunikation hat sie ja nicht) und die ganz viel Zeit und Ruhe und Verständnis braucht, um in Ruhe anzukommen und aufzutauen."

    Die Diskrepanz zwischen Traum und Realität kennen viele. Welpenbesitzer genauso wie Halter mit Tierschutzhunden. Es dauert durchaus eine Weile (manchmal wirklich Monate), bis man seine Vorstellungen zurechtgeruckelt hat. Gibt es Sachen, die du an der Hündin toll findest? An denen du dich erfreuen kannst? Dann konzentiere dich auf diese, baue sie aus und nimm sie als Basis für eure Weiterentwicklung. Schraube die Ansprüche auf Null oder zumindest sehr weit zurück und nimm so etwas den Druck raus.

    Es ist gut, dass ein Trainer im Boot ist, aber kennt er sich mit Auslandshunden und deren Herausforderungen aus?

    Vielleicht wenn das Eis sich verdichtet. Bzw eine glatterere Oberfläche bildet durch leichtes antauen und wieder gefrieren? Oder eine leichte Wasserschicht wo es taut? Das verringert ja die Haftung.

    Im Prinzip stimme ich dir zu. Aber Antauen bei unter -8 Grad und ohne Sonne? Verdichtung... wird auf den Straßen durchaus zutreffen, aber wir laufen auch so Randwege, wo höchstens die Anwohner jeweils drüber laufen oder fahren. Und auch dort wirkte es noch glatter. Alternativ haben meine Spikes heute stark gelitten (lange Laufstrecken aufgrund des Streiks des Nahverkehrs).

    Vielleicht eine blöde Frage, aber kann Glatteis noch glatter werden? Wir haben seit Wochen im Prinzip Temperaturen durchgängig unter 0. Letzte Woche Montag gab es Eisregen mit Blitzeis, das die Situation noch einmal verschärft hat, am Freitag kam dann noch einmal Schnee dazu. Soweit, so gut. Da wir jeden Tag draußen unterwegs sind, habe ich auch ganz gut einen Vergleich. Gestern konnte ich mit den Spikes unter den Schuhen noch gut und sicher laufen. Heute Abend, gleiche Runde wie sonst auch, hatte ich trotz der Spikes das Gefühl, immer mal wegzurutschen. Die Temperaturen lagen ganztägig bei -8 bis -10°C, Sonne gab es nicht, Regen oder relevante Luftfeuchte auch nicht. Und trotzdem wirkte das Eis noch glatter, noch kompakter, noch polierter. Sogar unter dem Schnee.

    Frage an das Schwarmwissen: Gibt es ein Medikament oder irgendein Mittel, das dem Hund kurzfristig helfen kann, entspannter mit der Situation umzugehen? Sei es zu Hause oder in Fremdbetreuung? Damit er zur Ruhe kommt, sich nicht hochputscht? Das sich natürlich nicht mit dem Karsivan "beißt"? Ich bin eigentlich auch nicht dafür, sofort mit Medikamenten bei Auffälligkeiten gegenzusteuern, aber hier sehe ich eine Situation, die schnellstes Handeln erfordert, in der man aber auch keine vorschnellen Entscheidungen treffen sollte.

    wenn er nicht mal bei meiner Mama bleibt

    Könnte deine Mutter denn theoretisch auf ihn aufpassen? In deiner Wohnung? Dann wäre er zumindest im vertrauten Umfeld.